A!415 – Just Transition

Dienstag, 17. Dezember 2019, 17:49 Uhr

Alexandria Ocasio-Cortez und Ursula von der Leyen sind die unterschiedlichsten Politikerinnen der westlichen Welt. Aber beide reden vom Green (New) Deal, als hinge das Schicksal der Welt daran. Wo dieser Deal und das Denken über ihn herkommen, bespricht Stefan heute mit Diet. Vorher schaut er mit Paul Nachrichten, beide sprechen mit Albrecht von Lucke über die wilden Zwanziger, zum Abschluss erklärt uns Daniel Libra. Dann hören wir Mathias’ musikalische Weihnachtsgrüße und eure Audiokommentare.

Wir danken unseren Produzenten Mathias, Stefanie, Diana, Jean, Melanie, Volker, Sebastian, Maria, Claudia, Thorben, Henning, Andre, Leonhardt, Till, Susanne, Alexander, Sonja, Stefan und allen unseren Unterstützern.

Der Aufwachen! Podcast endete mit Ausgabe 444. Ihr findet Stefan beim Fernsehpodcast und Tilo bei Jung & Naiv.

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Mathias
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Markus
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9 Gedanken zu „A!415 – Just Transition“

  1. Hey
    Höre noch zu Ende, sehe aber gerade, dass 2x zum „DieSacheIstDie“-Podcast verlinkt ist: Alberts Blätter sind leider nicht korrekt verlinkt.

  2. Verschwörungstheorie ???

    Sind wir nicht auch deshalb hier auf dieser Seite, weil teilweise aus der Theorie in der Presselandschaft Praxis geworden ist ?
    Mal ein paar Ausschnitte aus der Anstalt
    https://youtube.com/watch?v=Lc5Onb8g4iE
    https://youtube.com/watch?v=JFvQuZBxh-Q

    Tagesspiegel selbst passt gut zum ersten Video bei den Besitzverhältnissen dort
    https://de.wikipedia.org/wiki/DvH_Medien
    Geschätzt 1,3 Mrd. hat der Dieter schon “erarbeitet” und sein Halbbruder hat auch schon 1 Mrd.
    https://de.wikipedia.org/wiki/Dieter_von_Holtzbrinck

    Auch sein Vater hat schon die Deutsche Arbeiterfront mit herausgegeben und ordentlich Kohle gemacht, aber mußte beim Entnazifizierungverfahren 1200 Reichsmark bezahlen und war danach obendrein bestimmt lupenreiner Demokrat und Kämpfer für die Pressefreiheit.
    https://de.wikipedia.org/wiki/Georg_von_Holtzbrinck

    Wenn dann auch noch ein Kellner mehr verdient, als jemand der mit die Meinungsmache von Lesern bestimmt, bekomme ich irgendwie ein schlimmes Gefühl.

    Blätter für deutsche und internationale Politik erscheinen hingegen im Eigenverlag und zeigen somit natürlich auf, dass es keine Gleichschaltung gibt. Inhaltlich sowie bei den Besitzverhältnissen, wenngleich die Auflagenverteilung ungleich ist.

  3. Wenn ein Kellner mehr verdient als “jemand der mit die Meinungsmache von Lesern bestimmt” fände ich das mehr als gerecht.
    Interessant das jemand mal die Funktion von Journalisten benennt.
    Leider ist das nicht immer der Fall.
    Ein Klaus Kleber, der mehr als die Bundeskanzlerin “verdient” ist aber nur “die Spitze des Eisberges”.
    Welche Meinung da gemacht wird, sind Meinungstransporte, die eher eine Neoliberale Sicht transportieren. Wo ist da der gesellschaftliche Nutzen? Eigentlich nur die Erhaltung des Status Quo.
    Wenn ich davon ausgehe, dass Alpha-journalisten nicht dumm sind, kann ich nur Schmerzensgeld vermuten.

  4. Fliegen ist also okay, weil du glaubst, dass man den Sprit ja theoretisch auch aus Mais gewinnen könnte. Dann ist eigentlich auch Krieg okay, weil man ja theoretisch nicht schiessen müsste.

    Und sowas sagst du ganz unbedarft, kurz nachdem Ihr euch das brennende Australien angeschaut habt. Tja so sind die Menschen halt und wir sind leider am Arsch. Gruß an deine Kinder.

  5. Diesmal habt ihr euch ja richtig viel Zeit für wirtschaftliche Zusammenhänge genommen. Sehr schön!
    Zur Fragen, warum Staatsdefizite wichtig wären, auch um die Krise der Eurozone nachhaltig zu lösen, sind Richard Koos Lehren aus der Entwicklung in Japan seit den 1990ern und seine Hypothese zu Bilanz-Rezession interessant, z.B. Vortrag . Bei 1:02:43 Koos Vorschlag, wie die Maastricht-Regeln geändert werden sollten: Bei Nullzinsen sollten Staaten u.a. so viel Defizit machen, wie der Privatsektor Finanzierungsüberschuss macht. Sonst treibt die Wirtschaft gefährlich Richtung Deflation. Da Politik dem Privatsektor Finanzierungsüberschüsse schwer verbieten kann und wahrscheinlich auch nicht will, muss der Staat eben entsprechende Defizit machen.

  6. Ihr fragt, ob es ein (passendes) Wahlsystem gibt, das den Bundestag nicht aufbläht? Ja, das gibt es, und das gab es auch schon zu dem Zeitpunkt, bei dem die Wahlrechtsreform beschlossen wurde:
    https://www.zeit.de/politik/deutschland/2012-10/Wahlrecht-Neuregelung-Bundestag (2012). Prof. Pukelsheim kennt sich hier gut aus, ich habe ihn auch 2008 getroffen. Da sprach er auch schon davon, dass man den Bundestag nicht unnötig aufblähen muss. Aktueller von ihm, scheint eine sehr umfassende Analyse zu sein:
    https://www.math.uni-augsburg.de/htdocs/emeriti/pukelsheim/2018a.pdf
    Vielleicht wäre Prof. Pukelsheim ja ein guter Gast für den Podcast?

  7. Zum Fliegen: Ich verstehe die Überlegungen, was die Völkerverständigung angeht. Dennoch: wenn ich sehe, was ich in einem Jahr an CO2 (-Äquivalenten) verbrauchen dürfte, und dass ich da mit einem Flug schon drüber bin, dann wird mir schon schlecht. Ich finde, dann sollten wir nicht mehr fliegen, bis es dann die Alternativen gibt. Bis wir den Rest so in den Griff bekommen haben, dass wir die Kipppunkte vielleicht nicht erreichen. Wir sind da gerade in einer kritischen Phase, da müssen wir unseren Gesamthaushalt von den Kipppunkt-Grenzen weg halten. Wenn man das Fliegen einschränkt, dann steigt auch der Innovationsdruck nach anderen Lösungen – so es die denn gibt. Und ja, ein bisschen Völkerverständigung können wir uns vielleicht leisten (oder wir sollten sie einplane und ernsthaft kompensieren). Aber dann muss das geregelt werden: Jeder hat ein Kontingent (alle 3 Jahre einmal) , jeder darf in seiner Ausbildung einmal, … irgend sowas. So einfach weiter Fliegen ist nicht cool. Dafür ist der Schaden viel zu groß.

  8. Ich “freue” mich schon auf Ende März.
    Dann hat Deutschland sein CO2-Kontingent für das Jahr verbraucht, wenn das Pariser Abkommen eingehalten werden soll.
    Dann müsste ich eigentlich aufhören zu arbeiten.
    Bloß wie finanziere ich dann mein Leben?
    Ich bin in der Stahlproduktion tätig. Da wird so richtig rund um die Uhr CO2 erzeugt.
    Ich fühle mich wirklich nicht gut.
    Was soll ich tun?
    CO2 ist im Betrieb kein Thema- egal ob Belegschaft, Gewerkschaft, BR oder Werksleitung.

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