A!242 – Operation Barolo

Freitag, 13. Oktober 2017, 12:06 Uhr

Wie berichtet man eigentlich gut über Fussball? Und wer am besten? Max-Jacob Ost vom @rasenfunk geht mit uns ein paar Fragen durch, angefangen von “Sind Sportjournalisten eigentlich wirklich Journalisten?” bis zu “Warum hat Leo Kirch damals nicht Axel Springer übernommen, warum hat er Helmut Kohl Geld geschenkt und weshalb wollte er keine Interviews geben?” Bevor wir dazu kommen, gratulieren wir dem Wirtschaftsnobelpreisträger 2017, empfehlen aber das Buch des Preisträgers 2002 und wir gucken zu, wie Harald Schmidt Jung & Naiv schaut.

Wir danken unserem Produzenten Daniel und unseren Unterstützern Jakob, Alexander, Valentin, Carsten, Stefan, Sebastian, Christian, Carsten, Paul, Marc, Marc, Bernhard, Stefan, Alexander, Annett, Immanuel, Stephanie, Sara, Gerald, Tim, Sebastian, Patrick, Fabian, Sebastian, Christian, Wiebke und Simon, Franz, Ralf und Markus.

Fussball:

Der Aufwachen! Podcast endete mit Ausgabe 444. Ihr findet Stefan beim Fernsehpodcast und Tilo bei Jung & Naiv.

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14 Gedanken zu „A!242 – Operation Barolo“

  1. Die Wahlbeteiligung korreliert vor allem stark mit dem Einkommen. Je reicher, desto stärker fühlt man sich durch das System repräsentiert und desto wahrscheinlicher geht man wählen.

    Meist ist der Spitzenreiter ein Villenviertel am Rand bzw. im Speckgürtel einer Großstadt: Hochtaunuskreis, Zehlendorf, Starnberg…

    “München-Land ist Deutschlands reichster Wahlkreis – 29.954 Euro hat jeder Bewohner hier im Durchschnitt von seinem Einkommen zur freien Verfügung.”
    https://www.welt.de/politik/deutschland/article168952428/Gelsenkirchen-ist-gleich-mehrfach-Schlusslicht.html

    https://perspektive-online.net/2017/09/zusammenhang-zwischen-wahlbeteiligung-und-einkommen/

  2. Erst in der Rückrunde (ab 2018) wird die chinesische U20 gegen die jeweils spielfreie Mannschaft in der Regionalliga Südwest antreten.
    @Stefan kannst es dir ja beim FSV Frankfurt oder den Kickers Offenbach anschauen 😉

  3. Ohne die Bilder ist das natürlich nicht ganz zu bewerten, aber “gerade in Linz” hätte ich insofern verstanden, dass Linz eine Schwerindustriestadt ist. Was ein kleiner Kontrast zu grüner Technologie ist.

    Unpolitischer Fußball driftet immer nach Rechts. Rassistische Ressentiments werden von Leuten die sie haben ja nicht als Politik gesehen und wenn ein politisches Vakuum entsteht wird das durch sowas gefüllt. Da braucht sich eins tatsächlich nur ansehen wie sich Fanszenen von Vereinen entwickeln, die aus dem Profifußball absteigen.

    Das Leo Kirch Segment hat mir wieder mal Brecht in Erinnerung gerufen “Was ist ein Einbruch in eine Bank gegen die Gründung einer Bank?”

    1. 1. Du musst dich nicht mit Twitter im Forum anmelden. Echt, jetzt!!!
      2. Den Text von Raul haben wir bereits im Podcast angesprochen und verlinkt.

  4. Einen Grünen im Außenmisnisterium halte ich auch für sinnlos. An Frau Hendricks erkannte man ja, dass das Umweltministerium und das Landwirtschaftsministerium oft im Konflikt waren. Die Grünen müssten beide einfordern um wirklich ökologische Änderungen anstoßen zu können. Wenn sie es nicht tun und nur obligatorisch das Umweltministerium nehmen, dann werden wir auch die nächsten vier Jahre immer Ausreden hören, warum sich im ökologischen Bereich (zb. Nitrat im Wasser, Insektensterben, …) nichts bewegt. Eigentlich gibt es für die Grünen vier priorisierte Ministerien wenn sie ihre Wähler ernst nehmen würden: Umwelt-, Landwirtschafts-, Bildungs- und Familienministerium.
    ————–
    Eine Anmerkung zum Podcast:
    Ich finde, dass ihr für eure Zuhörer oft nicht den Kontext herstellt der nötig ist, wenn man nicht sieht was ihr gerade seht. Max hat es ein wenig ausgeglichen in dieser Folge. Leider achtet ihr beide immer weniger darauf.

  5. Kleine Anmerkung zu dem Angebot, dass Stefan Weil dem Tilo gemacht hat, da ich bei der Veranstaltung live vor Ort war:
    Lars Klingbeil hat dann die Moderation übernommen, eine Journalistin vom Spiegel war dann als Diskussionsteilnehmerin dabei; die ganze “Diskussion” ging so 30-40 Minuten und alle waren sich dann darin einig, dass das ja schon krass ist mit dem Internet und so. In der Diskussion hat Herr Weil sich dann dazu hinreißen lassen zu sagen, dass man in Zukunft eventuell darüber nachdenken müsste, ob es vielleicht notwendig sein wird gesetzlich was im Bereich Datenschutz zu machen. Immerhin war der Eintritt frei und so konnte ich “The Circle” kostenlos im Kino sehen. Auch wenn die besten Plätze im Kino für Herrn Weil und seine Jusos reserviert waren.

    1. 😉 typisch Weil, seit Albig abtreten musste ist er der mit Abstand ahnungsloseste Ministerpräsident in Deutschland.

  6. bzgl. min. 35ff. Precht bei Lanz:

    Also generell, könnte sich die Ausbreitung der Sahara auch verändern.
    Also eine Klimaerwärmung muss nicht automatisch zu Trockenheit führen.

    hier eine Meldung des PIK dazu:

    https://www.pik-potsdam.de/news/press-releases/from-dry-to-wet-rainfall-might-abruptly-increase-in-africa2019s-sahel

    Denke man springt hier auf einen bereits erkennbaren Trend auf.
    Alle möglichen Propheten machen Prognosen und die, die dann zufällig gestimmt hat, greift man auf und den Rest vergisst man.

    https://phys.org/news/2016-07-warmer-mediterranean-sahel-green.html

    Ansonsten, kann man Richard David Precht sicher nur zustimmen, aber es ändert sich halt nichts.
    Bei der Ukraine gab es eigentlich auch mal die Überlegung,
    die Gesellschaft über kleine Bauern aufzubauen.
    In Ostdeutschland nach der Wende hätte man das auch machen sollen, anstelle der Agrarkonzerne.
    Ich kann das jetzt nur schätzen, aber Deutschland produziert ca. doppelt so viel Schweinefleisch, wie es selbst benötigt.
    Und das zum Schaden von Tier und Umwelt und subventioniert.

  7. Kurt Beck:

    Das ZDF, mit Sitz in Mainz, ist einer der größten TV Sender Europas. Daher ist die Staatskanzlei von Rheinland-Pfalz federführend für den Entwurf des Rundfunkstaatsvertrags, und damit für das deutsche Rundfunkrecht, zuständig. Daher kommt der Ministerpräsident von Rheinland-Pfalz (z. B. Kurt Beck) oft als O-Ton-Geber bei medienpolitischen Themen zu Worte.

  8. Ein etwas verspäteter Kommentar, aber mir hat in der Fussballdiskussion die Frage gefehlt, wie Max es vereinbaren kann, auf der einen Seite klar zu sagen, daß Sport und Politik sich nicht trennen lassen und die Auswüchse deutlich zu kritisieren und gleichzeitig Fan des FCB zu sein. Ich verstehe die Schere im Kopf nicht, die ermöglicht, zu sagen “jaja, schlimm, daß die Verbindungen zu Katar und kein Problem damit haben, daß keine Frauen ins Stadion dürfen und daß der gesamte Vorstand korrupt und vorbestraft ist, etc., etc., etc., aber ich bin trotzdem Fan”. Wo wäre denn der Punkt erreicht, an dem ein Fan sagt “das mache ich nicht mehr mit, ich sage mich los.” “Kritisch begleiten” reicht doch irgendwann nicht mehr – aber offensichtlich ist die Grenze nicht überschritten oder maximal flexibel, das Fan-sein steht letztendlich doch über aller Kritik. Das birgt ein massives Glaubwürdigkeitsproblem.

  9. Eine Empfehlung zum Neunziger Jahre Fernsehen:
    In der Sendung “Der heiße Stuhl” auf RTL zum Thema Gewalt im Fernsehen fordert Angela Merkel 1992 als Frauen- und Jugendministerin stärkere Zuschauerbeteiligung für mündige Bürger bei der Programmfindung von öffentlichen Fernsehanstalten.

    https://youtu.be/-HCwg45-DeQ Teil 4/4 ab min 7:30

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