A!359 – Muttilateralismus

Donnerstag, 21. Februar 2019, 17:22 Uhr

Merkel in München. Die Kanzlerin redet lockerflockig, als wäre die Sicherheitskonferenz ein Klassentreffen, bei dem sich endlich plaudern lässt. Ganz anders ihre Partei. Die CDU werkelt noch immer am Jahr 2015 herum, will ihre Aufarbeitung aber nicht als Abrechnung verstanden wissen. Die SPD sieht hier offenbar eine Chance, und nutzt sie mal als Treiber, statt Getriebene. Man nenne es Politik und davon brauche man mehr, meint Nahles und hat damit recht. In Global Britain gehts drunter und drüber, in Brüssel auch. Söder rettet jetzt Bienen und Trump erklärt uns, wie ein Gesetz entsteht. Mathias’ Musik kommt jahreszeitgerecht als Tusch, dann hören wir eure Audiokommentare.

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8 Gedanken zu „A!359 – Muttilateralismus“

  1. Zum Thema EU Wahlergebnis und wer da alles in der ßPD Karriere machen will ist es echt amüsant sich mal deren Liste anzugucken, https://www.spd.de/europa-ist-die-antwort/unsere-kandidatinnen-und-kandidaten/

    da ja bei den Europwahlen wohl 1 % undgefähr einem Mandat entspricht, könnten sie also mit 15 % Ergebnis 6,4 Mal komplett austauschen. Die Länge der Liste ist mithin selbst mit potentiellen Nachrückern für mich nicht nachvollziehbar.
    Sinnvoll wird es schon sein weil es dann 96 Kandidaten und der Ortsvereine und Regionalzusammenschlüsse Wahlkampf machen, weil ist ja alles dezentral organisiert dort.

    Trotzdem, sehr amüsant gewesen zu sehen dass ich mir keine Sorgen machen muss das meine hiesige Kandidatin aktuell zum Zuge käme. Eigentlich ein Grund ihr eine entsprechende Frage mal beim schon demnächst stattfindenden Wahlkampfauftakt rein zu würgen.
    Die Arroganz der Funktionäre dort ist nämlich noch auf einem Niveau als ob sie 50 % hätten.

  2. Wildschwein
    Zu dem Marktpreisen des Wildschweines, also dem „Markt“ – angeblich nach Aussage des Jägers in eurem Einspieler: 25 Euro pro Schwein.
    Dazu dann folgender Ausschnitt aus einer Preisliste im Internet.
    Link: http://www.wildfleisch-berlin.de/Links/Preise/Preisliste.html

    Art.Nr.Wildschwein Preis in EUR/kg inkl. MWSt.
    Keule mit Knochen 18,00 kg
    Keule ohne Knochen 21,00 kg
    Rücken mit Knochen 22,50 kg
    Rücken ohne Knochen 25,00 kg
    Bauch ohne Knochen 8,00 kg
    Frischlings-Filet 31,00 kg

    Angaben ohne Gewehr oder Gewähr

    Dazu dann auch der svz Artikel, Preis pro kg 15 – 20 Cent.
    https://www.svz.de/regionales/mecklenburg-vorpommern/wildschweine-preise-im-sinkflug-id18747451.html

    Meine Überlegung: was ist denn nun mit dem Markt – gelenktem Preis oder ist alles nur Jägerlatein. Vermutlich werden Wildschweine eher wenig bejagt, weil, wie ich weiß, Wildschweine schwer zu bejagen sind, weil eben schlau. Kann sich ja jeder mal selbst seinen Reim zu den Preis – Differenzen von angeblich 15 – 20 Cent pro Kilo Wildschwein und einem Endverbraucher Preis von 8 – 31 Euro pro Kilo Wildschwein machen und wie denn so der Informationsinhalt zu bewerten ist.

  3. Also zur Ukraine ist noch anzumerken, dass es da wirtschaftlich gerade nicht so einfach geht seitdem die Liberalen und Konservativen vor fünf Jahren ihren Putsch gemeinsam mit den Faschisten durchgezogen haben. Das Land hat sich faktisch von einem semi-peripheren Land (also einem mit Industrie, Landwirtschaft und Ressourcenextraktivismus) zu einem peripheren Land (nur noch mit Landwirtschaft und Ressourcenextraktivismus) zurückgebildet. Es hat jetzt weniger mit Polen und der Slowakei und mehr mit vielen Staaten Afrikas und Lateinamerikas gemeinsam.

    “Nach Erkenntnissen des Internationalen Währungsfonds aus dem Jahr 2018 ist die Ukraine heute das ärmste Land Europas – noch hinter dem langjährigen Schlusslicht, der mit der Ukraine benachbarten Republik Moldau. Laut Angaben der Weltbank stieg die Zahl der Menschen in der Ukraine, die unterhalb der offiziellen Armutsschwelle leben, von 15 Prozent der Bevölkerung im Jahr 2014 auf 25 Prozent im Jahr 2018.”

    “Von 2013 bis 2017 fielen die Ausfuhren um 31 Prozent, die Importe sogar um 35 Prozent. Besonders traf es den industriellen Sektor: Der Wert der Exporte der stahlverarbeitenden Industrie stürzte von 21,2 Milliarden US-Dollar auf 12,7 Milliarden US-Dollar ab. Auch im Maschinenbau halbierte sich der Export und kollabierte von 10,1 Milliarden US-Dollar auf 4,9 Milliarden US-Dollar. Zum ersten Mal in der Geschichte der unabhängigen Ukraine waren im Jahr 2017 landwirtschaftliche Produkte das Hauptexportgut des Landes.”

    https://www.german-foreign-policy.com/news/detail/7869/

  4. Zu Wiesbadens Luftplan:
    Wenn ich das richtig verstanden habe, soll die Jahreskarte umgerechnet 1 Euro pro Tag kosten, nicht die einzelne Tageskarte.

    Als Vergleichswerte habe ich mal die Preise der Zeitkarten von Dresden und Wiesbaden verglichen (umgerechnet auf einen Tag), für 1 Euro pro Tag müssten die Preise für die Jahreskarten ungefähr halbiert werden.

    Dresden (Verkehrsverbund Oberelbe)
    Tageskarte: 6 Euro (lohnt sich ab 3 Einzelfahrten)
    Wochenkarte: 3 Euro pro Tag
    Monatskarte: 2 Euro pro Tag
    Abo-Monatskarte: 1,70 Euro pro Tag

    Wiesbaden (Rhein-Main-Verkehrsverbund, gemeinsame Tarifzone mit Mainz)
    Tageskarte: 5,60 Euro
    Wochenkarte: 3,50 pro Tag
    Monatskarte: 2,80 pro Tag
    Jahreskarte: 2,30 Euro pro Tag

  5. Wenn ein Anwalt über Artikel 13 redet, dann redet er darüber, was seinen Mandanten passieren könnte. Euch sollten aber nicht nur Rechtsstreits interessieren, sondern auch, ob eure Podcasts auf Youtube gelöscht werden. Diese Gefahr steigt mit Artikel 13 ganz zweifellos. Das Gesetz ist also nicht nur schlecht gemacht, es ist auch schlecht für euch!

  6. @Jascha: Vielen Dank für den Hinweis:
    Hast du zufälligerweise mal GLS mit Triodos verglichen?
    Dank deinen Kommentaren und der Antwort auf meine Frage, wechsele ich meine Bank vermutlich bereits nächste Woche.

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