A!394 – Seniorenpunk

Freitag, 16. August 2019, 15:21 Uhr

Greta fährt Boot und die Welt steht Kopf, weil trotzdem noch Flugzeuge fliegen. Für heute macht sie tapfer ihren Punkt. Und bald kommt Greta mit Wasserstoffflugzeugen tatsächlich klimaneutral nach Amerika – und nachhause. Das Flugzeug gibt es schon, die Testflüge sind genehmigt. Als nächstes braucht es Intelligenz in industriellem Ausmaß. Wir informieren uns breit und weben in die Debatte übers Klima noch die Heizeinheit Kalorie mit ein. Danach stellen wir fest, dass man in Deutschland tatsächlich den Wald vor lauter Bäumen nicht sehen kann und wir blicken nach Hongkong. Dazu Mathias’ Musik und eure Audiokommentare.

Wir danken unseren Produzenten Jens, Maria, Daniel, Bernd, Nadia, Jan, Henning, Madeleine und allen unseren Unterstützern.

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23 Gedanken zu „A!394 – Seniorenpunk“

  1. Hallo zusammen,
    zum Thema Konsumverzicht kann ich euch und allen Zuhörern folgende Seite wärmstens empfehlen:
    https://www.smarticular.net/
    Das Motto von Smarticular ist “Selber machen statt kaufen”. Man findet dort unheimlich viele Rezepte und Anleitungen dafür wie man Dinge des täglichen Bedarfs ganz einfach selbst herstellen kann.
    Auch interessant ist die Pyramide des nachhaltigen Konsums.
    https://www.smarticular.net/?s=Pyramide
    Ich persönlich stelle schon seit einer Weile mein eigenes Waschmittel und Badreiniger her.
    Viel Spaß beim Stöbern und Ausprobieren! Und danke für die wieder mal tolle Folge!

  2. Habe mal kurz “synthetisches Kerosin” gegoogelt und das gefunden:

    https://www.t-online.de/finanzen/boerse/news/id_85257516/synthetisches-kerosin-fliegt-die-lufthansa-bald-mit-sprit-aus-windstrom-.html (Artikel vom 15.02.2019)

    “Die Lufthansa-Flugzeuge am Hamburger Airport sollen in einigen Jahren nachhaltigen Treibstoff tanken, der aus Windstrom gewonnen wird. Das teilen der Flughafen und die Raffinerie Heide als potenzielle Lieferantin des synthetischen Kerosins mit.”

    Wie die Herstellung funktioniert, kann man sich hier anschauen:

    https://www.klimaschutz-portal.aero/klimaneutral-fliegen/alternative-kraftstoffe/kerosin-herstellen/

  3. Säuglinge bitte nicht schreien lassen.

    Die Neurologie, Traumaforschung und Psychiatrie sind viel weiter als die althergebrachten Ansätze (zB die heute noch postulierte Ferber-Methode von 1985!). Ein Säuglingshirn lernt nicht(!) rational, demzufolge kann es auch nicht „schlafen lernen“. Es begreift ausschließlich emotional und erfasst nur Ursache – Wirkung, d.h. im Kopf des Babys kommt an „Ich rufe dich und du kommst nicht“. Natürlich schläft es dann irgendwann ein, vor Erschöpfung und Erkenntnis der Sinnlosigkeit des Rufens. Wenn ein Kind reif genug ist, es ihm erklären zu können, dann begreift es das auch. Solang das Sprachverständnis jedoch nicht entwickelt ist, empfindet es lediglich. Und im Falle des Schreien lassens, empfindet es höchste Frustration und Kränkung bis hin zum Trauma, dessen Folgen meist 20 – 40 Jahre später erst auftreten können.

    Solch Ansätze sind völlig überholt und zudem völlig unpassend für das Gehirn von Kleinkindern. Vor allem im ersten Lebensjahr spielt Rationalität keine Rolle. Schreien lassen soll aber eine erzieherisch rationale Erfahrung im Kleinkind erwirken. Ein Säugling benötigt jedoch keine Erziehung sondern eine Beziehung. Und diese erlischt mit dem gebrochenen Grundvertrauen, wenn der Narzissmus des Säuglings nicht befriedigt wird. Manche Kinder verkraften das und sie entwickeln sich normal weiter, andere nicht. Das Risiko würde ich nicht eingehen wollen. Wir haben fast 2020 und nicht mehr 1985.

    Solche Methoden, Kleinkinder schreien zu lassen, damit sie alleine schlafen, sind nicht dafür entwickelt worden, den Säuglingen das Alleinschlafen beizubringen (was – wie die Forschung heute weiß – von Natur aus nicht möglich ist), sondern um überforderten Eltern wieder zum Schlaf zu verhelfen, weil viele es nicht aus- bzw. durchhalten. Und ja, ich bin selbst Vater.

  4. Fat Shaming

    Aus der Übergewichtigkeit in Industriestaaten ein globales Gerechtigkeitsargument zu machen macht im gesamtgesellschaftlichen Maßstab zwar Sinn, ist am Beispiel Einzelner aber mehr als unverschämt da es zahlreiche medizinische Ursachen für plötzliche Gewichtszunahme gibt.
    Außerdem ist es unfair jemandem den einzigen stets sichtbaren Überkonsum (Kalorienzufuhr) vorzuwerfen wenn dieser Bereich im Vergleich zu zB Verschwendung, Mobilität usw einen viel kleineren Anteil an der persönlichen Ökobilanz ausmacht.

  5. Ich glaub die gute Greta ist die beste Gelddruckmaschine die ihre Eltern erfunden haben….Fährt Medienwirksam mit dem Segelboot nach Amerika…wird aber von ca. 20 – 30 Motorjachten teils zum Schutz – Teils von Journalisten begleitet – Ihr Rückweg im Flugzeug ist ja schon gebucht…- man muss ja noch was PR machen für den ersten Nobelpreis für ein zurückgebliebenes Kind das von ihren Eltern als Größenwahnsinniges (“Für Herr Trump habe ich keine Zeit” – jetzt ist Herr Trump bestimmt jeden Abend weinend ins Bett gegangen – Obama hätte auch besser zu ihr gepasst – Aber unsere Angela wird bestimmt ihre dicke Freundin) Zirkuspferd um die Welt gejagt wird…wenn es 30 Motorjachten sind dann ist das die gleiche Zahl der Demonstranten die ihre Friday for Future Demo am Freitag besucht haben…es gab in Deutschland mal eine Journalistische Abmachung das erst über Demos mit 500 bis 1000 Teilnehmern berichtet wird….aber jetzt wird anscheinend eine Demo von 30Leuten als die Große Mehrheit der Klimahysteriker verkauft…mit Großer Mühe werden solche Demos Fotografiert als wenn dort mehr Leute anwesend sind…Da bekommen Passanten 20 – 50Euro geboten wenn Sie sich zur Menge stellen und sich Fotografieren lassen….Diese Ganze Klima Lüge ist der gleiche gelogene Dreck wie das Baumsterben in den ’80ern des letzten Jahrhunderts….nur diesmal hat man das ganze Besser aufgezogen und hat von 2 bis 16 Jährigen eine Verdummte Jugend so sehr mit Gehirngewäsche und Propaganda das letzte bisschen Eigene Denken abgeschaltet …. Manipulierte 3 Jährige werden zu Demos gezwungen von denen sie niemals verstehen was ihre Linken Erzieher da mit ihnen machen….Anstatt Deutsche Geschichte von der Abiturienten die nicht mal was von den Versailler Verträgen oder einer Demokratischen Wahl und keinem Putsch von der NSDAP gehört haben zu unterrichten werden die Kinder mit unbewiesenen gequatsche Bombardiert und manipuliert….

  6. Hi, ich bin ein Wessi, dessen Mutter vor 25 Jahren aus dem Westen nach Hoyerswerda zog, um dort ein Geschäft aufzubauen (das ist wohl so selten, dass sogar der MDR irgendwann mal einen Bericht über “die Wessi-Frau, die in den Osten ging” gemacht hat). Daher kriege ich da einiges mit. Ich machs kurz: Hoyerswerda war ein Lehrstück für sterbende Städte, ich habe selbst gesehen, wie ganze Stadtteile planiert wurden. Die Arbeitslosenquote lag zeitweise bei etwa 30%. Und ich habe damals gehört, dass das Arbeitsamt wirklich 5000 Mark als Prämie gezahlt hat, wenn man in den Westen gezogen ist. Aber inzwischen wächst Hoyerswerda wieder. Gefühlt springen da inzwischen auch wieder erheblich mehr Kinder rum als vor 10 Jahren. Und es ist weniger trist. Und obwohl Hoyerswerda ja damals traurige Berühmtheit erlangte, weil dort das erste Asylantenheim angezündet wurde, unter den Augen der nicht-eingreifenden Polizei, sieht man zumindest heute im Alltag keine offensichtlichen Nazis. Im Gespräch mit den Leuten gibt es aber schon eine gewisse AFD-Neigung, wie wohl offenbar leider überall in Sachsen…

  7. Hier ist ein vortrag von prof. Radermacher. Er meint selbst wenn Dt. Sofort 0 emissionen haette waere es egal.wegen Indien, china und afrika. Er beschreibt ein projekt: marshallplan mit afrika, kreislaufwirtschaft mit co2 und geht auf e-autos und erneuerbare ein.
    Sensationell
    https://youtu.be/fNObuR1uae8

  8. Ernährung ist so zentral, wie das Wasser bzw. Energie. Die Kalorie als Energieeinheit mit der man global über das CO² reden kann ist spannend. 4% hört sich unwahrscheinlich wenig an. Ersetzte man alle Agrakulturen, die nur als Nahrung für die Tiereinheiten angebaut werden durch echte Urwälder also Lebensraum für die Biodiversität hätte das formal aber einen höheren Nutzen als die 4%. Auch um Moleküle für Medikamente oder Antibiotika zu finden.
    https://www.youtube.com/watch?v=OL8B1ZVLqSQ
    Natürlich kann man noch abgehobener Aussagen treffen, die nur so halbvalide sind und auf dem Papier evident, wie die höhere Sterblichkeit durch Übergewicht. Den Stoffwechsel den du in deinen letzten Lebensjahren betrieben hättest, vorher schon zu versuchen und sich Fettreserven anlegen funktioniert halt nicht, da killt dich eher die Diabetis.. Nimmt man den Grundumsatz von Extrem- und Berufssportlern, deren Energieaufnahme höher ist aber in Bewegungsenergie, die Mobilität bedeutet kanalisiert wird – fragt man sich eh ob mit der Sesshaftwerdung des Menschen vor Netflix und im SUV, vor Rechnern und an Akten, im Flieger in den Urlaub oder auf Kreuzfahrtschiffen, die Geschichte wirklich ihr Ende findet. Da er sich durch Arbeits-Leistungs und Energiemanagement bzw. Teilung besser vermehren konnte. Bleibt die spannende Frage wessen Leistung und Arbeit wir in Zukunft fördern. Agrakulturen auf dem Mond fördern wird was schwerer.
    Derweil reichen lokale Berechnungen aus um sich schon mal zu Überlegen, wie mobil so eine Hauptstadt sein kann: https://www.tagesschau.de/ausland/indonesien-neue-hauptstadt-101.html
    Bis man als Westler nicht Hardcore mäßig selbst betroffen ist durch Hitzewellen und Lebensmittelmangel, ist das noch mediales Gerede. Spannend wird es nur, wenn der westliche Mainstream es schafft die kommende Rezession der alten etablierten Wirtschaft mit dem Klimawandel zu begründen – than we are talking.

  9. @Ossis
    hallo ihr beiden, ihr seit doch auch „Ossis“. Warum ist das Groß oder sind die Ossis soviel anders als ihr ? Oder sind die Ossis gar nicht anders als die Wessis, sondern die Wiedervereinigung ist einfach „Scheiße gelaufen“.
    Nach Industriekahlschlag, Treuhand, Schröder “Reformen”, Finanzkrise und Flüchtlingskrise wundert mich der Frust vieler Ossis und wohl auch Wessis nicht so sehr. Vorteile hat die Westflucht und Stadtflucht ja auch, der Natur werden Räume erschlossen, die zu erwandern sind.

  10. @Grüne
    Das die grünen mit mehr Inovastion und Wirtschaftskraft, also Aufschwung durch „grüne“ Politik und „grüne“ Technik erreichen wollen, ist ein alter Hut der „Grünen“ aus den 80igern und 90igern, siehe Ökostrom etc. und keine Erfindung von Frau Baerbock mein lieber Stefan, aber dafür bist du zu Jung.

  11. Möchte gerne was zum Thema Wald ergänzen bzw. mal über meine Erfahrungen und Beobachtungen hier im Hochschwarzwald berichten. Meine Eltern sind private Waldbesitzer und ich helfe beim Bewirtschaften mit. Wir sind übrigens weder adelig noch gehören wir einem Clan an, auch unsere Waldnachbarn eher nicht ;-).
    Das du einen Wald bewirtschaftest, heißt nicht, dass das ein “Fabrik-Wald” ist. Der kann trotzdem sehr schön mit viel Flora und Fauna sein. Auch ist es keine Goldgrube sondern sehr viel Arbeit. Das funktioniert eher wie ein Sparschwein, alle paar Jahr (Größenordnung vielleicht 10) durchforstest du da und bekommst dann bisschen Geld raus. ansonsten nimmst du halt was du privat zum heizen brauchst, das ist nicht viel. Ich denke, dass wir da nicht die Ausnahme unter den Waldbesitzern sind.
    Wir haben einen sehr schön Wald mit vielen alten Fichten, die hat vor 70 Jahren (noch während dem Krieg!) jemand hoch gepäppelt, dieser jemand hat sehr langfristig gedacht und eher nicht so an Profit. Fichtenwald heißt auch nicht das der Wald eine fiese Monokultur ist, aber natürlich sind die Borkenkäfer jetzt eingeflogen und es wird hier stellenweise bald wie damals im bayrischen Wald aussehen. Das ist nicht gut, aber die Fichten wegzulassen das macht auch nicht alles heile. Aus Fichten kannst du Möbel und Häuser bauen und da hängt lokale Industrie dran. Ok, Industrie ist gerade nicht vorrangig, aber ein Bücherregal aus heimischer Fichte ist sicher ökologisch sinnvoller als ein billiger Pressspan-Verbunds-Mist von sonst woher.
    Weißtannen leiden auch unterm Klima und die Borkenkäfer gehen da wohl auch dran wenn die Fichten weg sind. Laubbäume wiederum sind aber auch keine Lösung, die haben hier nämlich auch sehr gelitten. Da gibt es in den letzten Jahren vermehrt das Problem, dass es sehr früh im Jahr warm wird, dann die Laubbäume zu früh Blätter bekommen und dann im Mai noch mal der Frost kommt. Davon gehen die schlicht kaputt wenn es mehrmals passiert, was der Fall ist. Da haben die Buchen und Ebereschen hier sehr viel Schaden genommen dieses Jahr. Hier bedeutet über 800m aufwärts, da wächst auch nicht mehr alles, z.B. keine Eichen.
    Überspitzt: die Nadelbäume killen die Schädlinge und die Laubbäume killt der Frost.
    Ist also alles eher eine Abwärtsspirale ohne einfache Lösungen, jedenfalls keine die die 20 Millionen privaten Waldbesitzern kennen. Das ist sicher auch ein Teil des Problems, dass es so viele einzelne Privatleute sind, da macht halt jeder wie er denkt. Aber wenn jemand einen Tipp hat was auf 1000m gedeiht und ein guter CO2-Speicher ist, dann werde ich was davon setzen.
    Soviel zu meinen Beobachtungen, in anderen Landstrichen kann das natürlich alles ganz anders sein.

  12. Zum Thema “Landtagswahlen in Sachsen”.

    Bei Stefans Kommentar, man müsse das Thema “Wie bekommen wir 300.000 Menschen hierher” ganz nach oben auf die Tagesordnung setzen, musste ich unwillkürlich an eine alte Sendung “Pelzig hält sich” von 2015 denken. Damals wurde der MP von Sachsen-Anhalt, Reiner Haseloff, interviewt (ähnliche Situation wie in Sachsen) und ließ sich dann mit folgendem Satz zitieren: “Ohne uns wäre Bayern heute das Griechenland Deutschlands” (https://www.youtube.com/watch?v=eMPDMeZZHiE&t=10m4s).

    Ganz nebenbei eine großartige Sendung wie ich finde (später kommt auch Harald Welzer vor), und ein TV-Format das mir damals noch Mut gemacht hat dass das öffentlich-rechtliche Fernsehen noch irgendeinen Sinn hat. Auch die Themen die damals aufkamen (2015) sind heute noch fast ungebrochen aktuell, was die Sendung auch im Nachhinein noch sehr unterhaltsam macht. Sehen kann man die Sendung hier: https://www.youtube.com/watch?v=eMPDMeZZHiE. Also, große Schau-Empfehlung, viel Spaß

  13. Moin,

    zum Klimathema als Input: Unser Bauträger bietet jetzt auch Objekte zum – Zitat – “klimawandelangepassten Wohnen” in der Innenstadt an. Die Liste an Maßnahmen finde ich interessant:

    ===

    Von 17.000 m3 bewegtem Oberboden werden 4.000 m3 zur Wiederverwendung im Quartier vor Ort als Waldschutz-Wall gelagert, die restlichen 13.000 m3 wurden möglichst ortsnah für Grünflächen eingesetzt. Das entspricht einer Einsparung von 5.500 km Transportstrecke und 500 Lkw-Ladungen und damit 7.600 kg CO2.

    Klima-Komfort-Inseln: beschatteter Quartiersplatz, Hausgärten, ­Mietergärten

    Regenwassermanagement: vollständige Versickerung im Quartier, Schaffung von ­Retentionsflächen und Notüberlaufreserven für Extremniederschläge

    Gebäude: abkühlungsfähige Baumaterialien, möglichst aus nachwachsenden Rohstoffen, Hitzeschutz, Gebäude­ausrichtung berücksichtigt Kaltluftschneisen und Sonneneinstrahlung

    Energie: energieeffiziente Bauweise, Nutzung erneuer­barer Energien, Blockheizkraftwerk

    Mobilität: 100 % Abdeckung mit Lademöglichkeiten für Elektrofahrzeuge (2 bis 3 zusätzliche Trafos), Carsharing, Fahrradverleih, ÖPNV direkt am Quartier

    KfW Effizienzhaus 40: hoher Dämmstandard als Basis

    Energiemix: Erdwärmenutzung, Solarthermie und Fotovoltaik optimal aufeinander abgestimmt

    Positive Bilanz: die Häuser produzieren im Jahr mehr Energie, als sie für Heizung, Warmwasserbereitung und Stromversorgung benötigen

    ===

    Siehe https://www.gundlach-bau.de/ueber-uns/nachhaltigkeit/projekte/herzkamp-bothfeld/

    Grüße
    Holger

  14. @ Stefan auf Marc

    Ich glaube du hast hier Marcs Punkt nicht ganz verstanden (der ist nämlich nicht ganz unwichtig!); er hat ja nicht angezweifelt, dass man Kinder dazu bringen kann früh alleine zu schlafen ohne dass es schreit. Er hat sich auf Deine Aussage im Podcast bezogen, in der Du es mit der Bemerkung “ist zwar ein paar Wochen die Hölle, macht dann aber später vieles entspannter” (sinngemäß, hab jetzt nicht nochmal nachgehört…) nahelegst, dies bereits über den Weg der Erziehung (und evtl. doch eine zeitlang schreien zu lassen???) zu erreichen. Und das ist aus allen von Marc gut angebrachten Gesichtspunkten mehr als bedenklich (und wird nicht nur von verschiedenen Kindern ganz unterschiedlich “verkraftet”, sondern klappt auch bei längst nicht jedem Kind, so, wie Du es darstellst). Neurologen, Psychologen, Soziololgen,…. alle sind sich da seid Jahren einig. Und da du dich neben trockener Fachmedien gerne auch mal populärwissenschaftlich querinformierst, empfehle ich dir hierzu einfach mal den Hüther “Mit Freude lernen – ein Leben lang”.

    Und bitte nicht von Marc oder mir angegriffen fühlen; dass tun nämlich Eltern reflexartig gerne einmal. Wer reflektiert sein kann, der muss eben in einen von hundert Fällen auch mal dazulernen; nicht alle wollen einem Böses. Ich hab bei meinen Kindern bestimmt auch nicht ALLES richtig gemacht; aber von Kind zu Kind noch mehr zu Lernen erlaubt. Und schon bei Deinem und meinem Ersten haben wir in vielen Bereichen bestimmt mehr richtig gemacht als unsere Eltern (vorurteilsfrei!); die Wissenschaft ist eben auch hier vorangekommen…

    Mit freundlichem Gruße, g.threepwood

  15. Es war zwar eigentlich nur eine ganz kurze Randbemerkung, dennoch hier ein Hinweis bezüglich des Spannungsfelds Kunst/Kitsch, das kurz angesprochen wurde. Mir fällt dazu nämlich auf Anhieb ein, dass vor allem zwei große Namen aus dem alternativen/elektronischen Musikbereich sich in der letzten Dekade u.a. kreativ mit solchen Fragen auseinandergesetzt haben.
    Einmal wäre das, speziell im Zusammenhang mit digitalen Technologien, Tim Hecker während der Entstehung seines – wie ich finde – einzigartigen und gelungenen Albums “Love Streams”, wo er z.B. auf ziemlich eigenwillige Weise mit Chören herumexperimentiert, quasi “sakral” geframete Stimmungen elektronisch verhackstückt und mit Autotune-Ästhetik versieht.
    Ein Hecker-Zitat: “When does technology become like shitty CGI? When does it become like Michael Bay Transformers of sound? That’s taste, and that’s a judgement you can’t teach. It’s a fine line, and the good ones have that intuition”
    (Quelle: https://www.rollingstone.com/music/music-news/tim-hecker-reveals-how-he-made-2016s-most-anticipated-experimental-lp-236703/ )

    Zum Anderen ist da Oneothrix Point Never, dessen Herangehensweise für mich irgendwie die andere Seite der Medaille darstellt und Auffassungen dessen, was für die Allgemeinheit lange als Kitsch galt, infragestellt. Er arbeitet bspw. mit Presets von billigen alten Synthesizern, Samples aus 80er-Jahre-Werbe-Jingles oder New Age usw., ebnet in seinen Werken die kulturell errichteten Hierarchien zwischen dem, was irgendwie als Wegwerf-/Billo verpönt ist und vermeintlich “Höherem” ein. Man soll sich Klangfarbtupfer bestimmter Soundpaletten wieder unvoreingenommen, ästhetizistisch nähern. (Diese Spex-Rezension ist ein ganz okayer Startpunkt: https://spex.de/review-oneohtrix-point-never-r-plus-seven-stream/ )

    Bei beiden spielt also in irgendeiner Weise die Zuschreibung “Plastik” in der Reflexion eine Rolle und deren Musik irritiert dementsprechend die Hörgewohnheiten.

    Apropos: Begrüßenswert, dass Rammstein diesmal relativ zügig abgehandelt wurde. Nach meiner eher inklusiven Auffassung des Begriffs eindeutig Kunst, gleichzeitig aber auch ohne Frage Kitsch. 😉 In meinen Augen sind deren rockige Schlager jetzt mal rein musikalisch betrachtet auch schon lange nicht mehr spannend.

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