A!169 – Starkstaatsstärkung

Freitag, 6. Januar 2017, 12:06 Uhr

Wir schauen das heute Journal von Dienstag mit Thomas de Maiziere, der seinen FAZ-Text vorliest. Danach informieren wir uns über Niedersachsens Ministerpräsidenten Stephan Weil.

Wir danken unseren Produzenten Lukas, Claudia, Alexander, Thomas, Ullrich, Daniel, Christian und unseren Unterstützern Isabel, Christoph, Sebastian, Julian, Samuel, Jan, Frank, Bernhard, Winfried, David, Florian, Lorenz, Thomas, Benito, Daniel, Anita, Jannis, Konrad, Ricardo, Andre, Paul, Yvonne, Christoph, Michael, Sebastian, Benjamin, Christoph, Tim-Rene und Daniel.

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10 Gedanken zu „A!169 – Starkstaatsstärkung“

  1. Huhu,
    hier mal noch als kleine Ergänzung zum Thema Verfassungsschutz (für alle Interessierten):
    Eine bisherige Triologie der Nachdenkseiten bzw. von Wolf Wetzel (als Gastautor) in Audiofassung (außer Teil 2) zur Thematik NSU, sehr hörens- bzw. lesenswert:
    Teil 1: http://www.nachdenkseiten.de/?p=35857
    Teil 2: http://www.nachdenkseiten.de/?p=36047
    Teil 3: http://www.nachdenkseiten.de/?p=36493
    Dann für alle die sich immer fragten: Wie konnte die rechte Szene eigentlich gerade in Ostdeutschland so groß werden? Hier eine Doku (Bezug ist natürlich auch wieder der NSU): https://www.youtube.com/watch?v=-_cyvh9sldM
    (Werde das auch nochmal im Forum zur Diskussion geben)

    Achso, Tilo schäm dich dass du die Traumzauberbaum Teile nicht kennst^^!!11!! Da waren einige sehr schöne Lieder bei. 😉

  2. ​Moin Moin!

    Wo tu ich jetzt mein allgemeines Folgen-Geschreibsel hin? Gibt’s da einen Thread noch dazu, oder kommt das jetzt hier hin wieder?

    # Schlapps & Schlumbo und Co.
    Tilo, mach dir nichts drauß, ich kenn’s auch nicht. .-.
    Ich war wohl noch zu jung um das mitzubekommen. Aber hey, ich kenn Digimon! 8o Und Dragonball 😮

    # Tilo: “Bevor der tolle Job begonnen hat […]”
    Hab gar nicht aufgepasst jetzt, ob das noch dazu gehört, oder schon zum “tollen Job” gehört, aber ich ordne das mal hierzu, zum noch nicht tollen Job. DeMätzchen will was machen? Deutschland auf schwierige Zeiten vorbereiten? Aha. Na wie wäre es damit die Flüchtlinge besser zu vorsorgen, dann radikalisieren die sich auch nicht. Und die Bildungsmöglichkeiten zu erhöhen, für die eigenen Bürger und auch die Flüchtlinge. Selbst wenn sie irgendwann wieder weggehen, hey, dann haben wir schonmal Partner in Syrien und Sonstwo, die mit demokratischem und sachlichen Verstand die Situation einschätzen können und sinnvolle Hilfe leisten können und auch nicht gleich wieder radikalisiert werden. Und wie wäre es damit die “abgehängte” Schicht von deutschen Arbeitern und Kindern wieder etwas mehr zu fördern. Altersarmut wird ein riesen Problem werden in Deutschland. Wenn die nächste Zeit so schlimm wird, wie du sagst, kann man doch da mal etwas verbessern. Und wenn es nur so kleine Dinge sind, dass man zum Beispiel Zeiten der Ausbildung und Zeiten für Mutterschaft/Vaterschaft auf die Rentenberechnung mit anrechnet? Oder wat weiß ich, damit würde man den sozialen Frieden beleben und Deutschland zu einem sicheren Ort machen. Viel mehr als jede Pauschalfestsetzung und jede Überwachungsmaßnahme. Aber hey, wem erzähl ich das. Hallo, DeMätzchen, falls du zufällig mitliest hier, ich weiß ja nich welche Drogen in deinem Ministerium so herumgereicht werden, aber ♪ tu ma lieber die Möhrchen. Tu ma lieber die Möhrchen, Papa. Tu mal lieber die Möhrchen, die Möhrchen, gib die Möhrchen. ♫

    # Internet mit internationalen Angriffen. Kritik nicht angebracht, da keine 50er/60er mehr.
    Oh Mein Teufel, was labert der da? Der Punkt mag zwar bezogen auf die Zeitmäßigkeit richtig sein, aber wenn dieses föderale Prinzip “einfach so”, und aus Gründen von internationalem Terror ist das “einfach so”, aufgegeben wird, dann täuscht sich der Herr DeMätzchen, weil dann lebt die Regierung zumindest noch in den 50er/60er Jahren (+ Hinweis AfD), was als Gegenargument zur Abschaffung des föderalen Prinzips dabei doch wieder zählt. Haa, so verschwurbelt. Ehm… jedenfalls, wenn das Internet so gefährlich ist, warum nehmt ihr Kackspacken eure dämlichen Regierungsserver mit den wichtigen Daten nicht einfach vom Netz und arbeitet offline? Ich weiß, so schlau muss man erstmal sein, um auf die Idee zu kommen. Jaja, lieber das Internet ganz abstellen und schweine-teure Anti-Cyber-Software bauen, als nur einen einzigen Zugang abzukoppeln. Naja. 😀

    # DeMätzchen aus der Hölle.
    Hey, Stefan!! Mach mir meine Hölle nicht kaputt, ich will den da nich!! Der kommt in den Himmel, soll er dort verrotten mit seinen “abendländischen Engeln” aus AfD-Schland. Ich lass es mir derweil gut gehen mit meinen Dämonen-Freunden. <3

    # BGE.
    https://aufwachen-podcast.de/kommentare/index.php?thread/82-bedingungsloses-grundeinkommen-prea160/&postID=1171#post1171
    Ansonsten: Jo, absolut.

    # VW, Markt und Wettbewerb um Führungskräfte.
    Stefan, du hast da genau den richtigen Punkt gebracht.

    # Hass-Kommentare im Netz.
    Ich bin mir da immer unsicher, wie genau das zu verstehen ist. Wenn da jemand Hass auf Migranten schiebt, dann ist das Hetze. Wenn aber jemand Hass auf Politiker schiebt, dann ist das begründet. Was Klarnamen angeht: Auf keinen Fall. Damit tötet man das Internet. Ansonsten ist es halt so, dass man das über IP auch herausfinden kann, also wo ist das Problem, wenn man VDS hat? Und das wollen die ja und haben wir auch wieder, oder war das schon wieder gekippt? Nee, ich dächte wir haben das noch .. wieder? .. wieder noch? .. wieder immer noch. *zu faul zum googlen*

    # Schlapps & Schlumbo.
    Was is'n jetzt damit? 😮 Ich dachte du wolltest noch was dazu sagen, Stefan. 😀

    Grüße und so.

  3. Och Mann eh, ich werd’s nie lernen. “Draus” wie sich “aus” etwas nichts machen und “draußen” wie “außen”. Meine Güte. -.-

  4. Thomas D. aus der Hölle abgeschoben!
    Dazu Behördenleiter L.: “Wir hatten keine andere Wahl. Wer hier meint er könne Büroklammern sortieren, der hat einfach nicht das nötige Leistungsniveau, um bei uns eine angemessene Anschlusverwendung zu finden.”
    Die Entscheidung wurde auch von führenden Höllenexperten begrüßt. Das Sprachrohr des Instituts der deutschen Wirtschaft sagte dazu im Exklusivinterview: “Herr L. hat völlig richtig gehandelt. Es kann nicht sein, dass unsere Verbrennungsgesellschaft von leeren Aktenordnern dazu missbraucht wird, sich leistungslose Grundwärme zu erschleichen.”

  5. Hallo zusammen,
    obwohl ich mich während der letzten 167 Folgen noch nicht dazu verleiten ließ einen Kommentar zu schreiben, möchte ich dies an dieser Stelle einmal nachholen. Ich möchte allerdings nicht direkt auf die Folge antworten sondern mal einen allgemeinen Punkt machen und ein bestimmtes Wort einführen.
    Zu meiner Nachrichtendiät gehört einmal die Woche ein Tag an dem ich mir nur Artikel von solchen Magazinen vornehme, die mir unsympatische Meinungen vertreten. Dabei stößt man in der Feminismus /LGBTQ Bewegung immer wieder auf das Wort „Gaslighting“. Ich will hier einmal ausführen, wieso ich dieses eigentlich in fast allen Situationen unangemessene Wort für eure Medienkritik sehr passend finde.

    Gaslighting beschreibt den Prozess in dem ein Täter einem Opfer über einen längeren Zeitraum durch gezielte Manipulation versucht, das Vertrauen in die eigene Wahrnehmung zu nehmen. Der entsprechende Wikipediaartikel hat hierzu auch eine kurze Analyse der Wortherkunft. Zudem werden die folgenden Punkte als Strategien dieser Prozedur beschrieben:
    Der Täter oder die Täterin
    1. spricht den Gefühlen des Opfers ihre Berechtigung ab,
    2. behauptet, man hätte etwas getan, woran man sich selbst jedoch nicht erinnern kann,
    3. behauptet oder leugnet, selbst etwas Bestimmtes getan oder gesagt zu haben,
    4. bestreitet, dass ein bestimmtes Ereignis wirklich stattgefunden hat,
    5. gibt dem Opfer die Schuld, zum Beispiel für Streit, Schwierigkeiten in der Beziehung, das Scheitern von Freundschaften oder Probleme am Arbeitsplatz,
    6. dreht dem Opfer die Worte im Mund herum und/oder legt ihm Worte in den Mund,
    7. wirft unangemessenes Verhalten / Körpersprache / Bekleidung vor,
    8. redet dem Opfer ein, dass dieses etwas nicht kann, nicht gut genug ist, unqualifiziert ist

    Interessanterweise passieren die meisten genannten Aktionen nicht nur im Umgang mit Medienkritikern (wobei man mit dem Wort „Kritiker“ ja vorsichtig sein sollte) sondern auch in jeder RegBPK. Wann immer eine kritische Frage oder Nachfrage kommt, wird (meist Tilo) sofort (schon durch die Art der Reaktion) die Berechtigung eben dieser Frage abgesprochen, es wird geleugnet etwas getan oder unterlassen zu haben und sogar der Vorwurf des unangemessenen Verhaltens schwingt oft bei antworten mit (sinngemäß: „Herr Jung, was Sie in ihrer Frage unterstellen ist unangemessen und Unsinn“).
    Ich denke, dass dieses Gaslighting ein nötiger Bestandteil der Regierungsarbeit ist, da es sich hier schlicht um Öffentlichkeitsarbeit handelt und jede Kommunikation auch immer manipulativ ist. Je nach Ausprägung (und Staat) könnte man hier aber auch Öffentlichkeitslenkung oder Propaganda unterstellen. Da es allerdings auch immer Oppositonen gibt, die zumindest versuchen sollten solches aufzudecken, funktionierte das noch nie wirklich gut („Die Politiker lügen uns doch eh alle an“). Dass dies nur solange vorhält, wie es eine Opposition wirklich gibt, sieht man widerum an der öffentlichen Meinungsbildung zu Themen, in denen es keine Gegenstimmen gibt (in den USA hat man es ja beispielsweise geschafft, die Leute derart zu sozialisieren, dass das Einführen einer Krankenversorgung als Kommunismus abgetan wird. Diese Vorstellung brach erst in den letzten Jahren langsam auf. Oder auch: Homosexualität in konservativen Ländern. Hier wachsen Menschen noch immer in dem Glauben auf, dass sie krank sind, nicht die Gesellschaft.).
    Die Medien hatten lange den Vorteil, dass auch sie ohne große Oppositionen „regieren“ konnten. Erst durch das Netz gibt es nun auch reliable andere Quellen. Man stelle sich mal vor, man hätte wirklich nur die Nachrichten, die Ihr besprecht. Das Gaslighting würde bei uns allen funktionieren (wie noch vor wenigen Jahrzehnten). Da wir nun aber 100 einheimische Vor-Ort-Twitterer haben die jeden Beitrag von zugezognen Korrespondenten in weit entfernten Gebieten kontrastieren, muss sich nun auch die Medienwelt mit einer Opposition herumärgern. Da Gaslighting allerdings nicht funktioniert, wenn ein dritter interveniert und einem ständig sagt, dass man seiner eigentlichen Wahrnehmung „dass etwas nicht stimmt“ nun doch vertrauen kann, findet hier nun ein Bruch statt.

    Nun also zu meinem Abschlussplädoyer für den Merhwert des Wortes Gaslighting. Lügenpresse unterstellt das bewusste Lügen zur Manipulation. Dies kann man vielleicht einzelnen Sprechern ab und an vorwerfen, das aber hunderten (eher tausenden) von Redakteuren, Korrespondenten, etc. zu unterstellen ist sicherlich haltlos. Eher sehe ich hier das Problem darin, dass die Medienschaffenden wirklich ein Reflexionsproblem haben und ihre Sichtweise versuchen zu verbreiten (was prinzipiell ja erstmal nicht schlecht ist). Spannenderweise reagieren sie auf Kritik genau so, wie es auch die (in NoAgenda so sehr verhassten) Millenials tun. Sie reagieren mit einem Reflex, der Kritik an sich selbst nicht zulässt und sich selbst eine Opferrolle zuschreibt, in die sie von gemeinen und unreflektierten Tätern gepresst würden. Die Millenials sind den Medien und der Regierung hier etwas voraus und haben sich einen Begriff ausgedacht, der jede Kritik als unheiligen Versuch der Manipulation enttarnt: Das Gaslighting.
    So soll es eigentlich beschreiben, was ein Täter (die Sexisten/ das Pack) tut, während es in Wirklichkeit genau das Gegenteilige erreicht. Durch das Labeln der Täter und das damit verbundene Abtun der Kritik, immunisiert man sich selbst und bringt den „Täter“ in die Defensive. Mit genug Druck (shit storms, weil man ein halb-witziges Foto am Weltfrauentag postet/ ein Dutzend Talkshows zum Thema, wie gut die Medien in Wirklichkeit sind), kann man nun selbst Gaslighten und dem „Täter“ einreden, dass er seiner Wahrnehmung einfach nicht vertrauen kann.
    Gaslighting halte ich daher (obwohl ich den Begriff in allen anderen Situationen unmöglich finde), für genau das Richtige, um zu beschreiben, was Ihr uns Woche für Woche präsentiert.

    Kurz: Die Millenials haben perfektioniert, was Regierung und Medien bereits tun. Vielleicht ist es Zeit deren linguistische Fortschritte auch mit ihren Vorbildern zu teilen. Fake-News und Wahrheitsministerien sind vor diesem Hintergrund auch noch einmal interessant zu betrachten.

    Vielen Dank
    Liebe Grüße

  6. Ja supertoll, Tilo warnt vor vor eisigem Boden bei DeMaiziéres Zusammenschnitt und ich bin grad mit drei Hunden draußen, die alle in verschiedene Richtungen ziehen und sowieso wegen Eis und Schnee durchdrehen (positiv).
    Aber da ich den Kommentar schreiben kann kann, hab ich es wohl überlebt. Wenn auch knapp… 😉

  7. Mein Beitrag zur Sicherheitsdebatte:

    – Ich glaube auch, dass de Maiziere nur vom Versagen des Verfassungsschutzes ablenken will, aber zum Glück durschauen die Tagesthemen derart ausgefuchste politische Manöver nicht und besprechen mit ihm nochmal seinen eigenen Text…
    – Was wir brauchen ist mehr Kriminalitätsprävention, was wir nicht brauchen ist noch mehr Sicherheitsesoterik.
    – Mehr Überwachung führt vielleicht zu einer höheren Aufklärungsrate, aber sicherlich nicht zu einer niedrigeren Kriminalitätsrate.
    – Bei einem aufgeblähten Überwachungsapparat ist die Gefahr des Missbrauchs größer als der Nutzen.

    Grüße!

  8. Hallo. Bin leider etwas Rückstand mit denn Durchhören der Folgen, daher kommt diese Frage später als üblich.

    Thema VW und Mitarbeiterbeteiligung: Stefan sagt dass die Mitarbeiter das Unternehmen zertrümmern würden, wenn der Betriebsratsvorsitzende nicht ab und zu dazwischen funken würde. Was meint er damit? Wie würden denn die Mitarbeiter respektive die Gewerkschaft zertrümmern? Ist mir echt nicht klar. Vielleicht kann mir da jemand helfen. Danke und viele Grüße

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