A!155 – Blasenplatzen

Freitag, 11. November 2016, 12:39 Uhr

Wir schauen uns einmal im Kreis durch die Medienwelt der Wahlnacht. Unsere Reflexion kommt Dienstag, dann auch mit allen wichtigen Leseempfehlungen, Denkhilfen und anderer Ablenkungen von der Medienapokalypse.


Noch einmal großen Dank an Alex, er hat uns wieder aus der Patsche geholfen!

Wir danken unseren Produzenten Tim, Koray, Maurice, Konstantin, Gerald und unseren Produzenten Jannis, Jonas, Michael, Sebastian, Rüdiger, Benjamin, Gunnar, Christoph, Johannes, Sebastian, Bernhard, Leonard, Nico, Jakob, Florian, Lukas, Alexander, Hannes, Alexander, Dennis, Sebastian und David. Besonderer Produzenten-Dank gilt auch Alex und Tobias.

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176 Gedanken zu „A!155 – Blasenplatzen“

  1. Die Mainstreammedien steigern tatsächlich konsequent und engagiert ihre Unglaubwürdigkeit und “gehen -eigenverantwortlich- sterben”, wie Stefan Niggemeier RS ihnen seinerzeit geraten hat.
    Dank an Euch auch für diese Sendung!

  2. Ich habe gerade einen Bericht über die “Riots” der demokratischen Wähler gesehen. Es klang eher so als wäre das verständlich und so als müsste Trump das unter Kontrolle bekommen. Ich bin mir sicher, dass bei einem Clinton Sieg und einem Trump Wähler-“Bürgerkrieg” diese “Demonstranten” mit Verachtung als schlechte Verlierer oder gar ungebildete Wutbürger dargestellt werden würden.
    Grüße
    StarWolf

    1. Meinste nich das ist verständlich nachdem was Trump im Wahlkampf vom Stapel gelassen hat? Grade in einem Land wie den USA in dem Menschen unterschiedlichster Herkunft zusammenleben?

    2. Kurze Antwort: Nein.
      Lange Antwort: Jein. Ich finde es sehr sehr gut wenn Menschen auf die Strassen gehen und Ihren Unmut, ihre Meinung Kundtun. Nicht jedoch wenn sie es in einer gewaltgeprägten Art und Weise tun wie es hier der Fall ist. Die Demokraten haben verloren, man muss die Entscheidung der Mehrheit akzeptieren und darf dennoch meckern. Was ich bedenklich finde, außer der Gewalt und dem Hass, ist die Doppelmoral. Die Bernie Supporter wurden angegriffen als sie Hillarys Wahl bei den Demokraten nicht akzeptierten, jetzt tun sie aber das gleiche bei den allgemeinen Wahlen auf eine Art und Weise wie “Sie” und die Medien es von den Trum Supportern erwartet haben. Man muss beides gleich verurteilen. Just Sayan.

  3. Über das was Tilo bei Minute 40 im Kern sagt hat sich Jordan Chariton von TYT Politics ausführlich ausgekotzt und beschrieben in welchen Informationsblasen sich diese Journalisten bewegen die dazu führen, dass sie völlig daneben lagen.

    “Jordan GOES OFF on Establishment Media”
    https://youtu.be/vjGggCw1VoA

  4. ich hab zwar nicht gewettet, aber kann ruhigen Gewissens meiner lieben Mutter sagen: “nö, ich bin nicht schockiert und auch nicht überrascht!”
    Finde ihr habt euch da geadelt, weil ihr mehr Durchblick und Erklärungsmuster für die US-Wahl hattet/habt, als der gesamte etablierte Journalismus der ja wirklich gar nichts mehr so erklären kann, das es mir zur Navigation meiner Gedanken in der aktuellen Welt hilft. (Brexit, Pegida, Banken, Wirtschaft, Griechenland etc.)
    Bei der Hilflosigkeit müsste es den Leuten augenfällig werden, dass Politjournalismus im Mainstream eigentlich nur noch Unterhaltung ist.

    Da gibts dann am Ende der Woche auch noch überfällige finanzielle Unterstützung für!

  5. Ich finds schwierig. Ihr habt in so vielen Punkten Recht, und offenbart dann wieder selbst ein Bias groß wie ein Scheunentor, besonders Stefan. Ich mag Misik auch nicht besonders, aber die Zitate die ihr gebracht habt – habt ihr sie eigentlich Verstanden? Den Kontext berücksichtigt? Misik hat doch völlig Recht! Jedem Liberalen Menschen, muss Angst und Bange werden. Die Wahl Hofer/VDB ist noch nicht lange her: 50% der Österreicher haben einen FPÖ-Mann gewählt, möglicherweise bekommt die FPÖ bald Kanzleramt und Präsident. Trump als Person ist nicht das Problem, mag sein dass er den Atomknopf nicht drückt und die Mauer nicht baut. Aber alle Rassisten, Konservativen, alle die unsere liberalen Errungenschaften der letzten 40-50 Jahre ablehnen, die wittern jetzt berechtigter Weise Morgenluft. Und ich glaube nicht, dass dieser Trend schnell umkehrbar ist, sondern wir leben in einem Jahrzehnt des Gesellschaftlichen Rückschritts (sage ich als links-liberaler Stadtmensch). Für alle Konservativen wird es ein tolles, fortschrittliches Jahrzehnt.

    1. Ich mag Misik sehr. Und natürlich kann man den Trend von heute auf Morgen umkehren, wenn man Politik nicht länger für Ceta-Konzerne, sondern Menschen macht.

    2. Ich würde gerne mal den Begriff ‘kognitive Dissonanz’ in den Ring werfen.
      Darüber habe ich schon viel nachgedacht und ich denke, eine grosse Mehrheit der Bevölkerung kann und sollte dem nicht dauerhaft ausgesetzt werden.

  6. So gut wie alle Städte ab 300.000 Einwohner haben Clinton gewählt, kann man sich gut auf den Karten auf County-Ebene angucken. In Texas, Kentucky, Tennessee, Utah, Indiana usw.

    Die kleineren Städte und ländlichen Gebiete haben alle Trum gewählt.

    Möglich dass ein Sanders besser abgeschnitten hätte, die Wahl ist ja knapp ausgegangen. Aber das Argument “wenn man Politik nicht länger für Ceta-Konzerne, sondern Menschen macht” ist mir zu billig, sind wir in den Städten alle Trottel, und die konservative Landbevölkerung hat den Klarblick? Vielleicht ist das so. Ich bin aber noch nicht überzeugt.

    1. Das ist mir jetzt zu billig. “Klarblick”, sowas schreibt vielleicht Siegmund Gottlieb in eiligen Tweets. Und Clintons Wähler als Trottel darzustellen schlicht ist frech.

    2. Es gibt zwei Haupt-Narrativen für Trumps Erfolg: (1)Werte: Verfall progressiv liberaler Werte, weil die auf dem Land so blöd und Trump so demagogisch ist.
      (2) Wirtschaft: die wirtschaftlich und sozial Abgehängten Begehren auf.
      Ich denke (2) führt zu (1) und gebe Stefan daher Recht: Politik für Menschen!

    3. Ja, Clinton-Wähler sind Trottel, aber Trump-Wähler sind ebenfalls Trottel. Das ist doch grad das Kuriose an dieser Wahl.
      Gab es eigentlich im Vorwahlkampf zwischen Clinton/Sanders ein ähnliches Stadt/Land-Gefälle?

  7. Ich wollte nur überzeichnet sagen, dass ich die Stadtbevölkerung _nicht_ für dumm halte, weil sie Clinton gewählt hat. Ich sage nicht dass die Trump-Wähler doof sind. Ich respektiere konservative Ansichten. Ich respektiere es, gegen jede Form von Migranten zu sein, Abtreibung in jeder Form abzulehnen, Homo-Ehe abzulehnen. Das sind alles Ansichten die man haben darf, und die ich auch nicht als blöde darstellen will, ich selbst habe nur eine völlig andere Ansicht darüber, und bedaure es dass die Konservativen jetzt gerade überall (USA, Frankreich, Polen, Ungarn, Deutschland, Österreich, Türkei) auf dem Vormarsch sind. Sie sind nicht dumm, aber sie haben andere Werte als ich, und das besorgt mich.

    1. Was denkst du ist die Ursache für den Vormarsch der Werte, die dich besorgt stimmen? Ich behaupte “Politik für Konzerne anstatt für Menschen” ist eine nicht unerhebliche Ursache!

    2. Aber das hat die Amerikaner doch früher auch nicht gestört, dass Politik für Konzerne gemacht wurde. Im Gegenteil, man war stolz auf Unternehmen wie Coca-Cola und Disney, die jeder in der Welt kennt. Mein Dozent aus dem Auslandssemester, ein Ami der Anfang der 90er nach Osteuropa gegangen ist als PR Manager hat seine Erklärung für den Wahlausgang niedergeschrieben:

      Dear Students and Yankee Liberals, here are the REAL reasons Trump won:

      1–
      35 years of total failure by Democratic Party to make inroads in rural and suburban America. HRC got nearly every major city, but lost 75% of all the counties in USA. Look at those vote result maps…..just one example…PA. (which has voted Democrat each year since 1988). HRC got Pittsburgh and Philadelphia but Trump got the remaining 40 counties..by a ratio of 9 to 1, enabling Trump to win this crucial state. This scenario was repeated in 38 of the 50 States

      2–
      HRC and Obama (and Political pundits such as Mahre, Moore and Stewart) failed to motivate Liberals to vote. All the Conservatives voted (93+% of them) but reports I have seen shows clearly that less than 50% of people who classify themselves as Liberal bothered to vote.

      3–
      Democratic leadership completely ignored the Tea Party Movement who seemingly all came to Republican side. They brought some 4 million votes to Trump, and THEY are the ones who go him nominated during all the primaries.

      4–
      RW females were not offended by Trumps scandals… nearly 100% of women who identify themselves as Conservative voted for Trump

      5–
      Democratic philosophy of big govt and Federal govt spending is unpopular again, and a helluva lot of voters want more local govt control and more state control…. Obama is not to be blamed for this…the Democrat philosophy is now out of date.

      Do not blame FBI, do not blame emails, do not blame crazy white men and do not blame the NRA… Blacks, Latinos, Women, rich and poor males, educated and uneducated men all voted for Trump in larger numbers than the Democrats expected…because the Democrat leadership believed all the polls that were taken in NY, LA, Miami and Chicago…and no one bothered to poll the people from Prescott, AZ Rockford, IL or E. Altoona PA.

      Michael Moore is correct…all Democratic leaders failed their party and HRC

  8. Warum Hillary verloren hat.
    Die Schuld liegt a bei Hillary und ihrer Kampagne und den Medien, die ununterbrochen gegen Trump gehetzt haben.
    Zum Teil auch bei den Linken in Amerika.
    Es ist kein Wunder, dass viele von ihm Angst haben.
    Der Wendepunkt stand für mich fest, als Hillary die Trump-supporters angegriffen hat (half of Trump supporters are ‘deplorables).
    Es ist eine Sache, wenn sich die Kandidaten gegenseitig beleidigen.
    Die Bevölkerung mit reinzuziehen ist eine andere Sache.
    Es entstand diese”schreckliche” Atomsphäre . Viele Trump-supporter hatten Angst als Spinner abgestempelt zu werden. Wenn man Trump wählt galt man gleich als rassist,frauenfeindlich und ausländerfeindlich.
    Vll treffen diese Eigenschaften auf Trump zu, aber nicht auf die Wähler.Ein Teil von diesen “hidden voters” wollte sich nicht als Trump-wähler zuerkennen geben. Vermutlich aus Angst
    Nicht nur Trump hat bestimme Bevölkerungsgruppen gegeneinander aufgebracht.
    Dazu noch ein bescheuerter Clip von Van Jones(CNN): “This was a white-lash against a changing country”. https://www.youtube.com/watch?v=151q8kKdVZw

    Wenigstens hat Trumps Sieg was gutes. Die ganzen entsetzten Gesichter, die es für unmöglich gehalten haben, dass Trump gewinnnt. Die Fassungslosigkeit mancher Menschen/Reporter in den Medien zu beobachten ist ziemlich amüsant. Und kontroverse ist nie verkehrt.
    Als ich aufgewacht bin, war ich froh. Endlich ist es vorbei.
    Mein Prof in der ersten Vorlesung:” Ihr habt alle mitgekriegt wer gewonnen hat. Ich bin etwas schockiert. Aber meine politische Meinung hat in der Vorlesung nichts zu suchen.”

    Die deutschen Medien sind traumatisiert.
    Bei RTL2 hat sich eine Korrespondenten in der Liveschalte nach Washington versprochen(10.11.2016)
    “Hier vor dem Weißen Haus sind Demonstranten, die mit den “Love Trumps hate ” Schildern gegen Obama demonstrieren.”
    Keiner hat sie verbessert. Sie haben es einfach ignoiert, als ob es niemand merkt.

    1. “Bei RTL2 hat sich eine Korrespondenten in der Liveschalte nach Washington versprochen(10.11.2016)
      “Hier vor dem Weißen Haus sind Demonstranten, die mit den “Love Trumps hate ” Schildern gegen Obama demonstrieren.”
      Keiner hat sie verbessert. Sie haben es einfach ignoiert, als ob es niemand merkt.”

      Ne, das zeigt einfach nur wie bescheuert dieser Slogan war. Kann man nämlich auch als “Liebe Trumps Hass!” missverstehen.

    2. Wir können auch gerne mal das ‘what if’ durchgehen,
      falls Clinton die Wahl gewonnen hätte.
      Erst diese Woche ist ein deutscher Manager zurück getreten,
      wegen Geschenkannahme ?
      Wulff wurde am Ende wegen 40? € der Prozess gemacht.
      Man kann heute in Deutschland einem IBM Mitarbeiter teilweise nicht mal mehr eine Flasche Wein zu Weihnachten schnenken.
      So und dann gehts bei Clinton bzw. der Clinton Foundation
      um ein System, wo Leute einerseits für die foundation, andererseits für die Partei gearbeitet haben, sodaß man teilweise nicht mehr wußte, wo das Eine anfängt und das Andere aufhört.
      Eine gemeinnützige Stiftung, die wohl in den nächsten Jahren die Ermittler noch beschäftigen wird, ausser es gibt ein ‘pardon’ von Obama oder sonstige politische Anweisungen.
      Ich finde es faszinierend wie ein ganzer Teil dieser ‘issues’ komplett ausgeblendet werden kann.

      Die emails stellen vermutlich ein rechtliches Problem dar,
      für das andere in den USA verurteilt werden würden.
      Aber die Clinton foundation, die glaube ich mittlerweile über 400 mio. $ assets hat, ist sicher das, wo nochmal das eigentliche Ungemach droht.
      Soweit ich es verstehe, ist es auch nicht eine foundation, sondern ein Netzwerk von foundations.
      Also die Clinton foundation gibt 130 mio $ an die Clinton health initiative foundation usw…
      Wie gesagt, ich blicke da sicher nicht durch, aber ich denke,
      es geht sehr an das Grundverständnis der US-Amerikaner, dass vor dem Gesetz alle gleich sind.

      Die wikileaks emails liefern natürlich viele Indizien, die dann hörensagen sind.
      Aber ich denke, was hier eigentlich vorgenommen werden müßte, ist eine entsprechende Prüfung und nicht von PWC oder so.

      Eine Wahl Clintons und auch das blenden zumindest die deutschen Medien komplett aus, hätte tatsächlich schwere
      Probleme mit sich bringen können.

  9. Wirklich schockierend wie viele ‘Experten’ auch nach der Wahl zum Ergebnis kamen: Clinton hat alles richtig gemacht, Trumps Lügen haben einfach zu viele dumme Männer mobilisiert…

  10. Ich will mich auch nochmal für die gute Einordnung im Vorfeld der Wahl bedanken.
    Ich war die Wahlnacht in dem Institud für Nordamerika Studien in der FU, da es dort eine Live-Übertragung von CNN gab. So konnte ich dort (und durch das ab-und-zu-reinschauen in den ZDF-Livestreams) das Kippen der Stimmung und der Moment des Klarwerdens mancher US-Austauschstudenten live und vor Ort mitbekommen.

  11. Wir werden uns doch wohl nicht die Augen reiben über dass was Trump da JETZT von Stapel lässt?

    In der ersten Rede dankt er Clinton für ihre Arbeit, er will der Präsi für alle sein etc. Kein böses Wort….
    Trump mit versöhnlichen, gar dankenden Worten gegenüber Obama nach Treffen….
    Jetzt noch nicht mal böse Worte gegenüber den Demonstranten…

    Der wird doch wohl nicht ein “Schaf” im Wolfspelz sein? O_o

  12. Leute, Ihr benutzt immer mal wieder ein Wort, das mir – sorry, Jg. 1969 – komplett unbekannt ist und das offensichtlich sowas wie “Sprachregelung” oder “vereinbarte Sprachregel” bedeutet. Es klingt wie “Miiieem”. Wat is’n dat? Und wie schreibt man’s?

    1. darf ich Dir das ‘urban dictionary’ empfehlen.
      Ich lese da auch ständig alle möglichen Wörter nach,
      wo man nicht genau weiß, was sie heißen.

      it’s lit 😉

    2. Hier werden Memes (Plural von “Meme”) gesammelt und wie in einem Lexikon erläutert.

      So weit ich weiß geht “meme” auf Richard Dawkins zurück, der abgeleitet von “gene” (dt. “Genom”) im Zusammenhang von Kultur und Ideen mit “meme” die Dinge meint, die von uns fortgetragen werden. Ein Meme ist also eine kulturelle Information, die sich uns Menschen bedient, um sich selbst zu verbreiten.

  13. Donald Trump fordert, Muslimen die Einreise zu verweigern und nennt Mexikaner Vergewaltiger. Aber nachdem er zwei Sätzen über “Let’s come together” vom Telepromter abgelesen hat wird ihm immer noch Hass entgegen gebracht? Ja das ist wirklich völlig unverständlich. Blendest du den ganzen Rassismus von Trump eigentlich absichtlich aus, Stefan?

    1. Was soll denn dieses getrolle ? Mit dem Argument könnte man genauso gut die in den Medien kursierende Vorwürfe entkräften, in den man Szenen sucht wo er das entgegensetze sagt.
      Die Zeit wird zeigen, was wirklich ernst gemeint ist, obwohl sich sicher nicht viel ändern wird.
      Also der Blutdruck kann wieder sinken.

    1. Der Witz ist aber, wie oft er sich beim Lesen versprochen hat. Nämlich so oft, dass er beim Abgang vom Pult noch einen spontanen Witz deswegen machte.

  14. Hallo, mal paar Fakten zum Schmunzeln

    44. Präsidentschaftswahl am 8 November 1960

    John F. Kennedy Wahlmänner 303 , Stimmen 34.220.984
    Richard Nixon Wahlmänner 219, Stimmen 34.108.157

    Einwohner ca 180. Mio Wahlbeteiligung bei 39% !!!!!!!!!

    58. Präsidentschaftswahlam 8. November 2016

    Donald Trump Wahlmänner 306 Stimmen 60.123.187
    Hillary Clinton Wahlmänner 232 Stimmen 60.563.316

    Einwohner ca- 320 Mio Wahlbeteiligung bei 37% !!!

    Wäre ich ein TrumFan, würde ich ab jetzt in jeder Talkshow davon reden wie viel Zuspruch Trump doch in den USA hat, da ER doppelt soviel Wählerstimmen geholt hat wie der “HEILIGE” JFK und auch mehr Wahlmänner für das Elect College als JFK….. Da wäre die Reaktionen und das geschwaffel der Politker bestimmt lustig wenn die versuchen Sich, aus so was herauszuwinden….

    Ich bin nur noch von den Mainstream Median zur Berichterstattung amüsiert.

    Ich habe FOXNEWS (Livestream) und ZDF (Livestream) mir angetan. Die ZDF Sendung war ja eher ein Clinton Fanclub Veranstaltung. Ich muss aber sagen FOXNEWS war auch lustig. Aber ZDF hat es getoppt. Die waren voll und ganz auf Liebe…. ähm Clinton eingestellt….. Ich wünsche mir mal wieder eine Objektive Neutrale Berichterstattung vom GEZ Fernsehen……

    1. PS, Zahlen aus der Wiki…

      Noch ein paar…

      Wahlbeteiligung 2016: 120Mio
      Wahlbeteiligung 2012: 126Mio

      Kann sich jeder selbst gedanken machen warum das so ist ^^

    2. Ja, wissen wir … Hillary hat circa 10 millionen weniger Demokraten an die Wahlurne gelockt als Obama 2008.

      (1) Obama hat fuer mich 8 Jahre lang nichts gebacht mit seinem Hope & Change.

      oder (2) … ich hab zweimal fuer den Schwarzen gewaehlt, was schert mich die alte Hexe mit ihren privaten emails. Die wird auch nichts fuer micht machen. Moral Licensing.

  15. Mal ein Gedanke zur Diskrepanz Stimmen / Wahlmänner: Clinton hat zwar insgesamt mehr Stimmen, aber viele Republikaner in Kalifornien oder NY haben gar nicht gewählt, weil eh klar ist, wer dort gewinnt. In Kalifornien sind nur 45% an die Urnen gegangen, in New York 50% – in den umkämpften Staaten sind dagegen 60-70% wählen gegangen. Gilt zwar teilweise auch für die Demokraten (z.B. Texas) aber ich denke, dass es bei den Republikanern aus diesen Gründen mehr Nichtwähler gibt. Von daher sind die Hinweise auf das schlechte “Wahlmännersystem” nur halb richtig, auch wenn das System natürlich eine Katastrophe ist.

    Schöne Statistiken seit der ersten Wahl 1789 (!) gibt es hier:
    http://www.electproject.org/home/voter-turnout/voter-turnout-data

    An dieser Stelle noch einen ganz großen Dank für eure Berichterstattung. So war das Ergebnis für mich keine Überraschung. Beim Lesen und Hören der Mainstream-Medien fühlte man sich dagegen oft wie im falschen Film bzw. in der Hillary-Filterblase.

    1. @Sebastian,

      da hast du recht, der ZDFLivestream beschreibt das extrem, die Hillary-Filterblase war dort extrem, die Zuschauer waren am Jubeln als Hilliry einen Staat gewonnen hat. Da frage ich mich als Objektiver Zuschauer, wieso Jubeln deutsche Studio Zuschauer, wenn in einem Fremden Land ein Politiker was gewinnt, vielleicht passiert das wenn man von außerhalb, so einer Filterblase die Sachen begutachtet.

    1. werd ich mir ansehen, hab schon gesehen, dass Michael Moore dazu getwittert hat.

      Vielleicht interessant für Dich, auf der Michael Moore facebook Seite streamt er fast täglich mit dem hdy.
      Das ist auch aus unterschiedlichen Gründen interessant.

      (Er stellet sich vor den Trump Tower und macht einfach sein eigenes Fernsehen..)

      ab min. 28:00 ca. kommt Kellyanne Conway dazu:
      https://www.facebook.com/mmflint/videos/10153904136501857/

  16. @Stefan, Tilo, Alex
    RE: Reflektion in kommende A!156

    Koennt ihr euch in A!156 bitte aeussern ueber (1) die Proteste “not my president” die ausgebrochen sind und (2) die hate crimes/hate speech[1] die mit Donald Trump pres-elect losgetreten wurden? Wie bei Brexit, wo schon ein polnischer Buerger mit seinem Leben fuer zahlen musste.

    Der sogenannte braune untergrund fuehlt sich ermutigt? Gestaerkt? “Validated?”

    Wie kann man dann seine Wahlkampagne als harmlos abhacken[2] wenn schon waehren der Wahlkampagne es Rangeleien und Schlaege gab? Und Donald Trump Gewalt verharmloste ‘I will pay for your lawyer.’

    [1] u.a. https://youtu.be/K26Ql7fxNyk & https://twitter.com/i/moments/796417517157830656 & http://www.rollingstone.com/politics/news/day-1-in-trumps-america-highlights-racist-acts-violent-threats-w449787
    [2] Stefan sagte ja: ‘Ab jetzt zaehlt fuer mich nur noch Donald Trump president elect.’

    1. Danke im Vorrous.

      Der kleine Hitler, der sich alles abgeschaut hat von Mussolini, musste sich natuerlich auch nicht verantworten was andere getant haben, in seinem Namen[1].

      Oder ist Trump nur der Schulhofbully der andere inspiriert um das Maedchen von nebenan zu beindrucken?

      Aber was weiss schon der Steffan vom zusammengepruegeltwerden (jede Woche mindestens einmal, weil man Stefan heisst) das man am naechsten Tag zum Artzt von der Mutti geschickt wird (‘kann schon sein das das ne gebrochene Rippe ist …’).

      [1] https://www.theguardian.com/us-news/2016/nov/10/hate-crime-spike-us-donald-trump-president

    2. Umso interessanter allerdings, dass selbst laut MSNBC und ABC die Mehrzahl der “Election Hate Crimes” nun ausgerechnet von Anti-Trump Demonstranten begangen wird.

    3. Das ist doch einfach, es wird in den Bundesstaaten Demonstriert wo Killary ähm Hillary gewonnen hat… aka DC, New York etc….
      Achja und das man in DC nicht begeistert ist von Trump ist doch mehr als logisch, DC ist vereinfacht gesagt eine LINKE Stadt. etc….

      Aber was keiner zeigt ist, das in den Staaten gejubelt wird in den Donald Trump gewonnen hat. Das ist klassische Lückenpresse, wir lassen weg was nicht passt.

      Davon abgesehen ist es mehr als üblich , zwar auch traurig, das sich Anhänger beider Lager falls sie sich treffen mal gegenseitig Prügel verteilen, war bei Obama vs Romney auch so, nur hat es keine Sau Interessiert damals. Das ist Amiland, da gehts in den Wahlen anders zu als bei uns…. !

      Davon abgesehen ist für uns Deutsche selbst für einen Konservativen deutschen eine Wahlkampagne von einem Republikaner aus den USA (fast) immer verstörend. Anderer Kulturkreis ^^, davon abgesehen ist für die Konservatismus was ganzes anderes als für uns.

      Beispiel, für die ist ein Gesundheitssystem aka ObamaCare, ein Teufelsobjekt, für einen CDUler oder deutschen Konservativen gehört ein Gesundheitssystem für alle dazu, es würde kein CDUler auf die Idee kommen sowas abzuschaffen… etc….

  17. Moin Moin

    # NewYorkTimes.
    – Also ich hab bei Google nachgesehen. 😛

    # Statistiken.
    – Kann ich nur sagen: Alles Quatschköpfe. Die können jede Excel kreuz und quer und gegenrechnen, hat am Ende dann aber wortwörtlich NULL Relevanz für die Realität. Vor allem nicht, wenn man mit gefärbten Datensätzen argumentiert, zum Beispiel die Clinton „schönrechnet“.

    # Ein neuer Pinocchio.
    – Ja, leck mich doch am Arm. Ihr elenden Heuchler. Ihr lügt doch auch die ganze Zeit wie gedruckt. Und unsere Politiker auch rund um die Uhr. Und wenn jetzt ein Trump sich hinstellt und eure Methoden konterkariert, dann soll’s falsch sein auf einmal? Ihr seid solche unglaubwürdigen Heuchler. Außerdem: Clinton war doch nicht besser. Sie hat doch auch nur Gülle erzählt, aber wenn die Olle lügt, dann ist sie keine „neue Pinocchiorette“? Hört doch auf, es nimmt doch keiner mehr ernst.

    # Selbes Spiel mit dem Vorwurf „Populismus“.
    – Sämtlichen Rechten und Linken wirft man immer wieder vor, dass sie ja Populismus betreiben. Aber der ganze andere politische und mediale Sauhaufen wohl nicht, oder was? CDU/CSU sind in Deutschland Spitzenreiter mit ihrem Populismus, der alles in Grund und Boden reißt. Da braucht man sich doch nicht wundern, dass alle anderen auch drauf aufsteigen. Alter, mit welchen Maßstäben geht ihr journalistischen Hirnzwerge heran? #Doppelmoral #Ekelhaft

    # Aufwachen-Podcast umbenennen.
    – In den „Wir wollen ja nicht sagen, dass wir’s gesagt haben, aber: Wir haben’s doch gesagt!“
    😉

    Grüße und Danke für die Folge wieder ^^

  18. Jungs, danke das ihr euch das antut… Ich habe zum aufwachen am Mittwoch ARD gesehen, das war auch denkwürdig (Liveberichterstattung) – Sie haben versucht zur Wahlparty von Trump zu schalten, aber der Korrespondent stand draussen vor der Tür und wurde nicht reingelassen….

  19. Wir sollen also darauf hoffen, dass alle Äußerungen von Trump gelogen waren und er im Nachhinein ganz anders handeln wird? Dass sein ganzer Rassismus nur gespielt war? Und dass dieser Geist, den er damit ein Stück weiter entfesselt hat, jetzt wieder brav in die Flasche zurückgeht? Dass das gesellschaftliche Klima gegen alle Minderheiten die Trump ins Visier genommen hat sich direkt wieder normalisieren wird? Wegen einer “Let’s unite”-Rede, die jemand für ihn geschrieben hat? Wem gilt dieses ” Let’s unite” außer den heterosexuellen Weißen? Den Moslems die er aus dem Land haben wollte, das jetzt aber bestimmt ganz anders meint? Den Mexikanern, die bis auf ein paar nette Leute alles Vergewaltiger und Drogendealer seien sollen, was Trump jetzt aber bestimmt ganz anders meint? Den Homo- und Transsexuelle, denen sein Partner Pence am liebsten am ersten Tag so viele Rechte wie nur irgendmöglich wegnehmen will?

  20. Ach ja, eins noch hinterher: Ich finde das “Demokratie von den Amerikanern gelernt” kann man locker so vertreten:

    1) die Weimarer Republik wäre nicht ohne die franz. Revolution passiert, welche nicht ohne den amerikanischen Unabhängigkeitskrieg passiert wäre. Moderne Demokratien auf Griechenland zurückzuführen ist mindestens genauso Fragwürdig 😉
    2) die Weimarer Republik war jetzt nicht unbedingt die am besten performende Demokratie, wenn man das Ergebnis anschaut…
    3) die Amerikaner haben ein regelrechtes Demokratie-Umerziehungsprogramm auf breiter Basis nach 1945 gestartet, das kann man dann schon so bezeichnen.
    4) Roosevelt hat auch (nicht nur) nach 1945 mit Erkenntnissen aus den New-Deal Reformen die Struktur von Nachkriegsdeutschland eindeutig mitgeprägt.
    5) ebenfalls haben die USA den Schreibern des Grundgesetzes einen recht engen Rahmen vorgegeben, zu behaupten die größte Besatzungsmacht im Westen hätte hier nix mit zu tun ist einfach absurd!

    nix für ungut.

    1. das hat auch niemand behauptet. es ist aber absurd zu behaupten, die Amerikaner hätten uns nach WWII die Demokratie beigebracht.

      Steinmeier hat getrump’ed

      PS: Roosevelt starb noch vor Ende vom WWII

    2. “….beschlossen die Regierungen der drei westlichen Besatzungsmächte sowie der deutschen Nachbarstaaten Niederlande, Belgien und Luxemburg auf den Londoner Sechsmächtekonferenzen im Frühjahr 1948, dass Deutschland als ein Staat mit föderalistischer Ordnung errichtet werden soll.” ~wiki

      Uns wird heut gern was anderes erzählt und daher hast du das auch wahrscheinlich. Das Föderalismus seine Ursprünge im Lehnswesen hat, das sich das bis heute durchzieht usw um bei uns den Eindruck zu erwecken ein zentralistischer starker Staat sei “undeutsch” im Rahmen des Erziehungsauftrags der aus uns tapfere Demokraten machen soll komme was da wolle. Halte das eine wie das andere (diese Art Mythenbildung sowie ideologische Formung der Jugend) für sehr Bedenklich. Überhaupt das Bildungssystem das wenig bis garnichts mit kritischen Schülern anfangen kann. Alles sehr seltsam wenn man für die Kleinen angeblich nur das beste will. Falls man das überhaupt will.

    3. @Mathias

      Es ist einfach nur lachhaft, wenn Tilo hier eine historische Kontinuität zwischen der Demokratie der alten Griechen und der deutschen Demokratie aufmacht. Und wenn man die Weimarer Republik als prägend für unsere demokratische Kultur hinstellt – darauf kann man dann mit Verlaub antworten, dass wir damals vielleicht einfach das Klassenziel nicht erreicht haben, zwischenzeitlich auch zwölf Jahre Gehirnwäsche stattfanden und sich unsere früheren Klassenbesten entweder aus dem Staub gemacht oder in Staub aufgelöst hatten. Daher durften wir die Demokratie von den Amerikanern (ich würde da dann auch Franzosen und Briten einschließen) noch einmal neu lernen.
      Das kann man dann einfach mal so stehen lassen, auch wenn man FWS nicht mag.

      Aber zu sagen, dass der Föderalismus von den Amerikanern kam ist echt das Frosting auf dem Bullshit gewesen. Die Siegermächte haben zwar den Föderalismus wieder eingeführt, aber sie haben ihn eben auch WIEDER eingeführt. Wie man aus dem angeführten Artikel entnehmen kann, gibt es im Gegensatz zur Demokratie beim Föderalismus wirklich eine historische Kontinuität, die vor die Weimarer Republik zurückreicht. Und ja, diese Entwicklung läßt sich auch auf das Lehnswesen zurückführen. Und das hat erstmal nichts mit irgend einer Ideologie oder Mythenbildung zu tun, sondern mit historischen Fakten. Der Deutsche Staat hat sich nun mal als Zusammenschluss von verschiedenen Einzelstaaten gebildet.
      Und das kann ich alles so sehen und akzeptieren und trotzdem muss ich einen Zentralstaat nicht als irgendwie undeutsch oder problematisch ansehen (aber danke erstmal auch für die Unterstellung). Die Franzosen zeigen, dass ein “état unitaire” auch gut funktionieren kann. Nebenbei: Ich halte den deutschen Föderalismus persönlich für einen der größten Fehler unseres Systems, und der amerikanische ist, wie man gerade sehen kann, auch nicht in allen Aspekten super.

      Aber: Das kann man alles so sehen, und trotzdem historische Fakten anerkennen, und ohne irgendwie die große Bildungsmanipulation an die Wand zu malen. Ich kann mich persönlich nicht daran erinnern, in der Schule oder an der Uni jemals irgendwie dazu gedrängt worden zu sein, den Föderalismus total toll zu finden und ich kann mich auch nicht daran erinnern, dass der deutsche Medientenor so ist, dass unser Föderalismus immer und überall super ist.

  21. RE: Post-Truth Politics / Post-Fact Politics

    Koennen sich @Tilo, @Stefan, u @Alex dazue aeussern im Detail? Wir haben ja jetzt genug empirische Daten (AfD, Brexit, Trump, Front National, …).

    Ist Post-Truth/Post-Fact Zeitalter entstanden weil fuer 20-30 Jahre jemanden seine Identitaet, Kultur und Werte gefuehlt verloren gegangen sind? Und die Zentristen nicht zugehoert haben und nichts gemacht haben? Somit die Tuer geoeffnet wurde fuer Populismus und Demogagie?

    Irgenjemand mit nem guten langen Text? Oder Buch?

    1. vielleicht sollte wir uns wundern: gab es jemals nicht postfaktische Zeiten?

      seitdem ich in der BPK sitze, kenne ich nur dieses Zeitalter…

    2. Ich würde es ganz platt auf das Internet schieben. Bzw. auf die Möglichkeit sich unabhängig von den Zeitungen und den öffentlich-rechtlichen Anstalten informieren zu können. Früher gab es nur die paar wenigen Quellen und denen musstest du vertrauen, wenn du informiert werden wolltest. Durch das Internet wurde quasi der major consensus narrativ fragmentiert, es bildeten sich langsam unterschiedliche hinreichend große Weltbilder, welche nun aufeinanderprallen. Und da sich nun die einzelnen Filterbubbeln ihre jeweiligen Weltbilder arrogant verachten können, muss man auch nicht auf deren zugrundeliegenden Fakten und Paradigmen eingehen. Weiterhin resultiert aus dem zersplitterten Weltbild eine derartige Unsicherheit und Konfusion, dass viele Menschen dann nur noch auf Emotionen und einfache Heuristiken zurückgreifen können um sich die Welt begreifbar zu machen. PR-Sprech, Framing, Political Correctness und weitere Sprachverwirrungen machen das Chaos komplett. 😉

      @Stefan: eine ganz hervorragende Gegenüberstellung des Spiegel-Redakteurs mit der Trump-Rede. Top!

    3. yo pasta,
      ich frage mich, ob ich früher durch die paar wenigen gateKeeperQuellen informiert wurde oder betreut?
      wurde das gateKeptNarrative durch den technischen zugang per iNet entlarvt oder lediglich zu einem unter vielen?
      und war das früher besser oder nicht?
      weissesauchnicht.

    4. Hach früher. Back in my old days *leie mit dem Krückstock anpieks*…

      Ich würde da den nichtverschwörungstechnischen Fall annehmen. Du wurdest aus deren Sicht bestmöglich informiert. Und dabei wurde der Bevölkerung halt das Weltbild der Redaktion vermittelt. Nun sehen wir, dass es mehrere Blickwinkel geben kann und hinterfragen deren Narrativ, indem wir es mit schönen Wortschöpfungen wie Lücken- oder Lügenpresse versehen, durch die wir wiederum unsere eigene Hilflosigkeit preisgeben.
      Früher war nur das eine Narrativ zu haben vielleicht nicht besser, aber einfacher. Nun kann man sagen ,,hey dem Medium vertrau ich als Einzigem, damit kann ich meine Filterbubble schließen” oder man muss sich wieder mehrere ansehen, da es kein objektives Medium gibt und geben kann.

      Btw. kann und sollte man eigentlich den Umfragen vertrauen? Nach der Amiwahl müsste doch im Kanzleramt der Arsch auf Grundeis sein, da Frau Merkel doch ihre Politik nach Umfragen ausrichtet…

    5. yo pasta,
      *hüfteWiederEinrenk*
      tja schwer zu sagen. *Plopp*.
      Es ging ja noch um den Kampf konkurrierender Gesellschaftssysteme. Die grundsätzlichen Fronten waren bekannt, Geschehnisse dazu schnell ein- und zuzuordnen. Struktur eben.
      Gewisses AgitProp war damals imho sogar noch gelitten als notwendiges Übel vor dem Hintergrund des “Grossen Ganzen”. Beispielsweise hat jeder geahnt, dass die Bundepost auch den grenzüberschreitenden Postverkehr aufgedampft hat.
      Aber dann rollt bspw in jüngster Vergangenheit Gaby Weber im Umfeld Südamerika mit Themen wie Eichmann, Benz und A-Tests etc im Zusammenhang mit der deutschen und amerikanischen Nachkriegsgeschichte einen Krimi nach dem anderen aus.
      Und zwar grosses Kaliber von dem ich mal angenommen hab: die Grössenordnung wäre dazumal nicht gateKeepingFähig. So kann man sich irren. Sehr postfaktisch. Ich meine, ich müsste meinen Kindern die Nummern nochmal ganz von vorne erzählen und als Rechtfertigung anbringen, dass Papi im Rückblick durch das öffentliche Narrativ gut verschaukelt wurde. Insofern betrachte ich das mal nicht als dem Internet geschuldet sondern qualitativ als “war schon immer so” nur quantitativ in neuer Grösse.

  22. Danke für den Podcast, freue mich auf Dienstag!
    Leider musste man sich wirklich konzentrieren um die Clips von Tilo zu verstehen.

    Tipp: Mit einer Video Capture ließe sich auch ein über HDMI angeschlossenen Smartphone sehr einfach und preiswert clippen (sogar in HD 😉 ).
    Mit Open Broadcaster Studio wären so sogar relativ einfach Livestreams möglich. Als Videoeingang kann dabei entweder die Anzeige von einem Computer/Tablet oder einer SLR-Kamera dienen (interessant für das J&N-Team?!?).
    Anteilige Unterstützung für eine solche Anschaffung folgt.

    Macht weiter so, seid bitte weiterhin nicht immer einer Meinung, die Diskussionen regen an!

    Hier eine Auswahl von Lösungen:
    Blackmagic: http://bit.ly/2g3r1mR
    Megawell: http://bit.ly/2fJcecL
    Epiphan: http://bit.ly/2fEKxD3

    Open Broadcaster Studio: https://obsproject.com

  23. Gute Folge.

    Man könnte meinen, die Begrifflichkeit der deutschen Lügenpresse untermauert die deutsche Presselandschaft sowie die Hauptmedien gerade selbst.

    Zum Thema Trump hat diese Presse sowie die Fernsehmedien (auch die privaten) im Bezug zu der Wahrheit über Trump und dem Ausgang der Wahlen in einem Lügenkomplott die Hosen herunter gelassen.

    Es kommt ja noch viel schlimmer.
    Trumps Wählerschaft wird mit den deutschen AfD Wählern gleich gesetzt, um die angeblichen Ideologien Trumps und seiner Wähler bildlich einzurahmen.

    Es werden Mio. von Wähler in den USA auf eine rechte Ebene denunziert und das was hier gerade in den Medien und Zeitungen passiert ist ein versteckter Rassismus gegen diese Menschen.

    Allein die Schlammschlachten zwischen Trump und Clinten zeigten eine abnormale Niveaulosigkeit, aber das Bashing von all jenen hoch gelobten intellektuellen deutschen Medien gegen einen gewählten USA Präsidenten ist in keiner Weise besser.

    Das zeigt ganz deutlich die Qualität der deutschen Medienlandschaft.
    Diese ist keinen Cent wert.

    Um Trump habe ich dennoch große Sorge, denn er hat zu viele Feinde und die Medien bauen diese Feinde noch mit auf.

  24. Ich bin gespannt auf deine radikale Erklärung zu den Hate Crimes der Rechten, Stefan. Ich mache mir über diesen Aspekt des Trump-Sieges schon länger Gedanken und mein erster Gedanke nach der Wahl war auch: Sichtbare Minderheiten werden für diesen Wahlausgang bezahlen – und das hat ja auch nicht lange gedauert. Natürlich kann man zutreffend sagen, selbst unter einem schwarzen Präsidenten Obama sind in den letzten Monaten permanent Schwarze von der Polizei misshandelt worden, aber Obama hat sich immerhin an die Seite der Opfer gestellt – vielleicht Symbolik ohne Effekt, aber ob Trump sich schützend vor Minderheiten stellt, das kann man sich – bei allem konzedierten Wahlkampfgeklingel – nur schwer vorstellen. Und der rassistische Mob ist erst einmal entfesselt, Michael hat die Beispiele ja verlinkt, die die Runde machen.

    Ein zweiter Gedanke, mit dem ich noch nicht am Ende bin, der mir aber ganz frappant erscheint, auch in dem sehr lesenswerten Text von David Wong, den du weiter oben verlinkt hast, ist die offensichtliche Diskrepanz zwischen Trumps Nähe zum Geld und seiner im Wahlkampf zelebrierten Nähe zur unverdorbenen, einfachen Bevölkerung. Wong beschreibt ja in seinem ersten Beispiel sehr anschaulich, den Unterschied der naturverbunden, armen und einfachen Helden zu den dekadenten reichen bösen Stadtbewohnern, die komisch angezogen sind und in Operettenpalästen wohnen. Nun ist aber doch Trump in seinem Appartment in Downtown Manhattan, das aussieht wie das Bernsteinzimmer, das Spitting Image dieses dekadenten Stadtbewohners. Und als Immobilienmagnat hat er doch unglaublich von den Trade Deals profitiert, die für die Geldelite wie ihn gemacht worden sind. Im letzten Podcast hast du bei deiner “Wahlempfehlung” gesagt, als Floridianer würdest du Trump wählen, weil in der Ablehnung der Trade Deals ein Argument stecke und es erst einmal egal sei, ob er seine Ankündigung wahrmacht, sich gegen das Establishment zu stellen (zu dem er, egal wie er’s dreht und wendet eben doch auch gehört, da reicht es mir nicht, dass ihn die demokratische Elite zum Pariah erklärt hat), denn man habe ja nicht viel zu verlieren. Das mag nun aus Sicht eines weißen Mittelklasse-Floridianers stimmen, aber – und damit schließt sich der Kreis – aus Sicht eines Schwarzen, dem jetzt durch die Ermutigung durch den Wahlsieg neben der rassistischen Polizei auch noch der Ku Klux Klan auf die Pelle rückt? Wie gesagt, ich gebe mich nicht der Illusion hin, dass wir nicht, egal wer regiert, in einer rassistischen Welt leben, aber durch den Wahlerfolg von Trump haben nicht nur die wohlhabenden Linksintellektuellen echte Angst, sondern eben auch und vor allem die Schwarzen, deren ganz überwiegendes Entsetzen ich daher verstehen kann (du aber sicher auch, das soll nicht anders klingen).
    Es stimmt aber auch, dass nicht einmal der Exponent der Black Lives Matter-Bewegung Colin Kaepernick deshalb Hillary Clinton gewählt hat. Insofern bin ich mit dem Gedanken noch nicht am Ende und danke einstweilen dafür, dass du mir seit Wochen gerade mit den bewusst überspitzteren Bemerkungen ordentlich Stoff zum Denken lieferst. Dauerauftrag wird wieder eingerichtet, ich wechsle grade etwas umständlicher als gehofft meine Bank.

  25. Ich schliesse mich den Wünschen von Michael und Tibor nach einer reflektierten Analyse Trumpscher Sprechakte und Ihrer bereits faktischen Wirkung an. Wenn 12 jährige Schüler beim Essen in der Schulkantine Sprechchöre “Build the wall, build the wall” anstimmen und schwarze bzw. mexikanische Kinder es mit der Angst bekommen, dann finde ich es doch ein wenig zynisch Trump und Obama quasi nur als 2 Pole eines Spektrums zu sehen, dass sich nach dem Wahlkampf dann in einem realpolitischen Mittelmaß schon einpendeln möge. Die Frage ist doch was da losgetreten wurde. Obama’s Anhänger die enttäuscht sind, dass er nicht die Heilsversprechen erfüllt hat, sind vielleicht zynisch geworden. Ich zweifle doch stark daran, dass sich Trump’s Anhänger im Rausche von Allmachtsfantasien (ja, mir ist klar, dass nicht alle Trumpanhänger lupenreine Rassisten und NRA Rednecks sind, aber es reicht wenn es 25% sind) damit begnügen werden, dass man letztlich doch Kompromisse eingehen muss und sich eine wundersame Metamorphose einstellt die zu Versöhnug führt.
    In diesem Sinne: https://www.youtube.com/watch?v=zSwaLLr6aWg

  26. Einen positiven Aspekt des Herrn Trump, welcher definitiv ein neoliberaler, sexistischer Idiot ist, lasst ihr mMn außer Acht:

    Das Problem der Millionen von fundamentalistischen Muslimen in den westlichen Industrienationen könnte angegangen werden. Zumindest mal auf politischer Ebene diskutiert werden – das fehlte bislang. In den letzten Jahrzehnten hat sich durch die anteilmäßige Zunahme von Muslimen, die Situation vor allem für Juden in Skandinavien, England, Frankreich und Deutschland so sehr verschärft, dass nicht wenige bereits nach Israel geflüchtet sind.

    Eine Kippa zu tragen, stellt in den allermeisten westeuropäischen Metropolen und vor allem deren Ballungsgebieten bereits eine große Gefahr dar. Dass in Deutschland immerhin 69 % der Gefängnissinsassen muslimischen Glaubens sind, lässt sich, wenn man Vergleichsgruppen mit Personen nicht-muslimischer Sozialisation heranzieht, nicht annähernd auf sozioökonomische Faktoren zurückführen.

    Hier wäre es sehr hilfreich, wenn man eine offene Diskussion darüber führen könnte, warum die Integration dieser Bevölkerungsgruppe insgesamt so desaströs schlecht gelingt und selbst die in Deutschland oder Frankreich geborenen Muslime zu über 60 % glühende Antisemiten sind und/oder den Mann über der Frau stehend sehen.

    Ohne eine offene Diskussion über dieses von der Mehrheit als sehr dringlich empfundene Problem, brauchen wir uns nicht wundern, wenn nach Trump, Wilders und Le Pen Ende des kommenden Jahres die sexistischen Populisten der AfD auch auf über 30 % kommen.

    1. He, die letzte Generation lebte doch noch völlig problemlos nach Epheser Kapitel 5 21 ff.
      “Die Frau sei dem Manne untertan…”
      “Ihr Frauen, ordnet euch euren Männern unter… so sollen sich auch die Frauen in allem ihren Männern unterordnen.”
      Vielleicht auch eher so ein Stadt-Land-Ding? Meine Oma steht da noch voll dahinter.

    2. Heute weiß jedoch fast kein Mensch mehr was oder wer dieses oder dieser Ephe.. Dingsda war, oder?
      Meine Oma hat ebenfalls lange Zeit hauptsächlich als menschliche Küchenmaschine “fungiert”. Dennoch haben die meisten westlichen und nicht-muslimischen Gesellschaften in puncto Frauenrechten, Toleranz, Minderheitenschutz und Liberalisierung riesige Fortschritte gemacht – die Entwicklung der muslimischen Bevölkerungsteile ist dahingehend jedoch insgesamt gegenläufig.

      Nicht einmal in der deutschen Nachkriegsgesellschaft waren die Vorstellungen auch nur annähernd vergleichbar (sehr interessant auch die “Morally Wrong – Tabelle”):

      http://www.pewforum.org/2013/04/30/the-worlds-muslims-religion-politics-society-overview/

    3. Ja das ist so ein Land Ding weil der Mann nunmal auf Hof und Acker mehr leisten kann. Muskeln waren da das a und o und der Mann trug dann nunmal die Hauptlast. Fiel dann immer besonders auf wenn er sich mal wieder in der Kneipe abschießen war oder wegen Krankheit/Verletzung ausfiel. Frau mit Unterstützung aller 6 Kinder haben kaum geschafft was der alleine leistete. Jeden Tag. Und das war den Frauen natürlich bewusst und deswegen funktionierte das.

    4. @ g.s.: Ich schreibs weils nun mal so war. Face it! 😉 Und ja na klar hatten die solche Arme. Da musste jeder ran. Trotzdem war Chaos wenn der Alte mal nicht da war, und gabs riesen Ärger wenns nur wegen dem Saufen war. Warum hab ich, denke ich verständlich und nachvollziehbar, geschrieben. Und wären wir alle wieder aufm Bauernhof, wär auch wieder ganz schnell Schluß mit Gleichberechtigung und Emanzipation. Weil die Frau eben nicht 50/50 leisten kann und nach spätestens 2 Generationen Agrargesellschaft anno dazumal wären die Verhältnisse wieder die Alten. Die ganz ganz Alten.

    5. @Mathias: Ich wollte lediglich das “Guck mal die Muslime sind alle so rückständig und wir nicht”-Ding von Andrés trollen. Und dann kommst du so mit Muskelkraft… Derbe.

    6. @ Mathias

      Der Mann konnte eben “mehr leisten”. Das ist Quatsch, die Männer als Privilegierte oder z.T. auch Frauenunterdrücker in den allermeisten Gesellschaften stellen das nur so hin – ganz zu schweigen von den fast ausschließlich männlichen Historikern. Kindererziehung, Kochen, Haushalt, der Garten hinterm Haus und AUCH eine Menge Feldarbeit… Frauen waren in den europäischen Bauerngesellschaften schon ebenso leistungsfähig. In vielen Gesellschaften und Kulturen tragen die Frauen sogar mehr zur Wirtschaftsleitung bei.

      In den islamischen Ländern natürlich weniger, da die meisten Frauen dort nicht arbeiten dürfen oder sollen und nicht als selbständige Wesen angesehen werden – die Mehrheit von ihnen ist Eigentum.

  27. Warum lagen die Demoskopen daneben?

    In einer für Wissenschaftler typischen, zurückhaltenden Formulierung erklärt Wolfgang Schwaiger von der Uni Hohenheim, die bisherigen Erklärungsversuche seien “allesamt falsch”.

    In kurz: Die Wähler von Trump (ebenso wie die der AFD) lehnen das Establishment ab. Und Umfrageinstitute zählen zum Establishment. Diese Wähler nehmen deshalb nicht an den Umfragen teil. Die Verzerrungen der Stichprobe lassen sich auch nicht mehr durch soziodemographische Faktoren ausgleichen. Am Ende sind die Ergebnisse für Trump (und für die AFD) besser als die Prognosen.

    Zur Langversion: https://m.facebook.com/story.php?story_fbid=774006962754764&id=224910614331071

  28. Voraussage:
    Der kommende Wahlkampf in Deutschland wird wie folgt ablaufen: Merkel wird sich die große Bürde antun, nochmal zu kandidieren. Für’s Vaterland. Das Mem wird sein: Die Welt ist so instabil wie nie zuvor, keine Experimente, die einzige begabte Politikerin auf der internationalen Bühne ist nun Angela Merkel. Brexit, Trump… Stabilität in der Welt hängt von Mutti ab.
    Die SPD wird unter Druck gesetzt, weil allein der Gedanke an Rot-Rot-Grün für Verunsicherungen auf der Welt sorgen könnte, wer auch immer Kanzler würde hätte nicht die nötige Erfahrung (das Hillary Experiment) und mit dem Verantwortungs-Argument kriegt man Gabriel und co immer wieder dazu, RRG zu relativieren. Das wird in jedem Interview von Berlin Direkt und co. durchgenudelt werden, bis es niemand mehr hören kann.
    Ob die Enttäuschten dann vermehrt Linke/Grüne oder die AfD wählen werden, hängt von vielen Performance-Faktoren und den üblichen Shitshows ab, aber ich sage schon jetzt voraus dass die Union die Rentnerrepublik über Angst vor der Apokalypse stark mobilisieren kann und die SPD erneut historisch schlecht abschneiden wird, vermutlich unter 18%.

    1. Ich halte es für einen grossen Fehler Koalitionen vor einer Wahl zu schmieden und diese zu propagieren.
      Ich weiß nicht wann das angefangen hat.
      Vor einem Jahr oder länger zurück hat man den Wunsch nach Rot-Grün verkündet und jetzt hat man auf Rot-Rot-Grün umgestellt.

      Das ist falsch und zeichnet den Weg wie man Wahlen verliert.

      Die SPD sollte sich auf die Hinterbeine stellen, sich selbst erneuern, eigene Programme entwickeln und mit dem Ziel in die Wahl gehen, die absolute Mehrheit zu erreichen.
      Dieser Vorstellung folgen dann natürlich Konsequenzen.
      In einem 80 Millionen Volk gibt es garantiert herausragende Persönlichkeiten die für eine Kanzlerschaft in Frage kommen.
      Und Sigmar Gabriel ist nicht dabei.
      Warum will Sigmar Gabriel nicht selbst als Spitzenkandidat antreten ?
      Weil der Kandidat, der die Wahl dann verloren hat, abtritt.
      Gabriel ist zufrieden damit, dann wieder zu übernehmen und
      z.B. Vizekanzler zu sein.
      Das was Politiker wie Gabriel aber auch Schulz sagen, ist manchmal sehr ehrlich. Aber ihren Aussagen folgen dann keine
      Konsequenzen, sie beugen sich dann wieder den Lobbys und machen dabei sogar noch teilweise die Drecksarbeit für die CDU.

      Was in den USA immer wieder sehr hoch gehalten wird,
      sind die Grundrechte aus der Verfassung.
      Wir können von den USA lernen, auch was das Funktionieren der EU anbelangt.

      Christian Kern der österr. Bundeskanzler hat z.B. schon angekündigt, dass aus seiner Sicht, die Macht des Kanzlers korrumpiert und er der Meinung ist, dass man das maximal 5-8 Jahre machen sollte.
      Bei Trump sehe ich den gleichen Gedanken, ich halte es für sehr wahrscheinlich, dass der sein Ding jetzt aufsetzt und nach 2-4 Jahren raus ist.

      Zu Merkel:
      Meiner Meinung nach war eine Kandidatur von Merkel zumindest nicht mehr geplant.
      Geplant war oder ist Schäuble, vdLeyen oder de Maizière.
      Das ist mein Tipp.
      Da aber diese 3 Kandidaten quasi das Clinton Schicksal ereilen könnte, ist halt die Frage was die CDU macht.
      Entweder sie machen ihrerseits das, was ich der SPD anraten würde und lassen z.B. Jens Spahn ran, oder Merkel tritt wirklich nochmal an.
      Möglich wäre, auch, dass Merkel den Wahlkampf bestreitet und dann nach 1-2 Jahren ohne Neuwahl abgibt.
      Aber ich denke, sie hat einfach keinen Bock mehr.

      Wie gesagt, wir können von den Amis auch in vielerlei Hinsicht lernen. Ich sehe bei den Amis neben dem ganzen trash eine gewisse Kraft eine Selbsterneuerung schneller durchzuführen.

    1. ..gut, Frage mich mit welchem Aufwand Du das zusammenbastelst und hochlädst. Nachdem Tilo aus US&A ein Making of Tagebuch gemacht hat – bist Du wenn jetzt mal mit Homevideo dran. Würd ich mir gerne reinziehen bestimmt ne Mischung aus Family Guy und Photoshop Philipp – benutzt ihr Final Cut Mac oder Corel etc. mit GPU Unterstützung zum schnelleren schneiden oder mergt mkv. Container einfach zusammen. Tilo kann ja mal das Modell von seinem Resplatenrecorder sagen damit er nicht immer vom Handy aufnehmen muss – und jemand da nen Tipp hat. Kann eine Digitale KabelTV PCi Karte anbieten

  29. Jens Berger von den Nachdenkseiten hat über euch gesagt, dass euer Podcast die beste Berichterstattung über die amerikanischen Wahlkampf im deutschsprachigen Raum war.

    Das stimmt absolut! Das war von euch beiden eine unfassbare Leistung und wenn die Medienlandschaft nicht so alteingesessen wäre, dann hätten sie euch für diesen Podcast hoch bezahlt und ihn auf allen Kanälen gesendet oder euch die ganze Zeit als Korrespondenten durch Amerika ziehen lassen.

    Vielleicht 2020 🙂 (man darf ja wohl noch träumen)

    1. Interessant zu sehen, wie Donald J. Trump post-faktische Journalisten versucht aufzuklären. Diese CBS-Ideologen sind offensichtlich nicht mit Fakten zu beeindrucken.

      Es ist belustigend, wie leicht es fällt, den post-faktischen Spieß umzudrehen.

  30. Ich habe wie viele Hoerer auch weite Teile von eurer US-Berichterstattung genossen. Ich habe nur ab und yu auch mal Probleme mit Stefans Ansichten. Einerseits geniesse ich sein Intellekt, andererseits finde ich es echt ueberfluessig Trump noch zu gratulieren. Gratulation Trump, du kannst jetzt ein Massenmoerder werden! Toll!

    Wenn wir Glueck haben, scheitert Trump an seiner Unerfahrenheit im Regieren. Wenn wir Pech haben, dann wird er im Gegensatz zu Obama, dem Schwaechling, seine Chance nutzen, durchzuregieren. Das Erste, was er tun will, ALLE Exekutivorders von Obama aufheben. Das ist schon mal brutal!

    Dazu noch die ganzen erzkonservativen Richter, die teils auf Lebenszeiten ernannt werden! Oder wenn John Bolton secretary of state wird, dann koennt ihr wohl auch das Versprechen von Trump, keine Kriege anzufangen, vergessen. Bolten war der, gegen den die UN als Chefdiplomat rebelliert hat. Ueberhaupt sind viele Kandidaten von Trump Horrorkandidaten und zwar noch mit dem Extra-Wahnsinn der Republikaner.

    Das wird alles andere als einfach, besonders fuer die Minderheiten in USA. Meiner Meinung nach haettet ihr das viel mehr betonen muessen.

    Das Einzig Gute ist vielleicht, dass all der Wahnsinn diesmal NICHT den Demokraten in die Schuhe geschoben werden kann. Die haetten die Chance sich zu erneuern. Keith Ellison waere dafuer ein Kandidat. Oder sie gehen noch weiter Rechts. Dann ist die USA verloren und Deutschland auch. Also einerseits kann man die mainstream media vergessen mit ihrer Hysterie und Hybris, andererseits gibt es ab jetzt in USA keine Ausreden mehr sich nicht politisch zu engagieren, sonst kommt eine ganz brutale Landung.

    Das steht tatsaechlich auf dem Spiel. Nichts weniger.

  31. Ich habe uebrigens auch kein Verstaendnis fuer irgendwelche weisse Amerikaner, die Trump gewaehlt haben und wenn sie nicht weiss sind, scon gar nicht. Ich kann gut erstehen, warum man nicht Clinton waehlen will. Wenn man sich das ueberlegt, 120 Mil egoistische Idioten. Das ist das eigentlich Traurige. Es erklaert natuerlich auch, warum Trump gewonnen hat.

  32. Der ganze Wahlkampf erinnert mich an den Film “No!” über die Abwahl Pinochets. Da krempelt ein Werbeprofi die gesamte Kampagne der Opposition um, da er überzeugt ist, dass eine Negativkampagne nicht funktioniert und Hillarys erstes Argument war “Trump verhindern”.

    Das Magazin weltderwunder hat einmal untersuchen lassen, ob sich bei vergangenen US-Präsidenten und den jetzigen Kandidaten psychopatische Züge finden lassen: http://www.weltderwunder.de/artikel/warum-man-psychopath-sein-sollte-um-us-praesident-zu-werden Bei Hillary finden sich danach welche, bei Trump “nur” krankhafter Narzismus. Ein Psychopat ist dazu gesagt jemand, der ohne Einfühlungsvermögen über Leichen geht um seine Ziele zu erreichen. Und diese Leute können auf internationaler Bühne tun was sie wollen: die USA erkennt über den Austritt aus dem internationalen Strafgerichtshof (verknackt zu Milliardenstrafe aufgrund von Unterstützung von Terroristen gegen die Sandinisten) das internationale Recht nicht an. US-Präsidenten sind also in keinster Weise Rechenschaftspflichtig. Dann wollte ich noch eine ARD-Doku verlinken, die aufführt, dass fast alle US-Präsidenten bis Carter Krieg geführt haben, wo doch Demokratien angeblich keine Kriege führen, die ist aber gelöscht worden.

    1. Jaja das Narrativ, dass die Umfragen schuld sind. Ich habe auch den FiveThirtyEight election podcast gehört und die gesamte Woche vor der Wahl habe die gesagt: “Ja, Clinton ist Favoritin, aber es wird knapp” und jeden Tag wurde es knapper. Die haben auch (im Gegensatz zu unseren Medien in D bspw.) jedes mal drauf hingewiesen, dass eine 4% Führung zwar schon viel ist, aber es locker vom Fehler aufgefressen werden kann (und wurde). Allgemein sollte bei jeder Meinungsumfrage die Standardabweichung gesagt werden. Immer. (@Tilo wie ist die bei eurer YouGov Kooperation? Wahrscheinlich auch immer so 3-4% bei Fragen für das gesamte Sample und noch höher bei Trichterfragen).
      Da setzten sich Journalisten hin, die wahrscheinlich nicht einen Statistik-Kurs in ihrem Leben gemacht haben und schieben ihren eigenen Analyse-Bias auf die Pollster. “Warum lagen die Umfragen so daneben?… nun zum Politbarometer… die Mehrheit der Deutschen sagt…die CDU hat einen Punkt zugelegt zum Vormonat…”
      Ernsthaft, Trumps Siegchancen waren 30% (Nate Silver’s Modell) und die sind überrascht, dass er tatsächlich gewinnt. Das ist so, als wäre ich jedes mal überrascht, wenn so ein Pokemon in seinem Ball bleibt.
      Allgemein sind alle Umfragen und vor allem die Analysen aus Umfragen von Annahmen getrieben und wenn neue Phänomene auftreten, zu denen man noch keine Annahmen hat, sind die Umfragen ungenauer.

      — Kurze Erläuterung/Vereinfachung: Ich mache in D eine Umfrage und wundere mich, dass der Wert der CDU überraschend gering ist. Es ist anerkannt, dass die CDU unter Katholiken ziemlich beliebt ist. Ich weiß relativ genau wie viele Katholiken es in D gibt. Stellt sich raus, dass bei meinen Befragten prozentual weniger Katholiken vorkommen als in der Grundgesamtheit (also D). Ergo ich gewichte die Antworten von Katholiken höher bis es wieder zum Landesschnitt passt. Dadurch habe ich dann automatisch mehr Stimmen/Prozente für die CDU in meiner Umfrage generiert.
      Bei einer neuen Partei (wie AfD) oder Phänomen wie Trump habe ich viel weniger und weniger gut bewiesene Annahmen, daher kann man Verzerrungen zwischen Grundgesamtheit und befragten Personen viel schlechter ausgleichen. —

      Am Tag der Wahl haben mich Leute gefragt: “Wird schon die Clinton, oder?” und ich meinte, ja da wäre ich mir nicht so sicher. Die Leute die Trump wählen und die Leute die prinzipiell nicht an Umfragen teilnehmen, haben sicherlich eine große Schnittmenge. Hinzu kommen diese hechelnden, schreienden Medien, die Trump mit Hitler verglichen haben und als das größte Übel der Welt dargestellt haben (siehe bspw. Spiegel-Titel diese Woche). Diese Dämonisierung trägt dazu bei, dass Menschen bei Umfragen dazu neigen zu lügen, weil sie denken es wäre sozial nicht akzeptabel Trump zu wählen (hier ist der Befragende die soziale Komponente vs. ganz allein mit sich und seinem Gewissen vorm Wahlzettel). Dies sind Verzerrungen bzw. systematische Fehler in den Umfragen, die man aber nur sehr schwer bis gar nicht raus modellieren kann.

      Jedes Umfrageinstitut und jeder Statistiker weiß, dass die Umfragen Fehler haben und dass sie nur bedingte Vorhersagekraft haben und sie gehen damit meist transparent um. Wenn diese Umfragen dann aber von Medien rezipiert werden, ist es auf einmal so als wäre es ein Gott gegebener Fakt.
      Daher meine Forderung: Vor und nach jedem Politbarometer eine Einblendung mit vorlesen, wie bei Pharmawerbung.

      “Diese Umfrage kann nur bedingt die Realität abbilden.
      Abweichungen von bis zu 5% sind üblich.
      Fragen können missverständlich formuliert sein.
      Bevölkerungsgruppen könnten unterrepräsentiert sein.
      Machen Sie ihre Wahlentscheidung und Meinungsbildung nicht von dieser Umfrage abhängig, sie dient lediglich als Orientierung.”

  33. Lieber Aufwachen Podcast; nachdem ich den ersten Teil gehört habe, einige -grundsätzliche – Gedanken.
    Ich verstehe nicht, warum ihr das “Geschockt-Sein” an sich problematisch findet. Viel problematischer finde ich all die Versuche die Dinge vorschnell zu normalisieren : “Weiter gehen, hier gibt es nichts zu sehen!”. Es ist doch haarsträubend, wie die großen Parteien sich mit der ein oder anderen Variante von “weiter so!” begnügen. Steinmeier war doch am schlimmsten: “Wir müssen die bewährten deutschen Werte – die Verbindung von wirtschaftlicher Vernunft und sozialer Verantwortung – jetzt umso selbstbewußter vertreten”. Die bewährten Werte? Was hat sich denn bewährt?
    Ich muss an die Szene von “No Country for old men” (komischer Titel nowadays) denken, in der der Auftragskiller mit der komischen Frisur den blue Collar Worker erschießt nachdem er ihm sagt: “if the rule you followed led you to this then what good is the rule?”. Diese Frage müssten sich gerade sehr viele stellen – und dazu benötigen viele wohl eine Art Schock.
    Wenn man jetzt mal nicht nur über die Medien redet, sondern über die Politik, was ist dann diese “rule we lived by”? Was ist diese Regel, die sich “bewährt” hat, indem sie uns den BREXIT, den europäischen Rechtspopulismus, eine umfassende Prekarisierung der Bevölkerung und das Zerbrechen von europäischer Solidarität brachte? Die belgische Politologin Chantal Mouffe hat ja das Aufkommen des europ. Rechtspoplismus erforscht, noch bevor es cool war. Und sie redet von einer Vorherrschaft des liberalen Konsens: Politik ist dann ja in einem liberalen Framework (autonomes Individuum, rational-choice, diskursive Vernunft wie immer man das bezeichnet) nur noch technokratischen Sachverstand jenseits aller ideologische Konflikte. Es geht immer darum “sich zu einigen”, “die Leute mitzunehmen”, “seine Hausaufgaben zu machen”, “konstruktiv nach Lösungen zu suchen”. Was es hier nicht mehr geben soll: grundsätzlich unvereinbare (aka plurale) Sichten über die Gestaltung der Gesellschaft. Wer bei der grundsätzlich liberalen Agenda nicht zustimmt, muss moralisch delegitimiert werden. Das geschieht häufig über Labels wie “Rechts- UND Linksextremismus”.
    Man will den “Dritten Weg” zwischen Kapitalismus und Sozialismus, sagt man dann. Das war der Kurs, der seit Blair fast alle Parteien in GB und Europa immer mehr und mehr bestimmt hat. Man sprach dann von der Mitte (also diejenigen, die sich in dem großen Konsens befinden und sich über kleine Details streiten) und von den Extremen Rändern (also denen, die sich selbst delegitimieren, weil sie nicht am Konsens teilhaben). Grundsätzliche Befragung dieses liberalen Frameworks war nicht möglich. Aber wenn man genau hinschaut, ist es nicht einfach ein Liberalismus: Es ist ein Liberalismus Plus. Auf der wirtschaftlichen Seite die neoliberalen Impulse: Deregulierung, Privatisierung, Liberalisierung, auf der sozio-moralischen Seite hat man hingegen Impulse der 68er aufnehmen können. Werte wie Multikulturalismus, grüne Ideen, ein gezähmter Feminismus, anti-Rassismus, Toleranz für verschiedene Lebensformen konnten alle gut auf den Neoliberalismus aufgepropft werden. Boltanski und Chiapello sprechen von der Künstlerkritik – Ruf nach Freiheit, Authentizität etc. die vom Kapitalismus absorbiert wurde während die Sozialkritik (Gerechtigkeit, Solidarität etc) zumeist ausgeschaltet wurde. Diese Verbindung von liberalen Framework und einigen multikulturalistischen Ideen prägt bis heute doch Teile des linken Diskurses – besonders in den USA.
    Dann wäre doch die Frage: ist die Zeit dieses Konsenses zu Ende? Müssen wir wieder lernen, grundlegende Auseinandersetzungen zu führen ohne zu moralisieren oder einen Bürgerkrieg anzufangen? Müssen wir also wieder streiten lernen? Und dieses post-ideologischen Zeitgeist hinter uns lassen? Also müssen wir wieder lernen, die drei poltisch. Grundorientierungen, unterscheiden zu lernen? Also das konservative Moment: Beginn mit Traditionen, Konventionen, Communities und eine konservierende Haltung gegenüber dem Überkommenen? Das liberale Moment: Beginn mit dem Individuum, welches vom Sozialen getrennt betrachtet wird – Werte wie Emanzipation, individuelle Rechte, persönliche Verantwortung.
    Das sozialistische Moment: Beginn mit solidarischen Beziehungen und sozio-önomischen Realitäten als Bedingung der Möglichkeit dafür, dass liberale Werte auf lange Sicht überhaupt Bestand haben können.
    Und dann würde ich vorschlagen: was bleibt einen übrig, als erneut über ein – im weiten Sinne – sozialistischen Projekt nachzudenken? Also darüber, wie man nicht nur Werte wie Toleranz vertritt, sondern auch für die sozio-ökonomischen Bedingungen sorgt, dass andere diese Werte vertreten können? Und dann wäre die Frage: wie lernt unsere Generation, die immer einen “gesunden” ironischen Abstand zu allem pflegte und die nichts so ungern macht, wie starke inhaltliche Überzeugungen auf leidenschaftliche Weise zu vertreten, wie lernt diese Generation an einer politischen Auseinandersetzung (also das Gegenteil von Harmonie und Konsens) teilzunehmen? Und wie lernt sie es ohne moralistisch und überheblich zu sein? Und davon ausgehend gäbe es auch Fragen in Bezug auf die Medien zu stellen: also sind nicht die aller aller meisten Medien tatsächlich in diesem links-liberalen Framework und haben sie es nicht auch geschafft, dieses als Selbstverständlichkeit auszugeben? (Wohl selbst eine Zeitung wie die TAZ zählt darunter). Und ist nicht folglich das ein ersnstes Problem: wenn man nie außerhalb eines solchen Frameworks steht, aber man auch nciht einfach “partisan” sein will, wie betreibt man dann heute Medien? Und was müsste sich ändern, wenn das alte Konsens Modell zerbricht?

    1. ich gehe davon aus,dass du etwas sehr interessantes zu sagen hast.

      leider bin ich nicht in der lage das gelesene auch wirklich für mich verständlich zu übersetzen.

      kannst du das freundlicherweise in eine einfachere sprache giessen…

    2. Lol.. hehe ich probier das mal (ich hoffe ich habs richtig verstanden):

      geschockt sein nicht schlecht –> geschockt sein = Disruption.
      Disruption nötig, weil Status Quo ist politische Kultur des Konsens. Diese Kultur des Konsens hat uns aber zu Trump, Brexit, Ungleichheit und einen gespaltenen Kontinent geführt.
      Was ist diese Kultur des Konsens: weitestgehend neoliberale Wirtschaft und Vernunft-getriebenes Menschenbild. Alle (Mainstream-) Parteien und auch alle Medien (sogar die taz) vertreten diesen Konsens mit nur leichten Abweichungen. Alle die nicht in diesen Konsens passen, werden als Rechts/Linksextremisten ausgegrenzt und bekämpft.
      Wenn dieser Konsens schlecht ist, was machen wir dann? Wir sollten lernen wieder echte grundsätzliche Auseinandersetzungen zu führen ohne uns die Köpfe einzuschlagen.


      Meine Antwort @Arne: Sind es nicht grade die Ausbrüche aus den Konsens, die uns Trump und den Brexit geliefert haben. Sprich wenn du die Kultur des Konsens opfern möchtest, erreichst du nicht genau das was du bekämpft sehen willst?

    3. nunja,die disruptive gestaltungsmacht der postfaktischen zuwendungsmöglichkeiten begünstigt den status quo des kulturellen konsens unter berücksichtigung der ungleichheit von sozioökonomischen kontinenten.

      jetzt hab ich’s.

      🙂

    4. Lieber Andreas,

      Sorry, man wird betriebsblind. Ich arbeite in der Wissenschaft und beschäftige mich seit Jahren mit grundsätzlichen Fragen des menschlichen Zusammenlebens. Ich hatte eigentlich schon lange mit so einem “reaktionären Backlash” gerechnet und hab den Eindruck, weil in der Art, wie wir ganz selbstverständlich die Welt sehen, so viel schief läuft ist, muss man manchmal auch grundlegende Fragen stellen. Schöner wärs aber, wenn man das allgemein verständlicher ausdrücken kann. Ich bemühe mich!
      Und Danke Karsten für die Zusammenfassung! Trifft die – vlt. etwas wirre Argumentation – gut.
      Zu deiner Frage.
      Ok, ich versuche mal die These von Mouffe sehr einfach zusammenzufassen.
      Du hast Gruppen von Menschen, überall, wo es Gruppen gibt, gibt es Politik. Es gibt aber auch politische Leidenschaften, die aufkommen, wenn Menschen sich darüber streiten, wie sie das Gruppenleben gestalten. Mouffe spricht von Antagonismen: von einem Wir hier vs. Die dort, dass immer auftaucht, wenn Menschen sich gemeinsam zusammentun (Kollektive Identitäten).
      Das ist natürlich gefährlich. Weil irgendwann käme es auch, wenn die Gemüter überhitzen, zum Bürgerkrieg. Deshalb ist es gut, dass es die Demokratie gibt – diese zähmt im Prozess diese Feindseligkeiten und es gibt darf nun darum gestritten werden, wer sich durchsetzt. Dadurch werden Feinde zu politisch. Gegnern, die muss man nicht lynchen oder moralisch verurteilen, sondern politisch bekämpfen.
      Die Konsens-Gesellschaft findet das alles ein wenig martialisch. Sie will lieber Harmonie und Konsens. Aber diese Spannungen, die es in jeden Gruppen gibt, bleiben unterschwellig da. Und weil sie nicht “gezähmt werden”, brechen sie irgendwann aus – das ist der Rechtspopulismus. Ein Ausbruch der gesellschaftl. Spannungen und der verdrängten politischen Leidenschaften. Niemand kann so gut Leidenschaften hevorbringen, wie jemand der Angst erzeugt. Chantal Mouffe hat nun gezeigt: überall, wo der Konsensdruck und Harmoniedruck zu groß wurde, wo man eine Politik der Mitte gefahren ist (“man ist safe, wenn rechts und links von einen noch Leute stehen”), ist der Rechtspopulismus groß geworden. Ihr Lieblingsbeispiel ist Österreich, wo es jahrzehntelang ein Kartell aus SPÖ und ÖVP gab. Sie zeigt das auch an anderen Ländern. Das Also: je mehr Harmoniedruck, desto mehr unterschwellige Feindseligkeit (Elitenhass, Bereitschaft zur Fremdenfeindlichkeit.).
      Dazu kommen dann auch noch ökonomische Faktoren, Abstiegsängste und alles, was man so in der Zeitung lesen kann.
      Wurde der Punkt klar?

    5. ja,vielen danke arne.

      unabhängig davon, ob diese theorie nun zutreffend ist oder nicht sollte wissenschaft sich bemühen,erkenntnisse allgemeinverständlich zu vermitteln.

      ansonsten schreiben ja nur wissenschaftler für wissenschaftler…^^

    6. Was das schockiert sein angeht: +1. Es gibt so viele Dinge, die ich mir vorstellen kann. Von denen ich nicht überrascht wäre. Deren tatsächlicher Eintritt mich aber trotzdem schockieren würde. Ich sag mal als Beispiel einen Wohnungseinbruch. Oder eine Krankheit. Nur dass etwas möglich, oder gar wahrscheinlich ist, heißt nicht dass man von seinem Eintritt nicht schockiert sein kann.

      Beiseite aller Godwin-Points, und ich will ausdrücklich _nicht_ Trump mit Hitler vergleichen:
      1933 konnte, nein: musste jeder Mensch der Zeitung las wissen, dass Hitler Kanzler werden *könnte*. Durfte man dann deshalb nicht schockiert sein, als es tatsächlich passierte?

    7. Arne: “Müssen wir wieder lernen, grundlegende Auseinandersetzungen zu führen ohne zu moralisieren oder einen Bürgerkrieg anzufangen?”

      – Wie soll das gehen, wenn “Polemik” nur noch als Begriff zur Diskreditierung verwendet wird? Also ja, ich gebe dir recht. Wir müssen es wieder lernen. 😀

      PS: Guter Film übrigens!

  34. @ “Schock schwere Not”

    -> #mürrischeIndifferenz gilt auch hier, bei dieser Tzar-Bombe auf die (deutschen) “Journalisten”

    @Brennpunkt

    Das finde ich so ungemein feige von der Redaktion und der Moderatorin. Es ist völlig klar, dass sie über sich und ihre Kollegen redet, wenn sie sagt, auch hier reibe man sich noch den Sand aus den Augen. Statt aber den Mut zu haben, seine Ahnungs-/Fassungslosigkeit offen zum Ausdruck zu bringen, versteckt man sich hinter “Menschen von der Straße”. >.<

    @Trump vs. Establishment

    Trump ist der Eisberg, der das sich selbst für unsinkbar haltende Schiff "Establishment" zum Sinken brachte. Und wenn das nur für uns hier gilt. Komplettversagen auf ganzer Spur.

    @FAZ-Überschrift
    Stammt "Europa muss jetzt erwachsen werden" nicht von nem Oettinger-Interview im DLF? Bescheuert genug wäre er ja für so eine Quatsch-Aussage.

  35. Harald Münkler nannte die Geflüchteten im Sommer 2015 “Stresstest für Verwaltung und Infrastruktur”.
    Tag 1 nach Trumps Wahl würde er wohl “Bestandsaufnahme des Rassismus in den USA” nennen. Trump hat niemanden zum Rassisten gemacht, der es nicht vorher schon war, sie haben sich nur zu erkennen gegeben.

  36. http://www.cc.com/video-clips/mtpv2h/the-daily-show-with-trevor-noah-why-wasn-t-donald-trump-s-bigotry-a-deal-breaker-?xrs=synd_FBPAGE_20161112_656545774_The%20Daily%20Show_Site%20Link&linkId=31031106

    Jaja, es ist eine Comedy-Show. Aber wie sieht deine “Das was Trump vor der Wahl gesagt hat, war alles nicht so gemeint. Der hat euch halt als Fußabtreter für die Wahl benutzt, aber vergesst das doch jetzt mal schnell. Er hat ja eine “Come together”-Rede gehalten!”-Erklärung für diese Menschen aus, Stefan?

  37. Danke!
    Ihr seid großartig und komplex in euren Darstellungen, Zerlegungen und Auseinandersetzungen zu politischen Themen.

    Ich wünsche mir, dass
    -) Stefan mehr Redezeit bekommt (er ist m.E. ein scharfsinniger Denker und Soziologe)
    -) Stefan nicht so oft von den anderen beiden unterbrochen wird (damit man seine Gedankengänge besser zu Ende hören kann)
    -) weniger durcheinander und dreingeredet wird (man versteht nämlich dann keinen von euch)
    -) sich Tilo nicht zu sehr von den großen Medienhäusern und Politikern unbewusst vereinnahmen lässt und peu a peu ihr Medium/Sprachrohr wird…(Bezug auf Argumentation für Clinton)

    Es sind nur Wünsche;-)

    Bin gespannt auf kommenden Dienstag!
    Herzlich, Matthias H.

  38. Hier ein paar Zeilen aus Marx’ kommunistischen Manifest, ich hab ein paar Wörter ausgetauscht, damit passt es besser zur aktuellen Medienlage. Aber das fällt euch schon auf.

    “Ein Gespenst geht um in den Medien – das Gespenst des Populismus.

    Alle Mächte der alten Medien haben sich zu einer heiligen Hetzjagd gegen dies Gespenst verbündet, Springer und Burda, Merkel und Junker, amerikanische Liberale und deutsche Experten.

    Wo ist die Oppositionspartei, die nicht von ihrem regierenden Gegnern als populistisch verschrien worden wäre, wo die Oppositionspartei, die den fortgeschritteneren Oppositionsleuten sowohl wie ihren reaktionären Gegnern den brandmarkenden Vorwurf des Populismus nicht zurückgeschleudert hätte?

    Zweierlei geht aus dieser Tatsache hervor.

    Der Populismus wird bereits von allen medialen Mächten als eine Macht anerkannt.

    Es ist hohe Zeit, dass die Populisten ihre Anschauungsweisen, ihre Zwecke, ihre Tendenzen vor der ganzen Welt offen darlegen un dem Märchen vom Gespenst des Populismus ein Maifest der Partei selbst entgegenstellen.”

    Als Karl Marx vor gut 160 Jahren das kommunistische Manifest veröffentlichte, war dass die folge einer tiefgreifenden Veränderung der Gesellschaft durch die Industrielle Revolution, die zum Pauparismus (Massenverelendung) führte. Viele wurden Arbeitslos und die, die noch Arbeit hatten, wurden bis auf’s Blut ausgebeutet. Medien, Herrschaft und Kultur, vor allem in Deutschland ignorierten diesen Wandel lange.
    In gewisser weiße ähnelt die Situation nach der Industriellen Revolution derer nach der Digitalen Revolution. Erneut gingen Millionen von Jobs verloren während die Bevölkerungszahlen der Erde wachsen. Die, die heute noch arbeit haben, werden immer schlechter bezahlt. Und unsere Medien bekommen nichts mit. Statt darüber zu diskutieren, wie wir mit dieser Entwicklung umgehen, konzentrieren wir uns auf die P-Frage und wundern uns dann, wenn Donald Trump die Wahl gewinnt.

  39. 13. November 2016, kurz nach 5 Uhr morgens. FAZ.net hat den sich schon seit Monaten befindenen oberen linken Reiter “Wählen in Amerika” mit den Konterfei von Trump und Clinton noch immer nicht der polischen Realität angepasst. Dass die FAZ gern auch mal mit “News”ein paar Tage zurüchhängt ist nicht neu. Könnt ihr den mal Bescheid geben, dass die Wahl vorbei und zwischenzeitlich entschieden wurde. Danke für diesen und andere Beiträge – dass Selbstverständlichkeiten einmal so kostbar werden würden – Hut ab vor eurer Pionierarbeit.
    Grüße Casimir der Geist

  40. Ich bin kein Anwalt oder habe sonst irgendetwas mit Jurisprudenz zu tun, aber wenn ich mich dunkel an meine Lateinstunden erinnere, meine ich, gelernt zu haben, dass Populismus von populus kommt und 40 Jahre Erfahrung mit Amerikanern qualifizieren mich vielleicht etwas, sie zu verstehen. Ich habe die Kommentare mit großem Interesse gelesen und möchte Ihnen folgende Aussage zur Presse, die bereits im 19. Jahrhundert von John Swinton, ehemaliger Chefredakteur der NY Times, zur Kenntnis bringen: Zitat ” „So etwas gibt es bis zum heutigen Tage nicht in der Weltgeschichte, auch nicht in Amerika: eine unabhängige Presse. Sie wissen das, und ich weiß das. Es gibt hier nicht einen unter Ihnen, der es wagt, seine ehrliche Meinung zu schreiben. Und wenn er es täte, wüsste er vorher bereits, dass sie niemals im Druck erschiene. Ich werde wöchentlich dafür bezahlt, dass ich meine ehrliche Meinung aus dem Blatt, mit dem ich verbunden bin, heraushalte. Andere von Ihnen erhalten ähnliche Bezahlung für ähnliche Dinge, und wenn Sie so verrückt wären, Ihre ehrliche Meinung zu schreiben, würden Sie umgehend auf der Straße landen, um sich einen neuen Job zu suchen. Wenn ich mir erlaubte, meine ehrliche Meinung in einer der Papierausgaben erscheinen zu lassen, dann würde ich binnen 24 Stunden meine Beschäftigung verlieren.
    Das Geschäft der Journalisten ist, die Wahrheit zu zerstören, schlankweg zu lügen, die Wahrheit zu pervertieren, sie zu morden, zu Füßen des Mammons zu legen und sein Land und die menschliche Rasse zu verkaufen zum Zweck des täglichen Broterwerbs. Sie wissen das, und ich weiß das, also was soll das verrückte Lobreden auf eine freie Presse? Wir sind Werkzeuge und Vasallen von reichen Männern hinter der Szene. Wir sind Marionetten. Sie ziehen die Strippen, und wir tanzen an den Strippen. Unsere Talente, unsere Möglichkeiten und unsere Leben stehen allesamt im Eigentum anderer Männer. Wir sind intellektuelle Prostituierte.“ Um das Ganze etwas lustiger zu gestalten, denn es ist eine bitter ernste Angelegenheit, die Sicht von Volker Pispers: https://www.youtube.com/watch?v=uPvGtlYxv5U

  41. Hier nochmal der link zur facebook Seite von Michael Moore.
    Echt interessant zu sehen wie beliebt er ist bei Allen und interessante O-Töne.
    Er geht während des facebook livestream in den Trump Tower.
    (Würde das mit unserem Internet auch gehen ?)

    Bemerkenswert auch, dass Moore vor der Wahl die Republikaner aufgerufen hat nicht zu demonstrieren und nun nach der Wahl selbst zu Demonstrationen aufruft.
    Das Argument, dass Trump vor der Wahl sich gegen das System mit electoral college ausgesprochen hat, greift nicht ganz.
    Trump kann in seiner Regierung das auf die Agenda setzen, egal ob er trotz oder wegen electoral college gewonnen hat.
    Aber die Wahl die er so nun gewonnen hat wird dadurch nicht illegitim oder ungültig.
    Wenn man Wahlen nicht mehr anerkennt, oder die Durchführung verhindert, weil man das Ergebnis fürchtet, dann ist man relativ schnell auf dem Weg in ukrainische Verhältnisse.
    Natürlich kann man gegen Trump protestieren oder demonstrieren, aber man sollte dabei darauf achten, dass man nicht selbst mit den Methoden konfrontiert ist, die normalerweise die USA bei ‘regime changes’ verwenden.
    Die Drehbücher dafür sind sehr ausgefeilt und ziemlich unspektakulär, aber die Wirkung kann explosiv sein.
    Länder wie Armenien oder Macedonien haben alle Mühe mit Einflüssen von aussen umzugehen.

    https://www.facebook.com/mmflint/

  42. ich hör euch ja sehr gerne aber tilo´s hate bits gegen ken jebsen nerven. lass ihn doch an verschwörungen glauben wie er mag – leben und leben lassen, gell ?

  43. @Tilo[1] und Stefan

    Ich werde warten bis Dienstag und eurer erneuten Beweihraeucherung von Trump (Wahlkampf u Pres Elect) in der deutschen oeffentlichkeit.

    Ist ja nur Cholera. Oder ist er die Pest? Was war und ist er denn nun?

    [1] https://aufwachen-podcast.de/2016/11/11/a155-blasenplatzen/#comment-9603

    PS: Macht mal nen Day Counter “www.dasweissehausbrenntimmernochtnicht.com” und “www.washingtonbrenntimmernochtnicht.com” Weil daran koennte man hoechstens Trump bemessen in 2020. Weil was anderes wird er nicht verbessern (koennen), fuer seine Waehler.

    1. Also Michael ich möchte Dir mein Mitgefühl ausdrücken.
      Ich weiß, dass es ein innerlicher Kampf ist, sich den podcast anzuhören, wenn einem das Gesagte widerstrebt.

      Ich denke es gibt viele videos im Netz wie z.B. das unten verlinkte
      Interview mit Larry King, das Dir die Person vielleicht etwas weniger schrecklich erscheinen läßt.
      Vermutlich gibt es aber keine Argumente, die Deine Meinung abmildern könnten.

      Ich will es aber zumindest in einem Punkt versuchen:
      Der gute Arne unten hat einen langen Text geschrieben, wie
      der Neoliberalismus für ihn scheinbar progressive Positionen
      aufnimmt, ohne seine wahre Natur zu verändern.
      Wir liefern die Bomben mit einem ‘Ooops sorry’ und vielleicht ist mit Kreide ein Blümchen auf den Sprengkopf gemalt.
      Obama reist nach Michigan und trinkt demonstrativ das Wasser usw…
      Israel ist schwulenfreundlich bombardiert aber gerne mal den Gazastreifen. Die Anwohner demonstrieren gegen die keystone pipeline und werden mit Gummigeschossen bearbeitet.
      Wenn in Deutschland demonstriert wird, das Gleiche.

      Ich persönlich habe mich z.B. in Südamerika immer wohler und freier gefühlt als in Deutschland, obwohl die Statistik sagt,
      dass die Mordraten viel höher sind.
      Wollte an der Stelle mal fragen, wie sich Tilo in Brasilien gefühlt hat.
      Ist es nicht so, dass die Menschen ob der Bedrohung einem irgendwie näher sind und menschlicher erscheinen ?

      Also um auf den Punkt zu kommen, es kann sein, dass sich ein Präsident Trump mehr Mühe gibt und unter strengerer Beobachtung stehend, weniger Verbrechen begeht, wie der allseits beliebte erste schwarze Präsident oder die nun doch nicht Präsidentin.
      Ob das so sein wird wissen wir nicht, wir werden aber auch nie wissen, ob Hillary Clinton schon die Kriegsszenarien gegen Russland oder China schon in der Schublade hatte.
      Erstmal ist ruhig an der Nato-Front.
      Die Rethorik z.B. über syrische ‘Rebellen’ hat sich schon verändert.

      hier also das Larry King Interview:

      Es enthält Sätze wie: ‘Ich verstehe mich mit allen meinen Ex-Frauen, denn sie sind die Mütter meiner Kinder.’

      https://www.youtube.com/watch?v=q4XfyYFa9yo

    2. P.S.:
      Eins wollte ich noch sagen:
      Am Ende wenn man sich gar nicht einig werden kann,
      dann müssen Rechtstaatlichkeit und Gesetze die Linie vorgeben.
      Leider, wurde in den USA auch damit viel Schindluder getrieben in den USA, Sonderrechte usw…
      Es ist immer das Argument aller Datenschützer usw…,
      dass auch ein ‘guter’ Präsident die Gesetze nicht über Gebühr dehnen darf, da sonst ein ‘schlechter’ Präsident das Gleiche tun würde.

      Für Arne hätte ich noch die Frage:
      Was legitimiert am Ende einen Regierungsumsturz ?
      100.000 Demonstranten, 1. 000.000 ?
      Wollte die Frage mal anfangen zu formulieren, vielleicht kommen wir wirklich nochmal drauf zurück irgendwann.

      Soll ich mir die neue Westworld Folge gleich ansehen, oder aufparen ? 🙂

  44. Die Maischberger-Episode war echt ziemlich schlimm. Hab dann irgendwann was anderes geschaut.

    Ich hör das immer wieder, dass “trump immer sagt..”. Ich kenn diese Aussagen. Aber ich habe die nur einmal von ihm gehört. immer. Mal abgesehn vom Migranten Thema.
    Bin ich unter-informiert? formulieren viele Ihre Aussagen über Trump unabsichtlich falsch? oder sogar doch mit Absicht?

    1. Als Beispiel könnte man da das Thema “Grab ’em by the pussy” nehmen.

      Trump rennt also überall rum und sagt immer wieder das was er in dem Skandal-Video gesagt vor vielen Jahren gesagt hat? WIRKLICH!?!

    2. Bsp.: Gestern gibt Trump ein CBS Interview.
      Ich werde mir das Interview heute im Laufe des Tages ansehen.
      Aber bei uns war, bevor das Interview in den USA im Fernsehen lief schon Alles mit der gleichen Schlagzeile voll.

      ‘Erstes TV-Interview seit der Wahl: Trump will drei Millionen “Illegale” abschieben’

      ‘TV-Interview: Trump will zwei bis drei Millionen Migranten abschieben – SPIEGEL ONLINE’

      ‘Trump will bis zu drei Millionen Migranten abschieben … – ORF TVthek’

      Da das schon Thema im Wahlkampf war, wurde das schon im Wahlkampf erklärt.
      Also die Medien haben hier keinen Informationsmangel, sie berichten absichtlich falsch.
      Mal ganz ehrlich, die Frage war ja, wie Medien mit dem platzen ihrer Blase umgehen und die Antwort ist, leugnen und so weiter machen wie bisher.
      Ich kann mir vorstellen wie bei orf.at nicht mehr die hochbezahlten Redakteure sitzen, sondern sagen wir mal besser bezahlte call center Mitarbeiter, die die Agenturmeldungen bisschen Umschreiben und dann je nachdem für ein paar Stunden auf die Startseite setzen und dann die Nächste und die Nächste.

      http://orf.at/stories/2366516/2366517/

      klar, wer so einen Artikel liest geht durch die Decke.

    3. Obama hat soviel Menschen abgeschoben wie nie ein US Präsident zuvor.
      http://abcnews.go.com/Politics/obamas-deportation-policy-numbers/story?id=41715661

      Achja. Apropos Medien. Beim ZDF laufen gerade wieder so komische kurze OMA Erna Einspieler.
      Dort zeigen Sie Leute aus den Nachrichten (z.B. Schausten mit Merkelraute). Alles untermalt mit “Musik” von Michael Bublé – “I believe in you”. Also das schlechte musikalische Gegenstück des Aufwachen Intros.

      Sprich, wir sollen den Leuten des ZDF doch glauben/vertrauen.

      Da fürchten wohl welche Stefans Rundumschlag am Dienstag :D.

    4. Also eigentlich sollte es so sein, die machen vernünftigen Journalismus und wir kotzen über Trump ab.
      Aber, was ich so auf twitter sehe, viele sind glaube ich echt durch.
      Also einfach echt fertig mit den Nerven.

    1. Einfach nur köstlich und einen großen Mittelfinger an die Presse.

      So eine Zusammenfassung könnte man alleine nur mit Christian Sievers (ZDF) machen.

  45. Es gibt nur eine einzige Frage die mich wirklich beschäftigt. Leider wird sie nirgendswo diskutiert. Dabei entscheidet sich alles mit ihr. Wie viele Amtzeiten wird Präsident Trump absolvieren? 1? 2? 3? 10? Wird er schon während der ersten abtreten, bzw. abgetreten werden? Hach, wen. die Kristallkugel doch stellenweiser klarer wäre… War das bei Reagan wohl auch so spannend? Immerhin war da der kalte Krieg auch sehr präsent.

  46. Meiner Meinung nach ist Amerika uns nur ein paar Jahre voraus. Solang die Schere zwischen Arm und Reich immer weiter aufgeht und es dem durchschnittlichen Amerikaner/Erdenbürger immer schlechter geht wird es immer weiter einen Rechtsruck auf der Welt geben. Das hat uns die Geschichte schon oft bewiesen und Hillary Clinton hätte einfach genauso weitergemacht wie davor. Wenn man jetzt sagt Donald Trump ist das Problem hat man es nicht verstanden. Seine Wahl war nur ein Symptom des Zustands der Menschen. Man muss die Ursache, soziale Ungerechtigkeit , bekämpfen. Nur wie ?

  47. Ich finde Angst gar nicht so unberechtigt. Vielleicht nicht unbedingt vor Rassismus, Sexismus, usw. (das sind letztendlich erstmal Amerikanische Probleme), aber vor den Auswirkungen, die diese Wahl auf den Klimawandel haben wird. Wenn ich Amerikaner wäre, würde man mir jetzt mein White Male Privilige vorwerfen, weil Klimawandel wohl im Moment das abstrakteste und entfernteste Problem ist.

    Aber es ist im Gegensatz zu vielen anderen Sorgen ein Problem, das sich nicht an Donald Trump persönlich und seiner unorthodoxen Wahlkampfrhetorik festmacht, sondern an den Interessen der Republikanischen Partei. Die ist zum großen Teil auf Spenden der Öl- und Gasindustrie angewiesen und kontrolliert jetzt alle Teile der Regierung. Womit ich nicht sagen will, das es nur ein Korruptionsproblem ist. Im Gegensatz zu den Demokraten haben die Republikaner ein Narrativ, das ihre Großspender mit der Parteibasis vereint. Das Versprechen nach mehr Ölbohrungen und dreckigen Kohlejobs sind die Identity Politics der Rechten — selbst Leute, die nie in der Kohleindustrie gearbeitet haben, können das als Argument Arbeiterschicht vs. Bildungselite lesen. Und mit dem Sieg in den Rustbelt Swingstates können die Republikaner jetzt auch behaupten sie haben einen klaren Wählerauftrag für diese Politik.

    Obama hat das Paris Abkommen sehr geschickt entgegen den Mehrheiten im Kongress implementiert. Es hätte nicht notwendigerweise einer Mehrheit im Senat bedurft um die Vorgaben umzusetzen, nur einer Demokratischen Präsidentin, die den Chef der Umweltbehörde ernennt. Nicht nur wird dieser Chef jetzt ein Republikaner, der den Klimawandel leugnet, es wird wohl auch der Haushalt der Behörde drastisch zusammengetrichen. Und das lässt sich in 4 Jahren nicht so leicht wieder rückgängig machen, weil die Republikaner im Repräsentantenhaus so gut wie immer an der Macht sind. (Das wiederum liegt daran, dass die Republikaner die Mehrheit der Bundesstaaten regieren. Alle 10 Jahre bestimmen sie die Wahlbezirke neu und zwar so, dass möglichst viele Republikanische Bezirke dabei herauskommen. Nennt sich Gerrymandering).

    Das Parisabkommen ist seit 4.11.2016 in Kraft. Erst in 3 JAhren könnten die USA einen Ausstieg einleiten, der dann nochmal 1 Jahr dauert. Vor der Wahl wurde spekuliert, dass eine Trump Regierung das Abkommen einfach ignorieren würde. Anscheinend werden nun aber drastischere Schritte geprüft:

    https://thinkprogress.org/trump-paris-agreement-speed-up-cancel-ceb106ff9661#.793hb3d5s

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