A!405 – Moorpommern

Freitag, 11. Oktober 2019, 12:05 Uhr

Wir haben eine Käferkrise, sogar dort, wo gar keine Landwirtschaft ist. Und da wo Bauern sind, gilt ein Grünstreifen für Insekten als “Enteignung” und das Tierwohllabel als “überflüssig”. Und warum fährt man eigentlich auf See, wenn man sich als Kreuzfahrttourist als erstes darüber freut, dass man in der Kabine gar nicht merkt, auf einem Schiff zu sein? Unklar. VW wird aus vielen Richtungen beklagt und die neue EU-Kommission formiert sich. Mathias spielt uns Klimamusik, dann hören wir eure Audiokommentare.

Wir danken unseren Produzenten Christian, Marco und allen unseren Unterstützerinnen.

Unterstütze uns!

avatar Stefan
avatar Tilo
avatar Mathias
Musik
avatar Markus
Musik
Wenn du Korrekturen oder Ergänzungen hast, schreibe sie uns gerne als Kommentar unter die Ausgabe. Für Fragen und Diskussionen haben wir ein Forum. Audiokommentare nehmen wir auf allen Wegen, auch per WhatsApp- & Signal-Sprachnachricht an 004915156091706, entgegen.

5 Gedanken zu „A!405 – Moorpommern“

  1. @GrüneKreuze
    stehen bei uns (Heide), nicht vor den Höfen, sondern auf den Äckern, manchmal gleich mehrere.
    Warum die Landwirte erst jetzt, und nicht schon bei der EU – Aurar – Subventionspolitik der letzten Jahrzehnte so reagierten bleibt mir unverständlich, bzw. sollten sich die Landwirte gerne auch mal fragen. Die kleineren Betrieb, die Dank ihrer Größe nicht mit Landmaschinen arbeiten müssten, die die Größe von fahrenden Fabriken, ich übertreibe, erreichen, sind doch alle lenkst verschwunden. Zumindest passen viele “Landmaschinen” bei uns nicht mehr auf die Fahrbahn, die für 36 – Tonner reicht, und man muss schlicht besorgt sein von diesen Ungetümen nicht von der Fahrbahn gefegt zu werden (warum diese Dinger eine Straßenzulassung erhalten ist mir rätselhaft ) Mir viel auf das die Kreuze auch auf Äckern von größeren Betrieben stehen, die jede Subvention, die Menge (Masse statt Klasse ) der Produkte fördert, gerne einstreichen. Also für mich ist die “Grüne Kreuze ” Aktion auch Zeichen einer Verweigerungshaltung, sich mit der dusseligen EU – Agrarpolitik auseinander zu setzen.

  2. @Wölfe
    wird Tilo und alleWolf – Freunde freuen, ist schließlich mein namengebendes – Lebewesen. Es gibt eine neue (?) oder schärfere EU – Verordnung oder Richtlinie, nach der sehr genau begründet werden muss, warum ein Wolf entnommen werden sollte, und die den Wolf sehr weit schützt. Habe ich dem Autoradio (DLF oder NDR) entnommen. Können andere gerne bei der EU nachschauen.

  3. @GrüneKreuze
    Nachtrag
    zuerst dachte ich spontan, tolle Sache, endlich rühren sich Landwirte und machen etwas gegen ihren fragwürdigen Verband. Nachdem ich nun erfahren musste, dass sich die Aktion gegen die neuen Gesetze richtet, die die Auswirkungen der modernen „Landwirtschaft“ etwas zurückfährt – verschmutztes Grundwasser, verseuchte Böden, keine Insekten, etc.,- kennt jeder hier in meinem Umfeld, und das sind sicher nicht alles intelektuelle „Spinner“ und „Klaugschitter“, würde ich mir wünschen, die Landwirte, die diese Aktion ins Leben gerufen haben, erklären mal was sie errecihen wollen bzw. wie denn die unbedachten Auswirkungen ihrer Tätigkeit wieder ins Lot kommen sollten. Warum unterstützen die größeren Betriebe die „Kleinbetriebe“ nicht in ihrem Kampf ums überleben, in dem die erwähnte Förderpolitik an oder neben den Kreuzen dargestellt wird, oder Zahlen genannt werden, wie es denn aussieht mit der Wirtschaftlichkeit der Betriebe. Brauchen „wir“ wirklich ‘“Erntehelfer“ aus Osteuropa und wollen „wir“ wirklich Lebensmittel exportieren und nicht lieber gesünder produzieren ? Euren Podcast hört doch wohl auch der eine oder andere Landwirt, der sich gerne äußern kann.

  4. @Wolf
    Auch wenn dies einige Jäger aus meinen näherem Bekanntenkreis nicht erfreut, da unter anderem ihre Muflon – Bestände verschwinden, Aber die gehören hier (Heide ) auch nicht her, eher in offene Gebirgslandschaften auf steinige, trockene Böden. Sind eben zur Jagd importiert.

    Zitat aus dem NABU

    Der “Wolf im Recht”, wie der NABU so schön titelt,
    Dazu: https://www.nabu.de/tiere-und-pflanzen/saeugetiere/wolf/wissen/19297.html
    Wölfe im Recht
    Dreifach-Schutz durch Gesetze und Konventionen

    Wölfe haben in Deutschland einen hohen Schutzstatus. Doch nicht allein das deutsche Recht schützt die Tiere: Auch auf europäischer und internationaler Ebene genießt der Wolf einen besonderen Schutz, der Deutschland zur Fürsorge verpflichtet.
    Dem Wolf steht in Deutschland das Recht auf ein unversehrtes Leben zu. Doch welche Gesetze geben ihm bei seiner Heimkehr Rückendeckung? Wir geben einen kurzen Überblick.

    Internationales Recht: Wölfe sind sowohl durch das Washingtoner Artenschutzabkommen sowie die Berner Konvention geschützt. Deutschland hat beide Abkommen ratifiziert, so dass diese völkerrechtlich verbindlich sind.

    Europäisches Recht: Als EU-Mitgliedsstaat verpflichtet sich Deutschland, die sogenannte Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie (FFH-RL) umzusetzen und das Schutzgebietsnetzwerk Natura 2000 zu etablieren. Der Wolf ist über den Anhang IV der FFH-RL besonders geschützt. Deutschland ist dadurch verpflichtet, dafür Sorge zu tragen, dass Wölfe langfristig einen lebensfähigen Bestand aufbauen können (den sogenannten „guten Erhaltungszustand“).

    Deutsches Recht: Die Umsetzung der europäischen Vorgaben erfolgt in Deutschland über das Bundesnaturschutzgesetz (BNatSchG). Wölfe sind im gesamten Bundesgebiet über § 44 BNatschG streng geschützt. Bei Verstößen wird per Anzeige die zuständige Staatsanwaltschaft tätig. Je nach Vergehen sind Strafen von bis zu fünf Jahren Freiheitsentzug oder hohe Geldbußen möglich. Damit besitzen Wölfe in Deutschland den höchstmöglichen Schutzstatus. Für die Umsetzung der Gesetze sind die Länder zuständig, der Bund kann sie dabei unterstützen. Mit Ausnahme von Sachsen unterliegen Wölfe nicht dem Jagdrecht. In Sachsen ist er jedoch mit einer ganzjährigen Schonzeit belegt.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.