A!Kritik – Feuilletonabriss

Samstag, 6. Oktober 2018, 9:00 Uhr

Wenn ohnehin schon jeder zu allem eine Meinung hat, was bleibt dann eigentlich noch für Kritiker zu tun? Sie können sich in die Zuschauer einreihen, oder sich einen neuen Auftrag geben. Doch dafür braucht es Kritik zur Kritik. So wird Kritik zur Praxis, die ihrerseits immer auch politisch ist. Da die Feuilletons nicht mehr funktionieren, wird offenbar, was schon seit langem gilt: Kritik muss darüber Auskunft geben, was sie leisten möchte und das geht über Werturteile für schöne Filme weit hinaus. Wir versuchen es heute etwas zu entschlüsseln, dazu gehören auch wehmütige Rückblicke.

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8 Gedanken zu „A!Kritik – Feuilletonabriss“

  1. Hi stefan.
    Ich bekomme beim aktualisieren in podcastaddict den fehler, dass euer token invalid ist

    At line 43, collumn 573 not well formed.

    Hoffe das ist nur vorrübergehend.

    Danke und Schönen Sonntag noch

  2. Guten Abend,
    es war eine Freude Euch zu hören. Viele konkrete Argumente, sehr anregend und erfüllend. Meinen herzlichsten Dank für Euer Engagement.

    Ich möchte euch einen, wie ich finde, wunderbaren Kritiker empfehlen, der sich selbst wahrscheinlich nicht so genannt hätte: Richard Rorty. Er kreiert die Figur der liberalen Ironikerin. Leider ist er schwer zugänglich. Der kraftvolle Dichter, der utopische Revolutionär sind für Rorty Helden… Aus dem Buch „Kontingenz, Solidarität und Ironie“ (1989) möchte ich Euch drei Appetithappen schenken:

    „… das die Begabung anders zu sprechen, nicht die Begabung gut zu argumentieren, das Hauptinstrument kulturellen Wandels ist.“ (> zum Thema Transformation und der Frage ob ästhetische Kritik überhaupt noch Kritik ist…)

    „… es kommt darauf an, dass man mit anderen Menschen über das, was einem wahr scheint, sprechen kann; es spielt keine Rolle, was tatsächlich wahr ist. Wenn wir für Freiheit sorgen, kann die Wahrheit für sich selbst sorgen. Wenn wir ironisch genug gegenüber unseren eigenen abschließenden Vokabularen und neugierig genug auf die Vokabulare anderer sind, müssen wir uns keine Sorgen machen, ob wir unmittelbar in Berührung mit moralischer Realität stehen oder von Ideologie verblendet oder schwächliche Relativsten sind.“ (> zur Frage, welche Freiheit Voraussetzung für Kritik ist. Sicher nicht (nur) die ökonomische…)

    „Es gibt kein wichtiger soziales Ziel als die Vermeidung von Grausamkeit.“ (> Zur unbehandelten Frage des Motives von KritikerInnen)

  3. Ich bin über den Yt-Kanal der Filmanalyse auf euren Podcast aufmerksam geworden und muss sagen, es war mir ein Fest, euch beim Diskutieren zuzuhören!
    Jetzt werde ich mich mal in den älteren Folgen umsehen…

    Gruß,
    Lisa

  4. Wolfgang vermischt ab 1:30:25 leider zwei Serien wenn er sagt: “Mir würde noch Mindhunter einfallen, eine Netflix-Serie, die sich mit dem Unabomber beschäftigt.”

    Mindhunter ist eine der besten Serien der letzten Jahre, beschäftigt sich aber mit Serienmördern. Wolfgang meinte “Manhunt: Unabomber”.

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