A!391 – #Miethuhn

Freitag, 12. Juli 2019, 11:00 Uhr

Kann sein, dass Ursula von der Leyen gar nicht nach Brüssel will. Der grünen Fraktion hat sie gesagt, würde sie gewählt, wollte sie erstmal in die Regionen fahren, die Menschen nach ihrer Meinung fragen. Das ist zwar gut gemeint. Aber die Abgeordneten haben kein Wissensdefizit, sondern Handlungsdruck. In Tschechien führt derweil ein Sechsundzwanzigjähriger die außerparlamentarische Opposition, und die innerparlamentarische hofft auf Brüssel gegen Andrej Babiš. Nur in Deutschland plätschert alles gemütlich vor sich hin. Merkel sitzt bei der Hymne, was für ein Drama. Nach Wolfs- und Tierwohl-Update hören wir Mathias’ Musik und eure Audiokommentare.

Wir danken unseren Produzenten Daniel, Daniel, Felix, Rachel, Aaron und allen unseren Unterstützern.

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16 Gedanken zu „A!391 – #Miethuhn“

  1. Verstehe Tilo, du hast also tatsächlich nicht nur keinen der Spitzenkandidaten der Linken zur Europawahl interviewt, sondern so Alibi halber das xte Mal Gysi, um dich dann nachher zu beschweren dass die Linken sich hätten mehr gegen Waffenexporte und Fluchtursachen positionieren sollen -obwohl mindestens 2 Plakate dazu überall rumhingen, eines explizit mit Handgranate drauf und Slogan “Flucht hat Ursachen” und die Kandidaten darüber auch geredet haben- sondern du hast dich tatsächlich so wenig mit den Linken bei der Europawahl beschäftigt, dass du denkst Gabi Zimmer sei immer noch MdE und nicht in Ruhestand weil sie nicht noch einmal angetreten ist.
    Weswegen ja Özlem Demirel zusammen mit Martin Schirdewan Spitzenkandidaten waren und nicht eben wieder Gabi Weber.

    Skandal eigentlich, Mr. “mehr Frauen an die Macht” hat lieber Nico Semsrott interviewt als Özlem mit ihrem passenden Geschlecht und kurdischem Migrationshintergrund.

  2. So weit ich weiss: Die Angst der Ch. Regierung von ihren uigurischen Einwohnern liegt auch aus den Erfahrungen aus der Vergangenheit. Die Uiguren wurde von westlichen im kalten Krieg und darüber hinaus von Diensten sehr stark gegenüber ihrer Regierung politisiert und zur Destabilisierung des Landes eingestellt. Daraus ergab sich auch die Festhaltung und manch religiöse Radikalisierung. Dies rechtfertigt jedoch natürlich keinerlei Verstossen und vorstosse gegenüber der Menschlichkeit. naja, danke

  3. @ Der Fisch ist gegessen
    also ich hab es ja manchmal mit meiner Herkunft. Mein Vater selig, Lebensmittel – Einzelhändler, meinte einmal, wenn das kg Hering, damals standen Salzheringe noch in Holzfässern im Lager, (60er, frühe 70er ) erst über 1 DM kostet, stimmt etwas nicht mehr.
    Na ja, ich erinnere diesen Satz nicht, wurde mir überliefert, aber ich erinnere Heringe als Grundnahrungsmittel und die Holzfässer. (in Arbeitsverträgen meines Urgroßvaters ließen sich die Arbeiter noch eintragen, dass es nur 2 mal die Woche Fisch (auch durchaus heutiger „Edelfisch“ ) geben darf, weil so viel in Flüssen davon rumschwamm und der Fisch so billig war, dass der sonst jeden Tag serviert worden wäre.
    Bekannt ist mir seit meiner Kindheit, dass das Überfischen der Nordsee ein Problem ist – das war noch vor den 80igern. Schon damals wusste jeder, dass bei zu viel Fischfang der Fisch irgendwann weg ist, was er nun fast ist, und es wurde im Regionalfernsehen auch damals schon darauf hingewiesen, dass es so nicht weiter geht.
    Heute kostet ein kg Hering, frisch, im Internet – Handel bis zu 11,00 Eu/ kg, also etwa 20 DM wären das gewesen.
    Was ich als Steppke nicht verstand und heute auch noch nicht, wie merkwürdig muss Mensch gestrickt sein, dass er eine so einfache Verhaltensweise – den Fisch oder von mir aus die Saat für das nächste Jahr isst man nicht, weil: dann im nächsten Jahr kein Essen bzw. kein Fisch.
    Oder sind die anderen Fischer schuld ? Ist alles kaum zu verstehen. Vielleicht wissen da Soziologen mehr. Wenn ich meine Kühe verkaufe um einen modernen Stall zu finanzieren, macht dies auch wenig Sinn, das versteht wohl jeder. Warum funktioniert diese Einsicht gegenüber der Natur nicht ??

  4. Dittsche (249) – KW 27/2019 – Von der Leyen – Karger Dieselproblematik – Gast: Ingrid Vetters| WDR

    Zumindest mal die ersten min. ansehen.

    Ich find es lustig!

  5. Wolfsrudel

    Am Rodewalderwolf zeigt sich hier bei uns (ganz in der Nähe lebend) der mittlerweile komplette Irrsinn um diese Tiere. Wir halten selber Tiere und stehen dieser Problematik gegenüber. Wir sind jeden Tag mehrere Stunden draußen (mal morgens, mittags, abends und auch mal nachts zum Checken) unterwegs, aber wir haben noch keinen Wolf gesehen.
    Ja, es gibt hier Wolfssichtungen. An Weiden, bei Höfen, in den Feldern. Und ja, vermutlich würde ich auch schlucken ihm im Wald gegenüber zustehen. Oder gar einem ganzen Rudel! Aber wer schürt meine Bedenken? Und Ängste?! Nicht der Wolf. Den sehe ich hier nämlich nicht.

    Ich bin es leid, mir diese Zweischneidigkeit der Nebenerwerbs- und Vollerwerbslandwirte anzuhören und ihre Verluste als das anzusehen, als was es gerne versucht wird zu vermitteln: eine tödliche Tragödie sondergleichen.
    Egal ob Rind oder Schaf: Die Schlachtung kommt. Die Tragödie kommt sowieso für die Tiere der Fleischnutzung. Ob die Angst der Tiere wohl bei einer Tötung durch den Wolf oder beim Verladen, Transport und Schlachtung größer ist frage ich mich, wenn abermals die Tiere vom Nachbarhof wieder in den Transporter getrieben werden und schreien wie am Spieß (Schweine können schreien!).
    Ich persönlich kenne nur sehr wenige Landwirte (zwei), beides Hobbylandwirte, die den Irrsinn von subventionierten Tiertransporten, Schächtung und Schlachthoftransport nicht mitmachen und ihre Tiere wenigen Tiere persönlich zum Schlachter bringen und dort von einem bekannten Schlachter töten lassen.
    In jeglichen Fernsehberichten taucht aber ein Landwirt auf, der die emotionale Belastung durch den Wolf nicht mehr ertragen kann…die anderen Varianten der Tötung werden jedoch mitgetragen….
    Der Wolf ist in der Lage Ängste zu projezieren, man hält es kaum für möglich!
    In unserem Landkreis wurden “Mahnwachen” abgehalten (Mahnfeuer (!!!) auf den Weiden, an unterschiedlichen Orten gleichzeitig) und “Infoveranstaltungen” finden in Gaststätten statt, die einen verzweifeln lassen. Vom “Knüppel auf´m Kutschbock”, “Kinder in der Dämmerung nicht mehr raus lassen” bis hin zu “Im Nebel gehe ich nicht mehr mit dem Hund raus” war alles dabei. Auch gerne benutzt: “Die Wölfe wurden im LKW aus dem Osten angekarrt und von einer Naturschutzorganisation ausgesetzt!” Ein wütender Mob! Der auch den Wolf durchs Dorf treiben würde. Anders kann ich es nicht beschreiben.
    Jeder Versuch der Annäherung durch Vernunft und dem Versuch Lösungen für Weidetierhalter und für die Tiere zu finden, ersticken gefühlt im Keim.

    Im Bericht in Steimbke war unter anderem Frank Faß zu sehen. Er betreibt das Wolfcenter in Dörverden. Vielleicht einer, der gut erklären kann, wie es mit Wolf bei uns funktionieren kann. Wie eine Annäherung stattfinden kann. An mehr glaube ich mittlerweile auch nicht mehr.

    Jeder, der einen Eindruck vom Wolf haben möchte, sollte sich ruhig mal mit Wölfen in Gehegen auseinandersetzen. Wir haben damals als der Wolf in unserer Gegend vermehrt auftauchte, einen Tag mit der dortigen Pflegerin im Wolfcenter Dörverden verbracht. Es gab dort an Menschen gewöhnte (mit der Flasche aufgezogene) Wölfe und eine Gruppe ohne direkten Kontakt zum Menschen. Wir konnten mit der Pflegerin in dieses Gehege gehen und die Distanz und das Beobachten der Wölfe hat bei mir ein Erkenntnisgefühl der Sicherheit ausgelöst. Denn danach haben wir die Wölfe gefüttert, die mit der Flasche aufgezogen worden sind. Ich stand hinter dem Stromdraht und auf der Karre lag ein totes Reh. Die Pflegerin wollte dieses Reh hineinschmeißen und die Schnelligkeit und Kraft der Wölfe war so gewaltig: Einer der Wölfe sprang durch die Absperrung und schnappte sich im Wurf das Reh. Diese Distanzlosigkeit im Verhältnis zu den anderen Wölfen empfand ich damals als enorm. Es verschiebt die Kreise. Wir sollten lernen den Wolf Wolf sein zu lassen. Vor dem was der Mensch drauß machen kann, habe ich auch Bedenken: Angefütterte Wölfe und auch Wolfshybriden (ganz heikel).
    Ich schlage Frank Faß als Erklärer fürs Wolfsrudel vor. Für die Frauenquote: Seine Frau könnte das bestimmt auch machen 🙂 Aber der Vorschlag kommt von einer Frau…Vielleicht wiegelt das die Quote ein wenig aus 😉

    Auhhhhuuuuuuu!!!!

  6. Ich hasse diesen Schwachsinn, eine Verbauchssteuer kann man nur sozial ausgestalten indem man sie mindert oder erst gar nicht erhebt. Insbesondere nicht noch eine jetzt einführt.
    Das hab Ihr mir hier jahrelang erzählt, unterlegt mit Marcel Fratzscher, immer und immer wieder.

    Die co2 Steuer ist nichts als eine Verbrauchssteuer, sogar aufs Heizen! Ja glaubt Ihr denn ernsthaft dass das meinen Vermieter interessiert, dass wenn ich statt 7 Cent die kw/h auch fürs Gas 30 Cent kw/h zahlen muss?
    Da baut der doch keine neue Heizung ein nur weil ich dann statt 50 € Gas im Monat 150 € bezahlen muss. Das wird so nicht funktionieren wie in dem Beitrag letztens aus der Schweiz, nur falls mein Vermieter meine Heizkosten bezahlen müsste.
    Und bei Mietshäusern mit Zentralheizung legt er es halt auf die Nebenkosten um und auch gut.
    Wie war das, Deutschland ist 2/3 Mieterland? Und einen Heizkostenzuschuss gibt es auch seit Jahren nicht mehr, für diejenigen die sich dass dann nicht mehr leisten könnten.

    Das dieses Argument trägt kann man alleine daran sehen dass die “billigsten” Unterschichtswohnungen immer noch eine Nachtspeicherheizung haben.

    Also macht endlich mal den Kopf wieder auf und blabbert nicht immer nur “die Olivgrünen haben recht”. Nein haben Sie nicht.

  7. Und genau das ist es an meinen vorheringen Kommentar anschließend, eben nicht. Die Freiheit bleibt nicht, heute hast du ein System wo sich auch ein Hartzer, ein Geringverdiener etc. es sich leisten kann co2 auszustoßen.
    Die und ich werden es sich dann nicht leisten können, nicht nur nicht deine 7400 € im Jahr mehr zu zahlen, sondern auch nichtmal 740 €. Und vor allem auch nicht als erste sich ein schön co2 neutrales E-Auto kaufen oder eine neue Heizung in die Mietwohnung zu installieren, was sie eh nicht dürfen.

    Die Reichen wiederum, und hierzu zähle ich jeden Single ab 2500€ netto, werden das erstmal wegstecken und ihr Leben nicht verändern müssen.

    Mein Vorschlag seit langem ist 1% Vermögenssteuer für Klimaschutz und 1% für Umverteilung.
    Das wäre kein Problem und würde niemanden im Prekariat treffen, die regelmäßig sowieso einen mini co2 Fußabdruck haben, im Gegensatz zum Vielflieger Tilo oder 3 fachem Vater Stefan.

    1. wenn du €7400 mehr bezahlst im Jahr, bekommst du €7400 zurück.

      hast du das nicht verstanden oder willst du es nicht verstehen?

  8. Selbst wenn das so wäre, nach Baerbocks Aussage hier im Beitrag, am Ende des Jahres. Also eigentlich 3-6 Monate ins neue Jahr hinein, weil muss ja erst alles abgerechnet werden.

    Meinst du ernsthaft dass die Unterschicht das vorstrecken könnte, Tilo?
    Das Gegenteil ist richtig, schon die CO2 Steuer auf Essen würde uns killen, scheinbar hat das nicht einmal die Parteizeitung der Linken bisher gecheckt.
    https://www.neues-deutschland.de/artikel/1122733.treibhausgasemissionen-co-steuer-auf-steaks.html

    Außerdem, du hast letztens in einer Folge mal gesagt du hättest seit Anfang der 2000er Angst vor der Sozialpolitik der Grünen/SPD gehabt.

    Ich habe seit Anfang der 2000er diese verkackte Politik am eigenen Leib zu spüren bekommen für die sich Harbeck und Baerbock auf deine Frage hin auf der Bühne im Basecamp nicht einmal entschuldigen wollten.
    Deswegen habe ich keine Unze Vertrauen in diese “Menschen”, dass sie mir nicht noch mehr schaden und letztlich in die Obdachlosigkeit oder gar Tod drängen werden wenn sie jetzt auch noch an die wirklich essentiellen Dinge ran wollen.

  9. @Spieler Frauen Podcast
    habe mir auf Stefans Hinweis den Podcast bzw. die Ausschnitte aus den Spielerfrauen Podcast auf die Podcatcher angehört. Soweit von der Realität sind die beiden m.E. gar nicht. Stellt euch doch mal vor shopping Center oder ähnlichem – Konsum Tempel -. Immer fragen – wessen Realität. Denke auch nicht das hier etwas beschädigt wird, oder meint ihr die hohem Gehälter werden toll gefunden um dann nicht zu konsumieren oder Konsum Fantasien zu beflügeln. Was erwartet ihr von jungen Frauen, die in unserer Gesellschaft Schule und eine Lehre gemacht haben, geht doch mals zu dm oder Rossmann und beobachtet dort ? Mit Millionärs – Frauen aus altem Geld würde ich die Beiden nicht vergleichen.

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