A!339 – Superschäfer

Dienstag, 20. November 2018, 16:31 Uhr

Treffen sich zwei Frankfurter und gucken eine O-Ton-Olympiade von Delmenhorstern und Wolfsburgern, die sich streiten, welche ihrer Städte die lebenswertere ist… Wir blicken heute mit Basti vom Eintracht-Podcast quer durch die Republik zum mecklenburger Wolf, zu Lübecker Nachwuchspolitikern und den hessischen Wahlhelfern. Ein bisschen spielen die kalifornischen Waldbrände eine Rolle und sogar den Jetstream um den Nordpol sprechen wir an, ehe wir noch nach Uganda schauen. Es ist einiges los. Dazu kommentierte Musik von Mathias und eure Audiokommentare.

Wir danken unseren Produzenten Ulrich, Jan, Demian, Stefan, Martin, Roman und allen unseren Unterstützern.

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Musik
Die Ausgabe lässt sich hier kommentieren. Die Kommentare werden mit Zeitverzug moderiert und dienen in erster Linie als Hinweise an Stefan und Tilo. Fragen und Diskussionen sind im Forum besser aufgehoben. Audiokommentare nehmen wir auf allen Wegen, auch per WhatsApp- & Signal-Sprachnachricht an 004915156091706, entgegen.

22 Gedanken zu „A!339 – Superschäfer“

  1. Ich find’ es toll, dass ich die Folgen jetzt dank Twitch schon zu normalen Abendzeiten starten kann. Der Youtube-Upload dauert ja leider teilweise bis in die Nacht hinein.
    Vielen Dank und liebe Grüße!

  2. Hallo Jungs,
    bezüglich des Themas Diesel-Update / Updates generell:
    Updates sind nicht allgemein positiv zu bewerten. Gerade wenn sie wie in diesem Falle eine technische Not”lösung” darstellen. Zum Beispiel steigt der Verbrauch und damit gekoppelt der CO2-Ausstoß (bis zu 20%). Durch die öfter erfolgende Aktivierung der Abgasrückführung geht das entsprechende Bauteil noch schneller kaputt als sonst sowieso schon (1500€ nicht alle 100, sondern alle 50Tkm). Das nur beispielhaft für die technischen Probleme, die das Update mit sich bringt. Also sich bitte mal nicht so über den armen emotional angefressen Opi mokieren, wenn man selbst von den technischen Hintergründen nur begrenzt Ahnung hat.
    In der professionellen IT werden auch nicht umsonst erstmal Testumgebungen aktualisiert und getestet, bevor ein Update auf die Produktivsysteme ausgerollt wird, da Updates meist auch andere Sachen kaputtmachen, die vorher funktionierten…
    Grüße und weiter so, höre Eure Mediendekonstruktion sehr gerne!

  3. Nochmal über den Begriff Diesel “Updates” nachgedacht. Eigentlich ist schon der gewählte Begriff ein schönes Beispiel für positives Framing.
    Eigentlich wäre Diesel -Patch- wesentlich genauer. Also in der IT Welt ein Pflaster um verbuggte Hard- und/oder Software wenigstens halbwegs lauffähig/regelkonform zu machen. Das geht natürlich wie üblich auf Kosten der sonstigen Leistungsfähigkeit. Während der Begriff “Update” ja umgangssprachlich eher positiv rezipiert wird. Da denkt der Bürger an mehr und bessere Funktionen, höhere Leistungsfähigkeit usw.. Ebendas leistet die Pfuscherei nur in Software ohne Hardwareänderung/-update eben nicht, eher das Gegenteil.
    Grüße

  4. hier mal der versuch ein paar Dinge zusammenzubinden:

    ‘globalism’:
    Unter ‘globalism’ würde ich die Nachkriegsordnung der Amerikaner nach dem 2ten Weltkrieg verstehen.
    Wenn Tilo im podcast von Empire spricht, ist das schon ein Zeichen dafür, dass er nichts verstanden hat.
    Die Nachkriegsordnung wurde von den USA als Gegenentwurf zu den ‘Empires’ wie Großbritannien konzipiert, aber zugegebenermaßen mit Sonderstellung der USA.
    Die USA hatten Angst, dass die Wirtschaft nach dem WK2 wieder in eine Depression verfällt und wollten daher Deutschland und Japan als Handelspartner, als Abnehmer für ihre Güter aufbauen, als Gegengewicht zur US-Wirtschaft aufbauen.
    Das ist letztlich auch die Motivation hinter der heutigen EU gewesen.

    ‘BREXIT und Jeremy Corbyn’:
    Jeremy Corbyn ist nicht scharf auf ein 2tes Referendum,
    weil er ein echter linker ist und als solcher ist er letztlich gegen die Deindustrialisierung wie sie in Teilen UK’s stattgefunden hat.
    Das funktioniert so, dass eine Industrie mit CO2 Zertifikaten
    übernommen wird, in UK schließt, die gleiche Fabrik wird dann in Indien neu aufgebaut, natürlich mit den schlechteren Arbeitsbedingungen und billigeren Arbeitern und die CO2 Zertifikate werden mitgenommen.
    Im Endeffekt ebnet die Klimawandelhysterie also nur den Weg für den globalen Kapitalismus.
    Der ältere Bruder von Jeremy Corbyn ist Piers Corbyn ein
    ehemals anerkannter Wissenschaftler, der allerdings die
    Veränderungen der Sonnenaktivität für seine Wettervorhersagen heranzieht und deshalb als Klimawandelleugner in Ungnade gefallen ist.

    ‘Die Wut der Ossis’:
    Im Osten Deutschlands gibt es heute viele Gebiete wo die
    ländlichen Strukturen auch insofern zerstört wurden,
    indem nur mehr Energiepflanzen angebaut werden.
    Die ursprüngliche Struktur mit Klein- und Nebenerwerbsbauern die sich im wesentlichen auch selbst versorgen konnten wurde auch nach der Wende nicht mehr
    hergestellt.
    Milchwirtschaft ist unrentabel, es wird vornehmlich Mais und Raps usw… angebaut.
    Nachhaltig ist das nicht.
    Es ist eine Form der Globalisierung.
    Nahrungsmittel müssen dann importiert werden.
    Es ist also ein Irrglaube, dass diese Form des Wirtschaftens
    keine Folgen hätte.
    In Österreich ist die Selbstversorgungsquote bei vielen Lebensmittelarten noch besser, die Betriebsgrößen der Landwirtschaftsbetriebe ist noch kleiner.
    Was Stefan so gerne als Nazis im podcast bezeichnet,
    wenn er von österr. Wählern spricht, ist also nichts anderes als der Kampf diese Strukturen aufrecht zu erhalten.
    Ich werde nie vergessen, wie Hans Werner Sinn beim G8 Gipfel in Bayern vor der Landschaft interviewt wurde
    und meinte, das kann weg, das wirds in Zukunft nicht mehr geben, weil es nicht mehr wirtschaftlich ist im Rahmen der globalisierten Landwirtschaft.

    Manchmal frage ich mich, ob Grünwähler hauptsächlich in der Stadt sind, weil man dort soz. den größeren Bedarf an
    Verbesserungen der Umwelt sieht, oder ob man da einfach
    schon soweit weg ist von der Umwelt, dass man tiefere Zusammenhänge erst begreifen würde, wenn der Supermarkt leer ist.

    Zum Themenbereich ‘Internationalismus’ vs. ‘Globalismus’
    hat Steve Bannon hier eine Rede gehalten:

  5. Ich hoffe dass Tilo bei CCC Congress mal Fefe oder Constanze oder so fragt, wie toll die Idee ist bei autonomem Fahren darauf zu setzen dass die Autos und LKWs alle permanent via 5G miteinander vernetzt sind und so. Das Argument poppt in den letzten Wochen wieder massiv auf. Ich verspreche mir davon eine Menge Popcorn, denn nach allem was ich dazu bisher aus LNP und Co gehört habe ist das eine der eher dümmeren Vorstellungen davon wie das funktionieren soll.

  6. Hallo,

    ich schließe mich zu updates mal aus Konsumentensicht an. In der Spielbranche ist es mittlerweile üblich, dass ein Spiel ab Tag 1 bereits mehrere GB Daten an Updates benötigt, da dass Spiel nicht fertig versandt wurde, um einen vorher definierten Release-date nicht zu reißen. (Indies mal ausgenommen). Bei einem Unterhaltungsprodukt im Jahre 2018 kann ich dass ja noch verstehen. Kein Unter 30-jähriger lebt heute ohne Internet.

    Aber beim Auto? Möchte ich dass die Werkfertigen Fahrzeuge bei mir vor der Haustür sich erstmals mit dem W-Lan verbinden, damit sie überhaupt zugelassen sind? Bei Abgasen mag es direkt nicht bedrohlich sein, aber man stelle sich mal vor, der Abstandshalter weißt Mängel auf und die Autos sollten doch bitte mal ein Update ziehen. 250 Auffahrunfälle in den ersten 15 Tagen…
    Die Diskussion um Updates beim Auto wäre eine andere.

  7. Wie?? Keine guten Comedies? Gerade euch Aufwecker*innen und uns Aufwachenden empfehle ich das Zeuch von Armando Iannucci, id est das grandiose britische “The Thick of It” samt Filmen und das us-amerikanische Pendant “Veep”. Politik, wie sie wohl wirklich stattfindet. ; -)

  8. Hallo Stefan, wenn ich das richtig verstanden habe, hälst du es für ein dramatisches Problem, wenn in einem Jahr ca. 500.000 ältere Arbeitnehmer aus dem Arbeitsleben ausscheiden ohne ersetzt zu werden.

    In Deutschland gibt’s z.Zt. ca. 45 Mio. Erwerbstätige, ‘ne halbe Million Differenz sind also ca. 1%.

    Lassen wir den Exportüberschuss jedes Jahr ein bisschen schrumpfen und rechnen wir den Produktivitätsgewinn dagegen (dank Technologie, Verdichtung usw. produzieren wir alle im Schnitt pro Stunde von Jahr zu Jahr mehr Güter und Dienstleistungen), scheint mir das, was von dem Prozent übrig bleibt, gar nicht mehr so dramatisch. Jedenfalls nicht so dramatisch, dass wir es nicht stemmen könnten, wenn wir wollten.

    Würden wir den Neueinsteigern eine ordentliche Ausbildung verschaffen (= höhere Produktivität), könnten wir sogar weiterhin steigenden Wohlstand haben. Die nächste technische Revolution könnte alle Vorhersagen auf den Kopf stellen. Der Klimawandel könnte uns vor Herausforderungen stellen, gegen die ein paar Leute weniger, die Bullshit-Jobs machen können, wirklich nicht das Problem sind.

    Standardargument zum Thema: vor hundert Jahren hat ein Mensch in der Landwirtschaft vier Leute ernährt. Heute ernährt jede Arbeitskraft in der Landwirtschaft 150 Leute (auch Dank der Verwandtschaft von Albrecht von Lucke, wie wir letztens gelernt haben). In ein paar Jahren fahren nur noch GPS-gesteuerte Maschinen auf den Feldern rum, ein Landwird sitzt vor ein paar Monitoren und bewirtschaftet gleichzeitig X Felder und ernährt noch mehr Menschen. Es arbeiten von Jahr zu Jahr weniger Beschäftigte in der Landwirtschaft, aber das Essen geht uns trotzdem nicht aus.

    Wo denk ich denn da falsch, wenn ich nicht panisch werde?

    Gruß,
    Marc

    1. Die Minderung des Erwerbspersonenpotenzials um rund 400.000 jährlich, über mehrere Jahre, muss irgendwie mit einer auf Wachsum ausgelegten Wirtschaftsordnung gebracht werden – was nicht gelingen wird. Die Konsequenzen kennen wir noch nicht, der Fall ist beispiellos (abgesehen von Japan, das bereits seit drei Jahren schrumpft). Mein Buch wird es diskutieren.

  9. Moin,

    Kleiner Programmhinweis zum Thema Merz:
    DLF, Sonntag, 25.11., ab 11.05 Uhr: Stephan Detjen gegen Friedrich März im Interview der Woche. Könnte interessant werden.

    Grüße
    Holger

  10. Moin zusammen,
    zu den Wölfen die denn Hirten bzw. denn Weidetierhaltern sorgen bereiten kann ich den Wanderschäfer
    Sven de Vries zum Thema Wolf empfehlen, der die
    Problemlage in der er sich selbst sieht etwas klarer
    erklärt und nicht so sehr gefühlsbestimmt, harsch kritisiert.

    https://www.youtube.com/watch?v=1CcS_TRYXz0

    https://www.youtube.com/watch?v=wV-mHQYpCUc
    https://www.youtube.com/watch?v=hjSui4KVzVk
    Tipp: In zweifache Geschwindigkeit anhören.
    LG

  11. Wegen dem Shift Handys aus Hessen. Habe das handy für 444€ mal verglichen, da ist ein 2 Jahre alter Prozessor drinne und Handys mit dem Prozessor und vergleichbaren DAten kosten 150-175€. Es ist halt einfach ca 2,5 mal so teuer. Willste also ein Handy wie von Samsung oder Apple für 600€ zahlste also ca fast 2000€^^

  12. Mir haben die Audiokommentare sehr gut gefallen. Jemand aus Indien und über Polen bzw. Rumänien gequatscht.
    Stellt man jedem negativen TV-Bericht über das Regierungshandeln gegenüber erweitert und differenziert sich das vermittelte Bild. Als wenn “die” Polen nun alle “rechts” seien. Berichte über europäische Gegenden sind vielleicht viel zutreffender, wenn man diese an Hand der Städte und ländlichen Gebiete führt.
    Der Way of Life ist doch nach Gebiet ein sehr ausdiffernzierter ob Länder dort als Maßeinheit klug gewählt sind – bezweifle ich.
    Ich lege mal über die 3G Verfügbarkeitskarten für die GoogleBabbelfishSmartphonenutzung eine English-Speaker Karte und höre mir die Probleme der osteuropäischen Länder an.

  13. Was sollte der Spruch gegen den Fußball in Aachen, Stefan? Ich lade dich herzlich ein mal auf den Tivoli zu kommen. Da ist mehr Stimmung im Stadion als bei manchen 1. Liga Clubs:)
    Tradition kennt keine Liga!

  14. Vor ein paar Tagen hatte ich ein 30 Minuten SWR Interview mit dem Köhler auf dem Schirm, weiß nicht mehr woher es kam. Ist in der Tat recht verwirrend sich den anzuhören, u.a. aus schon von Stefan genanntem Grund.
    Der Vergleich von chronischen Effekten mit nicht eintretenden akuten Folgen des Rauchens einer Zigarette und deswegen machten Dauerexpositionsfolgen keinen Sinn.
    Ich kann es nicht nachvollziehen, aber vll. muss ich es mir noch einmal komplett angucken…

    https://www.swr.de/swr1/bw/programm/leute/koehler-prof/-/id=1895042/did=21231240/nid=1895042/1xhy5t6/

  15. Zur Stickmonoxid(NO)-etc.-Diskussion:

    Stickmonoxid wird auch Endogen (vom meschlichen Körper) produziert, unter anderem als Signalgas (niedrige Konzentrationen über lange Zeit zur Regulation der Breite der Blutgefäße) und als Killergas (hohe Konzentrationen über kurze Zeit zum Abtöten von gefährlichen Eindringlingen/Immunabwehr).

    Ob der Lungenarzt mit dem was er sagt recht hat weiß sich nicht, aber wie gerade dargelegt scheint ja die Logik eher umgekehrt zu sein, als wie ihr argumentiert habt (hohe Konzentrationen über kurze Zeit schädlicher, da die schlechter vom Puffersystem des Körpers neutralisiert werden können).

    Die Diskussion von Nitraten (werden im Körper teilweise zu NO umgewandelt) in Nahrungsmitteln ist übrigens recht brisant, es wurde besonders das letzte Jahrzehnt intensiv dazu geforscht. Für weitere Hintergründe empfehle ich:
    https://edubily.de/2017/01/nitrosativer-no-stress/
    https://edubily.de/2017/12/mehr-stickoxid-durch-gemuese/
    https://edubily.de/2016/07/nitrat-rote-bete-stoffwechsel/

    In diesem Zusammenhang sind Grundlagen zu Antioxidantien auch interessant:
    https://edubily.de/2018/08/koerpereigene-antioxidantien-statt-extra-vitamin-c/

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