A!402 – Dummer Zug

Freitag, 27. September 2019, 14:36 Uhr

Wie viel Geld fehlt uns eigentlich für guten Klimaschutz? Antwort: Keins. Folgt man den Börsennachrichten, haben wir in Deutschland “Anlagenotstand”. Wir wissen nicht wohin mit der Kohle. Thomas Piketty fordert für Frankreich eine Vermögenssteuer bis 90 Prozent. Hierzulande wirbt Peter Altmaier für eine Klimaanleihe und Saskia Esken für eine Erbschaftssteuer. Wir schauen uns heute nochmal querbeet von den Klimanachrichten bis zu den SPD Regionalkonferenzen durchs Programm. Danach beginnt Mathias mit den musikalischen Nachrufen auf Trump und wir hören eure Audiokommentare.

Wir danken unseren Produzenten Martin, Georg, Anonym, Lewin, Martin, Simone, Miriam, Fabio, Erika, Robert, Mariella, Ingo und allen unseren Unterstützern.

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12 Gedanken zu „A!402 – Dummer Zug“

  1. Schon heftig gewesen der Greta Auftritt bei der UN. Ich verstehe aber auch ehrlich gesagt die Welt nicht mehr, in der ein solcher überhaupt möglich ist.
    Man stelle sich das mal vor nur 10 Jahren vor oder auch heute noch bei jedem anderem Thema.

    Weswegen ich das erwähne? Vor 2 Wochen saß ich mal wieder sauer wie Greta da und sagte: “Ihr habt Schröder gewählt, und das werde ich Euch nie verzeihen.” zu einem jahrzehntelangen Freund meiner Mutter auf deren Geburstagsfeier da er ja Fördern und Fordern, Schröder und die gesamte Agenda 2010 noch meinte verteidigen zu müssen.

    Für jemanden der als Behinderter Sohn jener alleinerziehenden Mutter in Hartz4 aufgewachsen ist, natürlich ein Hohn.

    Zumal noch weil ihre Bemühungen des Aufstockens nur mit Bescheidwirwarr und Rückforderungen bedankt wurden, da die Jobcenter regelmäßig nicht schnell genug gearbeitet hatten um rückwirkend den Lohn des vorangegangen Monats mit den Leistungen des aktuellen Monats zu verrechnen und deswegen “zuviel” überwiesen, was man halt aber auch nicht merkt wenn das zuviel eh zu wenig ist.

    Die regelmäßigen Bescheide in denen dann für mich 0,00, 0,05 € oder ähnliche Summen drinnstanden sind mir immer noch in besonders toller Erinnerung.
    Mutter gab sie mir erst letztens zum schreddern und zusammen waren wir 2010 da raus. Solange hat sie noch die letzten angeblichen Überzahlungen abgestottert…weil das immer noch einfacher war für sie als sich dagegen zu wehren.
    Aber nein, die werden aufbewahrt, “Aufbewahren für alle Zeit!” als Dokument der Schande dieses angeblichen Sozialstaats.

    Insofern, ich habe keine Kinder, ich werde keine mehr haben, dafür hat dieser Staat gesorgt, nicht zuletzt auch die Eltern der Kinder, Jugendlichen und Tweens die jetzt für den Klimaschutz und ihre Zukunft demonstrieren.

    Aber was soll mich jetzt im Gegenzug deren Zukunft interessieren, denn die meine hat ihre Eltern, Großelter etc. auch nicht interessiert.

    Um eine Hartz 4 Empfängerin aus Berlin aus jüngerer Vergangenheit zu zitieren:„Im Winter ist mir mein warmer Arsch wichtiger als saubere Luft.“
    https://taz.de/Oekobilanz-und-Einkommen/!5624373/

    Gut im Gegensatz zu ihr wohne ich nicht in Berlin und brauche mein 21 Jahre altes Auto, hätte ja gerne vor einigen Jahren ein Neueres und spritparenderes gekauft, aber die fehlten ja damals und fehlen heute noch auf dem Markt, dank 2009er Abwrackprämie.

    “DANKE MERKEL!”

  2. Wenn zu hohe Mieten schuld daran wären, dass sich die Menschen nicht gegen die Klimakrise wehren, dann hätten wir sowieso schon verloren. Denn im überwiegenden Rest der Welt ist der Wohlstand noch geringer. Aber die Behauptung ist zum Glück Quatsch, wie man ja auch letzten Freitag gesehen hat, wo auch Menschen in Uganda, Kenia, Indien, Philippinen, Tunesien, Mexiko usw. auf die Straße gingen. Das sind nicht die Menschen mit den niedrigen Mieten, die Zeit haben, sich über das Klima zu informieren, sondern die, die Konsequenzen ziehen aus dem, was wir alle längst zu genüge wissen.

  3. @Dreseden
    Na ja Stefan, nichts gegen Dresden, das ich nur aus DDR Durchfahrt nach Prag kenne, und nichts gegen deinen “Ossi” – Lokalpatrioten-Werbeblock, aber………
    kennst du andere ehemalige deutschsprachige Residenzstädte wie München, Hannover, Würzburg. Passau, Potsdam etc. wirklich oder ist dein Lokalpatriotismus mit dir durchgegangen.

  4. @dissen
    hab ich jetzt gegoogelt, da ich keine Idee hatte was dies bedeuten soll – hatte die Assoziation – disziplinieren oder so,
    nette Peergroup – Sprache, dachte ich auch

    wiki meint:
    Dissen (Umgangssprache)

    Dissen ist ein jugendsprachliches Verb (von englisch to diss (von to disrespect, bedeutet so viel wie (jemanden) „schlechtmachen“, „schräg anmachen“, „respektlos behandeln“ oder „schmähen“)). Seit 2000 ist das Wort dissen im Duden verzeichnet.[1]

    Ursprünglich ein Jargon-Ausdruck aus den Vereinigten Staaten, kam das Wort nach Europa und in den deutschen Sprachraum – über die Hip-Hop-Szene, in der sich das Dissen zu einer eigenen Stilrichtung entwickelte, dem Battle-Rap. Im deutschsprachigen Raum gewann das Dissen in den frühen 2000er Jahren stark an Popularität.

    Einige Rapper drücken ihre (vermeintlich) schlechte Beziehung vor allem zu anderen Rappern durch sogenannte Diss-Tracks aus. Auch kommerziell erfolgreiche Rapper wie Bushido, Sido oder Fler lieferten sich untereinander langjährige Fehden, die durch explizite Beleidigungen und Drohungen befeuert wurden.[2] Beobachter sehen die wechselnden Allianzen und Feindschaften als Marketinginstrument.

  5. Hallo,

    ich habe eine Anmerkung zur Pendlerpauschale. Ihr sagtet: “Die Leute ziehen ja nicht extra weg”. Ich kenne genau solche Leute. Es kommt auf die Umstände an, ja. Aktuell wird aber eben mit der Pendlerpauschale gerade nicht der soziale Notfall gefördert. Lest mal http://www.foes.de/pdf/2016-10-Themenpapier-Entfernungspauschale.pdf, das ist eine ganz gute Zusammenfassung. Darin z.B. auf Seite 2: wer am meisten pendelt. Das sind eher die reichen (gut verdienenden) Leute. Dazu kommt, dass sich Gutverdiener viel mehr sparen. Durch die Progression sparen sie viel mehr, wenn sie Kosten steuerlich geltend machen. D.h. wir geben jährlich 5.1 Mrd. € aus (https://www.umweltbundesamt.de/themen/wirtschaft-konsum/wirtschaft-umwelt/umweltschaedliche-subventionen#textpart-3) um in der Mehrheit die Pendelstrecken von Besserverdienern zu fördern.
    Der Artikel formuliert die Frage, “ob Arbeitswege beruflich oder privat veranlasst sind” und was sonst noch in welche Kategorie fällt. Das ist für mich die Zentrale Frage für diese Bewertung.
    vg

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