A!434 – Kahrsharing

Dienstag, 12. Mai 2020, 18:11 Uhr

Hebebühnen, um mal wieder die Oma zu sehen. Dunkelziffern, über die man sich empören kann. Hygienedemos als Happening. Corona treibt inzwischen Blüten, wir schauen uns die Nachrichtenwoche an. Dann spielt uns Mathias musikalisch in die Audiokommentare.

Wir danken unseren Produzentinnen Stephanie, Maximilian, Jonathan, Daniel, Nick, Daniel, Perre, Marlene, Daniel und allen unseren Unterstützern.

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36 Gedanken zu „A!434 – Kahrsharing“

  1. Ich konnte Stefans Argumentation bezüglich Helmholtz heute nur schwer folgen. Ein allgemeiner Lockdown umfasst doch genauso Menschen, die asymptomatisch sind. Je strenger ein Lockdown im Detail ausgestaltet ist desto eher heilen auch diese Infektionen in der Isolation aus. Ein längerer (eventuell auch verschärfter Lockdown) hätte natürlich auch diese Fälle reduziert und eine Situation hergestellt, die mit App und noch mehr Testung ein Leben wie in Südkorea ermöglicht hätte. Clubs, Theater, Kinos etc. All das, was nicht in der Größe eines Fußballstadions ist aber Richtung 50 bis 100 Teilnehmer geht, hätte das durchaus ermöglichen können. Eine frühere Öffnung zwingt einen auf Jahre hinaus dazu in einer Art Twilight Zone zu leben. Da wären mir ein paar Wochen weiterer Lockdown deutlich lieber gewesen, weil so essentielle Kultur auf Sicht gar nicht oder nur unter sehr verleidenden Schutzmaßnahmen ermöglicht wird.

    1. Dem widerspreche ich: Wenn ein Drittel aller Infektionen unsichtbar bleibt, kann man ihnen nicht nachforschen. Die Kontaktketten lassen sich nicht aufhellen, wenn so viele Kettenglieder unsichtbar sind und bleiben. Die “Twilight Zone” ist unser Schicksal.

  2. @Stefan Dem widerspreche ich wiederum 😉 Ich finde es sehr gut, dass du Kekule nicht so sehr diffamierst, wie es die ganze Twitter-Bubble tut. Er ist mag kein Cornanerd sein, wie Drosten, aber hat eine stärkere politische Dimension und es lohnt sich ihm zuzuhören. Ich erinnere mich auch noch an den März und in meiner Erinnerung (ich mag da falsch liegen), hat Drosten damals auch mit Maßnahmen prognostiziert, dass wir uns immer leicht unter der Belastungsgrenze der Krankenhauskapazitäten bewegen werden und teils leicht darüber. Zum Glück ist es so nicht gekommen. Wir haben das Vermeidungsziel erreicht (als Psychologe denke ich manchmal in Annäherungs- und Vermeidungszielen). Wie können wir aber jetzt das Annäherungsziel einer möglichst lebenswerten Gesellschaft erreichen? Kekule skizziert das doch ganz gut und auch die meisten Experten. Testen, testen, testen. Wenn wir es schaffen und da ist es egal ob über PCR oder über Schnelltests, dass sich möglichst jeder Mensch testen kann, ist das ein Weg aus dieser Twiglight Zone. Es gibt diese Schnelltests inzwischen ja auch für das Virus selbst. Der muss möglichst günstig für jedermann zu erwerben sein. Da ist eine Subvention wirklich extrem gut investiertes Geld. Und ich folge deinem positiven Menschenbild. Ein Gros wird sie benutzten, wenn es sie gibt. Das ermöglicht uns dann wieder deutlich mehr Normalität. Einige werden es vielleicht nicht tun, aber das ist wahrscheinlich epidemiologisch irrelevant. Wir brauchen als Gesellschaft wieder ein positives Annährungsziel und müssen Weg von der bloßen Vermeidung von Horrorszenarien. Irgendwie schwingt mir auch, wie dir, zu häufig implizit mit, dass der Impfstoff schon irgendwann kommen wir. Solange müssten wir halt die Zähne zusammenbeißen und durchhalten. Wie du richtig sagst, könnte der aber auch nie kommen. Wir können unseren Entwurf von Gesellschaft nicht auf eine pure Spekulation ausrichten, sondern müssen versuchen möglichst viel Freiheit mit dem Virus zu ermöglichen.

  3. Das letzte Aufwachen-Video wurde vom ZDF wegen urheberrechtlichen Bedenken gemeldet und von Youtube gelöscht.
    Wie soll man das verstehen?

  4. Es kann ja demonstriert werden. Allerdings gehe ich nicht zu solch einer Hygienedemo, wenn schon der Veranstalter von Corona- und Impf-Diktatur und/oder Ähnlichem spricht. Spätestens, wenn ich Schwurbler und Rechtsextreme auf der Demo sehe und vor allem höre, was die sagen, muss ich die Reißleine ziehen.
    Ich denke, wenn solch eine Demo von einem linken Veranstalter angemeldet wird, werden viele dieser Leute nicht dort hingehen. Warum?
    Da ich in diversen CoronaRebellenGruppen auf FB und Telegram angemeldet bin, bis zum unausweichlichen Block, habe ich mir ein Bild von den Leuten da machen können. Es begegnen mir dort vor allem Verschwörungseezählungen. CoronaDiktatur, ImpfDiktatir, Qanon, Corona gibt’s nicht, Bill Gates ist der Satan und noch viel mehr Bizarres. Auch antisemitische, rechtsextreme und reichsbürgerliche Inhalte. Wenn du darauf hinweist bist du der Spalter. “Das ist egal, hier geht’s nicht um rechts und links, wir müssen an einem Strang ziehen, Blablabla.” Bleibst du standhaft, wirst du meist beleidigt und am Ende vom Administrator geblockt. Schema ist dasselbe wie ab 2014 in PEGIDA-Gruppen. Interessant ist, dass du pauschal als links abgestempelt wirst. Die Vorstellung, dass auch ein Konservativer sich dagegen aussprechen könnte, ist nicht denkbar. Was imo einiges über die Klientel der Gruppen aussagt.
    Und deswegen bin ich der Meinung würden eben bei einem linken Veranstalter diese Leute nicht demonstrieren. Und was mir überhaupt nicht begegnet ist, ist Existenzangst. Die habe ich eigentlich erwartet.

  5. Hallo Aufwachen-Team,
    wieder eine top Sendung. Danke dafür! Ich finde auch nicht, wie viele Kommentare das beschreiben, dass ihr zu aggressiv miteinander umgeht. Ein bisschen Aggression schärft die Sinne und kann eine Debatte auch befruchten.
    Eine Kleinigkeit, die mir zusehends negativ aufstößt, möchte ich aber noch loswerden: Lieber Tilo, außer deiner Oma und ein paar Clips machst du keine inhaltlichen Punkte mehr. Überlass das doch bitte nicht alles Hans und Stefan.
    Viele Grüße

  6. Moin.

    Ich habe Euch lange begleitet und danke Euch für Eure Arbeit.
    In einigen Diskussionen habe ich Euch und Eure Meinungen immer verteidigt, auch wenn ich deshalb manchmal wie ein Depp da stand.
    Aber hier ist jetzt Feierabend für mich.

    Ihr denunziert, Ihr diffamiert, Ihr pauschalisiert und Ihr macht Euch über viel zu viel lustig, was für andere Menschen eine todernste Angelegenheit darstellt.
    Wenn nicht hier, dann auf Twitter.
    Ich habe auch nicht den ganzen aktuellen Podcast gehört, weil ich schon den Anfang nicht mehr ertragen konnte.
    Eure Verständnislosigkeit produziert letztlich mein eigenes Unverständnis Euch gegenüber, schätze ich.
    Ich sage das, obwohl ich gerade einen recht klugen Spruch von Stefan auf Twitter gelesen habe bezüglich Demos.

    Natürlich kann es Euch völlig egal sein, wenn sich jemand vom Acker macht.
    Ich aber bedaure es sehr.
    Doch wenn ich in dieser gottverschissenen Situation bei einigermaßen heilem Verstand bleiben möchte – und das möchte ich wirklich – dann darf ich mich von Euch nicht mehr als unverantwortlicher Antidemokrat, rechter Verschwörungstheoretiker, unsolidarisches Arschloch oder sonstwie extrem beleidigen lassen, nur weil meine Sorgen vor den Folgen des Shutdowns größer sind als die vor der Krankheit selbst.

    Ich habe einfach eine Riesenscheißangst davor, was jetzt gerade und in Zukunft mit den Schwächsten unserer Gesellschaft geschieht und werde dafür von Euch verurteilt, als ob ich die Menschheit auslöschen möchte, obwohl ich mich in meinem ganzen Leben um Rücksichtnahme um andere bemüht habe – jetzt mehr denn je.

    Ist es nicht auch unsolidarisch, Artikel bei Amazon zu kaufen, den günstigen Preis für sich zu verbuchen und das Minus im Staatshaushalt in Kauf zu nehmen ?
    Ist es nicht auch unverantwortlich, ein großes Auto zu fahren, das man eigentlich gar nicht braucht und die Luft für uns alle zu verpesten ?
    Ist Gott nicht die nennenswerteste Verschwörungstheorie aller Zeiten und die Bibel nicht die dämlichste FakeNews-Scheiße und sollten wir nicht viel mehr darüber reden ?

    Will sagen, wenn man sich über die eine Sache echauffiert, wo hört dann eigentlich mal irgendwann die Empörung auf ? Und ist dies überhaupt möglich mit dem üblichen SocialMedia-Dreck ?

    Ja, ich gehe auf die Straße und protestiere mit Mundschutz, weil mir nichts anderes mehr einfällt, womit ich meinem Unmut und meiner Sorge Ausdruck verleihen kann.
    Ja, da sind auch ein paar Vollidioten neben mir, die aus ganz anderen Gründen dort sind.

    Dafür kann ich rein gar nichts, auch wenn Ihr anderer Meinung seid.
    Und eine andere Meinung als Eure eigene scheint Ihr nur schwer akzeptieren zu können.

    Dabei seid Ihr doch gute und kluge Leute.
    Euer Rat lautet Aufwachen! und Einmischen!… aber wenn ich das dann in meinem Rahmen tue, steinigt Ihr mich öffentlich dafür.
    Sorry, aber das krieg ich alles nicht mehr übereinander.

    Adieu, machts gut, bleibt gesund und alles Gute… lieber Stefan, lieber Tilo, lieber Hans, lieber Alex, liebe Jenny und auch lieber Paul !

    S.

  7. Zur Heinsberg Studie, auch wenn das Stefan nicht interessiert, eine Zahl wie 1.8 Millionen ohne Fehler anzugeben (was ihr Bandbreite nennt) ist einfach Dilettantismus und würde in keiner Bachelorarbeit ohne Kritik und Notenabzug stehen gelassen.
    Auch daraus eine nicht repräsentative, Zahl irgendwie für “ganz Deutschland” auszurechnen ist einfach absolut Banane, wenn es nicht repräsentativ ist verbietet es sich natürlich das einfach mal auf 80 Millionen Deutsche hochzurechnen.

    Bitte keine sinnlosen Hass auf Personen wie Streek aber dann darf man auch nicht jeden Fehler klein reden.

  8. Zum Gangelt Freiwillgen Diskurs:
    Auf Seiten 4 und 8 des Manuskriptes wird das Anschreiben der Haushalte thematisiert, und dort wird so wie ich das sehe leider nicht thematisiert, wie man mit diesem Bias verfahren ist. Die Zahlen finden sich dann auf Seite 8:

    “For the study, 600 adult persons with different surnames in Gangelt were randomly selected, and all household members were asked to participate in the study. […]. Of the 1,007 individuals participating in the study, 987 individuals were seen in the local study acquisition center in a community school, and 20 individuals were visited in their homes due to age or limited mobility. Complete information from both pharyngeal swabs and blood samples was available for 919 study participants living in 405 households (Fig. 1B).”

  9. Ich bin Hörer der ersten Stunde und habe jeden Podcast verfolgt.Ich mag das Format und die Themen, aber Stefans überhebliche Art seine Meinung über die von Tilo und Hans zu stellen ist seit den letzten 3 Folgen unerträglich.Keine Ahnung ob es andere Hörer auch so empfinden, ich finde es jedenfalls sehr schade.

  10. @LebenversusWürde
    Herr Schäuble hat ja schon immer gern Tabus berührt, bzw. Themen angesprochen, die niemand gern aufwirft oder anstößt, um politisch etwas durchzusetzen, indem er Linien verschiebt oder auf diese Aufmerksam macht. Warum er jetzt Würde über Leben in die Debatte wirft und was er damit erreichen will sagt er nicht explizit. Begründet aber mit dem Grundgesetz, wo der Begriff der Würde hoffentlich und vermutlich näher definiert ist, ich müsste jetzt dort nachschauen. Was Leben ist, ist mit da greifbarer.
    Würde versus Leben mag als juristisches Thema mit Bezug zum Grundgesetz formal juristisch entschieden sein. Wenn dies aber schon mit Bezug zum Grundgesetz entschieden ist, sprich die Würde steht ja wohl nach dem Grundgesetz nach Aussage auch Schäubles über dem Leben, dann hätte ich dies doch auch gern ausgeführt und nicht so allgemein in die Debatte geworfen.
    Wer definiert Würde und wie ist Würde definiert? Das Thema hat Schäuble angesprochen und ein großes mediales und gesellschaftliches Echo erhalten. Teils ist man empört, andere greifen gern nach dem Thema, um eigene Standpunkte zu begründen, keiner lässt sich aber in meiner medialen Wahrnehmung über die Begriffe näher aus. Vielleicht irgendwo in einem Feuilleton, das mir entgangen ist?
    Was heißt denn Würde und insbesondere als Gegensatz zu Leben? Ich habe da nur wage, nebulöse Vorstellungen, wie wohl viele. Würdevolles sterben, aber bitte selbstbestimmt? Würdevolles Leben? Na da wird es schon schwierig in der Definition, und war die Würde bisher immer und überall so wichtig – Stichwort “sozial ist was Arbeit schafft”, werfe ich mal in den Raum – jede Form von Arbeit? Ich würde mir wünschen Schäuble hätte diese Begriffe und was er darunter versteht näher ausgeführt. So wirft er einen Stein in den gesellschaftlichen Thementeich und zieht sich, nachdem er diese Debatte angestoßen hat, beobachtend zurück, aber vielleicht wollte er genau dies?
    Auch die Vielen, die diesen vermeintlichen Gegensatz nun bereitwillig aufgreifen, lassen sich über die Begriffe nicht wirklich aus, oder weiß jemand genau was mit Würde gemeint ist? Was Leben ist, wie gesagt im Gegensatz zu der Alternative, ist für mich klarer. Kann denn jemand Beispiele nennen bei dem Würde vor dem Leben steht, oder ist hier ausschließlich die letzte Lebensphase gemeint ?
    Würdevolles Leben ist für mich sehr schwer zu definieren und bleibt doch subjektiv. Wer entscheidet denn was würdevolles Leben ist und wann sich das Leben der Würde unterzuordnen hat ?

  11. @seven @alexandra
    Wenn ihr Jebsen, Naidoo, AFD, Trump und Bolsonaro für glaubwürdiger haltet als Drosten, Streeck, Johns Hopkins, RKI und quasi alle Mediziner der Welt seid ihr hier wirklich fehl am Platze.

  12. Mein Vater ist gestorben, weil er die Mitnahme in ein Krankenhaus verweigerte, abends lag er dann tot in seiner Wohnung. Dazu kommt, mitzuerleben wie die Traurigkeit meiner Kleinen, die Kita nur von außen zu sehen, täglich mehr von ihr Besitz ergreift und da sie noch keine zwei jahre alt ist, es keine(!) Möglichkeit gibt, ihr die Situation rational begreiflich zu machen. Sie leidet. Stefan ist hier der einzige mit einem Blick auf die Opfer, die die in den Schützengräben vergrabenen Protagonisten scheinbar weder sehen können noch wollen. Für sie gibt es nur „Team Risiko“ und „Team Vorsicht“ – was für eine perfide Einteilung, die ganzen Menschen vergessend, die sich in keinem dieser Gräben befinden. Zum Fremdschämen, wie einfach es sich hier zum Teil gemacht wird. @Seven hat recht, besonders Tilos und Hans’ Beiträge sind Schläge ins Gesicht. Ginge es irgendjemandem um das Wohl der Bevölkerung, hätten wir nicht erst weltweit hungernde Menschen, marode Gesundheitssysteme und Unternehmen, die das „wir“ feiern, aber vorher NIE auch nur einen nennenswerten Cent Steuern bezahlt haben und sich somit für den solidarischen Gedanken per se disqualifizieren. Die werden gefeiert, Tilo sammelt fleißig Spots und vergisst, dass diese Player im System eine tragende Rolle zu dessen Kaputtwirtschaften beitragen und beigetragen haben. Dass FFF nun Stefan als Kopf für eine weitere Front in der eh schon überhitzten und von inhaltlichen Problemen befreiten Debatte installieren wollten, zeigt die gesamte soziale Verwerfung, derer wir nicht mit Hetze oder Lächerlichkeit Herr werden können. Sensibilität war hier das Stichwort. Kann man die Sorgen bitte mal ernst nehmen? Die paranoiden Fanatiker hätten null Zuwachs, würde man sich einfach mal empathisch verhalten. Hier geht es um eine Zuschreibung von Personen zu einem Milieu, die jeder Grundlage entbehrt. Tilos Argument, dann eben auf eine andere Demo. Und die wird dann nicht gekapert? Oder solche Gegendemos wie in Bremen, wo der Interviewte erklärt, es ginge doch um Solidarität! Welch Zynismus. Wie sagt Stefan so schön, wenn er formuliert, dass sich jemand nicht traue, eine Forderung zu stellen? Und im Falle des Gegendemonstranten muss man fragen, ob seine Solidarität ausschließlich den potenziellen Opfern der Krankheit gilt oder ob ihm noch andere Opfer einfallen, die seine Solidarität dringend benötigen. Und Stefan, richtig gut, deine Absage an FFF, so einer weiteren aufgebauschten Front nicht vorstehen zu wollen. Was soll das bringen? Die nächsten zehntausend Tweets mit Witzchen über Aluhüte und Verschwörungstheorien? Das ist so geheuchelt. Die Witze könnte ich annehmen, wenn sich um derer gesorgt werden würde, die echte Anliegen haben. Kita-Kinder 3,7 Millionen. Kurzarbeiter 10 Millionen. Die größten beiden Gruppen an Opfern politischer Entscheidungen und unzählige nicht genannte. Traut euch, Tilo und Hans, zu fordern, dass die Toten (aus Angst vor Ansteckung beim Arzt oder im Krankenhaus), die ruinierten Biografien, die leidenden Kinder eben der Preis sind für die Gesundheit der Bevölkerung! Solang ihr das nicht sagt, ist die Argumentation völlig obsolet und das Belächeln von Spinnern nur noch die Spitze eines Eisberges voller Empathielosigkeit.

    Stefan, Danke für deine wertvolle Arbeit, nur scheint es vergebens, es wird lieber „entertaint“ statt informiert. und mit Entertainment meine ich ebenfalls die Anfeindungen gegenüber ganzer Gruppen von Menschen. Wenn wir uns jetzt jedes Thema von wenigen Lauten klauen lassen, zeichnet das ein deutliches Bild über die Bestohlenen, nicht über die Diebe. War bei „Heimat“ schon so, lieber den Begriff an rechts abgeben und draufkloppen anstatt ihn in der Mitte zu behaupten. Du hieltest als einziger dagegen, den Begriff rechts runterfallen zu lassen.

    Es ist für alle Zuhörer wunderbar nachvollziehbar, wie laufend versucht wird, Stefans Positionen in eine Ecke zu drängen, die sie inhaltlich nicht einmal tangieren. Es wird einfach weder wahr- noch ernstgenommen, dass viele Geschädigte heute(!) eine Stimme brauchen, und sich zurecht fragen, warum sie ständig als gesellschaftliches Risiko bezeichnet werden, trotz dass ihnen gerade der Boden unter den Füßen weggezogen wurde.

    Und @Markus Stefan erhebt sich nicht über die anderen mit seiner Position bzw. Meinung und selbst wenn, ist das in einer Diskussion erträglicher als wenn jemand ausgelacht wird. Er fragt sich, wie viele andere, warum es in dieser gesamtgesellschaftlichen Debatte über unsere Art und Vorstellung von Zusammenleben und Analyse des Ist-Zustandes anscheinend nur einen einzigen Fokus gibt und dieser dreht sich nicht um eine Lösung sondern ums „Fronten bauen“ bzw. recht haben. Du kannst nicht ernsthaft behaupten, dass die Probleme in dieser Krise gleichermaßen ernstgenommen und angegangen werden.

  13. Ich muss sagen es nervt mich immer mehr Stefan diskutieren zu hören. Es ist nähmlich keine Diskussion sondern er drückt anderen seine Meinung auf und andere Meinungen sind falsch. Ein gutes Beispiel für diese lächerlichkeit ist die Diskussion über Überaschungen mit Hans. Laut Stefan ist es “wissenschaftlich” überaschend wenn genau das erwartete eintritt. Ist klar. Anbei der Wikipedia link für Stefan: https://de.m.wikipedia.org/wiki/%C3%9Cberraschung

  14. Halli Hallo Hallöle liebes Aufwachen-Team, liebe Aufwachen-Gemeinde,

    Muss jetzt mal ein paar grundsätzliche Dinge loswerden, die sich am Beispiel dieser Sendung ganz gut darlegen lassen:

    1. Danke, dass es euch gibt. Ihr seid cool und macht insgesamt einen guten Job. Alle.
    2. ABER, 🙂

    Ihr führt leider oft Diskussionen, von denen ihr thematisch wenig Ahnung habt. Das nervt manchmal ein bisschen und wird gerade jetzt in dieser medial monothematischen Coronakriese wiedermal besonders deutlich. Das ist mir auch schon öfter aufgefallen. Andere Thematiken sind hier Ökonomie, Klimawandel und Nachhaltigkeit oder Wissenschaft im Allgemeinen. (Vielleicht (oder wahrscheinlich) fällt es mir bei diesen Themen besonders auf, weil ich mich da gut auskenne, ich bin selbst Wissenschaftler. Zudem Teile ich ein Leben mit Ärzten, was mir bei der Einordnung der derzeitigen Lage sehr hilft.) Aber ihr seid nun mal keine Wissenschaftler, sondern Journalisten und Soziologen. Stefan kommt da wohl noch am nächsten dran, aber auch du bist Praktiker und deine Arbeiten (soweit ich weiß und gelesen habe) sind keine wissenschaftlichen Publikationen mit Peer-review, Methode, Diskussion, etc. Aber bitte korrigiert mich, wenn ich hier was Falsches sage, hab auch nicht alles auf dem Schirm was ihr so triebt. Ein Masterstudium macht noch keinen Wissenschaftler, ich spreche da aus eigner (teils schmerzhafter) Erfahrung.

    Kurz um, euch fehlt leider die Kompetenz, um (in diesem Fall) Corona-Studien richtig einzuordnen. Aber ihr glaubt anscheinend diese Kompetenz aus Interviews mit experten abzuleiten. Das hat zur Folge, dass ihr euch dann, heute waren es Stefan und Hans aber oft sind es auch Stefan und Thilo, in sehr kleinteiligen und detailorientierten Diskussionen verwickelt, die am Ende zu nichts führen und ein bisschen nerven. Oft geht es dabei um Semantik, dabei wissen eigentlich alle genau was gemeint ist, außer euch. Scheinbar. Denn oft habe ich das Gefühl, dass Stefan Thilo mit Absicht wörtlich nimmt und nicht versucht zu verstehen, was Thilo eigentlich meint. Hans hängt sich oft an einzelnen Worten auf, die für die eigentliche Diskussion völlig irrelevant sind und meistens nicht abschließend geklärt werden können. Das finde ich schade, denn es geht wertvolle Zeit verloren über Wichtiges zu reden, womit ihr euch alle sehr, sehr gut auskennt: Medien und Nachrichten.

    Der erste Teil der Sendung war kaum zu ertragen, weil Hans Stefan in weiten Teilen nicht verstanden hat oder verstehen wollte. Ich finde Stefan hat heute brilliert, aber andere sehen das anders, wie man oben lesen kann, daher ein Beispiel was ein bisschen gegen Stefan geht (aber nur ein bisschen): Ob es einen zweiten Lockdown geben wird oder nicht, weiß heute kein Experte, woher will Stefan das wissen. Die Entscheidung darüber ist auch nicht aus rein epidemiologischer Sicht zu bewerten, da eine Epidemie und deren gesundheitliche wie soziale Auswirkungen immer interdisziplinär betrachtet werden müssen und es neben dem Lockdown auch andere Maßnahmen gibt, die ein abflachen der Kurve bewirken können. Nur ist doch völlig klar, dass das hier Stefans Meinung ist. Die kann man teilen oder nicht, aber man muss nicht stundenlang und immer wieder darüber diskutieren. (Zu den Studien in dieser Sendung wurde ja in den Kommentaren oben schon ein bisschen was gesagt und da will ich jetzt nicht mehr weiter drauf eingehen.) Die ganze Diskussion über Freiwilligkeit und Repräsentativität führt doch zu nichts. Es scheint als wollt ihr euch gegenseitig nicht verstehen, was ich komisch finde, da ich euch immer sofort verstehe, alle. Das führt dann dazu, dass ihr euch gegenseitig immer wieder rephrased und korrigiert und wieder rephrased und wieder korrigiert und… merkt ihr was passiert? Das nervt leider echt ein bisschen. (Thilo muss ich da heute ein bisschen ausklammern, da er sich sehr zurückgehalten hat und auch sonst habe ich das Gefühl, dass er sich öfter Mühe gibt die anderen zu Verstehen. Auch finde ich nicht, dass er sich besonders über irgendwen lustig gemacht hat, jedenfalls nicht mehr oder weniger als sonst, was auch die anderen gerne mal machen.) Das ist kindisch und leider fällt dadurch die Diskussion oft auf das Niveau einer gymnasialen Oberstufe. Das konntet ihr früher besser und könnt es immer noch, wenn es um Medienkritik geht. Bitte wieder dahin zurückkehren, die zweite Hälfte war heute besser aber da geht noch was. Da liegt eure Stärke!!! Und gerade jetzt in der Coronakriese wäre das doch mal sehr ergründenswert. Die Medien berichten seit Wochen monothematisch und mit wenig Meinungsvielfalt. Darüber solltet ihr mehr sprechen. Ein Beispiel sind hier die Demos oder wie mit Kritikern des Mainstreams umgegangen wird. Und da meine ich jetzt nicht die Ken Jebsens, sondern eine Vielzahl an renommierten Wissenschaftlern und Politikern, die nicht zu Wort kommen. Es gibt eine relativ kleine Auswahl an Experten, die von den öffentlich-rechtlichen, beispielsweise, herangezogen wird. Warum gibt es da nicht mehr vielfalt? In Raum und Anzahl. Es ist doch klar, dass es zu Demonstrationen kommt, wenn Grundrechte so massiv eingeschränkt werden, aus welchem Grund auch immer. Ich bin darüber eigentlich ganz froh, auch wenn ich mich selbst an solchen Demos nicht beteilige, sollte man nicht einfach 1000de Menschen in die Ecker der Verschwörungstheoretiker stellen. Genau das passiert aber, auch wenn, wie Hans richtig angemerkt hat, nicht nur Rechte interviewed werden, so wird man doch in eine Schublade gesteckt, wenn man im gleichen Bericht zusammengeschnitten wird, Stichwort Medienwirkung. Da wäre doch mal eine Medienanalyse angebracht. Gönnt euch. Im Januar und Februar waren noch diejenigen die Verschwörungstheoretiker (hier als geflügeltes Wort gemeint), die von Ausgangsperren und Kontaktbeschränkungen gesprochen haben. Heute ist es umgekehrt. Das sind doch nicht immer dieselben Menschen. Ich habe in den letzten Tagen in drei verschiedenen Zeitungen einen fast wortgleichen Satz gelesen, dass nur Rechte, Verschwörungstheoretiker und Esoteriker zu den Demos gingen. Gelegentlich waren noch linksextreme dabei. Das waren Drei verschiedene Demos, drei verschiedene Zeitungen. Da fällt es mir schwer zu glauben, dass das alles Pegidatriebe sind.

    Also, Schuster bleib bei deinen Leisten, Ihr seid keine Virologen, Epidemiologen oder Umweltwissenschaftler. Musste das mal loswerden. (Hoffentlich liest das hier jemand von euch und bitte nicht übe nehmen, ist kritik auf hohem Niveau. meistens)

    Macht‘s gut und macht weiter, all in all it’s all good. Danke und Tschau.

    Hab euch lieb.
    Paul

  15. @Tilo

    ich begrüße sehr, dass du mit der kleinen Pause in der gesprochen Sprache genderst – egal was die anderen machen. Ich würde mir wünschen, dass du das auch bei Erzieher*Innen und Lehrer*Innen machst. Weil Sprache prägt das Bild der Leute im Kopf und so

  16. @coronaundschule
    keinen normalen Schulunterricht für 1 Jahr. Na so wird es wohl kommen, wenn kein Impfstoff entwickelt wird. Das in wenigen Wochen Jahre der Entwicklung verloren werden Stefan, nur weil Schule ausfällt? Kinder entwickeln sich auch ohne Schule, die Frage ist nur wo und wie.

  17. @FrauenberufeCorona
    diese Krise lenkt den Blick auf die meistens sehr schlecht honorierten Frauenberufe – Krankenschwester, Altenpflegerinnen, Erzieherinnen, Kindergärtnerinnen, Reinigungskräfte, Arzthelferinnen, Verkäuferinnen etc., die ja auf einmal als systemrelevant erkannt werden.
    Nach dem Zweiten Weltkrieg waren auch die Frauen und deren Berufe gefragt, „Chrisitan Graf von Krockow“ hat ein ganzes Buch mit dem Titel „Die Stunde der Frauen“ über die Rolle der Frauen während der Jahre 1944–1947 im Osten Deutschlands geschrieben.
    Offenbar machen große Krisen die Arbeit und die Rollen der Frauen in unserer Gesellschaft erst besonders deutlich, weil erst in diesen Krisen gefühlt wird, wie existenziell nötig die Frauenberufe für eine Gesellschaft sind. Ohne die Arbeit der Frauen geht eben gar nichts – wie die Gesellschaft in der Corona-Krise und offenbar auch vor 75 Jahren merkt bzw. merkte. Anerkannt wird dies erst teilweise in Krisen und hoffentlich nicht wieder vergessen, besser bezahlt aber immer noch nicht.
    Honoriert wurde die Arbeit in Frauenberufen nie angemessen. Dies sieht man in der Altenpflege, in Krankenhäusern usw. Daher sind dies ja auch Berufe, die meist unterbesetzt sind, was auch zu frühem Tod in Altenheimen und hohen Infektionszahlen und schlechter Behandlung in Krankenhäusern führt und führen kann. Die Diskussion war in diesen Bereichen immer unehrlich. Es wurden lieber aus dem Ausland Frauen für diese Berufe abgeworben, als besser zu bezahlen. Krankenhausleitungen und Betreiber von Altenheimen haben immer fürstlich verdient. Warum also im Zuge des neoliberalen materialistischen Egotrips ausgerechnet auch diese gesellschaftlichen Bereiche privatisiert wurden, ist nicht mehr zu hinterfragen, sondern gehört wieder abgeschafft. Schließlich gehört Kranken- und Altenunterstützung und Pflege zur Daseinsvorsorge, wurde wohl teilweise vergessen, und der Markt würde es vielleicht auch in diesen Bereichen regeln, hätte man ihn nicht gerade in diesen Bereichen mit staatlicher Unterstützung abgeschafft. Stichworte: Import von Arbeitskräften, Hartz IV. Reiche Menschen fliegen sowieso immer in ihre Sanatorien, wenn diese denn eine besser Behandlung haben, was nicht immer sicher ist, teuer sind die immer.
    Mal sehen wie es in diesen Bereichen weiter geht, die Frauen könnten ja auch mal verweigern, wenn sie dazu materiell in der Lage sind. Was dann?

  18. Selten so einen schlechten Stefan gehört.
    Erst sollen die Kitas und Schulen aufgemacht werden, ne halbe Stunde später sagt er, er sei gar nicht so sehr für Lockerungen.

    Erst zitiert er (korrekt) Drosten, dass sinngemäß alle, die schon Mofa fahren können, als Erwachsene zu sehen sind, später dann meint er, dass niemand unter 20J Corona kriegen würde. (Ich kannte eine 15j, die an Corona gestorben ist.)

    Ich könnte die Liste lange weiter führen, stattdessen schreibt ich lieber “Vielen Dank @Hans, dass du Stefan ab und zu zumindest korrigierst. Ohne dich wäre diese Folge echt nicht zu ertragen.”

    1. Ich habe das niederländische Gesundheitsministerium zitiert. Dort gab es keinen positiven Corona-Test bei einer Person jünger als 20 Jahre.

  19. Hey zum “Hygienedemos auslachen ist scheiße” Argument,

    ich muss sagen ich kann Stefans Standpunkt dort überhaupt nicht verstehen. Warum sollen wir uns jetzt mit dem einen DJ solidarisch erklären, der mit verwirrten Leuten gegen alle Schutzmaßnahmen demonstriert?
    Das wäre doch wieder genau das Muster wie bei Pegida und den Flüchtlingen und der AFD allgemein, oder den Umweltschutz fenidlichen Bauern.
    Man hört auf die die am lautesten Brüllen und die krassesten inhumansten Sachen fordern, weil man irgendwie Angst vor ihnen hat und schiebt den ganzen Diskurs in deren Richtung.
    Anstatt sich hinter die hunderte oder tausend DJs zu stellen, die sinnvolles fordern, wie Hilfen für Ihren kultur Bereich, und andere Maßnahmen, die Leuten helfen, sollen wir wieder den Dümmsten und lautesten Schreiern zuhören?

    Ne da bin ich null solidarisch mit, auch nicht mit den Bauern, die Naturschutz per se für Dumm halten. Besser wäre es mit denen solidarisch zu sein die vernünftig genug sind nicht wegen allem Merkel muss weg zu schreien, die brauchen auch Hilfe, und das sind vermutlich wesentlich mehr.

  20. Ich mag den Podcast sehr aber in dieser Folge ist Stefan sehr despektierlich und unsympathisch. Wenn er genervt von Hans Aussage ins Mikrophon schnauft, mache ich den Podcast direkt aus. Schade…

  21. @Paul42: Warum macht man sich denn mit einer Personengruppe solidarisch, wenn man sich nicht über sie lustig macht?

    Wenn man geardade den Diskurs nicht sucht und die Argumente nicht widerlegt, spielt man doch der Empöhrung in die Karten. Das hilft wenig, denke ich.

    Eine differnezierte Betrachtungsweise hilft im Leben hingegen oft weiter.

  22. @paul43
    Da hast du natürlich recht, aber ich fordere auch genau das ein und dazu gehört halt auch nicht immer nur auf die am lautesten und am Merkel feindlichsten schreienden Leute zu schauen, spezifisch hatte Stefan ja für dies Hygienedemonstanten Verständnis gefordert.
    Und das ist worum es mir ging, andere Leute, die nicht mit Nazis und Verschwörungstheoretikern auf Demos gehen haben auch Mitgefühl verdient und Interesse und dort ist es auch besser aufgehoben als bei den AFD-, Reichsbürger-, Windkraftgegner- und 5G-Hippies.
    Ein Beispiel: Lieber nicht mit dem Spinner DJ diskutieren ob alle Maßnahmen weg müssen, lieber mit dem coolen DJ reden, der Druck auf die Regierung machen will, dass der Kulturbetrieb unterstützt wird und trotz Corona-Maßnahmen überlebt.

    Man hat nur endlich Zeit und die immer und immer wieder dem “Diskurs” (der eigentlich auch immer auf taube Ohren trifft..) mit Ideoten zu verwenden ist, meiner Meinung nach Zeitverschwendung.

  23. @Paul 42:

    Ich bin da in weiten Teilen bei dir. Allerdings sehe ich einen unterscheid zwischen Diskurs und Diskussion. Mit Menschen zu diskutieren, die ein festgefahrenes Weltbild haben funktioniert fast nie. Absolut richtig. Nur, der Diskurs wird ja nicht mit ihnen, sondern über sie geführt. Das wiederum vor allem über die Medien, die m.E.n. tatsächlich in diesen Fällen sehr undifferenziert und einseitig berichten. So habe ich Stefan auch verstanden. Und die großen Medien konzentrieren sich eben vor allem eher auf die Schreihälse als auf fundierte Kritik. Sonst müsste man ja auch anfangen auf Inhalte einzugehen und dann wird einem wohlmöglich noch klar, dass man ein wenig voreingenommen berichtet. Ich finde, für diesen Podcast sollte vor allem diese Art und Weise des öffentlichen Diskurses diskutiert werden.

  24. @Dialogonsagt Andere sind Inhalte und Taten wichtiger als sinnlose Symbolpolitik, die allen schadet und niemandem hilft. Oder kannst du einen Vorteil davon nachweisen?

    Hat ein einziger Mensch ein besseres Leben, weil man Nachrichtensprecher, linke Politiker und Tilo Jung jetzt schlechter versteht?

    Nein? Dachte ich mir.

  25. @Ernst Wolf
    FrauenberufeCorona? Lass das die Krankenpfleger, Handwerker, Lieferanten, Müllwerker, Bauarbeiter und Taxifahrer nicht hören. Die werden in ihren geilen Berufen mit astronomischen Gehältern und gesellschaftlicher Anerkennung sonst überheblich. Oder wieviele der Menschen, die dich zuhause beliefern sind weiblich?

  26. 52:39

    Die rechtsichere Formalisierung erscheint mir weniger ein Problem, gerade in Frankfurt z.B. wird wohl Großteil der Alleinerziehenden mit Kindergartenkind einen Hartz 4 Bescheid haben, ob als Vollbezieher/in oder Aufstocker/in.
    Da hätte man schonmal anfangen können.

  27. 2:22:57 Schayani Kommentar/ Menschenwürde/Supergrundrecht Leben

    “Wie viel sind wir bereit als Gesellschaft auf uns zu nehmen um Leben zu schützen”
    Das stieß mir jetzt zu sehr auf um es zu ignorieren, es ist innerhalb dieser Demokratie geradezu ihr Kern dass die Mehrheit nicht über den Nutzen und die Wertigkeit des Lebens einer oder mehrerer Minderheiten entscheidet weil es sie zuviel kosten würde.

    Und Stefan, der Menschenwürde wird das Leben nicht untergeordnet, jeder persönlich trifft höchstens eine konkordante Abwägung in jedem Einzelfall wann er sein Leben für nicht mehr weiter erträglich hält und selbst dann ist es nur straffrei wenn es maximal ein assistierter Suizid ist.

    Denn gleichwohl hat keine zwei Monate nach dem BVerfG Urteil dass diese endlich ermöglichte der BGH letztes Jahr klargestellt dass “Das menschliche Leben aber sei ein “höchstrangiges Rechtsgut und absolut erhaltungswürdig”, so die Richter. “Das Urteil über seinen Wert steht keinem Dritten zu. Deshalb verbietet es sich, das Leben – auch ein leidensbehaftetes Weiterleben – als Schaden anzusehen.”” [1]
    Auch wenn es hier um den Schaden aus zivilrechtlicher Sicht ging, stellt es meiner Ansicht nach eine nicht zu durchbrechende Leitplanke öffentlich rechtlicher Entscheidungen da, wie wir es hoffentlich irgendwann in der durch die in der letzten Folge angesprochenen -mutmaßlich aber was sollte es anderes sein, es gibt sie schließlich auch in AT [2] – Amtshaftungsklage der Ischgl Infizierten bestätigt bekommen.

    Würde mich zumindest nicht verwundern, wenn die BGH Entscheidung dort zitiert würde.
    Das diese Gegenposition zu Schäuble, Palmer und Luschen Laschet bisher nicht annähernd aufkam in dieser Folge gefällt mir zumindest gar nicht.

    [1] https://www.lto.de/recht/hintergruende/h/bgh-vizr13-18-leben-als-schaden-urteilsgruende-behandlungskosten-schadensersatz/
    [2]https://www.oesterreich.gv.at/lexicon/A/Seite.992432.html

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