Z03 – Verlorene politische Räume

Freitag, 8. September 2017, 0:39 Uhr

Wenn Wahlkämpfer dann besonders erfolgreich sind, wenn sie die Massenmedien zum Feind erklären, dann stimmt etwas nicht. Doch nicht nur Trump regelte seinen Einzug ins Präsidentenamt so. Aus den Niederlanden, Großbritannien, Frankreich und Polen kennen wir schon vergleichbares, nicht weniger erfolgreiches politisches Verhalten. Und wir sollten nicht darüber lachen, wenn AfD-Politiker aus deutschen Politshows fliehen. Die Performance ist mangelhaft, aber die Botschaft doch klar: Die Räume, in denen wir einst Gesellschaft verhandelten, sind verschwunden oder werden missbraucht. Eine Einladung der Goethe-Gesellschaft Nordenham nutzte Stefan nun als Gelegenheit, ein paar Puzzle-Teile zusammenzusetzen. Wir spielen es hier als Zwischenruf.

avatar
Stefan
Wenn du Korrekturen oder Ergänzungen hast, schreibe sie uns gerne als Kommentar unter die Ausgabe. Für Fragen und Diskussionen haben wir ein Forum. Audiokommentare nehmen wir per Telegram- oder WhatsApp-Sprachnachricht an 004915156091706, entgegen.

7 Gedanken zu „Z03 – Verlorene politische Räume“

  1. Nach dem (leider) wirklich verhaltenem Applaus, hätte mich brennend interessiert, was für Fragen gestellt wurden – also in welche Richtung diese gingen.

  2. Ich wäre sehr dafür wenn journalistische Artikel ähnlich behandelt würden wie Musik, der Verfasser bzw. der Rechteinhaber bekommt immer dann Geld wenn ein Artikel angeklickt wird und der User eine bestimme Mindestzeit damit verbracht hat. Man könnte die Preise für Artikel vielleicht nach Genre oder Länge Staffeln.
    Bei Musik funktioniert das, warum sollte das für Journalismus nicht auch gehen? Bezahlen müsste das der Seitenbetreiber, also z.B. Facebook und es wäre dann deren Sache wie sie das Geld wieder reinbekommen.

  3. Und was wäre wenn das Geld aus diesen Klicks nicht mehr direkt an die Anbieter ginge, sondern in eine Art Fond, aus dem dann journalistische Arbeit finanziert wird, die sich anders heute nicht mehr rechnen?
    Ich habe ja immer noch die Hoffnung das die GEZ-Gebühren irgendwie in dieser Form genutzt werden, das ein Teil dieses Geldes auch außerhalb des öffentlich-rechtlichen Rahmens für journalistische Arbeit genutzt werden kann. Deshalb halte ich diese Abgabe heute sogar für wichtiger als früher, sie muss nur richtig eingesetzt werden.

  4. Ich fände als neuen Raum für Politik sowas wie Netflix oder Spotify super, wo ich gerne 10 oder 20 oder auch 30 € als Abo bezahle und dann politische bis kulturelle Podcasts, Artikel, dokumentierte Diskussionsrunden etc. finde. Ich müsste da z. B. das Angebot von Heise.de finden, Jung&Naiv und den Aufwachen-Podcast, Netzpolitik.org und vieles mehr, auch was ich noch nicht kenne und natürlich gerne auch die Tageszeitungen … Ein Vorteil: Ich hätte ein breites Angebot auf einen Blick, wäre weniger in meiner Filterblase und sähe auch Themen, die mich nicht gleich interessieren. Wäre so was nicht machbar?

Kommentare sind geschlossen.