A!443 – Zusammenwürgen

Dienstag, 14. Juli 2020, 18:11 Uhr

Christian Lindner wurde im Sommerinterview von Tina Hassel zur Strecke gebracht. Gratulation! Ansonsten reden wir heute über Polizeiarbeit, Markus Preiß’ Merkel-Kommentar, Masken und das Wandern. Zum Ende begrüßen wir nochmal Georg Restle. Mathias spielt uns historisch aufgeladen in die Audiokommentare. Danke für das tolle Intro-Intro, Jasmin & Thilo! 😉

Wir danken unseren Produzenten Erik, Johannes, Torben, Markus, Tobias, Andreas, Pierre-Maurice, Fabian, Alexander, Lucas, Nicolaus, Philipp, Rene, Robert, Sabine, Niklas, Janik, Max, Alex, Daniel, Thomas, Maria, Jannis, Tom, Rico, Phillip, Michaela, Ulrich, Natalie & Vincent, Claudia, Lisa, Henri und allen unseren Unterstützern.

Der Aufwachen! Podcast endete mit Ausgabe 444. Ihr findet Stefan beim Fernsehpodcast und Tilo bei Jung & Naiv.

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15 Gedanken zu „A!443 – Zusammenwürgen“

  1. Das Ende naht! Und weil’s bald vorbei ist mit der Herrlichkeit, ich aber keinen Twitter-Account hab, stattdessen hier ein kleiner Beitrag von meiner Seite fürs Rudel – vielleicht inspiriert es ja die eine oder andere Hörergemeinschaft zu einem Trinkspielchen, um das Ende ein wenig tröstlicher zu machen.

    STEFAN-SCHULZ-PHRASEN-BINGO:
    – Banane
    – hier bei uns in Frankfurt
    – seehr… gut
    – ääh…Dingsbums…dingsen
    – Spreeehmbärg
    – [amüsiert oder gleichgültig] unglaublich, ich bin außer mir
    – funktionales Argument
    – Fratschers Laden
    – rentnerrepublikanisch
    – eine humorische [sic!] Note
    – [falsch wiedergegebener Name einer Person]
    – [falsch ausgesprochenes Fremdwort]
    – [erfundener Begriff anstelle eines geläufigen Ausdrucks]

    Cheers!

  2. Die Luft wird nicht nur im Fluchzeug, sondern auch beim Aufwachen Podcast eng – *Trauersmiley*.
    Ich lass’ ma loslaufen, irgendwas wird schon hängenbleiben. Für Schland!

  3. Der Teil zur Polizei war überragend! Hat mir wirklich die Augen geöffnet. Ich hab die ganze Zeit nicht begriffen, warum es unter den „Anständigen“, so einen Dissent gibt. Der Standpunkt von Tilo gegenüber Stefan und Hans hat da geholfen.

    Es kommt also auf das falsche Verständnis der Begriffe an. Ich will mal als Beispiel ein weniger aufgeladenes Thema nehmen als die Hautfarbe, nämlich das Geschlecht. Straftaten (abgeurteilt) liegen zu 80% bei Männern vor. Wenn nun ein Polizist einen Fall bearbeitet und dort erstmal gedanklich von einem männlichen Tater ausgeht, dann ist das natürlich keine Diskriminierung – es gibt ja den empirischen Befund und den macht sich der Polizist (Kriminalistisches Wissen) zu eigen. Er darf sich natürlich nicht nur auf Männer festlegen, muss also offen sein. Nur es geht eben auch um Zeit und Arbeitskraft, da muss man schon vorsortieren. (Anhand kriminalistische Überlegungen)

    Nimmt man nun den Straßenverkehr und hat ein dortiges Delikt würde man wohl eher nach einem Täter ü25 und nicht ausländisch suchen. Nur 14% aller Straftaten in Verkehrssachen sind von Ausländern u25 begangen. Genau so ist es im Görlitzer Park, der angesprochen wurde. Natürlich sind dort fast ausschließlich schwarze Dealer. Der Grund hier ist ziemlich ersichtlich. Gerade Drogendelikte haben ein hohes Maß an „Reviermentalität“, man lässt – wenn möglich – keinen anderen „Unternehmer“ zu. Deshalb häufen sich dort eben bestimmte Gruppen. Das ist Ortsbezogen und mit dieser zusätzlichen Kenntnis (kriminologisch) ist die Kontrolle schwarzer Menschen dort kein Rassismus oder racial profiling. Die Bahn würde angesprochen. Züge sind allein vom Konzept schon auf eine start fakultative Benutzergruppe ausgelegt. Hier jemanden zu kontrollieren der schwarz ist, ist dann eben nicht so begründbar wie im Park.

    So aber hier kommt nun das nächste Problem alle Orte „Bahnhof“ „Görlitzer Park“ etc. Dort wo oft und viel kontrolliert wird, weil viele Menschen, sind stark von einem soziokulturellen Hintergrund geprägt. Das sind Orte wo eben tendenziell eher „abgehängte“ ihre Delikte begehen. Der Wirtschaftsstraftäter der einen Betrug begeht und bei wire…ich meine bei einem Unternehmen sitzt, der geht nicht in einen Bahnhof und erschleicht sich dort Euromünzen.

    Also Kriminologie ist da schon deutlich komplexer und es gibt eben faktisch in den Teilen die durch Streifenpolizisten abgedeckt werden viele Bereiche die eher ausländische Täter haben. Was eben ziemlich kacke ist, denn das liegt wieder daran, dass diese eben nicht so die Sozialenschichten durchdringen können wie man das in deutschland gerne hätte.

    Tilo missachtet eben komplett Kriminologie und argumentiert eher, das Polizisten randomisiert ansprechen. Das ist aber Blödsinn. Die Mittel hat die Polizei nicht.

    Dadurch verstehe ich nun auch das Argument von vielen Polizisten die plötzlich sagten: „ja dann dürfen wir ja gar nicht mehr kontrollieren wenn jemand schwarz ist.“ — das sagen sie deshalb, weil sie den kriminalistischen Hintergrund im Kopf haben und ihnen gesagt wir, das ist egal…darfste nicht.

    Natürlich gibt es Polizisten die wirklich rassistisch Kontrollieren, wieso sollte es die auch nicht geben. Es komm aber auf die Argumentation an und welches Basiswissen und welche Prämissen man anlegt an.

    Zieht man die argumentation von Tilo durch, dann würde ich sogar zu dem Ergebnis der Polizisten kommen, ja dann dürfen sie wirklich nicht mehr kontrollieren, denn dann ist kriminalistisches Wissen bedeutungslos.

    Dieses Wissen muss natürlich permanent überprüft werden und Polizisten müssen sich selber Hinterfragen warum wie gerade geprüft haben. Kriminalistik oder doch nur Schublade Hautfarbe etc.

    Das ganze ist eben echt Komplex und man fordert Polizisten einiges ab. Ich hab im Jurastudium und einen ein Semester Kurs Kriminalistik gehabt und weiß das ich nichts weiß.

    Das hier hat mir dann die Augen geöffnet. Stefan und Hans haben das schon ganz gut festgestellt und erklärt. Genau dieser Zwist liegt dann eben auch im größeren in der Gesellschaft zugrunde und die Position von Tilo „vergiftet“ dann bisschen die Diskussion, weil sie wirklich der Kriminalistik (jeder Polizist lernt das) gar keinen Raum lässt und da würde ich mich dann als Polizist auch wehren. Was dann zu oft komplett überzogenen fehlgeleiteten Argumenten auf beiden Seiten führt.

    Bye und Danke!!!

  4. Mal meine Gedanken zu der Flugzeugthematik:
    Schon komisch irgendwie sind trotzdem verdächtig wenig Menschen an Corona auf den Flügen die von Dezember bis Ende Februar bzw. Anfang März noch in die Luft gingen erkrankt obwohl sie nachweislich Coronainfizierte an Board hatten… Vielleicht kann man das auch nicht mit den Erkenntnissen von 2003 vergleichen?

    Ich vermute mal die Wahrheit liegt hier irgendwo in der Mitte. Denn es macht durchaus einen Unterschied wie die Luft zirkuliert und man muss den Aerosolen bei Corona wohl schon länger und direkt ausgesetzt sein (außer dir Hustet wer direkt ins Gesicht), außerdem halte ich es durchaus für möglich, dass die Luft in 3 Minuten ausgetauscht wird, natürlich dauert dieser Prozess eine Weile, deswegen wird die Luft wahrscheinlich auch bis zum völligen Austausch umgewälzt die Lüftung läuft ja permanent. Es wird ja nicht alle 3Minuten abgesaugt und wieder befüllt… Sondern der Prozess benötigt dafür ungefähr diese Zeit.

    Das Experiment von dem Prof halte ich zwar für Anschaulich, aber eben nicht für Wissenschaftlich (da hatte Stefan den richtigen Riecher), da hier diverse Aspekte einfach nicht bedacht wurden bzw stark vereinfacht dargestellt werden. Zum einen habe ich eine permanente Lüftung und keine stoßweise. Die Luft ist also nie komplett verbraucht oder kontaminiert, d.h. das Glas Orangensaft, dürfte nicht komplett voll mit Orangensaft sein dürfen, sondern hätte eine Mischung beinhalten müssen. Außerdem erzeuge ich in 11km Höhe immer einen Überdruck damit ich den Normaldruck in der Kabine halte, heißt da strömt mehr Luft rein als raus. Ist für mich auch logisch, denn sonst wird es irgendwann auch mit dem Sauerstoff knapp, der ist ja bekanntlich eher in den tieferen Luftschichten zu finden und Flugzeuge schleppen jetzt auch nicht noch zusätzlich Sauerstoff zur Anreicherung der Kabinenluft mit (außer die O2 Generatoren für den Notfall). Ergo muss ich das über die Luftmenge irgendwie ausgleichen. In 5km Höhe halbiert sich bereits der äußere Luftdruck und in 11km Höhe (da befinden wir uns die längste Zeit eines Langstreckenfluges z.B. nach China ) sind wir bei einem Viertel. Heißt er müsste bei Reiseflughöhe die vierfache Menge in das Glas kippen… Damit kommt man vllt. nicht exakt auf die 3 Minuten, aber es sind definitiv keine 15Minuten. Die 15 Minuten erreicht man maximal in der Maschine am Boden bzw. in geringer Höhe, dann passt das Experiment wieder halbwegs.
    An OP-Luft glaube ich zwar auch nicht, aber es ist definitiv eine andere Qualität als im Auto oder der Bahn wo die Luft meist horizontal strömt und nicht so schnell ausgetauscht wird, deren Filter sehen glaube ich auch etwas schlimmer aus…
    Zusatzgedanke:
    Wenn das alles so wäre wie hier von euch dargestellt , würde auch ein Passagier mit Grippe reichen, um einen ganzen Flug zu infizieren, was nach meiner Erfahrung noch nicht vorgekommen ist und gerade für Leute mit Schwächen im Immunsystem fatal wäre.

    Von daher sehe ich es nicht als “Propaganda” der Hersteller und Airlines an. Ich finde den Streit darum gerade eher interessant und hoffe auf mehr Wissenschaft in diesem Bereich. 🙂

  5. Tilo ich finde es gute das du dich aus dem Podcast verlogen gestohlen hast, dann kannst du dich besser auf deine Kernkompetenz die BPK involvierten zu nerven und links utopisch herumsabbeln konzentrieren.

    Der Infantilo Modus konnte von Stefan und Hans zwar gut aufgefangen werden, trotzdem ist es gut für unser Land, das der Podcast endet.

  6. Ich fand es gut, dass Tilo bei Fiedler „haarspalterisch“ geblieben ist. Aus Fiedlers Rolle heraus verständlich, aber nachdem er selbst von NSU 2.0 spricht, kann er doch nicht ernsthaft einen Satz droppen, wie „Wir wissen nicht ob die Polizei ein Rassismusproblem hat“. Doch, das wissen wir sehr genau und zwar nicht nur aufgrund einer Ahnung und möglicherweise subjektiv verzerrten Anekdoten bei Rewe (persönlich habe ich keine Zweifel), sondern haben gut dokumentierte Gerichtsprozesse und Untersuchungsausschüsse dazu. Wir wissen sogar noch mehr, nämlich dass es strukturellen Rassismus gibt. Bei der so genannten NSU haben schließlich deutschlandweit Polizisten immer wieder in dieselbe falsche Richtung ermittelt. Und natürlich brauchen wir diese Studie, um das statistisch solide auszuwerten und das Ausmaß genauer benennen zu können. Das „ob“ kann man aber höchstens im Sinne einer akademischen Nullhypothese infrage stellen, aber nicht in der echten Welt.

  7. Ihr versteht teilweise einfach nicht was Tilo sagt, das ist besonders schlecht wenn er tatsächlich abseits allen virtue signalings etc. einfach mal recht hat. Immerhin hat Hans sich im weiteren Verlauf des Rasssismus Gesprächs noch halbwegs rehabilitiert (sprich seinen Professor Titel wieder näher an sich gebunden 😉 ) Sprich wenn man eine Tätergruppe hat die sich auszeichnet durch einen bestimmten Hintergrund hat das niemals nie alleine auszureichen um eine weitere Person solch eines Hintergrundes zu kontrollieren, nicht 100 Meter entfernt von einem Tatort, nicht weiter weg und insbesondere nicht komplett unabhängig am nächsten Tag oder im nächsten Jahr.

    Beispielsweise wurde ich einmal als relativer Führerscheinneuling auf der A30 aus FR Amsterdam kommend von der Bundespolizei zum Großteil wegen meines Kennzeichens kontrolliert, das sagte mir der Beamte dann auch so direkt “BI, LIP, GT” da kommen unsere Pappenheimer meist her.
    Junger Mann, alte Karre passte dann ebenfalls noch perfekt in ihr köpfliches Tatmuster, welches man Jahre später dann auch tatsächlich noch im Rentner TV von “Hallo Deutschland” als sei es das normalste der Welt, berichtete. Mit dem Zusatz “lauter Musik” übrigens noch. Weswegen wir uns in diesen Zeiten immer sicher waren kontrolliert zu werden, nach einem Festival wurden wir 3 mal kontrolliert, haben den Bullen dann einfach nur noch die Pisstests der letzten Kontrollen hingehalten.

    Und Stefan, nein man muss den Polis da nicht in den Kopf gucken müssen, hier überbewertest du einmal wieder ein eigenes Fach.
    Sie müssen vielmehr belegen können dass sie sich an die Unschuldsvermutung gehalten und einen entsprechend fundierten Grund zur Kontrolle hatten der verfassungsrechtlich unantastbar war und sich nicht auf “kriminalistische Erfahrung” sondern auf einen konkreten Anhaltspunkt im Handeln dieser Person bezog.

    Vielleicht sollten wir einfach nicht so viel Geld mit soziologischen Studien verschwenden sondern einfach mal die Justiz aller Bundesländer mehr als ausreichend ausstatten damit auch ein kleiner Dealer die Chance auf ein faires Verfahren hat und nicht den Strafbefehl oder Deal nimmt den die überlastete Staatsanwaltschaft ihm so schmackhaft macht.
    Natürlich bräuchten wir auch endlich eine entsprechend harte und gefestigte Beweisverwertungsverbotsrechtsprechung und nicht das was wir jetzt haben wo Polizeibeamte dem Delinquenten den Großteil der tatrelevanten Handlungen abnehmen können und das Urteil trotzdem noch vom BGH aufrecht erhalten wird.

  8. Ja Hans, “Jeder ist seines Glückes Schmied” ABER NICHT JEDER IST SCHMIED! Beste und simpelste Antwort darauf die ich jemals gehört hab, ich denke der alte Genosse hätte nix dagegen wenn ihr das auch verwendet.

  9. Ich hoffe ja dass beim Georg Restle die Freiheitsrechte nicht nur die Abwehrrechte beinhalten sondern auch die Leistungsrechte als gleichwertig verteidigungswürdig anerkannt werden. Denn auch wenn ich mich sehr wohl an den sehr guten Beitrag zum Hartz 4 Satz und Grundfreibetrag erinnere, ist das in meiner Wahrnehmung halt der letzte Beitrag hierzu gewesen und nunmehr 2 Jahre her.
    Aber ich lass mich gerne eines Besseren belehren.

  10. Wie schön dass man doch einfach beim WDR alle Themen der Sendungen bis 2005 (07 leider nur 404) zurück ansehen kann, ich stelle also mittels einfacher Stichwortsuche einmal grob fest:

    2005,06 ; 2008 – 2015 gabs Hartz überhaupt nicht als Thema.
    Was gerade zu Banane ist wenn man sich überlegt dass die ersten Jahre die schlimmsten waren vorm BVerfG Urteil 2010 und dass die Rentenzahlungen für Empfänger Ende 2010 abgeschafft wurden. Während der ganzen Zeit die die FDP an der Bundesregierung war, hat Monitor sich also nur für Niedriglöhner aber nie für Arbeitslose interessiert?!?!

    2016 dann endlich einmal “MONITOR vom 02.06.2016
    Noch ärmer: Wie die Hartz-IV-Reform Alleinerziehende schlechter stellt”
    Tjoa, das war schon 10 Jahre vorher nicht toll als meine Mutter einmal total verheult nach Hause kam weil ihr eine Freundin aus besseren Zeiten ein paar Bananen gekauft hatte die wir uns nicht leisten konnten. Nicht in der DDR sondern im tiefsten Westen der alten BRD.

    2017 auch genau einmal in 12 Sendungen, scheinbar auch nur Anlassbezogen:
    “MONITOR vom 24.08.2017
    Jobwunder durch Hartz IV und Co.?”

    Sechs Jahre und 2 Monate waren zu dem Zeitpunkt vergangen seitdem bekannt wurde dass die durchschnittliche Verweildauer sich seit den Reformen nicht verringert sondern sogar um einen Monat erhöht hatte.

    Die nächste Erwähnung im nächsten Jahr, der mir noch erinnerliche:
    “MONITOR vom 17.05.2018
    Hartz IV: Wie die Bundesregierung die Regelsätze niedrig rechnet”

    Und damit endet der Hattrick, keine Erwähnung im Jahr 2019 und auch in diesem Jahr noch nix wo doch die Krise den Blick noch mehr nötig gemacht hätte.

    Ich kann also als Zwischenergebnis schreiben: Die Zersetzung unserer demokratisch sozialstaatlichen Grundordnung interessiert Georg Restle maximal wenn sie auch anderswo in den Medien Thema ist.
    Das einzig über Jahre konstant begleitete Einzelthema ist Oury Jalloh, klar schlimm und auch ein krasser Fall von Bananenrepublik Deutschland und trotzdem nicht alleine wichtiger als der langsame Tod, offene Vollzug oder quality life years lost der Millionen Hartz 4 / Agenda 2010 Oper der letzten 15 Jahre.
    Versailles wurde der Weimarer Republik wenigstens noch von außen aufgedrückt, die heutige Verrohung und Verkommung dieser Gesellschaft hat die Elite dieses Landes selbst gebaut und damit auch einen Großteil der Rassismusprobleme die in Monitor ja so einen prominenten Rank einnehmen.
    Irgendwann verlierst du einfach die Empathiefähigkeit wenn es immer nur um die Probleme der anderen geht und nie um die deinen. Hatte der WDR im Radio im letzten Jahr einen Anrufer zu den sie auch in einer Werbung für eine Sendereihe verbraten hatte, der brachte es damit auf den Punkt.

  11. Bezüglich der App kann ich nur sagen dass ich sie noch installiert aber seit 2 Wochen nicht mehr aktiviert habe (sprich Risikoermittlung aus), denn sie macht in dieser Form in meiner Auffassung schlicht keinen Sinn, zumindest nicht für mich.

    Auf Arbeit Abstand und genug Lüftung und beim einkaufen unterschreite ich never ever 15 Minuten lang die 1,5 Meter Abstand.

    Ich hatte mich ja beim gucken der RegPK letzte Woche gefreut als Tilo mal nachfragte nach WHO und Flugzeug etc. also als ob mein SCMP Bus 4,5 Meter Kommentar mal angekommen wäre, aber leider nein, nur wieder Fluchzeuch.

    So lange man nicht in jedem geschlossenen Raum die Abstandsunterschreitungsmarke auf 5 Meter hochsetzt und dann noch beispielsweise mindestens eine halbe Stunde nachdem ein Infizierter den Laden verlassen hatte, oder wie lange auch immer der Virus sich realistisch in der Raumluft eines über Klimaanlage gelüfteten Supermartkes hält und verteilt, als potentieller Kontakt gilt wenn man sich währendessen dort im inneren des Marktes aufhielt, so lange macht die App in meinen Augen kaum einen Sinn.

    Sollte gleichzeitig den gewünschten Effekt haben dass die Testkapazitäten ausgenutzt werden.

  12. @Valentin man sieht was daraus wird wenn die Polizei ihre Arbeit nicht mehr korrekt ausführen darf u.a. in Städten wie Seattle( Doku Seattle is dying) oder aktuell verliert auch NY massiv an Einwohnern.

    Wer kann der geht aufs Land da es einfach sicherer ist…

    Tilo, Dir würde ich das Thema sehr ans Herz legen! vllt ändert das auch ein wenig die oftmals sehr schwarz weiß Sichtweise!

    Oder ist das schon der Grund weshalb gerade dieses wichtige Thema so wenig oder gerade nicht besprochen wurde…!?

  13. Starker Endspurt mit gutem Polizeiteil. Besonders freut mich, dass ich meine wahrzunehmen, dass ihr wieder Spass dabei hattet.
    Vielen Dank für all die Jahre, ich bin seit 2016 Hörer und seit einiger Zeit Unterstützer durch Mini-Dauerauftrag. Den muss ich jetzt schweren Herzens einstellen, aber das Geld leite ich auf andere Podcast um.
    Grüße und besonderer Dank an Hans, ich ziehe meinen Hut vor soviel klugen, spontanen, ausformulierten Analysen

    Idee @ Stefan und Tilo:
    Könntet ohr für nostalgische Momente nicht das Soundboard in irgend einer Art online stellen?
    Manchmal muss man einfach Riesenrad fahren…

  14. Bin grade hängen geblieben an der Stelle wo Tilo behauptet, in Berlin könne man derzeit (noch) nicht schwimmen gehen….also das geht seit ner Weile schon ganz gut, und im Gegensatz zu den Jahren vor Corona sind die Freibäder überhaupt nicht überfüllt, man kann sehr gut sportlich schwimmen, ohne dass Leute einem kreuz und quer vom Beckenrand auf den Kopf springen wie es sonst üblich ist in der Freibadsaison 😉 Denn: Man muss sich natürlich vorher online ein Ticket für einen “Zeit-Slot” besorgen und die Anzahl der Leute die auf einer Bahn schwimmen dürfen ist begrenzt. So spart man sich auch das aggressive Angepöbelt-Werden bei hohem Traffic. Ist aber recht unkompliziert. Klappt natürlich nicht immer, dass man da mega spontan noch ein Ticket kriegt, vor allem bei gutem Wetter plus Wochenende geht man leer aus, wenn man nicht früh genug bucht, aber kanns wirklich nur empfehlen. Glaub auch dass die Becken etwas beheizt werden, also war auch schon bei 20° und bewölktem Himmel schwimmen neulich, ohne nach 15 Minuten als Eisklotz abbrechen zu müssen 🙂 und da hab ich wunderbar viel Platz gehabt!! Selten angenehmere Schwimmbedingungen erlebt als diesen Sommer in Neukölln…

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