A!426 – Drostspende

Dienstag, 17. März 2020, 17:48 Uhr

Bleibt zuhause, schaut brav die Nachrichten und eure Lieblingsserien, hört Christian Drostens Coronavirus Update, lernt das fernmündliche Gespräch wieder zu schätzen und zeigt euch solidarisch mit allen in eurer Nähe – bei 2 Meter Abstand!

Wir danken unseren Produzenten Christian, Alexander, Kolja, Maria, Raminta, Matthias, Rene, Sascha, Clemens, Dennis, Samuel, Alexander und allen unseren Unterstützern.

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6 Gedanken zu „A!426 – Drostspende“

  1. Sport ist oft wie Religion und Fußball sowieso, von daher finde ich die Reaktion der “Anhänger” ziemlich einleuchtend :o)
    Irgendwas dazu gegoogled (ohne Google): https://marginalie.hypotheses.org/478

    Die Statistik vom Katapult Magazin ist Klasse. Hier noch wieviele Krankenschwestern im System arbeiten:
    https://katapult-magazin.de/de/artikel/artikel/fulltext/wie-viele-krankenpfleger-krankenschwestern-und-hebammen-gibt-es/
    und Ärzte:
    https://katapult-magazin.de/de/artikel/artikel/fulltext/gibt-es-genug-aerzte/
    Das gehört besser mal dazu…

    Und China hat eine Immobilienblase und viele Unternehmen sind überbewertet, also wenn da Geld abgezogen oder gleich vernichtet wird, dann wirds echt düster und Italiens Wirtschaft war schon vorher am Boden und der Staat kaum handlungsfähig und theoretisch so gut wie Pleite. Da warnen schon lange viele Experten ziemlich laut und sind schnell im Netz gefunden.

    Vielen Dank, dass es euch gibt und vorallem bleibt gesund !!!

  2. Hab hier mal einen Erfahrungsbericht zum Thema Corona – es ist ernüchternd.
    Ich arbeite in Baden Würrtemberg als Physiotherapeut angestellt in einer Praxis.
    Wir arbeiten wirklich nahe am Patienten und zwar zwischen 20 min bis hin zu einer Stunde.
    Ich hatte mich schon am Montag diese Woche gewundert, dass bei uns wohl angeblich alles normal weiter läuft.
    Wir haben auch sehr viele Patienten die zur Risikogruppe gehören und bei uns tummeln sich im Praxisalltag viele Menschen.
    Wir geben keine Hände desinfizieren uns und die häufig berührten Gegenstände so oft wie möglich.
    Jedoch gegen die Tröpfcheninfektion sind wir hilflos – wir haben keine Masken.
    Wir haben unsere Patienten die sehr stark in die Risikogruppe fallen angerufen und die Termine abgesagt.

    Nun der Supergau, mich rief heute eine Patientin an sie habe einen positiven Corona test und Sie war letzte Woche 2 mal bei mir 40 min in Therapie.
    Ich selbst habe keine Symptome mach 5 Tagen.
    Ich soll mich beim Gesundheitsamt melden.
    Da habe ich versucht anzurufen und bin dann in der Corona Realität angekommen.
    Es geht niemand ans Telefon und zwar 70 Minuten lang.
    Ab 16 Uhr heute dann ist das Gesundheitsamt zu!
    Habe dann die Corona Hotline beim Land Bawü angerufen da ging zumindest jemand ans Telefon.
    Es werden wohl nur Risikopatienten auf Corona getestet und ich soll 2 Wochen Urlaub nehmen oder mich bezahlt beurlauben lassen bzw Übersunden abbauen.
    Die ganzen Kontakte die ich bisher hatte usw werden nicht informiert oder überprüft nicht mal angerufen. Ich kann mir also beim besten Willen nicht vorstellen wie selbst jetzt am Anfang der Epidemie die Zahl der positiv getesteten genau sein soll.
    Und ich frage mich wie die Leute mit denen ich Kontakt hatte und die dann evtl krank werden dann wissen sollen ob sie Kontakt zu einer Risiko Person hatten die ich ja nun mal bin.
    Scheint alles irgendwie gar nicht so gut zu laufen.
    Hausarzt hat mich auch abgewimmelt die testen nur wenn man mindestens Symptome hat.

  3. Ich habe noch nicht alles gehört, aber was Tilo sagte, dass er seine Großeltern/Eltern beknien musste, um sie dazu zu bringen zu Hause zu bleiben und damit das Richtige zu tun, kann ich bestätigen. Alles ab sechzig will oder kann nicht mehr begreifen, was auf uns zu kommt.
    Ausreden wie: “wir haben die Nachkriegszeit überlebt”, “die DDR”, “den Kalten Krieg”, “ich bin in meinem Büro sicher”, etc. Der Virus ist unsichtbar und hat eine alltagsuntaugliche nicht nachvollziehbare Inkubationszeit von 10 bis 14 Tagen.
    Wir müssen unbedingt einen WORTLAUT finden, der es ihnen begreiflich macht. Und die Medien müssen aufhören, eine Dauer-Panik-Rotation zu fahren, statt zu informieren. Das macht die Leute verrückt. Sie wollen nichts mehr hören und die wichtigen Botschaften kommen nicht durch. Die Infizierte-pro-Zeiteinheit-Kurve bekommen wir sonst nicht so flach wie es notwendig wäre.
    AaaaarrrrGgghhh!!! (Faust aufn Tisch)
    Für die easy-peasy Boom-Box-Bluetooth-Generation im Prinzip das das Gleiche. Kreisch-Epileptiker-Stobo-Animes und Fortnite statt Bildung und Mitdenken.

    Volume max — Bon Jovi – Bad Medicine

  4. Bei der ganzen Corona Sache möchte ich mal einen kleinen Einblick aus meiner Situation geben, die natürlich nicht extrem viele betrifft, die Betroffenen aber um so härter. Ich habe dieses Jahr schon eine längere Tortour mit Klinikaufenthalten hinter mir (psychische Probleme) und bin jetzt seit drei Wochen in einer Tagesklinik. Die wird aber dicht gemacht, wenn eine Ausgangssperre kommt. Das wurde uns schon gesagt. Es gibt auch schon ein Aufnahmestopp für die Tagesklinik und auch alle psychiatrischen Stationen. Es gibt kaum Therapieangebote, da immer nur vier Leute gleichzeitig in einem Raum sein dürfen. Für uns Patienten dort ist aber eine Einrichtung als solches schon sehr hilfreich, weil es Struktur schafft und man mit anderen Kontakt hat und man sich austauscht. Dass die Therapie fehlt ist sehr schade, aber wenn die Tagesklinik komplett dicht macht, werden viele um Monate zurück geworfen. Die meisten leiden unter Depressionen, waren häufig vorher auf einer Station und manche haben einen Suizidversuch hinter sich. Notfälle werden wieder auf eine Station gehen können, aber nicht direkt aus der Tagesklinik heraus. Dort werden die meisten nach Hause geschickt und versucht remote zu betreuen um zu sehen, ob es klappt. Denke das wird nicht nur hier ein Problem sein, sondern für alle psychiatrischen Tageskliniken.
    Wenn die Ausgangssperre kommt, kann ich mich bei den ganzen Leuten bedanken die dachten, im Park grillen und Corona Parties wären ne super Idee

  5. Corona – Pandemie
    so schlimm dies ist kommt bei mir die Frage auf warum die 25000, in Worten fünfundzwanzigtausend, Tote durch den „neuen“ Grippe – Virus vor 2 Jahren kaum eine Zeile oder Regierungsäußerung wert waren.
    Auch die jährlichen 20000 bis 40000 Tausend Tote, bin mit Zahlen vorsichtig (wohl eher 40000) durch Krankenhaus – Infektionen durch Rationalisierung und Personaleinsparung werden jedes Jahr weggesteckt.
    Es ist zu hoffen das nach der Krise das gesamte neoliberale Gesundheitssystem, in dem Finanzierung ja deutlich vor Genesung geht, in Frage gestellt wird. War ja bis zu den 70igern noch anders. Die Krise bietet die Möglichkeit alle neoliberalen Auswüchse, Geld vor alles, in Frage zu stellen.
    Es werden nach der Krise hoffentlich viele Fragen gestellt.

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