A!375 – Regentanz

Dienstag, 30. April 2019, 16:36 Uhr

Seit zur Europawahl keine Prozenthürden mehr gelten, ist dies auch eine Sternstunde für politische Zwerge. Sie sind neu, unkonventionell und postnational. Wir reden mit Listenplatz 1 der Piratenpartei, Patrick Breyer, über seine europäischen Ambitionen und den Zustand der Piratenpartei. Davor schauen wir Nachrichten. Wir informieren uns über den Unterschied von Stromnetzen und Stromtrassen, reden über die Dürre und gucken schonmal nach Amerika, wo Trumps Abwahlversuch beginnt.

Wir danken unseren Produzenten Stefan, Stephan, Erik, Boris, Bastian, Astrid, Paul, Stefan, Stefan und allen Unterstützerinnen.

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15 Gedanken zu „A!375 – Regentanz“

  1. Recht weit am Anfang hattet Ihr doch die Kritiken von jemanden, ich glaube einen Wolfgang, erwähnt, der The Avangers 4 wohl ordentlich zerrissen haben soll. Ihr wolltet das auch verlinken.

    Wo finde ich das?

    Gruß und Danke
    Fabian

  2. Ich würde ja total die FDP wählen, wenn sie unwirtschaftliche Steuergeschenke wie Fahrtkostenrückerstattung und Steuervergünstigungen für doppelte Haushaltsführungen abschaffen würde oder warte, jegliche Art von “Werbungskosten” sollten abgeschafft werden… und da wir schon mal dabei sind, warum kriegt Familie Schulz so viel umsonst, wenn Herr Jung hingegen immer zu Kasse gebeten wird.. Steuer-Klassen-Kasten System… warscheinlich zu liberal

    und die Verbrecherbande wundert sich gar nicht warum Vetternwirtschaft und Inzest zu nichts führt außer vielleicht zu Geldwäsche Anlagen in dem deutschen Immobilen Markt.. die frage, die sich stellt, ob Lindner zum Spargelstecher taugt, darf man bezweifeln!

  3. Schon etwas länger her (ca. 50 Folgen+) und vielleicht ist das auch schon geklärt aber es kam mal die Frage auf ob E-Motoren Geräuschlos oder nur Geräuscharm sind. Weil unsere E-Bikes ja “surren”. Also das muss künstlich erzeugt sein Zwecks Verkehrssicherheit weil im “Nicht EU Ausland” (China) hört man nichts. Absolut nichts! Außer vielleicht ein knirschen der Reifen auf sandigem Untergrund. Die rollen tatsächlich durch die Gegend wie durch Geisterhand angeschoben. Und das waren absolut keine hightech Vehikel. Viele sahen sogar eher aus wie Marke Schrottplatz.

  4. Also überlegt euch nochmal das mit dem analog Wahlzettelauszählen, sonst gibt es nachher noch Tote wie in Indonesien: https://www.deutschlandfunk.de/indonesien-270-wahlhelfer-sterben-an-erschoepfung.2932.de.html?drn:news_id=1001539

    Wenn man Strom transportiert, muß man diesem am Zielort auch wieder auf das benötigte Niveau heruntertransformieren. Dies konnte man früher schlicht nur mit Wechselstrom und entsprechenden Transformatoren auch heute noch sind die Konverter für die Hochspannungs-Gleichstrom-Übertragung so teuer, dass diese eine entsprechende Länge haben müssen, um sich zu rentieren.

    Und wieviel Kohle braucht ihr, um mal über gute Filme zu reden 😉

  5. Für mich das Problem mit dem Konzept “wir brauchen den Südlink dafür den Windstrom vom Norden in die Verbrauchszentren im Süden und Südwesten zu bringen” ist dass es die Chancen des Nordens negiert hier ihre marktwirtschaftlichen Standortvorteile ausnutzen zu können und genau diese Zentren im Südwesten ein wenig aufzubrechen und wieder gleichmäßiger zu verteilen in den Norden, Nordwesten und Nordosten.
    Es wird somit der Wettbewerb zwischen den Bundesländern unfair zum Erhalt der Bayrischen und BaWürtschen Vorherrschaft beeinflusst.
    Wir außerhalb dieser beiden Länder können daran schlechterdings kein Interesse haben weiterhin von Leuten abhängig zu sein, die sich dann darüber monieren den Länderfinanzausgleich zu bezahlen.

  6. Natürlich muss sich wieder jemand ‘vom Dorf’ darauf berufen, dass man da draussen ja nur mit dem Auto irgendwohin kommt…

    Erstens: Fahrräder, Roller, Mopeds, die elektrische Variante von alledem, sowie kleinere elektrische Fahrräder funktionieren tatsächlich auch ausserhalb von Städten.

    Zweitens leben in Westeuropa über 3/4 aller Menschen in städtischen Gebieten. Um gründlich was zu ändern, muss man auch nicht auf dem Land anfangen.

    Und drittens ändert die persönliche Situation von Individuen halt nichts daran, dass Autos prinzipiell Scheisse sind. Meinetwegen sind manche Menschen gezwungen, welche zu benutzen (allerdings nicht so viele, wie das von sich denken), aber Scheisse sind sie immer noch.

  7. Warum es die Sämlinge auf dem Feld nicht aus der Erde schaffen?

    Klar, Trockenheit. Harte Erde. Aber Schatten spendende Bäume und Gebüsch werden in NWM und BB auch konsequent reduziert, bis kilometerweit die lang ersehnte Nutzfläche erscheint. Dazu werden die Felder “gespritzt”, umgewälzt, verdichtet… dort lebt nichts mehr. Grabt ruhig mal am Feldrand: alles tot.

    Regenwürmer würden helfen, aber dann gäbe es ja auf den Feldern evtl. auch “Schädlinge” wie bspw. die unter Naturschutz stehenden Maulwürfe. Wer hat zuletzt einen Maulwurfshaufen auf einem Feld/ einer Nutzgrasfläche gesehen?

    Unser “Ökosystem Boden” ist tot, oder zumindest kurz davor.

  8. Südlink

    Ja wozu auch? Im Norden ist so viel freier Bauplatz zwischen den Windrädern. Die verstaubte Industrie im Rahmen der ohnehin fälligen Neubauten zur Energie hin verlagern sollte das erklärte Ziel sein. Spart Millionen Tonnen Kupferkabel und teure Transformatoren, und damit auch wieder CO2 für deren Herstellung.

  9. Was ich zu meinem Standortvorteilargument noch ergänzen wollte, wenn wir jetzt die gesamte Stromversorgung der Republik auf die Industrie im Süden ausrichten um sie dort zu halten, belohnen wir auch noch Jahrzehnte in die Zukunft die damalige Strategie dort massenhaft Atomkraftwerke zu bauen, in Konkurrenz zum Ruhrgebiet und maßgeblich vorangetrieben von Söders Heiligem Franz-Josef Strauß.
    “Am 25. Juli 1956 stellte Atomminister Franz-Josef Strauß einen Gesetzentwurf zur “Erzeugung und Nutzung der Kernenergie” vor.”
    https://www.br.de/nachricht/atomprogramm-bundesrepublik-rueckblick-100.html

    Deswegen zieht auch dein Argument nicht Stefan, dass ja mit Bundestag und Bundesratsbeteiligung alles getan wäre, an die Erpressung der Bayern&BaWürtemmberger ala “Wir schalten unsere alten, maroden Meiler nur ab wenn wir auch den Strom aus dem Norden hierunter geliefert kriegen” (meine Paraphrasierung) kann ich mich zumindest noch entsinnen.

    In Anbetracht all des Lobs für die Grünen in diesem Podcast in letzter Zeit, ein kurios übersehener Punkt.

  10. Zum Wahlrecht in Bayern und Bayern im Allgemeinen: Dieser ganze populistische Einheitsquatsch wird Bayern so nicht gerecht. Das war zumindest nicht immer so und ist vielleicht auch ein guter Ansatzpunkt, den Bayern bei seiner Würde zu packen und zum Nachdenken anzuregen. Dass Bayern ein Freistaat ist, war mal eine sozialistische Sache. Und das Wahlrecht setzt an einigen Stellen den mündigen Bürger voraus, der sich auskennt. Hier geht in der Landtagswahl die Stimme aus dem Direktmandat auch in die Liste ein und bei Kommunalwahlen kann kumuliert und panaschiert werden wie gewünscht. Somit kann der/die WählerIn seinen/ihren Willen ausdrücken. Nachteile sind tatsächlich die in München 60 Stimmen, der gigantische Wahlzettel und damit verbunden kann man sich leicht verwählen und die Auszählung ist kompliziert. Aber das komplizierte Wahlrecht führt auch dazu, dass man sich aktiv mit der Wahl auseinander setzt. Denn frei nach Daniel Kahneman: konzentriertes Nachdenken regt konzentriertes Nachdenken an. Ich finde schon, dass man dem Bürger auch ein bisschen Nachdenken zumuten kann und muss.

    Zu eurer Begeisterung über den Modus bei Volksbegehren / Bürgerentscheiden: An sich stimme ich euch voll zu. Die Sache hat nur einen Haken: Wird ein Gesetzesvorschlag einfach akzeptiert und wird Gesetz, so regelt kaum etwas die Einhaltung des Gesetzes. Ein Beispiel dafür ist die Überschreitung der Luftgrenzwerte (Gesetz zugegebenermaßen nicht auch einem Volksbegehren, aber das ist auch egal). Dieses Gesetz wird einfach missachtet und der Freistaat zahlt sich selbst eine Mini-Strafzahlung. Gleiches Thema, anderer Kontext: Noch vor den Urteilen durch die DHU gab es in München ein Bürgerbegehren für saubere Luft (https://www.luft-reinheitsgebot.de). Es forderte ziemlich konkret bestimmte Werte in bestimmten Jahren. Über den Weg dahin darf in einem Bürgerbegehren keine Vorschriften gemacht werden. Innerhalb von 6 Wochen kamen die nötigen Unterschriften zusammen. Der Stadtrat hat dann dem Bürgerbegehren zugestimmt: Effekt: keiner. Denn: bei einer Abstimmung (nach Ablehnung durch den Stadtrat) hätten alle wahlberechtigten Münchner davon erfahren. Heute kennen aber immer noch sehr wenige die Aktion. Gleichzeitig macht der Stadtrat nicht. Die Stadt wird die Ziele verfehlen. Das ist ein weiteres Beispiel für die Diskrepanz zwischen der sehr gut intendierten Gesetzgebung in Bayern und der politischen Realität. Aber die Gesetze sind da und wir sollten sie so gut wie möglich einsetzen.

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