A!085 – Hey, Herr Minister

Freitag, 29. Januar 2016, 16:36 Uhr

Wir schauen nur das heute Journal und ein bisschen Bundespressekonferenz mit Sigmar Gabriel. Themen: Wirtschaft, Flucht, Krieg, Terror, Bundeswehr, Apple.

Wir danken unseren Produzenten Stefan und David und unseren Unterstützern Markus, Jens, Florian, Tobias, Sebastian, Arne, Bettual, Till, Timon, David, Timm, Markus und allen Flatterern.

Anmerkung, weil es passiert, wenn meine Clips zu kurz sind: Guido Steinberg (statt Gregor Steingart) sprach über Paris, aber nicht über den Terror vom November, sondern den Einzeltäter, der vor wenigen Wochen mit einem Messer eine Polizeiwache stürmte. Das ist der eine von eine Million Flüchtlingen, der am Montag den Auftakt ins heute Journal bestimmte. Für alle anderen Flüchtlinge und Terroristen gilt was Tilo sagte.

Der Aufwachen! Podcast endete mit Ausgabe 444. Ihr findet Stefan beim Fernsehpodcast und Tilo bei Jung & Naiv.

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67 Gedanken zu „A!085 – Hey, Herr Minister“

    1. Hey, Herr Minister… der Apfel hat ne Druckstelle 😛

      (übrigens immer witzig sich Zahlen mal anschaulich umzurechnen. Der deutsche BIP hat so ne 8-spurige Autobahn VW-Golf Stoßstange an Stoßstange einmal um den Planeten im Jahr.. 🙂

      Super Podcast mal wieder.. Macht weiter so. Auch wenn ich immer etwas deprimiert bin am Ende

      Grüße
      Nils

  1. Super, dass Tilo den Exportüberschuss kritisch angesprochen hat.

    In der deutschen Öffentlichkeit gibt es in der Regel keine Sensibilisierung für die Gefahren dieses Ungleichgewichts.
    Die qualitativ hochwertigen Produkte Deutschlands werden seit Euroeinführung unter Wert ins Ausland verkauft. Vorteil für die Exportindustrie: Sie verdrängt bei etwa gleichem Preis minderwertige Produkte aus dem Markt und steigert so ihren Umsatz. Den Nachteil tragen Arbeitnehmer in D deren Löhne seit Jahren stagnieren. Gleichzeitig steigt die Verschuldung des Auslands ggü. D in jedem Jahr um etwa 200 Milliarden Euro an. Wie lange kann man wohl so weitermachen?

    Im übrigen ist dieses Außenhandelsungleichgewicht ein Hauptgrund für die wirtschafltichen Spannungen in der EU.

    Die Löhne müssen sich an die Produktitvität eines Landes anpassen, ob mit oder ohne Grundeinkommen, und dürfen nicht, wie in D, massiv dahinter zurück bleiben.

    1. DANKE @Oon

      Und hier ist das Thema ja noch lange nicht zu Ende!

      Wenn die Löhne in Deutschland stagnieren, dann bekommen die Menschen auch nicht mehr Geld aus der gesetzlichen umlagefinanzierten Rente! Aber das ist die einzige Rente, die sicher ist!

      Riester-, Rürup- oder betriebliche Altersvorsorge können in der nächsten Wirtschaftskrise allesamt zusammenbrechen und sind weg. Etwas, das von den Arbeitenden auf die Rentner umgelegt werden kann, wird IMMER existieren, selbst wenn wir ein Agrarstaat werden, können wir dann Lebensmittel auf die “umlegen” die “noch nicht” oder “nicht mehr” arbeiten können.

      Wenn nun die Löhne seit 20 Jahren stagnieren, dann ist selbstverständlich auch nicht mehr Geld im umlagefinanzierten Rentensystem. Überraschung:
      Die gesetzliche Rente ist nämlich nicht von der Anzahl der Arbeitenden abhängig sondern nur von der Produktivität (und den dementsprechenden Löhnen!). Die Produktivität stieg jedes Jahr in der bundesdeutschen Geschichte dazu kommt noch Inflation. Die Löhne wurden nicht mal vollständig Inflationsausgeglichen, überhaupt nicht wurden sie allerdings an die steigende Produktivität angeglichen, sodass wir heute lt. Heiner Flassbeck bei einer Lücke von 20% sind. Mit anderen Worten, die Löhne hier sind 20% zu niedrig. Das führt dann wiederrum zu, seit 25 Jahren stagnierenden Konsumausgaben (katastrophal!), Geiz ist geil-Mentalität, Menschen die sich in Großstädten keine Wohnungen mehr leisten können, Schere zwischen Arm und Reich und und und und und und.

      Damit der deutsche Exportmarkt künstlich am Leben bleibt verzichten hier Millionen Arbeitnehmer auf angemessene Gehälter und wir wissen auch noch, dass die Vermögensungleichgewichte wie in keinem anderen OECD-Land in den letzten 20 Jahren zugenommen haben!

      Aber bloß auf den Weselsky oder Heimatvertriebene eintreten….

    2. Exactly. @ Beide.

      Ich werde mich diesbezüglich in meinem Kommentar heraushalten. Man könnte die Kette zwar noch weiter treiben, aber ich will’s nicht auf die Spitze treiben. Das hier geschriebene ist schon völlig korrekt und ausreichend an dieser Stelle. Danke ihr beiden. 😀

    3. Abgesehen von den problematischen gesellschaftlichen Implikationen (steigende Ungleichheit, Crashen des Rentensystems…) im In- und Ausland, die Deutschlands starke Exportorientierung mit dauerhaft hohen Leistungsbilanzüberschüssen so mit sich bringen, ist es (für mich wirklich überraschenderweise) vor allem geschäftlich kein besonders guter Deal: Von 2002 bis Ende 2013 hatte sich der Kapitalexport, der durch den Leistungsbilanzüberschuss abgebildet wird, auf insgesamt 2031,314 Mrd. Euro kumuliert, während sich das bewertete Auslandsvermögen auf 1323,575 Mrd. Euro beläuft. Aus verschiedenen Gründen (sowas wie leider verspekuliert usw.) hat sich da wohl irgendwie ein Drittel des Überschusses in Luft aufgelöst. Und diese 1,3 Billionen können auch nur bei Leistungsbilanzdefiziten zurückfließen, wonach es mittelfristig ja auch nicht aussieht.
      Wenn es so läuft wie in den beschriebenen Jahren, gehen von den 250 Mrd. Euro aus 2015 dann 85 Mrd. ins Casino und da dann leider nicht wieder raus, weil ausgerechnet beim Zocken scheint der Deutsche dann doch nicht so der Weltmeister zu sein…siehe Hypo, WestLB, HSH Nordbank…Alternativ könnte man mit dem Geld doch irgendwas Anderes machen. Hmm, wie wärs mit: Breitband für alle! Herr Gabriel?

      http://www.querschuesse.de/deutschland-nettoauslandsvermoegen-bei-1324-mrd-euro/

      Immerhin sind wir nicht die einzigen Trottel:
      http://www.flassbeck-economics.de/die-schweiz-braucht-endlich-ein-nachhaltiges-wirtschaftsmodell-2/

      Vielen Dank für den tollen Podcast und für die großartige Stresser- und Chronistenarbeit in der BPK!

  2. Hallo,

    nachdem Ihr mich bei Facebook ignoriert habt: WARUM GIBT ES DEN WOCHENRAPBLICK NICHT MEHR BEI EUCH??1!!1!

    VIelleicht hab ich ja was nicht mitbekommen und/oder ein anderer Hörer_in kann mich aufklären…
    Danke, Grüße, weiter so
    Olaf

  3. Ist euch aufgefallen, dass die Klöckner mit Rentnern im selben Duktus redet, wie von der Leyen? Kurze, klare Sätze voller Eindrücklichkeit.

    1. Tolle Sache, euer Podcast!

      Ansonsten wollte ich schon länger mal anmerken, dass der Steingart weder Gregor, Georg, Guido, Dieter oder sonstwie heißt…GABOR Steingart ist des Guten Name…weils nun schon in echt vielen Folgen daneben war.

      Macht aber nix, sonst alles Spitze, kaum Einwände, weiter so!!

  4. Erst einmal vielen herzlichen Dank für die tolle Sendung – weiter so!

    Ein kleines Erratum:

    Nicht der Wehretat soll verdoppelt werden, sondern der Etat für die Neubeschaffung millitärischen Geräts.
    Der Wehretat liegt bei 33 Milliarden Euro, die zusätzlichen 9 Milliarden entsprächen daher einer Steigerung des Wehretats um 27% – immer noch sehr stattlich

  5. Guten MORGEN!!! Früh ist dann, wenn ICH aufstehe!!! 😀

    # “Kleine” Sache am Rande, weil ich Tyler grade vom Wachstum reden höre.

    Ein Grund, warum wir auch Wachstum „benötigen“, ist die Schuldenquote. In einer Welt, die komplett mit Schulden aufgebaut wurde, ist nichts wichtiger als neues Geld zu bekommen um die Schulden und Zinsen zu bedienen und trotzdem andere Ausgaben nicht liegen zu lassen. Geld bekommt aber nur der, bei dem man glaubt, dass es sicher aufgehoben ist. Also wem man zutraut, dass er es zurückzahlt. Eine gute wirtschaftliche Lage ist ein Indiz dafür. Die Schuldenquote als jährliche Bestandsänderung ist das Staatsdefizit geteilt durch das BIP. Wenn das BIP also wächst, was die Wirtschaftskraft eines Landes ausdrückt, dann sinkt die Quote und der Staat steht besser da. Umgekehrt steht der Staat ziemlich benässt da, wenn das BIP sinkt.

    Die Konsequenz aus dieser Berechnung sieht so aus, dass selbst wenn der Staat enorm hohe Schulden aufnehmen musste, es weitestgehend unerheblich ist, wenn das BIP zumindest ähnlich stark gestiegen ist. Wohingegen es für einen Staat schon fatal ist, wenn das BIP einbricht, selbst wenn gar keine Schulden dazugekommen sind. Und das ist unter anderem ein Grund, warum Griechenland so geschlachtet wurde. Griechenland hat zwar auch neue Schulden bekommen, hatte aber seit langem schon enorm hohe Schulden. Doch dann brach die Wirtschaft auch noch zusammen, die ohnehin nie so sonderlich stark war und schon war der Staatsbankrott perfekt. Für den Staat war es „plötzlich“ unmöglich an neues Geld zu kommen um die Schulden zu bedienen. Und anstatt Griechenlands Wirtschaft dann wieder auf die Beine zu helfen, wurde ein rigoroser Sparkurs eingeführt. Sparen ist okay, aber es muss an sinnvollen Stellen geschehen. Private superreiche Anleger aus ihren selbstverschuldeten Verpflichtungen zu befreien (Bankenrettung), ist nicht sinnvoll. Auch ist nicht sinnvoll Griechenland retten zu wollen, indem sie verpflichtet wurden bei uns fette U-Boote zu kaufen. Auch nicht, dass sie überdurchschnittlich hohe Zinsen dafür blechen müssen um „Rettung“ zu erfahren.

    Wirtschaftspolitik ist durchtrieben. Wie gesagt, nur ein Grund unter weiteren, warum Wachstum “so wichtig” sei.

    # Wirtschaftspolitik ist durchtrieben. BPK mit Gabriel.

    -> Frage 1: Warum sieht er den Ausbau der digitalen Infrastruktur nicht als hoheitliche Aufgabe an?
    Die Antwort liegt für mich klar auf der Hand. Weil die Regierung immer noch in ihrem Privatisierungswahn steckt. Siehe allein die Privatisierungsabsichten bezüglich der Autobahnen. Der Staat kann damit halt enorm teure Verpflichtungen aus seinem Haushaltsplan streichen. Denkt sich die Regierung. Die schwarze Null ist halt alles was zählt. Dass das aber ein Trugschluss ist, kann sich jeder selbst abfingern. Dem Staat wird es hinterher um das Vielfache teurer kommen als es Einsparungen gab, aber immerhin geht Schäuble als DER MANN in die Geschichte ein, der das Defizit besiegt hat. Ist das nicht toll? Dafür können wir uns alle keinen Blumentopf kaufen.

    Was der Mensch dann erzählt, dass es kein Privatunternehmen gibt, welches dieses Ausmaß an Investitionen stemmen kann, das ist auch wieder ein totaler Hirnschiss. So ein Quatsch wieder, man glaubt es kaum. Schade, dass von euch keiner darauf eingegangen ist.

    Kein Mensch verlangt, dass die Privatunternehmen den Ausbau der Infrastruktur binnen eines Monats fertigstellen sollen. Es ist völlig klar, dass das nur über einen längeren Zeitraum hinweg geschehen kann und wird. Und über einen entsprechend langen Zeitraum genügt auch die Drosselkom, um das zu schaffen. Außerdem ist es nicht so, dass da nur an einer Stelle gebaut werden kann. Es gibt in Deutschland etliche Unternehmen, die da mit anpacken können. Auch sehr viele relativ kleine und lokale Unternehmen. Die Telekom und andere Riesen könnten zum Beispiel den Ausbau der großen Strecken vornehmen, während die kleinen Lokalen eben zum Beispiel den städtischen Ausbau vornehmen. So würde man auch vorbeugen, dass wieder nur ein Konzern dran verdient. Im Gegenteil, so könnte man über eine lange Zeit flächendeckend für Arbeit und Einkommen sorgen, man hätte den Wettbewerb sogar gefördert. Aber nein, man muss sich ja als Minister von der Konzern-Lobby dauernd so einen Müll einflößen lassen, dass das ja alles nicht ginge und ach, der arme Staat und Schäuble will die schwarze Null, bla bla bla. Und man bräuchte ja einen milliardenschweren Konzern dafür um das Projekt zu vollenden, obwohl Konzerne genau das sind, was kein Mensch auf der Erde braucht. Die schwarze Null da auf dem Sessel könnte der anderen schwarzen Null auf dem anderen Sessel viel besser helfen seine schwarze Null zu erreichen, wenn man endlich mal sinnvolle Politik machen würde.

    Aber bitte, was soll man denn erwarten bei dieser Besetzung der Minister-Posten? Gabriel ist Wirtschaftsminister. Der Mann hat von Wirtschaft keinen blassen Schimmer und seine wissenschaftlichen Bediensteten offenbar auch nicht. Germanistik, Politik und Soziologie ist sein Kerngebiet, er hätte Minister für Bildung und Forschung werden können, oder für Familie .. aber doch nicht Wirtschaft. Da hat er keinen Plan davon, logisch, dass er sich von der Lobby immer so ein Quatsch aufschwatzen lassen muss. Böse Zungen könnten behaupten, dass da System drin steckt zu versuchen Minister-Posten mit Leuten zu besetzen, die vom jeweiligen Ressort keine Ahnung haben. Eben damit man sich leichter irgendeinen Quatsch aufschwatzen lassen kann. Das sieht man dann auch wieder schön bei TTIP später.

    Ich stimme Stefan in seinem Fazit diesbezüglich also vollkommen zu: „Es hat nichts mit der Unternehmensgröße zu tun.“ Auch wenn er auf eine andere Art und Weise zu dieser Ansicht kam.

    Bei der Zukunftsfähigkeit stimme ich dann eher Tyler und Tilo wieder zu.

    -> Frage 2: Exportweltmeisterschaft
    Dazu schweige ich mich aus. Siehe dazu Beiträge von Oon und Jay.

    -> Frage 3, TTIP: Finden Sie das okay, dass sie so gut wie keine Befugnisse bei der Einsicht haben?
    Schon der nächste Unsinn. Es ist überhaupt nicht okay. Auch nicht, was er da als Antwort von sich gibt. Wenn man als Politiker wirklich Schaden von den Bürgern abhalten wollen würde, hätte man die Ratifizierung dieses Abkommens einfach aussetzen sollen, bis vollumfängliche Einsichtnahme-Rechte für Politik und Presse vorliegen. Und zwar von ALLEN Versionen des Abkommens, die es bisher gibt. Sowohl die Ursprungsversion, als auch die bearbeiteten Versionen. Anders ist es den Politikern und der Presse unmöglich die Hintergründe und Absichten für dieses Abkommen zu beurteilen und somit auch zu beurteilen, ob man das Abkommen ratifiziert oder nicht. Jedenfalls ist das meine Auffassung von Demokratie. Offenbar bin ich aber der einzige, der das so sieht.

    Auch hier stimme ich Stefan wieder zu. Das was Gabriel als Erfolg verkauft, ist kein Erfolg, sondern wieder nur ein Versuch von seinem Nichtvermögen abzulenken. Bescheuert.

    -> Frage 4: Was gedenkt der Herr Wirtschaftsminister gegen die Wirtschaftsflüchtlinge (Konzerne) zu unternehmen?
    Sind natürlich nicht nur Konzerne, aber die fallen am schwersten ins Gewicht. Jedenfalls sagt er da sinngemäß: Da können wir relativ wenig machen.
    Relativ wenig ja, aber nicht nichts. Was die Konzern-Gewinne betrifft, müsste einfach mal die gesetzlichen Grundlagen dafür schaffen. „Gesetzeslücken“ sind da auch immer wieder oft erwähnte Schlagworte. Dann kann man die Gewinne auch wieder besteuern, wie es sich gehört. Ich verlange nicht, dass alle Gewinne besteuert werden, aber jedenfalls der Anteil des Gewinns, der im Inland erwirtschaftet wurde. Dann kann es Deutschland und dem Steuerzahler egal sein in welche Steueroase ein Konzern flüchtet. Und selbst wenn sie dort Null Steuern zahlen, es kann uns egal sein, solange der hier erwirtschaftete Gewinn hier besteuert wurde. Und mehr kann keiner verlangen. Das kann man alles umsetzen. Man müsste es nur endlich auch mal wollen und nicht andauernd versuchen den Menschen irgendeinen Quatsch zu erzählen.

    Entschuldigung an diejenigen, die finden, dass meine Erläuterungen und Meinungen zu gefestigt sind und scheinbar keine andere Auslegung zulassen.

    # Terror

    HABT ANGST!!!
    Sehr nice. 😀

    Naja, was jetzt den IS angeht. Hmm, das sehe ich anders als Tilo. Dem IS geht es vor allem auch darum Angst zu schüren. Und das erreicht er halt nur durch Anschläge im Feindgebiet (Europa z.B.). Der IS lebt von der Ideologie, dass sie sich gegen den bösen Westen wehren. Und das geht nun mal nicht bei ihnen Zuhause vor dem Erdloch. Da ballern sie sich gegenseitig um und gehen sang- und klanglos unter und der Europäer fragt noch dumm: „Hää, was war denn jetzt mit dem Terror? Ich dacht ich muss Angst um mein Leben haben, aber war ja wohl doch alles ganz knuffig gelaufen.“ Also nicht, dass ich hier Anschläge erleben möchte, aber aus Sicht des IS sind/wären die notwendig. Notwendiger jedenfalls als an der Front eigene Leute sinnlos zu vergeuden ohne dem Gegner noch Angst zu machen.

    # Wirtschaftspodcast.

    Ouhhh. Okay, sehr interessant. Danke für die Antwort vorher. Und wie sieht es mit der Website aus? Sind das alles forgefertigte Bausteine, die ihr mit eigene Bildern und Texten nur ausschmückt, oder muss man das individuell schreiben? Ich habe von sowas keinen Schimmer. Und wie redet ihr miteinander, Tilo sitzt ja offenbar nicht neben dir? Ich muss mal schauen, vielleicht mach ich’s wirklich. Allerdings, wie gesagt, definitiv nicht vor April.

    Guten Abend ^^

    1. Ach verdammt. Und schon den ersten Fehler korrigieren.

      “Die schwarze Null da auf dem Sessel könnte der anderen schwarzen Null auf dem anderen Sessel viel besser helfen seine schwarze Null zu erreichen, wenn man endlich mal sinnvolle Politik machen würde.”

      Die erste schwarze Null ist eine rote Null. Gabriel ist ja bei der SPD, nicht bei der CDU.

    2. -Zum Terror-Terror
      Ich denke nicht das man Kämpfer/Agenten aus den IS-Gebieten in Richtung Europa schickt. Es wird vermutlich ähnlich dem laufen wie es im Pod beschrieben wurde. Der IS bietet eine Plattform auf der man sich radikalisieren kann und andere Radikalisierte trifft.
      Wenn sich dann welche zu Attentaten verabreden wird der IS das sicherlich begrüßen und Moralisch stärken, aber physische Hilfe (Personal, Waffen etc.) wird er kaum nach Europa schicken können.
      Diejenigen die in die IS-Gebiete gehen werden dort dringend gebraucht, der IS hat keine ruhige Grenze, muss ständig in Bewegung sein und dennoch überall Präsenz zeigen, das kostet Material und Personal.
      Bis auf das Niemandsland um Palmyra und den Siedlungen darinnen hat der IS faktisch keinen “Besitz” mehr, die bedeutenderen Städte sind entweder schwer belagert oder bereits verloren. Sollte der Iran seine frischen Internationalen Freiheiten in die Befriedung des Irak stecken wird sich der IS langfristig von dort zurückziehen und seine Stellung in Nordafrika bzw. Libyen festigen müssen.

    3. @Antonio
      Ich hab da eine Frage zu deiner Argumentation. Wenn ich dich richtig verstanden habe siehst du den Wachstumszwang eher kritisch und findest seine Begründung in der Staatsverschuldung. Soweit kann ich dir folgen.
      Wenige Absätze später sagst du, dass die “schwarze Null” nicht so wichtig sei wie der Schäuble tut, bzw dass das kein Mensch bräuchte.
      Wie geht das beides zusammen? Ich meine klar könnte man sich von der Wachstumspolitik lösen wenn man keine Schulden zu bedienen hätte, aber ohne einen Haushalts Überschuss gibt es da doch kaum einen Weg hin?
      Oder geht es dir dabei speziell um die Stellen, an denen gespart wird bzw die Privatisierung von Staatseigentum?

      Bei TTIP muss ich dir aber vollends zustimmen. Ich denke es sollte für alle Beteiligten, und das sind in meinen Augen alle betroffenen Bürger, möglich sein den aktuellen Stand der Verhandlung einzusehen sowie die Vorschläge der einzelnen Partner.
      Ich kann mir die Geheimhaltung nicht anders erklären als dass man Angst vor Widerstand aus der Bevölkerung hat. Wer da noch andere Vorschläge hat, nur raus damit.

      Ach ja ich wollte nur eine kurze Frage stellen und doch gleich so viel Text, tut mir leid, den Rest verkneife ich mir und mache lieber an einer anderen Stelle mal einen richtigen Kommentar.

    4. Ahh, okay. Kein Problem. 😀

      Nun, wo fange ich an. Am besten beim Wachstum.

      Ich bin nicht prinzipiell gegen Wachstum, nur prinzipiell gegen “das Falsche”. Für ein wirtschaftlich nicht sonderlich entwickeltes Land ist Wachstum durchaus wohlstandfördernd, in besonderem Maße sogar. Insofern habe ich gegenüber diesem Wachstum nichts auszusetzen. In einem bereits “voll” entwickelten Land ist noch mehr Wachstum hingegen eher schädlich, meines Erachtens. Irgendwie beobachte ich den Trend, dass durch falsche Anreize in einem solchen Land einige Bürger dazu übergehen, nicht mehr genug von ihrem Wohlstand bekommen zu können. Es muss dann plötzlich trotzdem immer noch mehr werden, obwohl es einem selbst an nichts mehr fehlt und im Grunde auch den anderen Bürgern nichts Besonderes mehr fehlt (man könnte es auch mit einer Marktsättigung beschreiben – die Leute haben einfach schon alles). Das führt spätestens dann zwanghaft dazu, dass für noch mehr Profit nicht mehr der Wohlstand der Gesellschaft gemehrt wird, sondern zum Gegenteil. Um “wettbewerbsfähig” zu bleiben und um den Arbeitsplatz zu erhalten, müssen Arbeitnehmer dann mit schlechteren Löhnen auskommen (siehe Leiharbeit). Am Ende werden noch die Kündigungsschutzregeln aufgeweicht oder ähnlicher Schindluder betrieben, um vermeintlich Arbeitsplätze zu schützen. Wirtschaft um jeden Preis. Ein Selbstzweck. Man könnte da jetzt noch viel dazu ergänzen, aber dabei will ich’s erstmal belassen.

      Auf der anderen Seite gefällt mir aber die “schwarze Null” auch nicht, aufgrund der Art, mit der sie erreicht wird/wurde. Und Schäuble ist auch nicht der Held, der das Staatsdefizit besiegt hat. Eigentlich hat der Herr Schäuble mehr Glück als Verstand, dass gerade er zur rechten Zeit auf dem rechten Pöstli sitzt (Pelzig-Sprechart). Dass Deutschland einen ausgeglichenen Staatshaushalt hat, bedingt mehrerer Faktoren, die teilweise auch ziemlich plötzlich wieder verschwinden können oder sich umkehren können. So profitiert Deutschland zum Beispiel gerade von einer recht florierenden Wirtschaft. Momentan läuft es wohl sehr gut. Die Arbeitslosenzahlen sind relativ niedrig (auch wenn durch statistische Tricksereien nachgeholfen wurde), das mündet unter anderem in mehr Steuereinnahmen und weniger zum Beispiel Arbeitslosengeld-Transferleistungen (mehr Einnahmen bei gleichzeitig weniger Ausgaben). Außerdem profitiert Deutschland (als Staat) seit Jahren von der Export-Wirtschaft, die massiv ausländische Gelder hereinspült. Auch die Eurozone leistet seinen Beitrag, da durch den Euro das ohnehin schon wirtschaftlich starke Deutschland noch zusätzlich gestärkt wird, was unter anderem dann unsere Export-Wirtschaft unterstützt. Außerdem haben wir derzeit extrem niedrige Zinsen, die nochmals dem Staat etliche Milliarden in den Haushalt spülen. Und sicherlich noch weitere Effekte. Schäuble hat mit seiner Politik zwar auch Einfluss, aber bei weitem nicht so großen wie die von mir benannten Effekte einen haben. Den Verdienst des ausgeglichenen Haushaltes verdient nicht er, sondern, wenn schon, die Leute, die seit Jahren unter ihrem Wert für die Industrie und im Dienstleistungssektor schuften gehen. Das ist das eine.

      Das andere ist, dass “seine” Politik nicht gerade nützlich ist für das Wohl der Gesellschaft. Ich würde nicht mal sagen, dass es “seine” Politik ist, denn am Ende reiht auch er sich nur ein in eine ziemlich lange Liste von Vertretern des Neoliberalismus (im Sinne von Marktfundamentalismus). Gerhard Schröder hat seiner Zeit zum Beispiel die Steuern für Vermögende gesenkt (als vermeintlich Linker), um die Wirtschaft anzukurbeln. Die Einkommensteuer wurde von 53 % auf 42/45 % Spitzensteuersatz gesenkt, zum Beispiel. Auch die Körperschaftsteuer wurde gesenkt von 25 % auf 15 % (2008 dann; das sind die Steuern die unter anderem die ganz großen Konzerne zu zahlen haben auf ihre Gewinne), nachdem man das Körperschaftsteuer-Modell bereits ganz umgestellt hatte. Und einige andere Fehlanreize. Als das jedoch nicht klappte, war der Haushalt in besonderer Weise ruiniert. Doch anstatt die Steuern wieder anzuheben, ist man dann dazu übergegangen den Arbeitnehmern noch zusätzlich das Geld aus der Tasche zu ziehen. Und plötzlich waren Schlagworte wie “Florida-Rolf” ganz groß. “Schmarotzer in der sozialen Hängematte.” Mit Sicherheit gab/gibt es solche Schmarotzer auch, aber vor allem wurde den Arbeitnehmern nun Angst gemacht. Angst vor einem sozialen Abstieg. Und diejenigen, die Jahre lang fleißig auf Arbeit gegangen sind, die hat der Staat dann abgestraft mit Hartz IV, wenn sie wegen welchen Gründen auch immer ihre Arbeit verloren und keine neue fanden. Dazu etliche andere Fehlanreize, wie zum Beispiel höchst unrentable Renten-Programme (Riester und Rürup sind dir hoffentlich bekannt). Auch hier könnte man noch viel Weiteres ausführen.

      Schäuble mit seiner schwarzen Null jedenfalls reiht sich in diese Art von Politik ein. Anstatt das Defizit mit sinnvollen Maßnahmen zu bekämpfen, fährt er genau dieselbe Schiene weiter. Privatisierung von staatlichen Aufgaben zum Beispiel, nur um noch ein paar mehr Pfennige einzusacken, die im Nachhinein unglaublich hohe Folgekosten nach sich ziehen (die darf dann ja aber der nächste Finanzminister ausbaden). Noch mehr Wachstum. Dieses Zusammenspiel aus falschen Anreizen und falscher Steuerpolitik macht den Wohlstand dieses Landes auf Dauer kaputt. Und nicht nur Deutschland, sondern auch Europa. Griechenland wurden da zum Beispiel extreme Knebelverträge aufgezwungen in ihrer Not. Der Staatshaushalt profitiert davon, aber wir gefährden damit ganz Europa. Ein Grund warum Merkel in vielen Ländern mit Hakenkreuz-Armbinde auf Plakaten zu sehen war bzw. noch ist (man hört nur nichts mehr davon, weil wir aktuell mit Flüchtlingen betäubt werden).

      Also, fassen wir zusammen. Ich bin dafür, dass man einen ausgeglichen Staatshaushalt hat. Der muss aber mit sinnvollen Maßnahmen erreicht werden, nicht mit Ausbeutung und vielleicht auch nicht um jeden Preis. Und Wirtschaftswachstum finde ich unter bestimmten Voraussetzungen auch okay. Aber eben nicht mehr bei uns. Wir brauchen kein Wachstum mehr, sondern können uns eigentlich auf andere Dinge konzentrieren, wenn wir wöllten. Wir haben bereits alles (vielleicht nicht jeder persönlich, aber im Grunde mangelt es uns an nichts). Eigentlich kann unsere Wirtschaftskraft sogar etwas abnehmen, wenn dafür die Arbeitnehmer wieder etwas mehr abkriegen. Es wäre zwar auch ziemlich nice, wenn die Wirtschaftstätigkeit stabil bleiben würde, aber Schwankungen wird es immer geben. Nur weil aber mal ein oder zwei oder drei Jahre das BIP eingebrochen ist, muss man deswegen nicht den Teufel an die Wand malen. … Wobei mir der immer noch lieber wäre, als sämtliche Gotteshäuser in meiner Nachbarschaft. Aber egal, ich drifte ab. Es ist ganz normal für einen Konjunkturzyklus, dass es der Wirtschaft mal etwas besser geht und mal etwas schlechter. Da kann manchmal auch die Wirtschaft nichts dafür. So ist es zum Beispiel völlig normal, dass nach der Zerstörung durch Krieg oder Naturkatastrophen die Wirtschaft erstmal wie Phönix aus der Asche steigt (wenn gewisse Voraussetzungen erfüllt sind). Und genauso normal ist, dass die Wirtschaft nach einem Hoch erstmal wieder bergab geht.

      Naja, so jedenfalls beurteile ich das Problem.

      Grüße ^^

  6. Hallo ihr /drei/
    Die ZAPP Sendung war sehr schräg, alles was ich für Journalismus gehalten habe wurde da als “Störung” beschrieben…seltsam xD
    Es war aber schon überraschend zu sehen wie Tilo sich da in die Reihen fläzt, war dass das gute Auge des Kameramanns oder hängst du da echt so in den Sesseln?
    …Ein paar Gedanken:

    -Internetausbau
    Ein starker Privatanbieter wird es also richten? Eher das Gegenteil. Ein starker (quasi) Monopolist wird versuchen seine Stellung zu zementieren. Wie Stefan es schon sagte: 60mrd.€ Umsatz aber keine zukunftsfähige Technologie in der Hinterhand…ein Bürokratie-riese, sonst nichts. Telekommunikation ist nunmal unentbehrlich, und unentbehrliches gehört in die Hand der Kommunen. Man sollte es denen also leichter machen eine Telenetzverwaltung aufzubauen. Die Kommuneneigenen Betriebe müssen ohnehin öfters mal in die Kanalisation oder die Straße öffnen, dabei kann man ja dann auch gleich eine Glasfaser versenken ( Aktuelleres Beispiel ist der “Rekordverlust” der deutschen Bank…aber das hattet ihr ja letztes Mal erwähnt 😉

    -Harte Gesetze
    Mehrere Jahre Gefängnis sind natürlich eine wunderbare Abschreckung gegenüber Menschen die bereit sind ihr Leben zu geben. Und aufhalten kann man das ohnehin nicht, solange noch ein kleiner Rest Schengen gilt geht man nach Tschechien oder Österreich und von da aus dann straight süd-ost, man könnte da theoretisch natürlich etwas gegen tun, aber wollen wir soviel Freiheit dafür opfern? Ich nicht.

    -DAX
    Die Berichterstattung darüber verstehe ich nun wirklich nicht…letzten Sommer waren noch alle ganz gehyped und erwarteten das knacken der 12.000 Marke…und ich hab soviel verdient wie immer, die S-Bahnen sind gefahren und es gab genügend Wurst und Käse für alle…und nun steht der DAX bei kleinlichen 9.800 Punkten und…mein Einkommen ist gleich geblieben die S-Bahnen fahren, die Regale sind voll.
    Börsenberichterstattung ist ein klassischer Lückenfüller der sich verselbständigt hat und von dem man nun denkt er gehöre zu den Nachrichten nunmal dazu, dabei ist er nutzlos.
    Daher würde ich einen PodCast darüber auch nicht gut-heißen, eher einen der die ganzen Horrormeldungen und Lobhudelei erklärt (wie z.B. das mit der deutschen Bank oder der GDL).

    Soweit von mir, ich freue mich auf die nächste Folge.
    grz
    Pierre

    PS.: Die 58 Punkte+ des Dax entsprechen ca 6 Mrd.€+
    Apple hat also dreimal soviel Gewinn gemacht wie die 30 größten deutschen Unternehmen zusammen an Marktkapitalisierung aufbieten können…großartig [/ironie]

    1. Oh, da ist beim kopieren was abgeschnitten worden (Falls sich wer gewundert hat was die deutsche Bank mit dem Internet zu tun hat xD)
      Nach dem Punkt “Internetausbau” folgt eigentlich dieser hier:
      _____________
      -Tagesaktuell
      Wir erinnern uns an den unfassbar dreisten und überflüssigen Streik der Lok-Führer (GDL)…
      Die haben (laut tagesaktuellen Medien) ihr Ziel erreicht (mehr Geld) und einfach weiter gestreikt. Das hat in den Redaktionen anscheinend niemand verstanden. Warum eigentlich? Ein halbes Jahr zuvor habe ich in der F.-Rundschau bereits den Grund gelesen: Tarifeinheitsgesetz.
      Mit diesem Gesetz gilt pro Unternehmen nurnoch ein Tarif, nämlich der der stärksten Gewerkschaft…das ist bei der Bahn: VerDi, bei der Lufthansa: VerDi, sonstige Dienstleister: VerDi, bei praktisch allen Industrien: IGMetall.
      Dieses Gesetz “diskriminiert” kleine Gewerkschaften und die GDL wollte in den Tarifentscheid hineinschreiben, dass die GDL auch in Zukunft zuständig bleibt, aber das wollte die Bahn nicht (die sind nämlich gut Freund mit VerDi…).
      Sowas passiert wenn man immer NUR Tagesaktuell ist, daher danke Jung&Naiv+Aufwachen das ihr weiterhin die Themen verknüpft, ob es den Termingebundenen Kollegen nun gefällt oder nicht.
      -> Aktuelleres Beispiel ist der “Rekordverlust” der deutschen Bank…aber das hattet ihr ja letztes Mal erwähnt 😉
      ______________
      sry

    2. Hi Antonio,
      wie es aussieht wirst du hier ja nach und nach dazu genötigt einen Wirtschaftspodcast zu machen. 😀 Falls du tatsächlich Interesse daran hast, würde ich dir meine Hilfe anbieten. Ich bin jedoch erst 16 Jahre alt und habe dementsprechend nur sehr wenige Kenntnisse was Wirtschaft angeht. Ich dachte vielleicht an ein Format, in dem ich dann dafür Sorgen könnte, dass auch die, die Wirtschaftlich sich nicht so auskennen ebenfalls mitkommen. Also eher so ein Format Wirtschaft für Einsteiger oder “Desinteresierte” um mich mal ganz dreist “inspirieren” zu lassen. Falls du an so einem Format grundsätzlich Interesse hättest melde dich doch mal bei mir unter

      maxhenke@gmx.de

      Ich hätte mega bock drauf.
      Gruß
      Max

    3. @ Max

      Das ist eine coole Idee. Gefällt mir jedenfalls schon mal. 😀
      Ich würde auf dich zurückkommen, habe mir deine Mail-Adresse notiert.

      Wird aber frühestens im April losgehen.

      Grüße
      Antonio

  7. Moin Stefan,
    bei Deinem Exkurs zur Computerspiel-Ästhetik und dem damit verbundenen radikalen Paradigmenwechsel (ab 1:09:42) musste ich sofort an Schillers berühmtes Wort denken, dass der Mensch “nur da ganz Mensch [ist], wo er spielt.” Der Zustand des Spiels ist für Schiller nicht etwa einer, in dem der Verstand komplett ausgeschaltet ist. Vielmehr geht es um ein ausgewogenes, menschliches Miteinander von Vernunft und Gefühl.
    Man muss das im Rahmen von Schillers revolutionärem Gesellschaftsprogramm betrachten. Denn in der Entzweiung des Menschen spiegelt sich lediglich die moderne, ausdifferenzierte Welt. Aber lies selbst:
    “Die Kultur selbst war es, welche der neuern Menschheit diese Wunde schlug. Sobald auf der einen Seite die erweiterte Erfahrung und das bestimmtere Denken eine schärfere Scheidung der Wissenschaften, auf der andern das verwickeltere Uhrwerk der Staaten eine strengere Absonderung der Stände und Geschäfte notwendig machte, so zerriss auch der innere Bund der menschlichen Natur, und ein verderblicher Streit entzweite ihre harmonischen Kräfte. Der intuitive und der spekulative Verstand verteilten sich jetzt feindlich gesinnt auf ihren verschiedenen Feldern, deren Grenzen sie jetzt anfingen mit Misstrauen und Eifersucht zu bewachen … Indem hier die luxurierende Einbildungskraft die mühsamen Pflanzungen des Verstandes verwüstet, verzehrt dort der Abstraktionsgeist das Feuer, an dem das Herz sich hätte wärmen und die Phantasie sich entzünden sollen. …
    Auseinandergerissen wurden jetzt der Staat und die Kirche, die Gesetze und die Sitten; der Genuss wurde von der Arbeit, das Mittel vom Zweck, die Anstrengung von der Belohnung geschieden. Ewig nur an ein einzelnes kleines Bruchstück des Ganzen gefesselt, bildet sich der Mensch selbst nur als Bruchstück aus; ewig nur das eintönige Geräusch des Rades, das er umtreibt, im Ohre, entwickelt er nie die Harmonie seines Wesens, und anstatt die Menschheit in seiner Natur auszuprägen, wird er bloß zu einem Abdruck seines Geschäfts, seiner Wissenschaft.”
    (Friedrich Schiller, “Über die ästhetische Erziehung des Menschen, in einer Reihe von Briefen”, Sechster Brief.)

  8. Wieder guter Podcast!
    Nicht ganz so überzeugend fand ich allerdings Tilos Argumentation, der IS könnte keine Kämpfer nach Europa über die Flüchtlingsroute schicken, weil sie sowiso nicht ausreichend Mann vor Ort hätten. Wenn von etwa 30000 Leuten mal ein paar Hundert für solche “Missionen” trainiert werden, reicht das ja schon aus. Der IS wird sich, so denke ich, nicht nur eindimensional auf den Krieg vor Ort konzentrieren.

  9. Zum Glasfaserausbau und Industrie 3.1-4.0 😉 und anderen: Es braucht echt einen Wirtschaftspodcast. Sorry, aber wenn man nie in einem solchen Prozess mal live kennengelernt hat, dann versteht man dieses Chaos auch nicht.

  10. Super Folgen in letzter Zeit! Macht sehr viel Freude euch zuzuhören, die Themen sind natürlich nicht immer fröhlich, aber es regt zum denken an insbesondere wenn man nicht immer 100% übereinstimmt. Sobald es die Finanzen zulassen wird auch mal eine Spende überwiesen.

    Eine Frage: Könnt ihr mal erklären, falls ihr es wisst, wie die (rechtliche) Situation bei Flüchtlingen im folgenden Fall darstellt: Darf ich mich frei im Schengenraum bewegen wenn ich als Asylsuchender oder Flüchtling anerkannt wurde?

    Konnte das mit google und wikipedia nicht mal eben klären. Das stellt sich alles sehr viel komplizierter dar als ich vermutet hätte.

    1. So wie ich das verstehe, beginnt mit der Registrierung üblicherweise das Asylverfahren, womit dann die Residenzpflicht gilt. Flüchtlinge dürfen sich dann nicht mehr frei bewegen, sondern sind an ihre Komune gebunden. Merkels Plan, der gerade Asylgesetz ist, geht ja sogar so weit, Flüchtlinge bis zu 6 Monate im Flüchtlingsheim einzusperren, damit sie im Falle einer Abschiebung leichter verfügbar und ohne soziale Bindung nach Deutschland sind.

    2. ich finde es eh seltsam das man von Integration spricht. Wenn Syrien befriedet wurde werden doch eh alle Flüchtlinge wieder abgeschoben. Oder nicht?

    3. residenzpflicht gilt, solange das asylverfahren läuft.
      ANERKANNTE flüchtlinge können ihren wohnsitz innerhalb deutschlands frei wählen.
      soll sich aber ändern:
      http://www.zeit.de/politik/deutschland/2016-02/asyl-fluechtlinge-residenzpflicht-wohnsitzauflagen-nrw?utm_content=zeitde_redpost_link_sf&utm_campaign=ref&utm_source=facebook&utm_medium=social&utm_term=facebook_zonaudev_int&wt_zmc=sm.int.zonaudev.facebook.ref.zeitde.redpost.link.sf
      die freie wohnsitzwahl gilt nicht für den gesamten schengen- raum, da der betreffende flüchtling zwar in deutschland asyl erhält aber damit kein EU- bürger ist… asylantrag müsste in jedem land neu beantragt werden (und dann wiederum abschiebung in “sicheres drittland”/ erstaufnahmeland).deshalb kotzen ja diverse politiker ab, wenn die vorherigen länder entlang der “fluchtroute” nicht registrieren, sondern durchreisen lassen…
      grüße 🙂

    4. @nils pflüger: genauso! alles was hier in den “nachrichten” abläuft, halte ich für puren populismus:
      asyl als kriegsflüchtling nach den genver- konventionen, 1 oder 3 jahre, danach prüfung des asyl- grundes dann abschiebung oder befristete verlängerung… “familiennachzug” schon jetzt/ schon immer nur mit genehmigung des “aufnehmenden” landkreise – kein rechtsanspruch!
      ausnahme im bleiberecht ist möglich, wenn hervorragende integration bescheinigt wird (sprachkenntnisse, kein bezug von sozialleistungen oder wenn z.b. SIEMENS dich als ingenieur behalten will ;))
      alles andere was da geredet wird ist bullshit (würde tilo sagen ;))

  11. Der Stefan steht aber etwas neben der Kappe heute. Merkt man noch, dass er bei der FAZ war. Kleiner Seitenhieb. 😉

    1. Exportüberschuss braucht Defizit bei Anderen und schafft Außenhandelsungleichgewichte. Bei Flassbeck gibt es Grafiken, die die Preisentwicklung zeigen. Bei der Einführung des Euro war es bei 100 für alle. 10 Jahre später sind Griechenland und andere Südländer so über 160+ Frankreich hat sich an das Inflationsziel 2 % gehalten. Die sind bei so 140 und Deutschland hat mit Lohndumping unterboten, ist so bei 120. Dass das auseinanderkrachen muss, dürfte klar sein. Deutschland müsste Defizit machen, damit das wieder zusammen läuft. Der Exportüberschuss von Deutschland macht gerade den Euro kaputt. Aber so sind sie halt in Deutschland, erst alles niederkonkurrieren und hoffen, dass man die Andern möglichst lange auslutschen kann. In Griechenland wurden gerade alle rentablen Flughäfen an Fraport verkauft. Die Werft von Piräus an Cosco. Die unrentablen Flughäfen dürfen die griechischen Steuerzahler behalten. Oh den Griechen werden Steuereinnahmen fehlen bald? Pech, liebe Griechen, das Geld ist nicht weg, es haben jetzt nur deutsche/internationale Kapitalisten. Irgendwann werden sie entweder ein paar Hilfsgelder zahlen oder Griechenland wie eine ausgelutschte Zitrone rausschmeissen. Und bei Monopolisierung wird das ach so toll industrialisierte Deutschland auch nicht gewinnen. Ich habe mal ein Ranking gesehen mit 50 reichsten Unternehmen (war glaube ich Bilanzsumme) sind 49 Finanzunternehmen mit Namen, die du noch nie gehört hast zum Teil, nur max. 2-3 aus Deutschland. Deutschland ist nicht sooo toll. In Deutschland gibt es die heimlichen Weltmeister, also sogenannte mittelständische Marktführer. Aber USA sind viel weiter monopolisiert. Die gehören dann den Finanzunternehmen, an denen wiederum ein großer Anteil den 62 Superreichen von Oxfam gehören und nächstes Jahr werden es im Monopoly wieder weniger sein.

    2. Dann das Internet. Im Prinzip ist das Gejammere wirklich oft überflüssig, z.B. Bundeswehr würde nichts funktionieren. Das ist natürlich doof, wenn man Krieg führen willen, aber nicht gerüstet ist und im GG was von Verteidigungsarmee steht. Bei Internet könnte man Infrastrukturprogramm machen. Es ist eine friedliche Nutzung. Ich finde schon, dass man sich bei guten Innovationen an den Besten orientieren kann.

    3. Du hast dich versprochen. Verdopplung der geplanten Ausgaben für Wehretat. also von 4,5 Mrd. auf 9 Mrd. Wehretat ist immer so um 30 Mrd. Bald 35 Mrd. oder mehr. Dafür muss dann natürlich irgendwo gespart werden, weil die Reichen wollen das natürlich nicht bezahlen.

    Ihr könntet noch an den Waliser Gipfel der NATO erinnern von 2014. Dort wurde beschlossen, dass die Europäer ihren Wehretat erhöhen sollen. Wenn ich mich recht erinnere auf 3 % des BIP. Das wird natürlich sofort umgestzt gegen den Widerstand der Bevölkerung. Dagegen die UN-Konvention von 1970 0,7 % des BIP für Entwicklungshilfe …. der ist bis heute nicht umgesetzt worden. Danach kam die Studie, dass in der Bundeswehr nix mehr funktioniert. Ach und der Gauckler hat von “Verantwortung übernehmen” geschwafelt auf der Müncher Unsicherheitskonferenz.

    Das wurde damals auch von dem Aktivisten Reiner Braun bei kenfm angesprochen.

    https://www.youtube.com/watch?v=N-JA24cNDNQ

    Wir haben uns damals gefragt, was sie sich so als Ausrede einfallen lassen und wie sie das verkaufen werden. Tja, irgendwie wars schon klar wie sie das machen und was sie nicht sagen werden …

    Ihr müsst das mal klarer benennen. Da soll kräftig verkauft werden und in eurem Wirtschafts-Podcast sollten all die neuen Milliardengeschäfte dafür benannt werden, auch die Waffenmessen im Nahen Osten. Bei der Idex , die alle 2 Jahre stattfindet, waren ca. 50 deutsche Unternehmen.

    Israel hat übrigens gerade das 5. U-Boot geliefert bekommen. Die geben uns ja die Heron, die battle approved ist an Palis. Über israelische Drohnen gibt es ein Leak bei intercept.

    Wenn Apple mal nicht so viele Steuern hinterziehen würde in Luxemburg, wie die anderen Superreichen auch, dann könnten wir die Flüchtlinge alle bezahlen und Wohlstand für alle Deutschen bezahlen und die Griechen und Wohlstand in allen denen Ländern, die unsere feine Regierung jetzt als sichere Herkunftsländer
    deklarieren möchte.

    Aber so soll die Welt nicht funktionieren. Das wäre so Weltverbesserertum. Wer will denn schon so drauf sein?

    „Für den Triumph des Bösen reicht es, wenn die Guten nichts tun!“

    Edmund Burke

    1. eigentlich grenzt Politik heute eh immer daran “weil die Reichen wollen das natürlich nicht bezahlen”.. da muss man sich mal fragen lassen ob man sich sowas noch gefallen lassen will oder einfach auf die Reichen verzichtet. Lieber arm aber frei nach dem Motto 🙂

  12. Ich bin sicherlich nur zu doof, aber dieser Podcast bedarf am meisten klickerei um einfach heruntergeladen zu werden. warum?

  13. Für die, die es interessiert und Poetry-Slam mögen. Auch Poetry-Slam befasst sich mit aktuellen Themen. 😀

    https://www.youtube.com/watch?v=ZffxcuvWWo4
    Till Reiners – “Politische Orientierung”

    https://www.youtube.com/watch?v=RGFDl9l_KoI
    Moritz Neumeier – “Flüchtlingsgesellschaft”

    “‘Wir ham ja kein Temperament.’ – ‘Ham wir wohl.’ – ‘Nein.’
    – Deswegen nennt man uns Kartoffeln. Weil wir nich schmecken. Wir schmecken nur, wenn wir Soße von Außerhalb dazuholen.”

    —–

    Absoluter Favorit ist aber Patrick Salmen für mich. Er macht zwar weniger politisches Programm, aber er ist einfach herrlich. 😀

    https://www.youtube.com/watch?v=51renryW0N8

    1. … naja, will wohl keiner machen weils eh nur gelaber wird.. Die Unsichtbare Hand wirds schon richten. 😛

    2. Die unsichtbare Hand ist mein Lieblingsargument wenn sich die Bauern wieder wegen irgendwas beschweren (Wetter, Medizin, Milch/Fleisch-Preise, etc.). Dann ist es plötzlich still obwohl sich vorher alle einig waren die Bauern zu unterstützen und mehr zu kaufen :-/
      Tja, wenn der “freie Markt” uns zeigt worin wir schlecht sind, sind wir bereit ihn zu verraten 😉

  14. Anmerkung zu Aufwachen Podcast

    Tja Spiegel Journalisten Hauptstadt BPKGrufties lästern alle über euch.

    Aus welcher Emotion das wohl kommt? Zapp hat die These das der Fragestil Redundanz ist nicht tagesaktuell und somit nervt, dass sie es auch so ähnlich versucht hätten aber gescheitert sein.

    Teilweise wird das auch vom BBK Vorstand aufgegriffen und es kommt selbst daher.

    Begriffe wie closed shop kotzen mich sehr sehr an. Ein Code, der vorgegeben ist – ich meinte wie kaputt euphemistisch kann man sein, wenn sich beim Aussprechen oder erklären sich die Stimme leicht hebt wenn nicht sogar noch andere Körperteile.

    Ich finde ihr solltet mal ein Psychologen einladen oder eine Psychologin die dieses besondere Klima in der BPK analysiert, und das noch mal ganz naiv bei YouTube hochladen.

    Sind diese Hauptstadt Journalisten einfach nur missverstandene Künstler? Oder ist das leider überhaupt nicht der Fall das sind mehr oder weniger Handwerker in Hemden. Dieser “gewisse Code” ist einfach eine *gewisse Beschränktheit* die aus einer Gruppe hervorkommt – man hat sich einfach zu benehmen zu folgen und demzufolge nicht aus der Reihe zu tanzen, Schuster bleib bei deinen Leisten du hast brav zu folgen.

    Ich meinen wie ernst ist das gemeint? Das sind doch einfach niedere Reflexe die dort abgehen – in einem Raum der irgendwie schön ausgeleuchtet werden sein soll als closed shop, traditionelles ‘what the f***’ oder was auch immer.

    Ja ist das einfach nur Klamauk? Kann das echt so ein bisschen verstehen. Wäre ich einer von denen “Den Seiberts” den Seiten wechselnden Hauptstadterzählern und dann kommt auch auf einmal dieser Tilo Jung.
    Also es war immer jeden Tag eine Selbstbestätigung der Arbeit an die man sich einfach gewöhnt hat.- und jetzt seitdem diese nicht mit tagesaktuellen Fragen kommen, da kommt man sich vor wie einer von vielen Affen auf der Stange. Alles nicht wirklich lebensbejahend. Und ja wirklich, neben einem sitzt ein Papagei der lässt wirklich nicht locker und ja Scheiße Scheiße der lädt das ganze Zeug schamlos bei diesen YouTube hoch?

    1. Mit irgendwas müssen sie ja von der eigenen Unfähigkeit ablenken. Oder nicht? 😀
      Und da ihnen offenbar nichts Besseres einfällt, vergreifen sie sich an denen, die es besser machen wollen. Entweder Absicht oder pure Dummheit.

      Aber wie sagte Bruce Lee einst?

      “Wenn du kritisiert wirst, dann musst du irgend etwas richtig machen. Denn man greift nur denjenigen an, der den Ball hat.”

    2. „Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.“

      Hat mal Irgendwer gesagt, obs Ashoka, Gandhi oder Nicholas Klein war – k.A.

      BPK ist einfach nur skurril anzusehen – wenn Seiberts Stimmlage Atmung und Phrasen als “gewisser Code” von alt Journalisten oder jungen (anbiedernden) aufstrebenden Journalisten in einem “closed shop” “angenommen” wird. (wenn Theiler die vom Nahen filmt oder Tilo die auf der Couch hat kann er gerne mal berichten, ob die im “closed shop” auch alle ähnlich riechen)

      Mir gehts um die Inhalte weniger ums Siegen und wer siegt – mir gehts darum, das langsam etwas passiert und meine damit nicht mal einen “Systemwechsel” sondern einen Generationswechsel. Bei uns ist die Medienlandschaft nicht mehr “normal”.

      ..So und jetzt führe ich aus, was die Norm ist, sein soll und festgelegt wird..;

      Hust, ähnlich Gerechtigkeit gibt’s da keine Positivdefinition – das per Statistik auszuarbeiten halte ich auch für Hirnrissig, weil sich die Sache ja richtig schön kultiviert hat.

      Ich kann also nur den Weg gehen und sagen, was nicht die Norm sein sollte, da…

      Aber nicht mal das will ich. Schaut euch mal bitte das Medienbusiness in anderen Ländern und zu anderen Zeiten an. Was ist bei uns falsch? Die Leute, die die Geschichten bei uns erzählen – “Zukunft gestalten wollen” sind über-repräsentativ zu alt…Und diese Geschichten, die erzählt werden, ob in “der Welt” in Townhall Talkrunden sind anscheinend wichtig, weil wir keine Bevölkerung von Technokraten haben.

      Ich halte es aber falsch, das Junge Leute hier einfach nicht in Stellungen kommen. Muss man im ZDF eine Gerontokratie Akkreditierung haben, damit man irgendwas in Richtung Themensetzung entscheiden kann?

      Warum können die sich nicht Überwinden in Rundfunkräten 25 Jährige Leute mit Master und 35 Jährige Busfahrer/innen, die kein Parteibuch haben – was gesendet werden soll.

  15. 38:15 . Sein Name ist Giudo Steinberg. Gabor Steingart ist eineJournalist, der sehr lange für das Handelsblatt gearbeitet hat.

    1. Oh Gott. Vielen Dank fürs Teilen. 😀

      Ich hab’s mir angesehen und wollte eigentlich was dazu schreiben. Aber es ist so viel Unsinn wieder, dass der Text wieder meterlang geworden wäre. Das will ich keinem antun, also lass ich’s bleiben.

  16. Finde es immer wieder schön, wenn Tyler dabei ist ^_^

    Bemerkenswert bei Gabriels Vorstellung des Wachstumsbericht fand ich die Stelle bei ca. Minute 19, als er sagt. dass die Investitionsschwäche über 10 Jahre alt sei und Herr Kerber (BDI) die damalige Regierung sympathischer fand.
    Rot-grün war schließlich bis 2005 an der Macht, da ist die Argumentation auf relativ dünnen Eis…

  17. https://www.youtube.com/watch?v=Pn6Iic0wyMg

    Österreichischer Arzt rastet aus, will Flüchtlinge nicht mehr behandeln. Er wisse nicht woher die Leute alle kommen, man sage ihn und der Bevölkerung nichts – während der Österreicher bis ins Oschloch kontrolliert würde, Stuhlgewohnheiten alles würde elektronisch gespeichert.

  18. Zum Wirtschaftspodcast:
    Könnte für die Leute die das machen wollen die Infrastruktur stellen (Server, CMS und Co.). Zumindest für den Anfang. Der Kostenpunkt wäre 0€. Zu Not kann ich auch noch eine Domain klicken. Bei Bedarf einfach melden.

  19. Jetzt ist nicht mal mehr München sicher. Am hellichten Tag in der U-Bahn: http://vk.com/video-86775514_171584101
    Währenddessen steigen die “Flüchtlingszahlen” bereits jetzt massiv an. Aus Bayern wird gemeldet, dass inzwischen 2500 über die Grenze kommen.
    Und laut einem Frontex-Bericht sind 60 Prozent der Einreisenden keine, die für ein Asylverfahren in Frage kommen, also schlichtweg Migranten.
    http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2016/02/01/studie-fluechtlinge-kosten-staat-50-milliarden-euro/
    Nur so zur freundlichen Kenntnisnahme.

    1. In der Münchner Abendzeitung steht´s auch Tilo. Das mit dem U-Bahn-Angriff. Das sind keine Schauspieler, sondern echte “traumatisierte Facharbeiter” im Umgang mit unseren Frauen und Rentnern.
      Es ist echt erschreckend, wie Du Dir die Wirklichkeit zurechtselektierst.
      Typen wie Du, die andere antreiben, die Welt selektiv wahrzunehmen und für Willkommenskultur auf Teufel komm raus plädieren, sind mitschuld, an dem was hier noch alles passieren wird.
      Mitschuld an dem Strom, der nicht abreißt. Mitschuld an dem Leid der schwachen, zurückgebliebenen in den entvölkerten Ländern.
      Den Frontex-Bericht wirst Du Dir ja noch selbst ergoogeln können, die Zahl i.H.v. 2500 Grenzübertritten täglich (schnell steigend) ist eine offizielle und nachprüfbar und das Vid ist auch echt – haben wie gesagt auch Münchner Lokalblätter thematisiert.
      Ist Dir das nicht langsam peinlich?!?!??!?
      Mir tut das Fremdschämen für solche Kinderwelten-Kommentare wie Deinen letzten hier langsam körperlich weh! Bitte komm zur Vernunft!!!!

  20. Ich finde am Anfang wo es um den Ausbau der Internet-Infrastruktur geht wird das zu sehr relativiert. Natürlich kann man immer was wichtigeres finden (Beispiel Landärzte), aber es ist nicht nur auf dem Land schlecht. Ich wohne in Halle an der Saale (200000Einwohner) und hier haben viele Häuser garkeinen Internetzugang. Die 4er WG in der ich lebe teilt sich eine 2000er DSL Leitung.
    Der Sprecher, der das Abschlussplädoyer hält (Stefan?) hätte sich vermutlich anders geäußert, wenn er unter diesen umständen ans Netz angebunden wäre.
    Ich finde das letzte Statement einfach verharmlosend.

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