A!097 – Neuland in Sicht

Donnerstag, 10. März 2016, 15:22 Uhr

Wir reden heute mit Sascha Pallenberg über Nachrichtendiäten, Medien machen, Medienmachen finanzieren und Medienhoffnung auf virtuelle Realität haben.

Der Aufwachen! Podcast endete mit Ausgabe 444. Ihr findet Stefan beim Fernsehpodcast und Tilo bei Jung & Naiv.

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52 Gedanken zu „A!097 – Neuland in Sicht“

  1. Ist vielleicht ein bisschen Off-Topic, aber mich würde interessieren warum ihr das kostenpflichtige Threema benutzt, anstatt das kostenlose open source Telegram?

  2. Ich muss sagen von dem Standpunkt Nachrichten hab ich über VR noch überhaupt nicht nachgedacht.
    Ich zock recht viel vor allem über Steam und als ich gesehen hab, dass das VR-Set von denen für 899+ € verkauft wird und die Oculus für 699 € (weil weniger Peripherie) bin ich davon ausgegangen das VR erst mal den gleichen Weg gehen wird wie die Kinect von Xbox. Zu wenig Leute werden sich das bei dem Preis holen, weil es ja doch nur eine Art Zusatz zu dem schon bestehenden Computer ist und zumindest in den Nächsten Jahren den Bildschirm niemals ersetzen wird. Dadurch werden sehr viel weniger Spiele oder ähnliches für VR entwickelt. Kein Entwickler oder Publisher wird für so einen kleinen Marktanteil produzieren wenn er auch die breite Masse bedienen kann. Somit fallen die Anreize weg für mehr Leute sich die Brillen zu kaufen. Da es ein normaler Bildschirm auch tut.
    Ich glaube so lang die Preise nicht ordentlich runter gehen und damit VR für mehr Konsumenten erschwinglich wird werden wir selten VR in Haushalten sehen. Am ehesten kann ich mir vorstellen das es dann internetcafeartig Läden gibt in denen man sich dann für ein paar Euros in extra Räumen die dafür ausgelegt sind in die VR “einmieten” kann.

    1. Jo, zum einen gilt aber, wie im Podcast besprochen, dass Samsung seine VR-Brille in Aktionen zum neuen Galaxy S7 verschenkt. Zum anderen gilt, dass insbesondere Youtube die 360-Grad-Videos längst bereit hält. Google verschenkt seine Papp-Dinger, in die man sein Nexus vorn reinklemmt. Der Preis wird rapide fallen, wenn die Massenproduktion von dem Zeug anläuft. An der Hardware und ihren Kosten wird die Einführung der Technologie wohl nicht scheitern.

    2. Da bin ich nicht sicher. Ich habe die erste Version der Oculus Rift gepledged und war völlig begeistert, wie auch alle anderen, denen ich sie vorgeführt habe. Das Immersionsgefühl war unglaublich. Gleichzeitig haben es aber fast alle nur sehr kurz unter dem Ding ausgehalten. Motion sickness und Überwältigungsgefühl waren ihnen zuviel. Mich selber erinnert das auch noch zu sehr an den VR-Hype Anfang/Mitte der 90er. Die Hardware IST noch zu teuer, solange es sich nicht um den Zusatzkram zum Telephon handelt, sondern um eigene Hardware für Konsole/PC. Für Spiele sind 600-900$ für ein Peripheriegerät deutlich zu teuer und für Porno vermutlich auch – und das sind die Geräte, die jetzt – Jahre nach der Oculus – als marktreife Versionen erscheinen.
      Und was will ich auf dem Telephon machen, statt Spielen? Wie schnell ist der Reiz von VR bei Nachrichten wieder weg? Will ich wirklich Bürgerkrieg in Syrien in VR gucken?
      In meiner ersten Begeisterung über die Oculus hätte ich sofort unterschrieben, daß das das nächste big thing ist, mittlerweile bin ich mir nicht mehr so sicher. Das kann auch noch mal zehn Jahre dauern und auch noch floppen wie 3D-Fernseher.

    1. Nein, ist ja mein Problem, wenn ich es mir anhöre.
      Aber euer Gast hat mir wirklich etwas zuviel geschwallt.
      Das ist so, wie wenn Du in München ins P1 gehst und Dir irgendeiner erstmal erzählt was er nicht Alles macht.
      Das ist in gewissen Kreisen schon fast ein Ritual und so kam das bei mir an.
      So wie ich das sehe, braucht ihr euch mit eurem Erfolg nicht verstecken.

    2. Aber der Vorwurf der heißen Luft geht hier absolut fehl. Sascha Pallenberg redet eben nicht nur von den neuen Chancen für Medienarbeit, sondern nutzt sie konsequent und mutig. Schade, dass das bei dir nicht rüber kam.

    3. Naja, Medien ist ja nicht mein Thema, für euch war das vielleicht interessant,
      weil ihr selbst Medien produziert.
      Ich bin ja Konsument und such interessante Inhalte.
      Ich habe mich heute auf den podcast gefreut, weil ich immer noch im Büro sitze und habe das nebenbei gehört.
      Sowas wie, push und pull interessiert mich null.
      Mir tut jeder leid, der beim Essen ständig das smartphone rausholt.
      Ich kenne die ganzen sales manager, die so leben, ich kenne Leute die wöchentlich nach China fliegen und ich war oft genug auf der Cebit um das als relativ anstrengende Arbeit, mit wenig Glanz zu empfinden usw…
      Sowas müßte man eher kritisch hinterfragen aus meiner Sicht als Konsument,
      denn glücklich machen in Wirklichkeit ja doch wieder die Dinge wie Familie, Kinder usw…, nicht die high tech-Welt.
      Und soweit ich mitbekommen habe, hast Du ja Kinder und findest das vielleicht reizvoll
      um die Welt zu jetten.
      Aber wie gesagt, das birgt sehr viele negative Seiten und ist verdammt anstrengend
      und insgesamt müssen wir eher eine andere Richtung einschlagen.
      Habe mir gestern mal ein Buch von Kathrin Hartmann durchgelesen, finde die Frau
      bringt vieles verdammt gut auf den Punkt und arbeitet Vieles heraus, was wir zwar wissen, aber zu gerne verdrängen.

    4. Hallo,

      ich habe noch nie was von Dir gehört, außer diesen podcast.
      Also der podcast war mein einziger Eindruck, den ich von Dir hatte.
      Wenn das ein falscher Eindruck war, tut es mir leid.

    5. Ich teile die Meinung. Du hast bei mir auch den Eindruck hinterlassen das du dich gerne reden hörst. Schade drum

  3. Was bringt es denn den Leitzins auf 0% zu setzen ?
    Und warum will man denn die Inflation erhöhen ?
    Ich dachte immer, dass Inflation schlechter sei als Deflation ?

    1. Man hat bei der EZB die irrige Annahme durch Senkung des Leitzinses die Inflation erhöhen zu können. Die Zielinflation im Euroraum sollte bei 1,9% liegen, die derzeitige liegt durch die verfehlte Austeritätspolitik darunter. Es soll also der Sparer ermuntert werden sein Geld nicht zur Bank zu bringen und dort zu horten, sondern es auszugeben. Weiterhin hofft man, dass Banken durch die Maßnahme leichter Kredite vergeben. Und nein, eine leichte Inflation ist niemals schlechter als eine Deflation. Bei sinkenden Preisen können Unternehmen ihre Schulden ja nicht besser zurückzahlen, wenn ihnen die Umsätze und Gewinne wegbrechen.

  4. Hallo und Hallo an Sascha. Bin mal gespannt, was du so von dir gibst. Also, auf geht’s.

    # Sascha Pallenberg.
    Ja, zugeben muss ich schon auch, er sieht wie ein Selfmade-Man aus, ja, dem kann man wohl zustimmen (habe mir die Content Marketing-Diskussion auch angesehen).
    Gute Arbeit jedenfalls beim Content Marketing-Battle mit Schrader. Ich sach nur: „eigene organische Reichweite“. Deine Positionen gefallen mir soweit. Ich sympathisiere sehr mit deiner Haltung zu „Inhalt“. Thema TV: Als ich noch TV hatte, habe ich es ähnlich gemacht in den letzten Jahren. Die ganze Zeit nur N-TV oder pheonix, oder halt ARTE und lustiger weise auch öfter Tele5. Aber mit der Zeit wiederholten sich auch die Dokus, gerade bei N-TV oder pheonix damals. Irgendwann hatte man einfach alles schon gesehen .. und zwar zehnfach. Ich kann mich noch an die dämlichen Flugzeugträger-Dokumentationen erinnern .. irgendwann reicht einem das dann auch. Da die Musiksender auch nur noch Müll gebracht hatten (bis auf ganz wenige), habe ich den TV dann irgendwann ausgemistet.

    # Facebook.
    Ich kann die Argumentation von Stefan verstehen, aber konkret nicht mit der Gleichsetzung „Sieger“ nicht. Natürlich hat Facebook in dem Moment gewonnen, aber sie müssen nicht der Sieger bleiben. Die Frage ist jetzt, wie man mit diesem Sieg umgeht. Ob man deren Sieg akzeptiert, oder man sich mit dem nicht zufriedengibt und eigene Sachen probiert um den Sieg streitig zu machen.
    Man sollte es weniger mit einem Sieg gleichsetzen, denn ein Sieg ist permanent. Eher mit einem Weltmeister-Titel, denn der ist nur temporär. Nächste Woche könnte es theoretisch schon der Nächste sein. Gerade die großen Konkurrenten von Facebook könnten da mit Leichtigkeit nachziehen und ein Konkurrenz-Angebot starten, womit auch Facebook dann sein Angebot wieder den Nutzern etwas anpassen müsste. Oder jemand anderes baut sich was Eigenes auf wie der Herr Pallenberg, mit seiner Reputation.

    # Prozessoren.
    Prozessoren die so leistungsstark sind wie die Hirne von AfD-Wählern?
    Ja, so einen Prozessor habe ich auch Zuhause. Den im Toaster, danke Sascha. 😀

    Prozessoren werden in der Zukunft so stark werden, dass wir uns jetzt schon mal überlegen können, ob man die Menschheit dann überhaupt noch braucht. Ich bin gespannt wie’n Regenschirm.

    Jo, hat Spaß gemacht euch zuzuhören! Allen noch ein schönen Abend, Danke für die Episode wieder.

    Grüße ^^

    1. Facebook hat gewonnen, weil sie mittlerweile too big to fail sind. Es kann niemand anderes mehr kommen und FB2 aufmachen. Das wird immer wieder als Argument gebracht – zack ist da ein anderes Soziales Netz und haha, Facebook haben es alle gezeigt, die Macht liegt nämlich beim User. Das ist passé. FB ist dafür zu groß und hat genug Geld um die Konkurrenz entweder zu kaufen oder andere, die nicht mal Konkurrenz sind, aber gute Ideen haben, auch zu kaufen. Es ist vermessen zu glauben, daß ein anderes Netz in absehbarer Zeit es schaffen wird, eine kritische Masse zu erreichen, die zum Problem für FB werden könnte, selbst, wenn sie sich nicht kaufen lassen würden. Im Zweifelsfall kopiert FB deren Ideen einfach. FB ist das neue Microsoft – sie können UNGLAUBLICH viel falsch machen und es wird ihnen trotzdem nichts passieren, weil jeder Fehler sie zwar Geld kosten mag, aber davon genug da ist. Google hat es nicht geschafft und wie sollen es die Verlage schaffen, die seit Ende des 20. Jahrhunderts nur am Verlieren sind und in der Zeit nicht eine gute Idee entwickelt haben?

    2. guter Post. Was bei der ganzen Euphorie von Sascha auch zu kurz kam, dadurch dass solche Monopolisten gibt, sind auch die Möglichkeiten für Machtmissbrauch und Überwachungsstaat stark gewachsen. Wenn sogar ich mir als Facebookgegner überlege Facebook für bestimmte Zwecke zu nützen, obwohl ich es nicht will … Wenn man an den Film “Enemy of state” von 1998 zurückdenkt mit Will Smith, das war geschrieben von einem Insider….

      Es kann sich jeder mal “Terms and conditions may apply” anschauen. Oder das Buch von Evgeny Morosov lesen “to save everything, click here”

      Insgesamt hat mich Sascha schon etwas inspiriert, Dank dafür. Aber wie es halt so ist bei so Marketing-Menschen: In ein paar Tagen ist das Meiste davon dahin.

    3. @ Fabs & Saban

      Sorry für euch beide, aber so ist es leider nicht.

      Fabs hat es offenbar lieber Fakebook einfach siegen zu sehen. Aber lass mich dir was verraten: Nichts ist für die Ewigkeit. Auch Facebook nicht. 🙂

      —–

      Ist euch schon mal aufgefallen, dass Facebook eigentlich “SozialesNetzwerk 5.0” ist? Oder vielleicht sogar schon 17.34? Facebook ist nicht der Erfinder von sozialen Netzwerken. Die gab es schon Jahre davor. Ich kann mich noch an die ganzen VZ erinnern zum Beispiel, die heute völlig aus der Mode sind. Oder MySpace, das gab’s da auch mal. Nur weil Facebook so gut momentan läuft, heißt das nicht, dass das für immer so bleibt. Deswegen versuchen diese Konzerne generell auch andauernd neue Standbeine zu erschließen, um eben ihren Einfluss zu sichern und sogar noch auszuweiten. Doch ähnlich wie Microsoft “too big to fail” war, sind sie in den letzten Jahren ziemlich in die Bredouille gekommen. Durch Fehlentscheidungen und unclevere Strategien. Wer sagt, dass Facebook nicht genauso Fehler begehen kann? Google hatte mit Google+ wenig Erfolg, selbst als Internet-Gigant, aber das ist doch nur ein Beispiel. Mit der richtigen Idee zur richtigen Zeit, wird auch Facebook bezwungen werden können. Keiner hat außerdem behauptet, dass es von jetzt auf gleich passieren muss. Ob dieser Konkurrent dann besser ist, sei erstmal dahingestellt, es geht ums Prinzip. Und selbst wenn nicht und deren Einfluss zu groß wird, dann bestehen immer noch Möglichkeiten für Staaten bzw. Staatenverbünde dagegen vorzugehen. Amerika hat das schon gemacht und noch öfter damit gedroht, also warum sollten wir Europäer das nicht auch dürfen/können?

      Nein, so engstirnig bin ich nicht. Glaubt ihr was ihr wollt. Gewissheit gibt es nicht, nur Gelegenheit. [by V]

      Im Übrigen. Sollte es einen Konkurrenten geben und Facebook deren Vorteil ausgleichen durch Übernahme der Strategien, dann ist für den Endverbraucher trotzdem einiges getan. Ein besseres Angebot kommt immer den Endverbrauchern zu Gute.

      Und, zu guter Letzt, was bringt diese extreme Aktualität? Nix. Am Ende landen sie noch in derselben “Aktualitätsfalle” wie die alten Nachrichten. Schade, dass sich MobileGeeks (Sascha) davon ködern lassen hat, aber vielleicht ist das auch nur ein Experiment. –
      Denkt mal über euch selbst nach. Braucht ihr die Aktualität selbst? Ich persönlich bevorzuge lieber gut recherchierte und gut dargelegte Artikel, die auch über einen längeren Zeitraum verfügbar sind. Ob sie zum aktuellen Zeitpunkt die schnellsten waren .. das interessiert mich gar nicht, zu dieser Zeit komme ich eh nicht dazu die zu lesen. So viel Neuigkeiten, die man jede Sekunde erfahren könnte, wer braucht das? Kommt doch eh keiner mit, auch nicht mit Filtern. Ich gehe Nachts schlafen, während sich die ersten Deppen schon die Hirne zermartern möglichst aktuell zu sein, kann ich Stunden später auch einen späteren Artikel lesen, der dafür besser reflektiert ist. Das mach ich schon seit Jahren so, und komme prima damit klar. Wenn ihr unbedingt Fakebook und diese Aktualität braucht .. bitteschön, tut was ihr für nötig haltet. Aber passt auf, dass ihr nicht das “Entertainment-News-Overflash-Burnout” bekommt (dieses neue Krankheitsbild habe ich eben erfunden! – gab’s ja vorher nicht schon unter anderem Namen).

      Grüße 😀

    4. Das hier soll eigentlich ein Kommentar auf die Antwort von Antonio sein, aber da gibt’s keinen Antworten-Button. :-/

      Nein, ich habe die VZs und Myspace und Co nicht vergessen. Aber gerade die VZs hatten von Anfang an einen entscheidenden Haken, der ihren Tod absehbar gemacht hat – sie waren national. Myspace hatte diverse andere Kinderkrankheiten und Probleme, die FB nicht gemacht hat. Gerade *weil* es nicht das erste soziale Netzwerk war, ist FB so erfolgreich, die Fehler der anderen mussten nicht wiederholt werden – zu einem Zeitpunkt, an dem sie existenzbedrohend hätten sein können.
      Kommt etwas neues, was tolles, was grosses, dann kauft FB das einfach. So wie WhatsApp, womit es eine entscheidende Lücke geschlossen hat. Die VZs waren nie gross genug, hatten nie genug Geld um sich soetwas leisten zu können. VR-Hype? Kaufen wir Oculus. Es wird der Zeitpunkt kommen, wo Werbung nur noch einen Teil des Wertes, bzw. der Gewinne ausmacht.
      Ich bleibe auch beim Beispiel Microsoft. Wo sind die in die Bredouille geraten? Schlechtes Image von Windows Vista? Egal. Kommunikations-Katastrophe XBOX One? Verkauft sich trotzdem, trotz aller Unkenrufe (bei der ersten XBOX konnte es sich Microsoft leisten, unfassbare Verluste einzufahren, nur um in den Markt zu gelangen). Botnetz-Windows10? Kein Thema. Internet Explorer, über Jahrzehnte die Lachnummer der IT? Aus Büros immer noch nicht wegzudenken. Musikdienst/player 1,2,3? Wird abgeschaltet, bedroht den Konzern 0. Windows-Telephone haben keinen Marktanteil? Kaufen wir Nokia und es hilft nix? Macht alles nichts, unter’m Strich. Guck’ auf die Dividende (und das ist nur ein Faktor, aber ein sehr aussagekräftiger) – die steigt. Und zwar ausschliesslich.
      Den abgewehrten Angriff von Google kann man in meinen Augen nicht überbewerten. Wenn ein Konzern mit der Kohle, dem langen Atem und dem Know-how (wer kennt sich besser aus mit dem Verarbeiten, Aufbereiten und Präsentieren von Daten?) es nicht schafft, wer dann?
      Natürlich geht es immer darum, dem User etwas zu bieten, woran niemand anderes gedacht hat. Aber genau da sehe ich das Microsoftprinzip aktiv werden – kauf’ sie oder kopier’ sie. Bei Microsoft hat alleine die Ankündigung, ähnliche Software auf den Markt zu bringen zum Tod von Konkurrenzprodukten geführt.
      Dein Vertrauen in Staaten in allen Ehren, aber wer kämpft denn gerade gegen FB in Europa? Und was soll es auch bringen? Das wird sich auf dem Niveau von Microsoft entbundelt den IE vom OS bewegen.

      Zur Aktualität habe ich gar nix geschrieben – da müssen wir uns nicht drüber streiten, das wäre die Stärke der Zeitungen, nur scheinen sie das nicht zu sehen.

    5. @ Fabs.

      Du hast alles richtig gemacht, ist angekommen. 😀
      Früher konnte man 4 Mal direkt antworten, glaube ich, aber das funktioniert auch so, sind ja nicht auf der Wurstsuppe hergeschwommen. 😀

      Zum Inhalt.
      Mein Vertrauen in die Staaten hält sich in Grenzen, dennoch würde die Möglichkeit definitiv bestehen. Vielleicht weniger auf deutscher oder europäischer Seite, aber auf amerikanischer Seite, die haben da leider mehr zu melden. Nur leider werden sie nicht melden, dazu ist die Politik selbst viel zu wenig am Wohl der Bürger interessiert (Trendwende Sanders?). Naja, die größte Hoffnung in staatliche Organe besteht ja wohl zweifelsohne in den Gerichten. Und da leisten sogar euopäische Gerichte klasse Arbeit.

      Ist zwar kein superklasse Beitrag, aber hey, er hat gezeigt, dass es geht. Vor gar nicht langer Zeit, hatte ein Franzose geklagt, ich glaub es war sogar gegen Facebook. Dabei ging es konkret darum, wenn ich mich recht entsinne, dass Kläger nicht erst nach Kalifornien reisen müssen um die Klage gegen Facebook anzutreten, sondern dass die das auch bei ihrem heimischen Gerichten machen können, dass diese in diesem Fall das zuständige Gericht sind. Und der Kläger hat recht bekommen. Man kann Zuhause klagen. Das ist für mich Beispiel genug, dass Staaten oder Staatenverbünde etwas ausrichten können. Und wie bereits erwähnt .. die Amerikaner zerlegen ZU große Konzerne auch, wenn es ihnen nicht mehr passt. Warum sollen sie das nicht bei Facebook machen können? Die Frage ist diesbezüglich ob und wann das geschieht. Und an genau der Stelle zum Beispiel können die Bürger auch Druck machen. Es gibt sogar Stimmen in Amerika, die wollen, dass die großen Banken zerlegt werden. Also, es geht durchaus, da ist nicht das Problem. Gerade wenn große Konzerne mit Marktmacht entstehende Konkurrenz oder weitere Produkte aufkaufen, da sollte man sehr kritisch draufschauen. Und was will zum Beispiel Indonesien jetzt? Die wollen eine neue Steuerpolitik, die auch die Internetkonzerne dazu zwingt in ihrem Land Steuern zu zahlen .. und zwar auf den dort angefallen Anteil an Umsatz und Gewinn. Ob das klappt, bleibt natürlich abzuwarten, aber das ist ein Schritt in die richtige Richtung. Warum machen die Europäer das nicht? Es ist gar nicht so schwer. Es würde schon ausreichen die geschaffenen Gesetzeslücken wieder zu schließen, dann hätten die Konzerne wieder ein Problem. Es ist alles eine Frage der Betrachtung und ob man eben am Wohl der Bürger interessiert ist oder nicht. Will man die Bürger jedoch schützen, bieten sie plötzlich mannigfaltige Möglichkeiten das zu tun. Nur dann darf man eben nicht den Konzernen in den Hintern kriechen, wie es unsere Politik derzeit tut. “Ohh, Markteinschränkung ist ja soooo schlecht.” – Markteinschränkung am Arsch. Wer nicht hören will, muss fühlen – das gilt auch für Konzerne. 😀

      Aber nochmal zur Konkurrenz.
      Was ist denn, wenn eine entstehende Konkurrenz nicht einwilligt gekauft zu werden. Ist ja nicht so, dass die sich zwingend alle leiden können. Angenommen Google gelingt nun ein weiteres Projekt und viele viele Leute gehen nun zu Google und Google-Facebook wird der größte Konkurrent von Facebook, glaubst du ernsthaft Google lässt sich das von Facebook abkaufen, geschweige denn Google komplett kaufen? Oder umgekehrt? Möglich ja, aber halte ich für sehr unwahrscheinlich. Mit so einer Konstellation hätte der Markt dann zumindest 2 große Konkurrenten, die zumindest theoretisch im Wettbewerb stehen würden und so für den Endverbraucher zumindest theoretisch bessere Angebote entstehen.

      Und auch riesige Konzerne sind nicht vor Fehlern gefeit. Schau dir Microsoft an. Ich habe nie behauptet, dass Microsoft schon so sehr in die Miese geht, du solltest genauer lesen, aber an Marktmacht hat Microsoft schon ordentlich verloren – auf allen gebieten. [Internet-Explorer .. bitte wer nutzt denn den? Selbst Unternehmen .. und sogar Schulen benutzen mindestens FireFox, nur die allerletzten Internet-Noobs nutzen IE.] Microsofts Dividenden müssen nicht unbedingt etwas aussagen, das kann genauso Strategie sein um die Anleger, die es hat, nicht noch zu verlieren bzw. weitere zu gewinnen, aus Sorge, dass es bald anders aussehen könnte. Und Facebook kann das auch passieren, dass sie die Gunst verlieren durch bessere Konkurrenz und eigene Fehlentscheidungen. Ich erinnere mich da zum Beispiel an den Börsengang von Facebook, der ein totaler Flop war. Nur weil sie finanzielle Rückschläge momentan gut wegstecken, muss das nicht auf ewig so weitergehen. Auf Dauer und mit der falschen Unternehmenspolitik kann auch das eine große Belastung werden.

      Also, man sollte das alles nicht so eng sehen. Und wenn die Lage doch so verzwickt ist, dann sollte man vielleicht als Bürger mal auf die Idee kommen das Kreuzchen woanders zu machen und zwar im großen Stil. Da wo diese Konzerne nicht noch gestützt werden. Also keine CDU, CSU, FDP, SPD, Grüne, AfD und andere Unternehmer-freundliche Parteien (für die, die es nicht begreifen). Wer daran nicht mehr glaubt, kann auch selbst aktiv werden. Aber vielleicht hast ja auch du recht und es ist alles verloren. Der Mensch ist nunmal ein bequemes Stinktier. Wie war das? “Ein voller Bauch studiert nicht gern.”

      Grüße 😀

    6. Bezüglich der Klagen – das meiste davon ist aber Hoffnung und Theorie. FB hat in UK 5000 Pfund Steuern gezahlt (letztes oder vorletztes Jahr). FB et al haben Lobby. Und solange es kein europäisches Steuerrecht gibt und die Staaten sich gegenseitig versuchen zu unterbieten – nicht nur bei Steuern, hilft alles angehen gegen FB et al nichts. Europe vs. Facebook ist zwar eine tolle Sache, aber im Kern wird sich nichts ändern oder nur sehr, sehr, sehr langsam und für die Daten zu spät. Whatsapp ist offiziell, laut AGBs, ab 16 Jahren – es ist das meistverbreiteste Kommunikationsmittel bei Teenagern, die alle gegen diese AGBs verstossen – da wird es ziemlich schwierig sein, gegen FB zu klagen, wenn sie Daten erheben, während ihre Kunden wissentlich gegen ihre AGBs verstossen. Und Konzerne zerschlagen? Das ist Wunschdenken. Wann ist das zum letzten Mal passiert? In der IT-Branche noch kein mal (es sei denn Du wertest AT&T, die nicht zerschlagen wurden, weil sie zu gross oder zu mächtig geworden sind), IBM nicht, MS nicht. Die Banken sind grösser als vor dem Zeitpunkt, zu dem sich das Zerschlagen angeboten hätte.
      Zu Microsoft – nein, die Dividende ist kein Versuch, verlorenes Vertrauen zurückzugewinnen. Die ist Ausdruck der reinen Kraft des Unternehmens. Guck’ Dir den Aktienkurs an und den Dividendenverlauf über die Jahre seit Gründung. IE ist für Microsoft wichtig gewesen zu einem Zeitpunkt, als er Schrott war, deswegen wurde er verbessert (wer erinnert sich noch an Netscape? Das war nämlich die Konkurrenz), mittlerweile ist die Wahl des Browsers nicht mehr wichtig. Das ist für MS irrelevant, ob die Leute mittlerweile über den IE lachen. MS ist in den für das Unternehmen entscheidenden Bereichen nicht nur extrem gut aufgestellt, sondern macht Gewinn und zwar satt. Wenn die XBOX One floppen würde (was sie nicht tut, allen Vergleichen zu Sony zum Trotz), wäre es ein leichtes für MS aus dem Markt wieder auszusteigen, denn sie sind stark genug, sich umzuorientieren und Entertainment ist nur ein kleiner Teil des Unternehmens.
      Die “MS ist doof und geht irgendwann ein”-Beiträge im Internet sind Wunschdenken und Lust an Hohn und Spott. Das werden sie bei Microsoft nicht mal wahrnehmen, sie müssen nur auf ihre Zahlen gucken und wissen, dass sie kein Problem haben.
      Wenn eine Firma sich nicht aufkaufen lässt? Kein Problem, kopier’ deren Produkt und kündige es an, ob es zu dem Zeitpunkt existiert, ist irrelevant – genau das hat Microsoft gemacht und damit kleine Firmen plattgemacht. Andere gute Ideen wurden gezielt kaputtgemacht, nach dem Firmenmotto “embrace, extend, and exterminate”.
      Wenn die Firma gross genug ist, zu gross um gekauft zu werden? Dann muss sie SEHR gross sein, FB hat für Whatsapp 19 Milliarden US$ bezahlt. Als Konkurrenz kommen also nur etablierte Konzerne in Frage. Google hat den Angriff durchgeführt und ist gescheitert. Einen zweiten werden sie so schnell nicht fahren. Welcher andere Konzern, der es sich leisten könnte, wird sich auf dieses Terrain wagen wollen – gerade nach den Erfahrungen von Google die entsprechendes Know-how wie kein anderer hatten?

    7. @ Fabs.

      Das mag alles sein. 😀
      Ich sag ja auch nicht, dass es so kommen muss, nur dass es kann und dass weder Fakebook noch Google, noch Microsoft auf ewig glückliches Händchen haben.

      “Too big to fail” gibt es nicht. Das ist ein Spruch um Hoffnung bzw. letzte “Widerständler” zu zerstören. Was es aber gibt, ist: “Wer hoch fliegt, kann tief fallen.”

      Und wie gesagt, es liegt auch an uns Bürgern, ob wir es dazu kommen lassen oder nicht. Momentan sieht der Trend wohl schlecht aus, aber naja, wem sag ich das. Das wissen wir alle nur zu gut.

      Ich jedenfalls kann sehr gut ohne Fakebook leben und die meisten anderen auch, wenn sie wollen. Ich habe es nie gemocht, hatte mein Account sogar mal stillgelegt und bin einzig und allein aufgrund einer dummen Empfehlung wieder hin, weil “Kontakte wegen Uni”. Ja, super. Klar, es macht manche Dinge einfacher, aber es ist auch ohne Facebook einfach. Und was wurde aus der Empfehlung? Ein feuchter Dreck, total sinnlos. Facebook bietet für mich keinen Mehrwert, außer dass ich mich dort ausgelassen über AfD-Wähler belustigen kann. 😀 Aber selbst das kann ich ohne auch gut. 😀 Das tolle an der AfD ist ja, ahh, sorry, dass ich grad vom Thema abschweife, dass im RealLife es sich keiner traut zuzugeben die zu wählen. 😀 Da tun sogar AfD-Wähler sich sehr kritisch plötzlich, hahahahahaha, jedenfalls die, die ich beobachten konnte. 😀 Ich glaub die Facebook-Kultur hat diese Marotte zur extremen Ausprägung verholfen. Wenn ich mich im Bekanntenkreis so umschaue, brauchen die Leute Facebook alle nicht. Ihr Hauptanliegen besteht darin geile Schnitten anzubaggern oder irgendeine sinnlose Scheiße zu “gefällt mirn” (liken). Ganz ganz wenige nur nutzen Facebook zum Beispiel um sich mit News aktuell zu halten. Das sind die, die ohnehin schon irgendein Interesse haben (betrachtet man nur diese Menge, dann sind es anteilig natürlich viele). … irgendwie habe ich jetzt vergessen worum es Eingangs überhaupt ging. Achso .. wegen der “Sieg”-Sache. Ach, ich sehe das nicht so eng. Für mich ist Facebook eine Mode, die schneller vorbei gehen kann, als es Mark Bitterberg lieb ist. 😀

      Facebook ist für mich so eine Sache, weißt du, das “brauchen” Menschen, die sonst keine Probleme haben. Die schaffen sich dann selbst welche. Genau wie die meisten gehypten Diskussionen in Deutschland, wenn wieder mal Lasagne im Pferd ist, oder zu viel Auspuff im Abgas. 😀

      Grüße.

    8. Nur noch mal kurz dazu, weil die Diskussion sich ausgelaufen hat.
      Klar gibt es “too big to fail”. Das haben die Banken mittlerweile sogar schriftlich. Die werden auf jeden Fall wieder einen Bailout bekommen, wenn es Probleme gibt. Und das gilt für andere Konzerne genauso.
      Und – ich schreibe das nicht, weil ich FB-Apologet bin. Ich bin da nicht und war nie da.

  5. Kenne Palle aus dem anderen Podcast “Palle und Kralle”(Caschy). dort ist er der intellektuelle Part. Internetpersonallity und Ahnung im Vertrieb/Branding scheint er zu haben – deswegen ist das inhaltlich nicht Schaum oder Schrott.

    Also ich mag diese direkten Anreden nicht – dies Autoverkäuferart …über den Mund fahren und mit der Intonation spielen – ungefragter Rat nicht – deswegen stempel ich so Leute gerne als Dummschwätzer ab.

    Leider gibt’s da keinen Filter für.

    Inhaltlich bestätigt er Fefes Theorie (und , das des nur noch um Schnelligkeit geht) deswegen wohnt er in Taiwan und die Sklaven hauen das in de. dann raus.

    Auf der anderen Seite diese Tech Leute dort sind ständig Zukunftsschwanger und das ist nicht nur beschränkt auf 360 grad Pornobrillen.Sonder das steckt an – haben mich mit https://www.leapmotion.com/ bekommen. Aufhetzt von den Tanten Caschy und Palle.

    Problem ist Palle wird in seinem Leben nie Markovketten verstehen können .. sondern ist nur ein kleiner Fisch im Wasser aber er schwimmt mit dem Strom und steht 7 Stunden vorher auf.

    Meine Theorie zu dem ist – die Technik reißt nicht alles rum. Theatertheorie der alten Griechen gilt selbst für storrytelling in Youtube Videos und bessere Tastatur/”bessere Software” bringt nicht besseres Output, da sind Lernkurven aus dem BWL Studium besser Rat, als Pallenbergs Handy/Hardware Tips.

    1. Oh ich bin ein Freund von stochastischen Prozessen, aber nicht vom BWL Studium. Ich hab nur 2 Vorlesungen durchgehalten ?
      P.S. Sorry, hatte mobil im Zug geantwortet und das ist dann irgendwie verrutscht
      P.P.S. Im Flieger und mit richtiger Tastatur kann ich natuerlichj ausgiebiger loslegen. Ich habe gar nicht den Anspruch die ganze Zeit gegen den Strom zu schwimmen… warum auch? Bin da sehr pragmatisch, ohne aber immer ins gleiche Horn zu tuten. Wenn mich was stoert, dann sage ich das und ja, das ist dann sehr direkt. Vielleicht liegt es auch daran, dass ich als Ruhrpottkind u.a. Vorsitzender im Verein fuer deutliche Aussprache bin 😉
      Das kommt dann vielleicht auch hier und da mal sehr, na sagen wir mal “einfach” rueber. Soll es auch, denn nicht alles ist komplexe Fuzzylogik. Ich halte mich auch immer wieder gerne in der binaeren Welt auf. Wohlgemerkt wenn es passt 😉

    2. Das mit der Lernkurve soll bedeuten, immer bei der gleichen Tastatur/Gerät bleiben und man wird immer schneller als immer neue Sachen zwecks Optimierung kaufen ( Verbindung zu BWL; In der Produktion bleiben die Abläufe gleich das Personal hat Lernkurven, wird schneller und man feuert den Persoalüberschuss, wenn man expandiert macht man woanders ne neue Fabrik auf macht nicht mehr in derselben Fabrik.)

      Meine Kritik nicht in der Sache betrifft nicht die Deutlichkeit, sondern die Direktheit * die in Richtung Salesman Bevormundung tendiert. Kommt sicher aus den USA nicht aus dem Ruhrpottleben, obwohl dort manch einer mal stumpf an einen anderen ranntritt und sagt was für den vermeintlich gut wäre.

      Bei Dir und Caschy stimmt es aber inhaltlich vom Content man bekommt einen guten Überblick. Nur wird man das Gefühl nicht los, das auf der Seite Leue mit “betreut” werden, die selbst nicht denken können Fanboys sind und Im interpersonellen Narzissmus, wenn Du von deinem Leben erzählst aufgehen – und nebenbei in andern Tabs jede drei Stunden das Schüttelkino anmachen um später wieder auf deine Seite zurück zu switchen.

    3. Joe, jetzt übernimmst du aber die “Betreuung” angeblich unmündiger Zuhörer und Leser (“Fanboys, die selbst nicht denken können”), deren “Betreuung” du Sascha unterstellst…

      Wir haben es im Podcast schon oft angesprochen: Man sollte sich dafür hüten, sich als den einzigen klugen Konsumenten eines medialen Angebots zu sehen. Die anderen, dir unbekannten Zuhörer und Zuschauer, denken nämlich auch mit. Du musst sie nicht an deine schützende Hand nehmen und durch die Medienlandschaft führen.

    4. @Stefan
      habe ja selbst zugegeben, dem auf den Leim gegangen zu sein – habe so ein Leap Motion gekauft – also auch so nen Starwars Zeug, nicht VR Hologramm sondern die “Macht” ist mit Dir Ding, bzw Bildschirminhalte mit dem Finger schweben zu lassen (war nur bzgl. Google Maps geil)

      Bei den Tech Typen Frage ich mich, ob dieses Zukunftsschwanger Feeling mit 45 irgendwann abebbt. Aber muss ja weitergehen.

      Ob das Heuchelei ist wenn ich vom “Betreuungselement” spreche, das ich bei Sascha raushöre und in deinem Ostdeutsch sozialisierten Wesen manchmal wiederfinde – den Schuh ziehe ich mir nicht an. Bin da sokratisch gestrikter.

  6. PS:

    Tilo bzw. Tyler könnten wirklich mal 4 GoPros auftreiben(ausleihen) und zu einem (Würfel)machen – es einfach mal tun – frei nach Casey Naistat.

    Die Jungs vom Jung & Naiv Ultras kriegen das sicher als 360 Youtuber Video zusammen. Wird sicherlich erstmal Aufmerksamkeit ein wenig erregen, k.a. ob später draus was wird und ob man so Geschichten/Storys/News erzählen kann.

    Fürs monetisieren wäre ggf. das Podcastformat in 360 auf YouTube geeignet (hier könnte man auch Sonnenbrillen/Wie Naistat aufsetzen, wenn einem imaginäre nicht Blicke nerven.

    Mir ist aber bei allem eins wichtig, es geht mir immer erst primär um Inhalte und Tilos Fragen sind wichtiger, als die Qualität der Bilder.

  7. Hallo Jungs,
    Danke für die echt gelungene Folge! Habe euch, wie immer, sehr gern zugehört.
    Zu VR: Ich muss auch ehrlich gestehen, ein bisschen macht die Zukunft mir doch Angst, auch wenn ich mich generell anschließe, man solle lieber mit Freude an sie herantreten. Was mir Angst macht, ist, was Sascha sagte, dass VR sicher viele “Süchtige” erzeugen kann und wird. Das Jugendwort des Jahres 2015 (“Smombie”) wird dann vllt nicht nur ironisch genutzt werden. An meinem eigenen Medienkonsum, und als angehende Lehrkraft sehe ich ja, wie unerlässlich technische Gadgets und das Internet geworden sind. Die Schulen und LehrerInnen sind aber jetzt schon überfordert. In der Uni trichtern sie uns Medienpädagogik und Mediendidaktik ein; nutzt das Internet, klärt auf, lehrt die Selbstreflexion, heißt es. An den Schulen im Praktikum findet man dann Tafel und Kreide, einen alten CD-Player und einen Overheadprojektor, bei dem die Birne durchgebrannt ist. Oder wie in meinem letzten Praktikum: tatsächlich EIN zeitgemäßes Active Board, das aber im Jahrgangslehrerzimmer steht und Stauraum einnimmt. Yay! Bei solchen Aussichten wird mir doch etwas bange vor den Auswirkungen der VR, wenn die Bildungsinstitutionen nicht endlich mitziehen.
    Zu Facebook: Ich nutze Facebook auch sehr viel für Nachrichten, und ist es echt praktisch, alle meine Informationsquellen gebündelt an einem Ort, auf meine Interessen angepasst vorzufinden. Allerdings besteht darin auch die Gefahr, dass man sich dann nur noch in seiner eigenen Blase befindet und mit keinen anderen Ansichten mehr konfrontiert wird. Z.B. Hetze: Ich bekomme kaum etwas von Hetze auf FB mit, weil ich meinen Newsfeed so eingestellt hab, dass nur Dinge auftauchen, die mich interessieren (und weil ich nicht mit Hetzern befreundet bin). Andere wiederum können ihren Newsfeed nur mit rechtem Gedankengut vollstopfen und bleiben dann in ihrer rechten Blase. Heißt das dann, dass Extremismus zukünftig zunimmt, bzw. verfestigt wird? Sehr traurige Aussicht…

    Ich bin jedenfalls froh, dass ihr ganz im Sinne der Medienpädagogik reflektiert. Macht weiter so!

    Liebe Grüße,

    Helena

  8. Coole Folge mit gutem Gast!
    Sascha strahlt irgendwie eine interessante Art Technikbegeisterung aus.

    Zur BPK in VR:
    Das wäre das perfekte Format. Ich freue mich jetzt schon auf Youtube-Kommentare wie “Guckt euch mal bei 13:05 die Reaktion von dem hinten links an” 😀
    Auf Dauer ist das wahrscheinlich viel zu aufwändig, aber zumindest als Experiment sehr spannend.

    Zu den Prozessoren von morgen:
    Die Nähe zwischen Speicher und Prozessor ist nicht nur eine Frage Geschwindigkeit, sondern vor allem der Energieeffizienz. Im Gehirn ist das optimal gelöst, weil es beides vereint. Neuronen können Informationen sowohl speichern als auch verarbeiten – und das gleichzeitig. Dadurch verbrauchen Gehirne in etwa so viel Energie wie ein durchschnittlicher Laptop-Prozessor – nur dass der eine millionenmal weniger Rechenleistung hat 😉

    Neben Quantencomputern gibt es da noch noch Memristoren, das sind quasi Widerstände mit Gedächtnis – der erste wurde erst 2007 gebaut. Mit ihnen kann man in Netzwerken unter anderem Neuronen nachbauen und (zumindest theoretisch) solche Prozessoren verwirklichen.

    Das Fazit von Tilo kann ich nur teilen. Die Entwicklungen sind extrem interessant, die Auswirkungen gefallen nicht unbedingt, aber verhindern kann man sie sowieso nicht – deshalb muss man mit erleben und gestalten 🙂

  9. Ich habe bei mir im Stream diese Episode mit den Stichworten: “für Medienschaffende und Tech-Geeks sehr interessant” gepostet – dafür ist das Interview perfekt. Ein großer Unterschied zu “Schwallbacken” ist natürlich der wirtschaftliche Erfolg von Sascha_P. Bei VR bin ich gespannt, ich muss dabei immer an den Film Surrogates denken.Anyway – es könnte auch sein, dass ich es in 10 Jahren halte wie bei meinem 3D Fernseher: die Brille bleibt das ganze Jahr in der Schublade. Der Erfolg hängst sicher von den Anwendungen ab. Es ist wahrscheinlich unvermeidlich, sich eine zweite Welt zu schaffen, wie man das ja eigentlich auch bereits auf Facebook tut. Alles andere wird dann zum Vintage – somit aber vielleicht dann auch wieder interessant. Denn erst 25 Jahre später habe ich meinen alten Vinyl-Plattenspieler wieder aufgebaut und freue mich an der Haptik und dem Sound der Platten. Spannend.

    1. “Anyway – es könnte auch sein, dass ich es in 10 Jahren halte wie bei meinem 3D Fernseher: die Brille bleibt das ganze Jahr in der Schublade.”

      Schätze mal da sind Sie nicht der einzige und das wäre z.B. mal ein Punkt gewesen, wo man hätte einhaken können.

    2. Womit einhaken? Viel wahrscheinlicher ist doch, wovon Sascha ganz direkt sprach, dass nämlich vielen die Sucht droht. Es ist einfach nicht wahr, dass der aufgeklärte Mensch die vermeintlich unvernünftigen Dinge links liegen lässt und lieber im Stillen ein Buch liest. Man kann sich das Wünschen, und sich mit diesen Wünschen in ein Gespräch einhaken. Aber der Wunsch ist weiter von der Wirklichkeit entfernt als die neue Wunderwelt der virtuellen Realität.

    3. Nein, ich meinte das eher von der Systematik her, dass der Markt jetzt mit diesen
      VR-Brillen überschwemmt wird und zumindest die ersten Generationen davon erstmal in den Schubladen verschwinden.

  10. Hallo,
    zum Thema VR habe ich gerade einen Scifi-Roman gelesen. Da wurde das ganze Thema auf die Spitze getrieben. Ist ganz lustig. “Ernest Cline – Ready Player One”

    1. Da kann ich ja auch noch meine Buchempfehlung anschließen: Limit von Frank Schätzing.
      Schätzing ist zwar im Sci-Fi Bereich eher der Dan Brown, aber er beschreibt in Limit genau das, was Sascha meint, wenn er sagt dass in Zukunft es Menschen gibt die nur noch in VR leben. Das kommt im Buch genau so vor, sogar ziemlich am Anfang, man muss es also nicht ganz durchlesen 😉

  11. Hallo,
    ich muss sagen ich bin etwas erschreckt wie undifferenziert hier in dem podcast von euch über die macht von facebook und google gesprochen wurde. Das ist kein Problem dass sich facebook jetzt quasi die news unter den nagel reisst und wie sascha meinte schon vorfiltern (nach welchen kriterien auch immer) welche nachrichten man angezeigt bekommt.
    habe gerade gestern den von fefe empfohlen artikel “the new mind control” gelesen und würde den hier an dieser stelle mal weiterempfehlen. https://aeon.co/essays/how-the-internet-flips-elections-and-alters-our-thoughts
    dazu kommt noch das hillary quasi mit google zusammenarbeitet
    http://www.huffingtonpost.com/entry/julian-assange-google-hillary-clinton_us_5633acc9e4b0631799123a7d
    ich finde da ihr den wahlkampf ja so im blick habt wäre das auch mal interessant zu erwähnen.

    gruß jan

    1. “Undifferenziert”? Was soll das heißen? Das hier ist ein Podcast mit allen entsprechenden Limitierungen. Wenn dir unsere Aussagen zu harmlos waren und du mehr zu Epsteins Thesen hören willst, solltest du mein Buch lesen…

  12. Also ich fand Sascha Pallenberg gut, frischer Wind, interessante Infos und etwas Neid auf die Internetverbindungen und Flats 😀

    Habe das gleiche Fernsehverhalten mit N-TV, Phoenix, Arte und 3SAT … doch so langsam gucke ich überhaupt kein TV mehr – alles nur noch Wiederholungen. Bei Zeitungen wie Focus denke ich, ein Praktikant hat irgendeinen Website-Baukasten benutzt und mal etwas zusammengeschustert.

    N24 geht seit der Übernahme durch die Axel-Springer SE überhaupt nicht mehr, doch es erinnert an Switch Reloaded, die haben sich über den Sensationsjournalismus mit ständigen Wiederholungen, irrsinnigen Eilmeldungen und komischen Experten vor einigen Jahren lustig gemacht. Das gilt auch für andere Nachrichtensender.

    https://www.youtube.com/watch?v=CSJnXLOtMJc

    1. Da möchte ich zustimmen. Selten jmd erlebt der so auf den Punkt die Sachverhalte beim Namen nennt – insbesondere auf dem Level der Bekanntheit/Seniorität. Auch seine Kolumne ist regelmäßig lesenswert.

      Zu Sascha: Kann die o.g. Kritik nicht nachvollziehen. Man mag seine Art vllt teilweise als überheblich einschätzen – ich jedoch finde dass da jmd gesundes Selbstbewusstsein an den Tag legt auf Basis seiner erreichten Leistung.

      Zum Thema Online-Werbung: Ich bin bei einem kleinen/mittleren eCommerce-Unternehmen tätig und habe Einblick in die Finanzzahlen. Wenn man dort sieht was selbst kleine Unternehmen p.a. an Google & Co abdrücken, wird einem schlecht (insbesondere anhand der Konvertierungszahlen). Oft wird aber als Gegenargument zum reinen Umsatz auch die Verdrängung von Konkurrenten genannt die natürlich oft kaum zu messen ist – d.h. es geht oft nicht nur um die eigene Sichtbarkeit sondern auch die Unsichtbarkeit des Wettbewerbers (was natürlich die Preise gegenseitig treibt).

  13. Zu Google News muss man sagen, dass es einfach eine Plattform ist, die man sich erstmal einrichten muss. Ähnlich wie bei Reddit muss man sich selbst raussuchen, was man sehen will und was nicht. Wenn man eingeloggt ist gibt es oben rechts einen Button “personalisieren”, da kann man dann erstens Themengebiete löschen und eigene Suchbegriffe einfügen, die einen interessieren und zweitens kann man Quellen filtern. Beispielsweise die angesprochenen VIP-news oder Promiflash.de und natürlich auch BILD.de sind bei mir schon seit Ewigkeiten einfach auf der Blocklist.

  14. lob an euch, super beitrag und gutgeschnitten.
    “Es geht immer nur um eins,es geht um Öl und es geht um Geld” RiP Fischer. wir werden Ihn und seine klasse Kolumne vermissen. Aus der Erfahrung werden leute die sowas schreiben oder sage medial abgeschossen. Eintrag ins buch der versprechen: 3monate ggf weniger und er wird irrelevant für die medien.

  15. Sascha wird etwa um die 90. Minute ja etwas euphorisch utopisch und freut sich schon mal auf die Dinge die noch kommen werden. Ich auch aber ich wäre nicht so schnell mit konkreten Behauptungen was machbar ist und was nicht aber eine seriöse Zusammenstellung hat es jetzt erst vor zwei Tagen gegeben:

    http://www.deutschlandfunk.de/maschinelles-lernen-ohne-verstand-ans-ziel.740.de.html?dram:article_id=349980

    http://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2016/04/10/dlf_20160410_1630_5dd0415d.mp3

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