A!282 – Jammerossis

Dienstag, 27. März 2018, 13:49 Uhr

Wir staunen! Hans-Werner Sinn, Heiner Flassbeck, Markus Preiß – alle erzählen uns, dass Trump recht hat und Deutschland unfair im Welthandel mitmischt. Peter Altmaier meint jedoch, dank ihm sei der “Gesprächsfaden” nicht abgerissen – und man könnte ja mal in aller Freundschaft über 200+X Milliarden Importdefizit reden. Gut! Was in den Tagesthemen zu Facebook gemeldet wurde: nicht gut! Ansonsten: Die schwarz-rot-goldene Null Olaf Schäuble steckt sein Feld ab. Mieten bleiben teuer. Der Wolf bleibt hungrig. Und der Osten bleibt vergessen. Warum auch nicht?

Wir danken unseren Produzenten Henry, Birgit, Louis, Philipp, Philippe, Rene, Jan, Katharina, Lydia, Patrick, Steven, Jens, Arne und unseren Unterstützern Christoph, Franz-Felix, Philipp, Hauke, Nina, Marcel, Sandra & Aaron, Julian, Lorna, Andreas, Anatol, Jonas, Lars, Fritjof, Silke, Alexander, Felix, Christine, anonym, Ivon, Hans-Georg, Jens, Steve, Florian, Alexander, Jan, Peter, Moritz, Anonym, Johannes, Christoph, Sebastian, Florian, Raphael, Bernhard, Rene und Kay.

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16 Gedanken zu „A!282 – Jammerossis“

  1. In meinem Heimatsender WDR äußert sich Jörg Schieb mehrmals die Woche zu digitalen Themen. In all den Jahren habe ich dabei keine Aha-Erlebnisse gehabt. Manchmal glaube ich, der benutzt noch Windows.

  2. Hi
    Ich finde es manchmal respektlos von Stefan wenn er Tilos arbeit vollkommen untergräbt. Tilo macht teilweise sehr gute Interviews ubd Stefan schaut sich das ganze trotz mehrmaliger Empfehlung von Tilo nicht an.(Uganda usw.)
    Ansonsten beide top leistung mit dem podcast.

  3. DSL: Wenn man Kupfer auf der letzten Meile einsetzt sind erreichbar:
    50 MBit/s ohne Vectoring
    400 MBit/s mit Vectoring (bei Huawei in der Entwicklung)
    Stefan, manchmal hast Du ganz schön viel Meinung für so wenig Ahnung.
    Das Hauptproblem von Vectoring liegt weniger darin begründet, dass es die Umrüstung auf Lichtwellenleiter hinauszögert. Das Hauptproblem liegt darin, dass die Konkurrenten die in vectoringfreies VDSL investiert haben, aus dem Verteilerkasten herausfliegen. Vectoring behindert den Wettbewerb und die Telekom geht strategisch vor, in welchen Regionen sie Vectoring zuerst anmeldet/ankündigt.
    Übrigens wird für Vectoring kein Kupfer verlegt. Der Sinn von Vectoring liegt darin, die alten bereits liegenden Kupferkabel weiterverwenden zu können. In Neubaugebieten, in denen sowieso gegraben werden muss, jetzt noch auf Kupfer zu setzen, ist ein Megafail. Mir ist (bei zugegeben wenig Einblick in die Neuinstallationen) kein Gebiet bekannt, in dem Kupfer noch neu verlegt wird. Aber diesbezüglich lass’ ich mich gerne korrigieren.
    Stefan: Die Installation von Vectoring erfolgt durch Austausch der Elektronik im grauen Kabelverzweiger und durch Nutzung von Vectoring-fähigen Modems beim Endkunden. Die alten Kupferkabel werden weiterverwendet.

  4. Bezüglich der Facebook Debatte frage ich mich immer, wo die ganzen Chat/Forumsmoderatoren geblieben sind? Früher wurde ein Forum oder Chatraum ruckzuck stillgelegt, wenn es keine Moderatoren hatte.

  5. @ Maarqs
    Ich dachte auch, ich höre nicht richtig, als Stefan von 400 Mbit/s mit normalem Kufperkabel ohne Vectoring (glaubt er bei 25:50) sprach. Da musste mir etwas entgangen sein. Bisher waren bis zu 50 bzw. neu bis zu 100 Mbit/s mit VDSL2 (=Vectoring) möglich. Das allerdings auch nur auf einer anfänglichen Länge von 300 Metern. Schon nach 1000 Meter liegt das nur noch bei 80 Mbit/s und bei 2500 Meter ist man dann wieder runter auf ca. 30-40 MBit/s.
    Das Kupferkabel in der Erde für Telekommunikationszwecke ist nicht mit einem modernen CAT.7-Kabel zu verwechseln, das über 4 Adernpaare insgesamt bis zu 10 Giga-Bit/s schafft. Vielleicht kommt das Mißverständnis aus der Ecke.

    Aber wie Du schon sagtest ist das Problem eben gerade nicht, ob da jetzt 10 oder 20 MBit plus oder minus bei Vectoring sind. Sondern darin, dass es nur einen Betreiber des Kabels geben kann. Vectoring benötigt eben genau einen gemeinsamen elektrischen Anschlußpunkt für jedes Kabelbündel. Da geht es eben nicht, wie ohne Vectoring, dass einzelne Adernpaare für einen anderen Betreiber in einen Nebenschrank ausgeleitet werden.
    Und damit fliegen in den Telekom-DSLAMs (die grauen Kästen) alle anderen Provider raus. Mit der recht skurril anmutenden Konsequenz, dass Leute aus einem 50MBit-Vertrag bei Betreiber X rausfliegen und bei der Telekom dann nur noch 16 MBit (ohne Vectoring) bekommen. Nachzuhören zum Beispiel in Logbuch Netzpolitik LNP247 “Infrastruktur-Rückbau in Deutschland) https://logbuch-netzpolitik.de/lnp247-lastesel-mit-glasfaseranschluss

  6. Wenn ich mir als nicht Ossi mal einen Kommentar erlauben darf zur Vetokratie, mir scheint ein gewisser Widerstand mag dort durchaus angebracht sein und sei es nur um eine einzige kolportierte Ungerechtigkeit zu lösen, die der in der DDR geschiedenen Frauen:
    http://www.verein-ddr-geschiedener-frauen.de/ .

    Hier zeigt sich ausweislich der Zahlen und des einen Berichts aus dem äußeren Mainstream der mir im Kopf hängt, ich aber nicht mehr finden kann, dass sich die BReG mal wieder ihrer widerlichsten Taktik bemüht: Des Aussitzens bis alle Betroffenen VERRECKT sind -hier passt gestorben einfach nicht.

    Dieselbe Taktik die wie mir scheint auch bei den Entschädigungen für die Opfer des §175 STGB angewendet wurde/wird, sonst hätte man ja schließlich gleich bei dessen Abschaffung die Konservierung der Akten mit beschlossen, ging bei fremden politischen Verbrechen der DDR ja schließlich auch.

  7. “wir haben einen neuen Ostbeauftragten”, als hätten wir 1998.

    Da hier immer wieder aufgeführt wird, wie einseitig protektionistisch Deutschland vorgeht, mal ein Gegenbeispiel aus dem Handelsrecht: https://de.wikipedia.org/wiki/Wertpapiererwerbs-_und_Übernahmegesetz

    Vielen vermutlich noch als Thema in Bezug auf der Übernahme von Hochtief als Schlagwort im Gedächtnis, siehe
    http://www.ma-review.de/magazin-ma-review/inhaltsverzeichnis-aktuelle-ausgabe/jahrgang-2011/apr/standpunkt.html oder http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/unternehmen/uebernahme-des-baukonzerns-hochtief-acs-nimmt-huerde-von-30-prozent-1582875.html

  8. @ Laura – Leistungssportlerin
    Wie kommst du darauf das Doping nur mit Staatshilfe möglich ist ?
    Man braucht doch nur ein Labor und eine Arzt und schon ist es möglich Dopingmittel zu testen…..
    Wie die Dopinglabore testen ist doch bekannt bzw. die Werte die nicht überschritten werden dürfen.
    So lange es um viel Geld und Prestige geht wird es schwierig mit “sauberen Sport”.
    Ich finde das System ein wenig merkwürdig…hier ein alter Fall…
    http://www.zeit.de/sport/2010-10/doping-ovtcharov-kommentar

  9. Ich möchte Maarqs vollkomen recht geben und noch eine Kleinigkeit beisteuern. Ein entscheidendes Problem bei Vectoring ist auch die Distanz vom Verteilerkasten zum Anschluss. Die “letzte Meile” ist leider oft etwas länger. Ab ca. 600m vom Verteilerkasten nimmt die Kapazität der Leitzung stetig ab. Und jetzt könnt ihr ja mal auf eurere Straße schauen, in welcher Distanz solche Verteilerkästen gebaut sind.
    Außerdem steht außer Frage, das Kupferkabel nicht ausreichen um den Kapazitätsbedarf der Zukunft zu decken. Vectoring kann lediglich eine Übergangslösung sein, wird aber gerade als Lösung des Problems bezeichnet. Das begreifen alle Länder, nur nicht Deutschland. Viele Dritteweltländer haben heute einen besseren Internetanschluss als Deutschland. Veco

  10. Zum Thema Breitbandausbau:

    Ich wollte in dem Zusammenhang mal auf eine Initiative / Projekt meines Landkreises, den Main-Kinzig Kreis in Hessen, aufmerksam machen. Hier hat der Kreis, durch Gründung einer GmbH, den Ausbau selbst in die Hand genommen, nachdem bei einer europaweiten Ausschreibung keine Firma den flächendeckenden Ausbau garantieren konnte. Nach dem Ausbau vermietet die GmbH das Netz an einen Anbieter und holt so die Kosten für das verlegen der Glasfaserkabel nach und nach wieder rein. Klar kostet das auch Steuergeld und wird auch vom
    Land bezuschusst, jedoch ist das Geld hier gut und Sinnvoll investiert.

    Mehr Infos zu dem Projekt unter: http://www.breitband-mkk.de

  11. Zum Thema “Jammerossis” mehrere Anmerkungen:
    1. Die “Wiedervereinigung” war keine Vereinigung, es war eine friedliche Annektion. Ausnahmslos alle Errungenschaften der DDR (Beispiel: Mütterrente, Poli-Kliniken, “spielerisches” Englisch ab Klasse 3, Mathematisch-technisch-naturwissenschaftliche “Spezialschulen”) wurden abgeschafft und in einem Akt beispielloser Arroganz ersetzt. Dass viele ehemalige DDR-Bürger sich auch (aber nicht nur) deswegen von je her als Bürger zweiter Klasse fühlen, als “Gefangene” im eigenen Land, die gegen die Obrigkeit aufbegehren, sollte nicht überraschen. Dass die DDR von der BRD als Quelle billiger Arbeitskräfte missbraucht wurde (quasi ein “persönlicher Niedriglohnsektor”), ist historisch gut genug dokumentiert.
    2. Frau Merkel ist keine “Ossi”. Wie Johann Wolfgang von Goethe wurde sie im “Westen” geboren und hat im Osten Karriere gemacht. Allgemein ist ihr Werdegang in der DDR irritierend. Dass eine Pfarrerstochter (die als “kirchliches Kind” in der sozialistischen DDR eher als “Systemfeind” gesehen wurde), in Moskau studieren durfte, ist nicht erklärbar – außer durch ein an Verschwörungstheorien grenzendes Maß an “Beziehungen”.

  12. Hallo Tilo, hallo Stefan…
    Noch eine Anmerkung zu den Hotelbesitzern mit den Datenproblemen. Die haben ja jetzt “nur Kupfer” und daher oft keine Verbindung oder eine gaaaaanz langsame.
    Soso – vielleicht liegt der Fehler hier doch noch woanders ?
    Und insbesondere: wenn ich schon so eine flakey Leitung habe, weshalb betreibe ich dann meine Webseite / mein Buchungssystem nicht auf einem gehosteten Server, sondern vom Hotel aus, wie sich das anhörte.
    Das Beispiel ist echt grotesk – das sieht total konstruiert und unglaubwürdig aus.
    Ansonsten weiter so – bin erst vor Kurzem auf euren podcast aufmerksam geworden und mich schon köstlich amüsiert.

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