A!283 – Besuch beim SPIEGEL

Freitag, 30. März 2018, 10:00 Uhr

Seit mehr als dreißig Jahren ist Klaus Brinkbäumer in Amerika unterwegs. Als Schüler spielte er dort Volleyball, als Student verbrachte er eine Nacht beim Sheriff, als Journalist wurde er von George Clooney in New York zum Essen eingeladen. Und heute schreibt er seinen “Nachruf auf Amerika”. Wir fragen ihn, wie viel die neue Stimmung mit Trump zu tun hat und ob der Zeitgeist als nächstes Abschiedsbriefe an Europa hervorbringt. Außerdem wollen wir von ihm als SPIEGEL-Chefredakteur wissen, wie er selbst seine Interviews mit Obama findet und warum ihm zu Ramstein nichts einfallen wollte.

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14 Gedanken zu „A!283 – Besuch beim SPIEGEL“

  1. Münkler, Ischinger … transatlantische Beziehungen… och nee, ist das mal wieder abschreckend schon in den ersten Minuten.

    Ich habe dazu eine Verschwörungstheorie:

    Immer wenn bei einem großen Medium mit Millionenpublikum ein Whistleblower wie Snowden auftaucht oder gegen einen US-Krieg geschrieben wurde wie damals beim Irakkrieg – dann wird danach sauber gemacht, damit das garantiert NICHT mehr passiert. Dann kommen die stromlinienförmigen Karrieremenschen.

    Außerdem kann niemand diesen Transatlantiker für voll nehmen, wenn er erzählt Amerika steige ab WEGEN Trump. Trump ist ein Symptom der verfehlten Politik seiner Gilde. Das ist so wie mit den Börsengurus oder früher im römischen Imperium haben sie aus Tierknochen gelesen und den Vogelflug beobachtet. Da wundern die sich noch, warum ihre “Fakenews”-Kreation ihnen selbst ins Gesicht geworfen wird.

  2. Ab Minute 39
    Die NRA erleben wir nicht erst jetzt Bowling for Columbine war vorher, es findet immer noch statt: wäre die richtigere Aussage.

    Medial erlebt werden Bilder von jungen Demonstranten: diese sind wichtig.
    Auch : “the black man did it” ist Bowling for Columbine.

    Alles schon Thema gewesen.

    Bowling for Columbine bekommt den Dreh über Marylin Manson über die Medien hin zur Kapitalismus und Konsumkritik.

  3. Minute 46
    Rassismus in Europa und Russland
    Das sichtbare soziologische Phänomen dass eine Gruppe durch Abgrenzung gegenüber einer anderen Gruppe versucht sich besser zu fühlen oder Opfer werden um besser Täter sein zu können.

    Es braucht wohl wieder Feindbilder, nur warum? Wegen Armut und wirtschaftliche Chancenlosigkeit? Dem Gefühl ungerecht behandelt zu werden? Und nach Unten treten ist einfacher als nach Oben?!
    Nicht die mit wirtschaftlicher Macht und Einfluss werden ausgegrenzt und attackiert sondern die Armen und Schwachen. Also Flüchtlinge oder Minderheiten die anders sind wie Schwule.
    Nicht die Wirtschaftsführer werden kritisiert sondern die Regierenden? Merkel muss weg?

    Wo sind die guten Wirtschaftsführer und Mächtigen wie Elon Musk die für eine gute Politik stehen?

    Wenn doch klar ist das alle Politik Wirtschaftspolitik ist dann jemanden der scheinbar wirtschaftliche Kompetenzen besitzt wie Trump …

  4. Medien, neue Medien Internet: Ist es so das es Echokammern sind oder werden Menschen tatsächlich vom Gegenteil überzeugt, wenn sie das Internet bzw. soziale Medien nutzen Nachrichten und Werbung erhalten? Nein sie haben die Werbung zur Wahl erhalten die ihnen gerecht wurde. Was wir jetzt also sehen durch die Vernetzung sind die Gruppen mit ihren Einstellungen und Meinungen die es immer schon gab – nur jetzt werden sie sichtbar. Der Rassismus die Ängste usw. keine nicht vorher schon Vorhandenen Meinungen und Einstellungen werden durch das Netz geschaffen es war alles schon da, jetzt wird es halt sichtbar.

    Der Schritt zum ändern von Einstellungen und Meinungen ist noch nicht passiert.

  5. Thema Russland und die Wahl von Trump:
    Mir kam es so vor als wäre die Nachfrage nach Beweisen unangenehm für Herrn Brinkbäumer….
    Mich hätte interessiert wie er an die Geheiminformationen heran kommt …
    Bekommt er Besuch wird er Eingeladen ?????
    Und zu Trumps Lügen würde ich gerne die 3 größten von Herrn Brinkbäumer hören….
    Gutes Interview … ihr sollte öfter mal zu zweit antreten….

  6. Guten Tag,
    schon interessant das Interview mit Herrn Brinkbäumer, aber warum erwähnt Ihr oder Klaus Brinkbäumer nicht das Emmanuel Todd (das ist der, der den Zusammenbruch der Sowjetunion in seinem Buch La chute finale von 1976 vorhersagte ), 2003 unter dem Titel “Weltmacht USA ein Nachruf” bereits einen Nachruf auf die USA veröffentlicht hat ? Zumindest Stefan als Soziologe sollte den Titel kennen, Klaus Brinkbäumer hat den Titel nur leicht verändert übernommen, zitiert das Buch in seinem Buch aber nicht ?1?

    Gruß

    Ernst – Otto Wolf

  7. Hat mir sehr gut gefallen! Klasse! Immer wenn mir was unklar war oder sich mir die Stirn runzelte bei Herrn Brinkbäumers Ausführungen kam auch gleich eine Nachfrage oder Einwand von euch. Packend. Kraftvoll! Nicht locker lassend. Da können sich so einige eine dicke Scheibe von abschneiden. Leute hört euch das an. So wirds gemacht!

  8. Es gibt eine zentrale Frage die Trump aufwirft, die Tray Parker und Matt Stone in ihrem Film “Team America” auch stellen: Sind Politiker Schauspieler, die Reden halten?
    Wenn die Umfragewerte die Quoten sind dann ist dem so.

    Wenn, aus kapitalistischer Sicht, alle Politik Wirtschaftspolitik ist warum nicht Leute aus der Wirtschaft zu Politikern machen?

    Trump zeigt wie fatal es ist nicht über Politik sondern über Personen zu sprechen.

  9. Schon wieder so ein smarter supervernetzter Transatlantiker, der vorgibt “links liberal” zu sein – was auch immer das aus diesem Munde heißen soll. Schade, dass es dazu (wie zu vielen anderen Floskeln leider auch) keine Nachfragen zu semantischen Begriffs(er)klärungen á la aktueller Spiegel-Agenda gab. Das immerhin hätte vielleicht wenigstens etwas zur Aufklärung in Sachen “Selbstverständnis eines Chefredakteurs der Mainstream-Medien” beitragen können.
    So ist es leider ein oberflächliches (fast schon anbiederndes) Geplauder über ein “dickes Buch mit einem langen Bart” geblieben. Ist Euch kein besserer/wichtigerer/aktuellerer Grund für gerade dieses Interview eingefallen? Oder sollte das ein “belanglos-cooles-unter-Kollegen-Gespräch” in der Manier der unzähligen Polit-Talk-Shows der Mainstream-Medien mit dem entsprechenden Selbstdarstellungsanteil der Moderatoren sein? War das dann auch der Grund dafür, dass es keine wirklich wichtigen/kritischen Fragen zur (staatstragenden) Verantwortung der Medien in kriegstreiberischen Zeiten voller medialer Halbwahrheiten und Manipulationen gab?
    Das ganze Interview macht den Eindruck, als wenn es entweder schlecht vorbereitet war oder nur bestimmte Fragen/Themen zugelassen waren (?). Man hat den Eindruck, dass es deshalb auch keine (Nach-)Fragen gab bezüglich der “links liberalen” Friedensbotschaft und der “großen Sorge um die Demokratie” des Chefredakteurs eines Medien-Pakets, welches sich ja nachwievor als großer Wahrheitsverkünder und journalistischer Gralshüter versteht (https://www.rubikon.news/artikel/die-erleuchteten).
    Hier wären sowohl zum Spiegel selbst als auch zum angeblich so “frischen Bento-Konzept” (???) viele wichtige/kritische Fragen gerade in Bezug auf die Art und Weise der Berichterstattung zu Nato-Osterweiterung/Russland/Putin und auch zu verschiedenen Demokratie- und Friedensbewegungen/-initiativen vonnöten gewesen. Denn Bento ist einfach nur ein weiteres Stück medialer/journalistischer Manipulationsmüll. Und der Spiegel ist ein unerträgliches Hetzblatt gegen Russland. Vielleicht solltet Ihr Euch u.a. mal Vorträge/Vorlesungen/Veröffentlichungen von Prof. Rainer Mausfeld, Eugen Drewermann, Dr. Daniele Ganser u.v.a. anschauen/anhören, um auf ein paar wirklich wichtigen Fragen (natürlich unterlegt mit den konkreten Beispielen aus dem Spiegel) zu kommen, die man einem Chefredakteur des Spiegels endlich mal stellen sollte/müsste. Wäre spannend zu sehen/hören, ob er dann auch noch so smart bliebe.

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